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Reisebericht über eine Rundreise durch Kappadokien mit anschließendem Badeurlaub in Alanya

Reiseroute: Antalya - Manavgat - Seydişehir - Konya - Aksaray - Nevşehir - Kaymaklı - Avanos - Soğanlı - Antalya - Alanya

Frühjahr 2011    *     Reiseveranstalter: "B..&.."    *     Reiseagentur vor Ort: (Tantur Turizm Seyahat A.S.)    *     Badeurlaub im Hotel "Jasmine Beach Resort"    

Teil 3: Reisebericht Rundreise Kappadokien: Nationalpark Göreme - Kayseri - Özkonak - Soğanlı-Tal - Avanos

Reisebericht Teil 1: Rundreise Anatolien: Antalya - Manavgat - Seydişehir - Konya - Aksaray - Nevşehir - Kaymaklı
Reisebericht Teil 2: Rundreise Kappadokien (1): Rote Tal - Kayseri - Uçhisar - Taubental - Göreme Nationalpark - Freilichtmuseums Göreme
Reisebericht Teil 3: Rundreise Kappadokien (2): - Avanos - Özkonak - Liebestal - Drei Grazien - Ürgüp - Soganli-Tal - Ballonflug über Kappadokiens Täler
Reisebericht Teil 4: Badeurlaub Antalya: Sultanhani - Antalya - Perge - Alanya

Fortsetzung zu: 4. Tag - Kappadokien (ca. 130 km Fahrt und 3 x 1 km Wanderung) - Sonntag, 17.04.2011

Töpferstadt Avanos - Unterirdische Stadt Özkonak - Liebestal - Wanderung im Catalkaya Tal (Drei Grazien) bei Ürgüp

.Avanos.. (Fortsetzung) ...

Gegen 13:15 verließen wir das Freilichtmuseum und fuhren in die 10km entfernte älteste und in Anatolien bekannteste Töpferstadt Avanos. Unterwegs waren auf mehreren Koppeln die regional typischen Pferde "Katpatuka" - so nannten die alten Perser das das "Land der schönen Pferde", also das vulkanische Massiv in Kappadokien. Schon in der Ortschaft Çavuşin sah man an den zahlreichen Töpferwaren-Ständen, welches Handwerk hier dominiert. Markant ist der Stil der regional typischen Architektur, die hier wegen des kunstvollen Handwerks einheimisch geblieben ist.

Die fast viertausend Jahre alte Kleinstadt mit etwa 15 Tausend Einwohnern lebt überwiegend vom Tourismus. Von viele großen Völkern wie die Römer, Perser und Seldschuken, die in dieser Zeit hier lebten, sind Spuren deren Herrschaft und Lebensstil noch heute sichtbar. Verschiedene Vulkanausbrüche zeichneten für die Bodenqualität verantwortlich, die sich für das Handwerk der Töpfer bestens eignet.

Avanos KizilirmakSo siedelten sich zahlreiche Ziegeleien und natürlich auch Töpfereien an, welche in dieser Region das stärkste Handwerk neben der Teppichweberei ist. Überall sieht man die Spuren der Töpferei. Selbst auf den trockenen Sandbänken des Flusses tummeln sich nur so die Tonkrüge. In den zahlreichen Ateliers kann man bei der Töpferei zuschauen oder auch selbst sich an der Töpferkunst versuchen und ein eigenes Unikat schaffen.

Da es kaum Sehenswertes gibt, reisen die meisten Touristen hier nur durch. Auf maximal eine Nacht haben sich die Restaurants, Hotels, Pensionen, Teppichhändler und Ladengeschäfte mit überwiegend Töpferarbeiten eingerichtet. Auf den umliegenden Feldern sahen wir überwiegend Getreide, aber auch viele Obstplantagen sowie Weinanbau sahen wir.

Vorspeise im Restaurant Urfa SofrasiIn Avanos überquerten wir auf einer schmalen Brücke (hier passen gerade mal 2 PKW´s aneinander vorbei) den längsten Fluss der Türkei, dem "Kizilirmak". Unmittelbar danach bogen wir nach rechts ab und kamen auf einen "Dorfplatz". Hier verweilten wir im Kebap-Restaurant "Urfa Sofrasi" zum Mittagessen. Uns wurde die Terrasse auf der gegenüber liegenden Straßenseite angeboten. Bei diesem herrlichen Wetter mit nur Sonnenschein war es hier recht angenehm luftig und hatte besten Einblick auf das Geschehen auf dem Dorfplatz. Auch hier konnte unser Reiseleiter mit dem Restaurant -Inhaber einen guten Preis für die Speisen Für 6 Euro erhielten wir einen sehr leckeren Fleischspieß. Vorher wurden eine Schale mit Minze, als Brotaufstrich Caciki mit Joghurtquark und geröstetes Paprika in Öl sowie Fladenbrot gereicht. Unsere Kleinen (und wir) kosteten bevor die Hauptspeise gereicht wurde so viel, dass der Kellner für Nachschub sorgte. Wenig später kamen auch mehrere Kellner - beide Arme mit Teller ausgelegt, um die Reisegruppe bestens und schnell zu versorgen. Das Restaurant ist eine Empfehlung wert - sehr lecker - sehr nett.


Leider trübte die Getränkeversorgung auf dieser Terrasse beim Bezahlen schnell diese positive Stimmung über Avanos.

Im Teegarten Akbel Çay Bahçesi wurden wir vorsätzlich betrogen! - VORSICHT !!!Preisliste des Teegarten Akbel Çay Bahçesi in AvanosNicht Empfehlen kann man dagegen, im Teegarten "Akbel Çay Bahçesi"
(V O R S I C H T - Betrüger!)
Getränke zu kaufen. Hier hält man sich nicht an die Preise. Man berechnete uns die Getränke anhand einer türkischen Preisliste, die natürlich in türkische Lira ausgepreist waren, gleich mal für uns Touristen in Euro. So kosteten zwei Dosen Cola gleich mal 5 Euro (!!) anstatt 5 Türkische Lira - ein Zusatzgewinn von satten 100%!!

Auf Teufel-komm-Raus verteidigte sich der Geschäftsinhaber, musste aber nach der klaren Aufdeckung des Betrugs durch unseren Reiseleiter und die derben Worte unseres Busfahrers das überbezahlte Geld zähneknirschend zurückzahlen.

Für einen Ort, der überwiegend vom Tourismus lebt, sind derartige Machenschaften schädlich. Ob nun unser Reiseleiter oder Busfahrer wieder mal hier zum Mittagessen halten werden, ist mehr als fraglich. Und von Einsicht des Geschäftsinhabers kann man nicht sprechen - er verabschiedete sich mit " kommt ja nicht wieder, hau ab mit Deinem Bus ...". Wartet er nun auf neue Touristen, die er mit der gleichen Masche "abkassieren" wird?

So hatte keiner der Mitreisenden Interesse, diesen Ort weiter zu besichtigen und fuhren kurz nach halb drei weiter.


Brücke über Kizilirmak bei AvanosDer Fahrer war scheinbar noch so sehr über diesen Betrug verärgert, dass wir die Stadt in südlicher Richtung verließen, also wieder über dieser schmalen Brücke verließen. Hier mußten wir mit unserem breiten Bus warten, bis kein entgegenkommender Verkehr mehr war. Dabei konnten wir den türkischen Straßenverkehr beobachten. Viele Situaionen, Personen- und Ladungstransport wäre in Deutschland nicht denkbar. Die Hüter des Straßenverkehrs hätten uns schon lange aus dem Verkehr gezogen. So umfuhren wir Avanos in östlicher Richtung und fuhren anschließend auf der Avanos Yolu in Richtung Kalaba (Nordosten). Nach 16km Fahrt bogen wir nach links in die Özkonak Yolu ab, durchfuhren das kleine Örtchen Göynük und erreichten nach einer halben Stunde Fahrt (23km) den Ort Özkonak. Ein Schild "Yeralti Sehri /  Unterground City" wies uns dabei den Weg. Vom Zentrum aus gesehen befand sich die ehemalige unterirdische Stadt im Süden des Orts.

unterirdische Stadt Özkonak



Sie ist eine von derzeitig vier Städten (Özkonak, Mazis, Derinkuyu, Kaymakli), die in dieser Gegend zur Besichtigung freigegeben wurde. Da nun zufällig unser Hotel ebenfalls eine unterirdische Stadt zu bieten hat, hätte durchaus auch diese, vor der Haustür befindliche Sehenswürdigkeit besichtigt werden können. Das Programm sah die Besichtigung einer unterirdischen Stadt vor, ohne eine der vier zur Auswahl stehenden Städte vorzugeben.

Über sieben Jahrhunderte gewährten diese Felsenstädte Zuflucht vor arabischen Invasoren, byzantinischen Bilderstürmern und den Christen vor religiöser Verfolgung. Sie enthielten alles, was auch eine Stadt benötigte, wie Vorratslager an Lebensmittel, Räume für Tiere, Wohnungen mit Schlafräumen und mit überwiegend großer Gemeinschaftsküche.

unterirdische Stadt Özkonak

Selbst an einer ausreichenden Belüftung wurde gedacht. Viele Gänge und Etagen sind und bleiben auch weiterhin zugeschüttet - ein Teil zur Darstellung der Wohnsituation wurde ausreichend beleuchtet und können besichtigt werden.

Ein Besuch einer der Höhlenstädte ist ein Muss eines jeden Kappadokienreisenden. Interessant waren auch die ausgeklügelten Schließsysteme der einzelnen Eingänge und Zwischentüren in den Etagen. In der Größe eines überdimensionierten Mahlsteins (knapp 2m Durchmesser) verriegelten die Tür vor mögliche Eindringlinge. Für Reisende, die Platzangst (Klaustrophobie)haben, ist einem Besuch abzuraten. Manche Gänge sind sehr schmal und können nur in gebückter Haltung begangen werden. Dank der zweifarbigen Ausschilderung waren beide Gehrichtungen bestens ausgeschildert. Da es kein Kreisverkehr gab, war es in verschiedenen Räumen möglich, die entgegenkommende Reisegruppe passieren zu lassen. Dann kann es schon mal eng werden - wir waren immerhin 40 Personen, die da vorbei kommen mussten. Von "stickiger Luft" war jedoch nicht zu sprechen - es war angenehm frisch. Eine derbe und zugleich warme Jacke war da die richtige Empfehlung.

Liebestal Vallustal Ask Vadisi
Pünktlich um 17 Uhr startete der Bus zum letzten Tagesziel, den "Drei Grazien" bei Ürgüp. Unterwegs hatte unser Reiseleiter die Idee, zu einem Besichtigungspunkt zu fahren, wo man einen herrlichen Blick ins Vallustal ( Aşk Vadisi / Ask Vadisi) haben soll - also ein Abstecher außerhalb des Programms. So fuhren wir die gleiche Stecke zurück - umfuhren wieder südlich die Stadt Avanos und bogen etwa 1km nach Cavusin auf einer Straße, die in nordwestlicher Richtung wieder auf der D.300 mündet. Da der Reiseleiter und auch der Busfahrer noch nicht dieses Ziel angesteuert hatten, suchten beide den richtigen Weg. Nach reichlich einem Kilometer befand sich an einem Steinbauwerk am Rand ein kleines Hinweisschild, welches auf den Aussichtspunkt "Love Valley - Panoramic View" verwies. In der Ferne sahen wir schon den Andenken- und Versorgungspunkt. Der Feldweg sah nicht vielversprechend aus - der Busfahrer war aber sicher, dass er uns darauf bis direkt zum Aussichtspunkt am Vallustal ( - Tal der Liebe) nordwestlich von Göreme fahren kann (31 km / 35 min). Da keine Besucher da waren, bestellte der Inhaber zwischendurch sein Feld. Der Ausblick und der Anblick dieser eigenarig geformten Tuffformationen ließen kein Zweifel an der Namensbildung "Liebestal". Jeder machte dabei so seine Späßchen und trug damit zur allgemeinen Erheiterung bei. Nur unsere beiden Kleinen konnten gar nicht verstehen, worüber wir bloß alle zu Lächeln und Erzählen hatten. In einigen Jahren werden auch sie dahinter kommen.

Catalkaya Tal - Drei GrazienIm Tal war eine Touristengruppe mit Quads und Mopeda unterwegs aber auch einen Bauern sahen wir, der in Richtung Mekka betete - die Frau hingegen seitlich neben ihm war in gebückter Haltung fleißig bei der Bestellung des Feldes. Was wohl der Bauer im Liebestal mit Alah zu besprechen hatte?

Nach zwanzig Minuten Fotostopp ging die Fahrt ins 9 km entfernte (zwei Kilometer westlich von Ürgüp) Catalkaya Tal weiter, welches er letzte Tagesstopp war. Wir wanderten etwa 1km (15 Minuten) auf einen Kamm, vorbei an den berühmten Catalkaya-Gabelfelsen, die auch unter "Drei Grazien" bekannt sind und zum Wahrzeichen der Stadt Ürgüp wurden. Hier weisen die Feenkamine eine besonders interessante und originelle Pilzform auf. Nachdem alle Mitreisenden am Bus angekommen waren, fuhren wir ins 29 km entfernt Hotel, was wir nach einer halben Stunde Fahrzeit pünktlich um 18 Uhr erreichten. Das Programm war so voll, dass wir keine Zeit hatten, die örtliche Höhlenstadt zu besichtigen.

Im Hotel freuten wir uns bereits auf das Abendbrot. Wie immer wurden wir positiv überrascht. Es gab überbackene Krabben oder so ähnlich - mehr als lecker. Da es so viel zu kosten gab, verzichtete ich gern auf Brot. Dafür kostete ich von jedem der nicht endenden Salatvielfalt jeweils nur winziges Häppchen.

Was wir bisher nicht in Kappadokien gesehen haben - einen Tandır (unterirdischen Ofen), welcher in fast jedem Haus zum Backen von Brot sowie zur Zubereitung von Speisen verwendet wird. Spezialität der Region ist Käse, welcher im Tontopf zubereitet wird und als Nachspeise sollte man mal „Köftür” (Gelee aus Traubensaft oder Weinmelasse, Stärke und Mehl) gekostet haben.


5. Tag - Kappadokien (ca. 65 + 227 + 20 km) - Montag, 18.04.2011

Ballonflug über Kappadokien - Wanderung im St. Simiontal in Aktepe - Devrent-Tal (Tuffstein -Tierpark) - Besuch des Dorfes Soğanlı - Besichtigung Ballonfahrt Kappadokien Flugstreckeder Orte Mustafapaşa, Ürgüp und Ortahisar - Teppichknüpferei

Dieser Tag sollte der Höhepunkt der Kappadokien-Rundreise werden - der fakultative Ballonflug über Kappadokien (150 Euro/Person). Gegen 4:45 Uhr klingelte nicht nur das Hoteltelefon - gleich zwei Handys wurden zur Sicherheit mit gestellt. Das Waschen und Anziehen ging recht schnell. Vorsorglich zogen wir uns einer windfesten und warmen Kleidung an. Die Wetterprognose sagte am Vorabend Sonne voraus - also optimales Flugwetter. Aus unserer Reisegruppe wagten sich die Ballonfahrt außer uns Vier noch fünf weitere Mitreisende. Bei Abfahrt um 5:15 Uhr setzte die Morgendämmerung ein. Die regionalen Fahrer mit neuen VW-Crafter-Bussen machten ordentlichen Betrieb zur Basisstation Atmosfer Balloons in Udisar in der Fatih Cd (27 km). Hier wurden nochmals die Anmeldungen überprüft und erhielten ein Informationsblatt mit dem Namen unseres Ballon Piloten Buket Üngel. Es gab noch Kaffee, Tee, Gebäck, Kuchen und Weißbrotgebäck sowie alkoholfreie Getränke. Zu viel sollte man nicht trinken, denn im Ballon gibt es keine Toiletten. Gegen 6 Uhr war Abfahrt Richtung Startpunkt Heißluftballon. Es sah so aus, als ob die Fahrer eine Wettfahrt veranstalten - war aber falsch, da der Ballon fest stand. Nach 7 km erreichten wir den Startpunkt im Kılıçlar Valley / Kilclar Valley auf einer Freifläche an einer Wiese etwa 2 km nordöstlich von Göreme. Schon während der Fahrt und hier ringsum Ballon an Ballon - wir schätzten, dass über 70 Ballons in der Luft sein werden. Hier waren schon die Vorbereitungen voll im Gange. Pilotin Buket Üngel - Atmosfer Balloons


Unsere Bodencrew, welche aus drei kräftigen Herren mit einem Land Rover bestand, hatten bereits den Ballon soweit mit Heißluft gefüllt, dass er startbereit war. Andere lagen noch auf dem Boden. Heissluftballon Gondel KappadokienWir staunten nicht schlecht, dass eine Frau im Ballon als Pilotin bereits mit den Gashebeln der Brenner beschäftigt war und den Ballon auf Aufsteigen hinderte. Ein kräftiges Gebläse pusteten Luft in die Ballonhülle hinein, während Propangasbrenner diese Luft in den Ballons auf Betriebstemperatur brachten.

Die Gondel hatte Platz für 24 Personen (+Pilotin). Nach wenigen Minuten waren Alle eingestiegen. Zwei aus den beiden Bussen mussten in einer anderen Gondel einsteigen. Auch mich wollten sie in einem anderen Ballon verfrachten, da ich zu den Letzten beim Einstieg gehörte. Ich erklärte aber, dass meine Familie bereits in der Gondel sei - so durfte ich natürlich hier mitfliegen. Nun gab Buket ordentlich "Gas", während die Gondel durch eine Halteleine am Jeep befestigt war. Als genug Auftrieb war, ließen die Bodencrew das Seil los und genau 6:20 Uhr hob die Gondel ab. Fast im Sekundentakt sah man rundum die Ballons aufzusteigen.

Ballonfahrt - Sonnenaufgang GöremeDer Wind trieb uns anfangs westwärts genau über den Norden des Orts Göreme. Man konnte die Häuser kaum anfassen - wir schwebten keine 50 m über den Grund. Die Sonne versuchte mit ersten Strahlen über die Gipfel am Horizont zu kommen. Sonnenaufgang im Heißluftballon über Kappadokien - ein lang gehegter Traum ging in Erfüllung.

Buket ließ stets den Ballon langsam drehen. Somit hatte jeder die gleiche Sicht auf Kappadokien. Manchmal spielte Puket am Gashebel in Rhythmus von einer Melodie.

Scheinbar blies hier ein anderer Wind - wir wurden nun anfangs nordwärts, später nordwestwärts getrieben. Buket steuerte den Ballon hoch, später wieder in geringer Tiefe. So ging die Ballonfahrt immer hoch und runter und konnten somit die Landschaft aus allen Perspektiven sehen.

Ballonflug - Liebestal Kappadokien




Manche steil aufragende Felsen waren zum Greifen nahe. Keine zwei Meter war die Gondel davon entfernt. Aber unsere Pilotin steuerte mit ruhiger Hand und sehr sicher die Gondel im sicheren Abstand an den Felsen vorbei, ohne dass bei Einem ein Angstgefühl entstand. Genau so ungefährlich war es, wenn sich die Ballons berühren. Selbst wenige Meter sind wir einmal über einem Anderen geschwebt. Den Piloten macht die Fliegerei sichtlich Spaß. Wir verließen Göreme und überquerten eine kleine Felsformation mit anschließenden schmalen Streifen einer Ebene. Was sahen unsere Augen anschließend - Wir steuerten genau auf die Mitte des Liebestal hin - da, wo wir am Vortage noch standen.

Ballonflug - Love Valley Kappadokien




Unsere Pilotin steuerte in das windgeschützte Tal in westnordwestlicher Richtung, mal hoch mal wieder runter quer durch das Liebestal. Nun hieß es wieder "Gas geben", als die Felswand vor uns war. Als ob der Ballon es gehört hat, ließ er sicher die Gondel sehr knapp an den teilen Felsen hinauf gleiten. Das sind Erlebnisse, die man nur selbst erlebt haben muss - eine Beschreibung und das überwältigende Gefühl lassen sich kaum in Worte formulieren.

Nachdem wir das Liebestal verließen steuerte Buket den Ballon in Höhe. Mein Foto-GPS zeigte einen Höhenunterschied von 382 Metern vom tiefsten Punkt im Liebestal bis zum Höchsten des Fluges an. Nun steuerten wir einen Landepunkt an. Unten sahen wir schon die Bodencrew im Zick-Zack den Ballon zu folgen. Über Funk verständigten sie sich über einen möglichen Punkt. Geschickt steuerte Buket fast auf dem Meter genau die Gondel auf den gewünschten Punkt - nein Abbruch - zu viele Querwellen für den Jeep mit dem Anhänger.

Ballonflug  Landung KappadokienBucket gab noch mal Gas und ließ sich 200 m weiter treiben. Die Crew war schon vor Ort. Auf das Kommando "Festhalten" folgten alle und griffen zu den Halteschlaufen an der Gondel. Leicht setzte die Gondel auf den Boden auf und neigte sich durch die Zugkraft des Ballons stark zur Seite. Die Bodencrew griff nach den herunterhängenden Gurten, sicherte sie und richtete die Gondel wieder auf. Unmittelbar darauf fuhr der Hänger des Jeeps neben vor. Buket gab nochmals Gas - die Gondel erhob sich erneut und wurde schnell auf dem Hänger von der Bodencrew gezurrt. Erst dann hieß es nach einer Stunde Ballonfahrt Aussteigen.

Ballonflug Kappadokien Zertifikat










Während die Bodencrew und unsere beiden Kleinen natürlich mit den Entleeren der heißen Luft beschäftigt waren, bereitete Buket ein Glas Saft mit Champagner veredelt für den erfolgreichen Ballonflug vor. Na dann "Zum Wohl". Anschließend erhielt jeder Teilnehmer ein Zertifikat überreicht.

Herzlichen Dank - liebe Buket für den wunderbaren und stets sicheren Ballonflug.

Paşabağları Tal der Mönche Kappadokien

Wir brauchten nicht lange zu warten, fuhren auch unsere beiden VW-Busse unweit an einem Feldweg heran und brachten uns sehr zügig über Nevsehir zurück ins 31 km entfernte Hotel. Nun hieß es schnell umziehen und frühstücken, denn 9:20 Uhr war bereits wieder Abfahrt für das offizielle Tagesprogramm.
Paşabağları Mönchstal Kappadokien




Tagesprogramm -Teil 2

Laut Wettervorhersage waren drei Stunden Sonnenschein vorausgesagt, bevor Wolken den Himmel zuziehen sollten. Und diese drei Stunden hatten wir genau zum Ballonflug. Pünktlich kamen die ersten Wolken.

Unsere zweite Tagestour führte wieder über Cardak, Uchisar, Göreme in Richtung Avanos. Wenige Kilometer hinter Cavusin bogen wir rechts nach Zelve ab. Links ragte wie ein Vulkankegel, der Berg Aktepe mit 1250m etwa 200m in die Höhe. Nach etwa einem Kilometer hielt der Bus in einer Parktasche im Mönchstal kurz vor Paşabağları (32 km / 40 min)an und fuhr anschließend die 400m weiter (die wir wanderten) bis auf dem Parkplatz von Paşabağları. Unser Reiseleiter nannte es St. Simeontal (fand aber nirgend wo einen Bezug zu diesen Namen) nach dem Heiligen Simeon - früher hieß es "Tal der Mönche". Von hier aus wanderten wir über den Bergkamm rechts der Straße Richtung Zelve nach Pasabaglari (Weinberge des Paschas). Nach der Hälfte der Strecke hatte man einen herrlichen Blick auf die "anders geformten" Feenkamine in verschiedenen Richtungen.

Teppichknüpferin in Avanos HalıHier in Paşabağları besitzen die Feenkamine gleich mehreren Häuptern, in denen auch hier Wohnungen, Kapellen, Kirchen und Klöster errichtet wurden. So enthält ein dreiköpfiger Feenkamin eine Höhle eines Eremiten und eine vom Heiligen Simon geweihten Kapelle. Mehrere Eremiten sollen hier in 10 .. 15 m hohen Felswohnungen gelebt haben.

Fast hätten wir dies nicht sehen können - Frauen einer japanische Reisegruppe getrauten sich zwar der Leiter hoch - nur wieder runter brauchten sie sehr viel Zeit - uns standen nur vierzig Minuten für diesen Stopp zur Verfügung. Mittlerweile wartete eine gewaltige Schlange, bevor auch wir den Aufstieg durchführen konnten.

Der Heilige St. Simeon (5. Jhd.) zog sich hierher vom syrischen Aleppo zurück, um seinen Meditationen in aller Ruhe nachgehen zu können. Ihm wurde nachgesagt, ein Wunderheiler zu sein, was er als sehr störend empfand. Er verließ nur seine Felswohnung, um nur die Gaben mitzunehmen, die er zum Leben dringend benötigte, die seine Verehrer vor dem Fels ablegten.

Die Reisegruppe war wie gewohnt pünktlich am Bus, nur ein Arno von zweien fehlte und das auch wie gewohnt. Wir fuhren nur sechs Kilometer weiter - unser nächster Stopp war die Pflichtveranstaltung - Werbeverkauf in der Teppichknüpferei Avanos Halı (laut Programm: inklusive Beratung, Präsentation und Einkaufsmöglichkeit) - ein Geschäft der Sentez Tourism - Kette. Die Verkäufer waren begeistert über die vielen fachkundigen Fragen unserer Gruppe - leider hielt sich der Verkaufserfolg sehr in Grenzen und unter den Erwartungen der Verkäufer. Immerhin sichern derart Besuche den günstigen Preis von Türkei-Reisen. Unsere Kleinen fanden ausreichend Spielgeräte, um die Zeit zu überbrücken. Am Ausgang wartete ein Schuhputzer, der für 1,50 Euro die Schuhe auf Hochglanz bringen konnte.


Genau zwei Stunden dauerte es, bis der letzte Mitreisende zur Weiterfahrt Richtung Ürgüp bereit war. Der nächste Stopp war genau 13 Uhr im 6 km entfernten Devrent-Tal , etwa 2km hinter der Ortschaft Aktebe.

Devrent-Tal/ Tal der Feenkamine
Man spricht auch hier vom Tal der Feenkamine, wegen der hohen Zahl aneinander gereihte Feenkamine auf engsten Raum, aber auch als "Tierpark aus Tuffstein", den die Natur bei Phantasie geschaffen hat. Bei der hohen lokalen Konzentration von Tierdeutungen bleibt dennoch das Gefühl, da und dort mit nachgeholfen zu haben, um dadurch diesen Punkt etwas attraktiver werden zu lassen.

Devrent-Tal / Kamel













Devrent-Tal / Martin LutherWie auch immer - die eingangs kamelähnliche Felsformation sieht durchaus interessant aus. Man braucht nur die Phantasie walten zu lassen. Einer der Mitreisenden erkannte sogar Martin Luther - nach dieser Erwähnung sahen alle Anderen es auch.

Nach diesen 20- minütigen Fotostopp knurrte uns so langsam der Magen. Es galt aber noch ein Stück bis dahin zu fahren. Es stand ein Besuch im Dorf Soğanlı im gleichnamigen Soganli Tal an. Die Fahrt führte über Ürgüp, Mustafapaşa, Şahinefendi nach Güzelöz. Wir folgten die Straße weiter Richtung Süden und bogen nach etwa 6km rechts nach Soganli ab. Der Ort teilt sich in zwei Teile - dem unteren Aşağı Soğanlı und den oberen Yukarı Soğanlı, indem byzantinische Mönche vom 9. bis 13. Jhd. wohnten und über hundert Kirchen errichtet haben. Diese Straße, die beide Teile verbindet, wurde gerade frisch geteert - wir schlängelten uns durch die Asphaltkipper und Walzen weiter aufwärts durch. Die Tuffsteinfelsen links und rechts der Straße waren mit nicht endenden Öffnungen - vermutlich Höhlenbauten, Felsenkirchen oder ehemalige Wohnungen unterbrochen. Die Meisten wurden mit kleinen Öffnungen versehen und zu Taubenschlägen zugemauert. Leuchtend weiße Farbe lässt diese deutlich vom Fels abheben. Wir fuhren an der Holzkirche (Tahtalı Kilise) und an der Barbarakirche aus dem 11. Jahrhundert vorbei, die nicht zur Besichtigung vorgesehen waren. Die Darstellung des Siebenschläfers von Ephesus ist dabei einzigartig. Da dieser Ort abseits von den Tourismuszentren liegt, fahren auch keine Sammeltaxis (Dolmuş) hierhin. Somit findet man hier noch die Natürlichkeit ohne Hotels. Die Bevölkerung lebt hier von der Landwirtschaft. Zur Düngung ihrer Felder verwendet man den reichlich anfallenden Taubenmist.

Karabas Kirche SoganliAm Ortseingang wurde eine Art Kulturabgabe kassiert. Der Busfahrer zahlte 105 Euro für den Bus, also vermutlich 2,50 Euro/Person. Nur wenige Minuten danach erreichten wir nach 51 Kilometer (50 min) seit dem letzten Stopp das Soğanlı-Restaurant. Der Wirt erwartete uns bereits, denn das Essen war für alle vorbestellt gewesen (zu mindestens erwähnte keiner der Mitreisenden auf Anfrage unseres Reiseleiters während der Fahrt, dass er nicht mit Speisen wollte). Ein Teil schloss sich dennoch vom gemeinschaftlich bestellten Essen aus. Eine Ansage vorher wäre sicherlich der saubere Weg gewesen und hätte den Wirt nicht unnötig viel Essen zubereiten lassen müssen. Eigenartigerweise aßen einige von denen doch im gegenüber liegenden Restaurant. Nun ja - eine so tolle Reisegruppe waren wir keinesfalls. Die Charaktere und Interessen triften doch bei 40 Personen auseinander.

Das Essen war wieder super - nach einer Vorspeise und Vorsuppe gab es eine Schale mit Fleisch und Reis - das alles für 6 Euro (Getränke laut Preisliste extra). Einige nutzten die Zeit, um sich an einem Verkaufsstand über die handgefertigten Soğanlı-Puppen zu informieren.

Karabaş Kilisesi SoğanlıNachdem alle gesättigt waren und die Getränkerechnung beglichen hatten, fuhren wir wieder ein Stück zurück und bogen nach links auf einer schmalen Asphaltstraße in das Nordtal ab.

Als erstes besichtigten wir nach einem Kilometer Fahrt die "Kirche mit den schwarzen Köpfen" - die Karabaş Kilisesi / Karabas Kirche mit mehreren Nebengebäuden. Möglicherweise kann es früher ein Kloster gewesen sein. Die Fresken stellen Abschnitte aus dem Leben Jesu Christi dar, wobei dem Namen nach das Schwarz sich auf den Hintergrund und nicht auf die Köpfe bezieht.

Nach einem weiteren Kilometer endet der Weg an einer Wendeschleife. Plötzlich einsetzender Regen lässt uns schnell in die Schlangenkirche (Yılanlı Kilise) verschwinden. Die Fresken sind leider kaum noch sehenswert - die Zerstörung war leider zu groß. Einige Mitreisende steigen gar nicht erst aus und verbleiben im trockenen Bus. Da wir bereits genug Kirchen gesehen haben, kann man durchaus verstehen, dass er Eine und Andere streikt.

Für die Besichtigung der gegenüberliegenden Kuppelkirche (Kubbeli Kilise) zeigte Keiner ein Interesse - also ging die Fahrt zurück. Kurz nach halb vier fuhren wir gleiche Strecke zurück. Vor Güzelöz waren in den Fels große Lagerhallen als wohl temperierter Ort zur optimalen Lagerung von Kartoffeln errichtet worden.

Mustafapasa KappadokienDer nächste Stopp war die Besichtigung des Orts Mustafapaşa (einst den griechischen Namen Sinasos) aus dem 10. Jahrhundert nach 43 Fahrtkilometer. Etwa 300m liefen wir durch die engen Gassen des Orts, wobei Felsenhöhlen mit Wohngebäude eine Einheit bilden. Leider sahen einige recht verfallen aus. Herrliche Ornamente verzierten viele alte Gebäude.

Mustafapasa ist wegen seinen zahlreiche Höhlenkirchen bekannt. Sie sind schwer erkennbar - eine klare Ausschilderung konnten wir nicht finden. Uns reichte bereits der Blick von außen, den innen wiederholt sich das bereits Gesehene. Die bekanntesten Felsenkirchen sind die Ayios Vasilios Kilise, die Ayios Stefanos Kilise, die Ayios Nikolaos Manastırı und die Sinasos Kilise. Die freistehende Ayios Konstantinos Kilise ist jedoch erst knapp 300 Jahre alt.

Wir schauten noch kurz vor Abreise in den architektonisch schönen Innenhof einer Berufsschule (meslek yüksekokulu) hinein. Auf einer Hofbank waren einige Schüler mit Lesen beschäftigt und ließen sich durch uns nicht stören. Scheinbar ist der Anblick von neugierigen Touristen nichts Ungewöhnliches mehr.

Nach zwanzig Minuten Ortsbesichtigung wiederholten wir das Gleiche in die 7 km entfernte Kleinstadt Ürgüp, wo wir kurz nach 17 Uhr eintrafen.

Ürgüp Kappadokien TürkeiVor der Besiedlung wurden in den Hängen Felsengräber für die in Altertum bestandene Siedlung Tomissos (am Osthang vom Berg Avla) errichtet.

Der Ortsnamen änderte sich in den Jahrhunderten mehrfach. Osiana / Assiana Hagios Prokropios nannten es die Byzantiner, Baþhisar bei den Seldschuken, unter Bulgut Kalesi kannten es die Osmanen und mit Gründung der Türkei erhielt sie den heutigen Namen Ürgüp. Die Byzantiner erklärten diesen Ort wegen der zahlreichen Kapellen und Kirchen sogar zum Bistum und bedeutenden religiösen Zentrums der damaligen Zeit. Für die Seldschuken hatte es Anfang des 11. Jahrhundert nur noch wegen seiner günstigen Lage eine strategische Bedeutung. Aus der Zeit der Seldschuken stammen nur noch die auf dem Temenni Hügel liegende sechsseitige Grabstätte (Türbe) Altý Kaplý-Türbe (Kýlýçarslan Türbe - nach dem Erbauer Sultan Rüknettin Kýlýçarslan).

Yunak Evleri Hotel Ürgüp





Sehenswert war das neuzeitliche *****Höhlenhotel "Yunak Evleri". Der Preis ist aber auch ansehnlich. Für ein Doppelzimmer hätten wir 107 Euro für diese Nacht bezahlen müssen. Kurz vor Abfahrt verwies unser Reiseleiter auf ein Gebäude, was wohl fast jeder Türke kennt. Es ist in einer Fernsehserie zu sehen.

Nach ebenfalls 20 Minuten Ortsbesichtigung fuhren wir zum letzten Besichtigungsort dieses Tages - zur Kleinstadt Ortahisar - auf Deutsch: "mittlere Burg", denn der Burgfelsen mit einer Höhe von etwa 90 m ist weithin sichtbar. Wie auch die anderen vergleichbaren Berge ist auch er von Höhlen, welche zahlreichen Gänge miteinander verbinden. Hier standen uns 45 Minuten zur eigenen Erkundung zur Verfügung.


Busfahrer Bülent und seine nette Co-Pilotin

Die Akrobatenkirche (Cambazlı Kilise) sowie der Klosterkomplex Hallaç Manastırı (hier wird Taubenmist "produziert") kann man leider nur von außen besichtigen, aber die dafür die etwas außerhalb des Ortes auf einem Felskegel stehende Weintraubenkirche (Üzümlü Kilise) aus dem 8. oder 9. Jhd. kann man besichtigen.

Wegen den kühlen Temperaturen im Sommer wie auch Winter (etwa 10°C), werden die Höhlen als Lager für große Mengen an Obst und Gemüse genutzt. So wurde die Region um der Kleinstadt als Obstanbau-Zentrum ausgebaut.

Mittlerweile regnete es - zwar nicht toll, aber andauernd. Da unser Busfahrer Bülent im Auftrag des Veranstalters eine Besorgung zu erledigen hatte, stiegen einige Mitreisende gar nicht erst aus und ließen sich diese 20 km durch Kappadokien mit chauffieren.

Nach einem Stadtrundgang sah es an diesem Tag nicht aus - es zeigte auch keiner der Mitreisenden ein Interesse. Izzi, unser Reiseleiter kannte als Zeitfüller mehrere Lokale im Ort, wo man Wein oder ein warmes Getränk trinken konnte. Das Erste lag mit den Preisen in der oberen Region - also Retour. Die folgenden Restaurants hatten wie verabredet an diesem Tag geschlossen. So tranken wir in einem kleinen Ladenlokal doch noch eine Tasse Tee.

Gegen 18:15 Uhr sahen wir den Bus zurück kommen. Schnell traf die gesamte Reisegruppe im gemütlich warmen Bus ein und fuhr in unser knapp 30 km entferntes Hotel nach Kaymakli.

Kappadokischer AbendDamit war der Tag noch nicht für die zu Ende, die den fakultativen türkischen Abend (25 Euro/Person) gebucht hatten. So hieß es frisch machen - umziehen - Abendbrot und Sammeln zur Abfahrt.

Kurz nach halb neun fuhren wir in das 21 km entfernte Ortahisar. Der Bus fuhr bis direkt vor dem Eingangsportal des Tuffstein-Lokals "Harmandali" vor und benötigten somit keinen Schirm. Die Raumteilung war interessant. Im Zentrum befand sich die Bühne und sternförmig gingen mehrere Gänge nach hinten weg, wobei die Sitze hinter erhöht waren. Somit war von allen Gästen beste Sicht auf das Programm.

BauchtänzerinUns wurde der Gang gegenüber den Eingang zugewiesen. Ein langer Tisch war bereits mit Gläsern und etwas zum Knabbern eingedeckt.

Da hie die Getränke inklusive waren, brachten die Kellner eine Karaffe mit Rotwein- und eine mit Weißwein, alkoholfreie Getränke sowie eine Flasche Raki.

Als erstes traten drei tanzende Derwische auf. Hier war Fotografieren und Filmen nicht erwünscht, da es sich um eine Zeremonie handelte. Anschließend trat eine Tanzgruppe auf, die verschiedene Volkstänze dargeboten.

Türkischer VolkloreabendZwischendurch animierten sie die Gäste zum Mittanzen. Die Pause war zum normalen Tanz freigegeben. Zahlreiche Tanzfreunde füllten schnell die Tanzfläche. Zum Abschluss folgte der Auftritt einer Bauchtänzerin. Mit Ende der Show durfte nochmals getanzt werden. Man sollte aber nochmals schnell die Gläser füllen, denn das Personal begann bereits mit dem Abräumen.

Unsere Gruppe verließ als Letzte gegen 23:30 Uhr den Saal bei strömenden Regen und erreichte um Mitternacht das Hotel.


6. Tag - Kappadokien - Sultanhani - Konya - Antalya (ca. 705 km) - Dienstag, 19.04.2011

....Fortsetzung auf Reisebericht Teil 4: Badeurlaub Antalya: Rückfahrt über Sultanhani - Antalya - Perge und Verlängerungswoche - Badeurlaub bei Alanya