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Reisebericht über eine Rundreise von Deutschland nach Albanien (Republika e Shqipërisë, Shqipëri) mit dem Auto

Reiseroute:

Frühjahr 2012    *     Reiseveranstalter: "Privatreise mit PKW"    *     Gesamtkosten für die gesamte Reise bei 2+2 Personen: .... EUR 

Teil 1: Reisebericht Rundreise: Anreise von Deutschland nach Albanien
          über Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro

Reisebericht Teil 1 (Tag 1 + 2):  Reisebericht Albanien: Abreise Deutschland, Montenegro: Kotor - Bar; Albanien: Shkoder - Lezha - Vlora
Reisebericht Rundreise Teil 2:  Rundreise Südalbanien: Vlora - Himara - Butrinti - Saranda - Gjirokastra - Tepelena
Reisebericht Rundreise Teil 3:  Rundreise Zentralalbanien (1): Vlora - Apollonia - Berat - Bylis
Reisebericht Rundreise Teil 4:  Rundreise Zentralalbanien (2): Vlora - Ardenica - Durres - Kruja - Tirana
Reisebericht Rundreise Teil 5:  Rundreise Westalbanien: Vlora - Permet - Ersek - Korca
Reisebericht Rundreise Teil 6:  Rundreise Mazedonien : (Albanien) - Vlora - Elbasan - Pogradec - (Mazedonien) - Ohrid - Struga

Liebe Reisefreunde, die Reise wurde noch nicht durchgeführt - ist aber in Vorbereitung. Auch wenn hier schon konkrete Ereignisse stehen, werden diese erst während der Rundreise bzw. danach aktualisiert und mit konkreten Erlebnissen und aktuellen Fotos belegt.

0. Tag - Vorbereitungen

Thüringen

In Albanien beträgt die Netzspannung wie in Deutschland 220 Volt und verwendet die gleichen Stecker - also kein Problem für Ladegeräte und Fön.

Nur wenige Wochen nach Bestellung traf auch das ADAC-Reiseset ein. Es enthielt Landkarten von Deutschland, Österreich, Tschechien+Slowakien+Südpolen, Südosteuropa, Dalmatien (von Zadar bis Dubrovnik) sowie Slowenien+Kroatien+Bosnien-Herzegowina+Montenegro. Scheinbar verfügt ADAC noch keine Reisekarten über Albanien. Weiterhin wurden dem Set ein Blatt mit den Straßengebühren für Österreich, Südosteuropa und Osteuropa beigefügt. Natürlich waren auch die wichtigsten Reiseinformationen für jedes Land, wo unsere Reise durchging, als Faltblatt beigefügt. Auf Wunsch wurde uns sogar noch die Reiseroute ausgedruckt. Parallel nutzten wir aber das GPS-Gerät, welches Landkarten aller Reiseländer enthielt.

Da das in Albanien nicht ganz so funktioniert, hatten wir eine Landkarte Albaniens (1:220.000 - Reise-Know-How, 2011) zur Verfügung, die auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten markierte. Selbst gesperrte Straßen für das Jahr 2012 wegen Baumaßnahmen waren gekennzeichnet. Einfach super!

Also noch ein wenig warten - dann werden hier ausführliche Informationen stehen.

 

 

1. Tag - Abfahrt in Deutschland - Dienstag, ....2012 (220 + 1340 km)

Fahrt nach Montenegro über Österreich, Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina

Der ursprüngliche Beginn der Reise war der Sonntag, ...2012. Gegen 16 Uhr verließen wir Haarhausen - ein Ortsteil der Wachsenburggemeinde in Thüringen. Unser erstes Ziel war Nürnberg, wo wir auch übernachteten. Da wir mit den Urlaubstagen sparsam umgehen müssen, war dies der letzte Arbeitstag vor der Abfahrt und hatten somit schon einmal 220 Urlaubs-Kilometer weniger.

Gegen 19 Uhr setzten wir die Fahrt fort. Es standen noch knapp 1400 Kilometer bei einer berechneten Fahrzeit von 16 Stunden uns bevor. Wir fuhren auf der A3 (E56) über Regensburg und Passau zur österreichisch Grenze. Kurz vorher kauften wir noch die erforderliche 10-Tages-Vignette (7,70 Euro) an einer Raststätte, die somit auch für die Rückfahrt reichte. Dies nutzten wir gleich, um unsere erste Abendbrot-Pause durchzuführen.

Gegen 21:30 Uhr (238 km) passierten wir die Grenze und fuhren auf der A8 (E552) und A9 (E57) über Graz zum Slowenischen Grenzübergang Šentilj, den wir nach knapp 3 Stunden (308 km) Fahrzeit erreichten. Zwischendurch fielen noch Mautgebühren für den Bosrucktunnel zu 4,50 Euro und den Gleinalmtunnel zu 7,50 Euro sowie eine 10-Tages-Vignette für Slowenien zu 15 Euro an. Für nur 60 Autobahnkilometer auf der A1 (E57) und A4 (E59) und 45 Minuten Fahrt ist dies ein sehr teueres Stück Autobahnbenutzung!!

Alternativ kann man kurz vor der slowenischen Grenze bei Spielfeld die Autobahn verlassen und auch auf Landstraßen durch Slowenien fahren. Nach 78 km und 1,5h Fahrt über Maribor, Ptujska Gora und Ptujska cesta erreicht man die kroatische Grenze bei Dobovec pri Rogatcu. Bei Durmanec kann man auf der kroatischen Autobahn weiterfahren. Man benötigt die doppelte Zeit durch Slowenien - also eine knappe Stunde länger. DubrovnikDa wir nachts reisten und somit auch nicht Slowenien kennenlernen konnten, nahmen wir zähneknirschend die Autobahn.

Gleich in Kroatien fügten wir auf dem Autobahn-Parkplatz der A2 (E59) bei bei Marcelj eine weitere kurze Pause ein.

In der Kalkulation sollte man nicht vergessen, dass auch in Kroatien Maut fällig ist. Von der Slowenischen Grenze bis nach Zagreb zahlten wir 42 Kuna und von Zagreb bis zum Ende der Autobahn (Abfahrt Ravča) 187 Kuna - also gesamt 229 Kuna (HRK), was ca. 30,31 Euro (Stand 18.01.2012) entsprach.

Gegen 4 Uhr - also nach etwas über 900 Kilometer - kurz vor Zadar an der Adria legte ich auf einen Parkplatz ein kleines "Nickerchen" von etwa 90 Minuten ein. Nach weiteren 213 km - also gegen 7:30 Uhr endete die Autobahn A2 bei Maslenica. Wir hofften zwar, dass ein weiteres Teilstück bis Dubrovnik fertig gestellt war - aber was hilft es. Nun war erst einmal Frühstück angesagt. Wir brauchten unseren mitgebrachten Kaffee und Reiseproviant auf.

Nach reichlich einer Stunde Fahrt (64km) auf der E65 (Route 8) erreichten wir die Grenze von Bosnien-Herzegowina bei Neum und verließen es nach etwa 10 km wieder. Kotor Montenegro 2010Überraschend war, dass bei der Routenplanung mit Google-Maps dieses Stück nicht "bekannt" war und uns mit der Fähre Ploče - Trpanj zur kroatischen Halbinsel Peljesac bringt und weiter über das sehenswerte Ston schickt, bis wieder das Festland erreicht wurde.

Bis zur Grenze nach Montenegro waren es auf der E65 nun nur noch 94 km bei einer Stunde Fahrzeit. Wir nutzten die Fähre "Pomorski saobraćaj" von Kamenari nach Lepetane (3,50 Euro), da wir die Strecke rund um den See bereits aus dem Jahr 2006 kannten. Nach weiteren 11 km erreichten wir gegen 11 Uhr die immer wieder sehenswerte Stadt Kotor.

Wie bereits 2006 war hier eine Kaffeepause im Zentrum der Altstadt fällig. Wir hielten uns nicht lange auf und fuhren weiter nach Budva. Kotor Montenegro

Hier interessierte uns zwar die Ruinen der Festung Kosmac, das Kloster Praskavica, aber auch die Klöster Ogradenica, Praskavica, Duljevo (Manastir Duljevo / Монастир Дульево), Rustovo und Gradiste - für diese Reise leider noch nicht vorgesehen. Vielleicht bereisen wir diese Region später noch einmal. Zu vieles gibt es hier noch zu sehen.

Gegen Mittag kamen wir in der montenegrinischen Hafenstadt Novi Bar an. Wir fuhren aber gleich zur alten Stadt Stari Bar und gingen zwischen den Ruinen der auf Zeitreise durch die Antike in der osmanischen und venezianischen Zeit.

Gleich nach Stari Bar führt eine Straße direkt nach Krute, folgten aber der Küstenstraße E851 über Kunje nach Ulcinj (Улцињ/ Ulqini) kurz vor der albanische Grenze. Die sehenswerte Altstadt mit Moscheen und Minaretten präsentiert ihre orientalischen Vergangenheit. Sie zeigt auch eine Stilvielfalt der Gebäude, die im romanischen, gothischen, aber auch im Bautil Renaissance präsentieren. Bei einem Erdbeben 1979 wurden große Teile der Stadt zerstört - mittlerweile aber wieder aufgebaut.

Als erstes übernahmen wir unser Apartment, bevor wir die Altstadt besichtigten. Über verschiedene Portale suchten wir in Vorbereitung dieser Reise unsere erste Übernachtung in Montenegro. In Ulcinj - direkt an der albanischen Grenze hatten wir Erfolg. Im Portal Ulcinj365.com der Stadt fanden wir neben den vielen Ferienwohnungen unsere gemütliche Ferienwohnung Montenegro "Villa Beri Porto Milena" östlich der Stadt für die eine Übernachtung, um ausgeruht am folgenden Tag unsere Rundreise in Albanien starten zu können. Bevor wir den Tag ausklingen ließen, schauten wir uns noch den „Großen Strand“ (Plazhi i madh / Velika Plaža) unmittelbar vor uns (700m) an - mit 13 km der längste Adria-Strand, der bis zur albanischen Grenze reicht.

(???) 

Für einen Euro erhält man ca. 135 bis 136 Lek (ALL).

2. Tag - Montenegro - Republik Albanien über Shkoder, Lezha nach Vlora (ca. 300 km) - Mittwoch, ....2012

Albanien 2006Fahrt nach Albanien über Shkoder (Burgruine Rozafa, Bleimoschee, Brücke von Mesi)

Da uns die E762 von Kotor (Montenegro) nach Shkodra aus dem Jahr 2006 noch wegen der Qualität bekannt war (Bild links - wäre mit einem besseren Feldweg in Deutschland vergleichbar), wählten wir diesmal die E851 (Ruge e Ulqinit) von Ulcinj zum albanischen Grenzübergang bei Dodaj in Richtung der fünftgrößten Stadt Shkodër.

Bereits aus der Ferne war die Burgruine Rozafa (Kalaja e Rozafatit) auf einem Hügel steil zwischen den Flüssen Buna (Ada) und Drin zu sehen. Die auf manchen Karten noch verzeichnete Brücke Ura e Bunës über der Buna wurde etwa 600m weiter durch die Ruga Balli i Urës an der Schiffsanlegestelle "Moloja e Shkodrës" ersetzt. Von hier bis in Richtung des Berges reichte viele Jahrhunderte das Basarviertel Pazar i Vjeter.

Die Fahrt führte uns nun auf der E762 links nach Shkoder und bogen etwa 200m dahinter auf die Rruga Cafes ein, die zur Auffahrt zur Burgruine "Kalane Rozafa" oder "Kalaja e Rozafës" führte.

 Kalane Rozafa

Die Ursprünge der Burg gehen auf die Iller in der vorrömische Zeit zurück und bestimmte bis in die Neuzeit durch ihre strategische Lage das Geschehen der Stadt. Leider waren fast alle Gebäude der Burg zerstört - die Befestigungsmauer befand sich aber in einem guten Zustand. Von hier aus sahen wir auch gleich unser nächstes Ziel - die etwa 400 m entfernte Xhamia e Plumbit Plumbit-Moschee (Bleimoschee von 1774) und fuhren anschließend weiter nach Shkodër.

Shkodër ist die Hauptstadt des District of Shkodër und ist eines der ältesten und geschichtsträchtigsten Städte Albaniens, sowie ein wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum.

Wir besichtigten nicht weiter die Stadt und hielten uns an den südlichen Straßen in Flußnähe, denn uns reizte die Brücke von Mesi (ura e mesit), eine ottomanische Bogenbrücke - etwa 7km nordöstlich von Shkodër, die über den Fluss Kir (Cyrus) führt. Sie ist ein Kulturdenkmal von sehr hohem Wert und gleichzeitig ein Symbol der antiken Zivilisation und Baukunst. Sie wurde von Mehmet Pascha Bushati 1768 erbaut und verband die Städte Shkodra mit Drivastum (Drisht) auf der anderen Flußseite - gehörte also zur historischen Handelsroute nach Kosovo. Mit einer Länge von 108 Meter, 3,40 m Breite und 15 nicht symmetrischen Bögen ist sie eine der am besten erhaltene und bedeutendste Brücke aus der Zeit der Türken im Land. Von der parallel verlaufenden Brücke konnten wir bestens das Bauwerk fortografieren. Die Rückfahrt erfolgte auf der anderen Slußseite - eine Straße in nicht erwähnenswerte Qualität. Kurz vor Shkodër führte uns eine über 200m lange Holzbrücke auf unsere alte Route.

Abstecher nach Vau-Deja (Staudamm, Altstadt und Kastell)

Die Fahrt führte uns nun 9 km weiter auf der E762 (SH-1), bogen hier nach links auf die E851 (SH5) ab und unternahmen einen 10-km-Abstecher nach Vau-Deja (Vau i Dejës) .

Als erstes besichtigten wir den Staudamm und das Wasserkraftwerk, bevor wir das Kastell der Römer aus dem 4. Jahrhundert uns anschauten. Auf der mittelalterlichen Burg gab es nicht viel zu sehen, abgesehen von den Überresten der Markuskirche (14. Jahrhundert).

Etwa 6km weiter nördlich als Insel im Stausee liegt auf einem Hügel die römische Befestigung Sarda (Shurdhahi - Kisha e Shurdhahut). Das fast städtischen Sardas wurde schon von den Illyrern genutzt und endete im 15. Jahrhundert mit der Eroberung Albaniens durch die Osmanen. Leider lag ein Besuch dieser Festung nicht in unserem Zeitplan und fuhren zurück zur E762, die uns in die 25km entfernte Kleinstadt Lezha (Lezhë) führte.

Lezha
Lezha (Burg, Grab von Skanderbeg)

Hier besichtigten wir Kalaja e Lezhës - eine Burg aus der Zeit der Illyrer. Die Burg trägt Spuren der Illyrischen, römischen, byzantinischen und osmanischen Architektur. Sehenswert war das Innere der Burg, die Moschee, der Turm der südöstlichen Wand mit Rundbogen und der illyrischen Turm an der südlichen Wand.

Rund um die mittelalterliche Nikolaiuskirche befinden sich noch einige antike Ruinen. Die Kirche ist zugleich Gedenkstätte des geplünderten Grabs von Skanderbeg. Auf dem Burgberg waren weitere Mauerreste aus antiker und osmanischer Zeit - die herrliche Aussicht auf die Stadt und die Küste der Adria war der Aufstieg wert.

Da die Zeit zu schnell verging - es war bereits kurz nach 14 Uhr, fuhren wir zügig auf der E762 (SH-1) Richtung Tiranë. Die Besichtgung Durrës, Tiranë und Krujë waren außerdem für einen weiteren Tag vorgesehen. Nach 100 Minuten Fahrt (108 km) erreichten wir Fushë-Krujë, wo wir auf der SH-52 nach 13 km bei Vorë auf die E852 (SH2) kamen. Kurz vor Durrës nach etwa weiteren 20 km ging sie in die SH-4 über, passierten Kavajë, Rrogozihnë, Lushnië und Fier und kamen nach 120 km (1,5 Fahrstunden) gegen 17 Uhr am vereinbarten Ort an, wo uns der Vermieter das Apartement in Vlore übergab.

Ziele um Vlore:

 

....Fortsetzung auf Reisebericht Teil 2: Rundreise Südalbanien: Vlora - Himara - Butrinti - Saranda - Gjirokastra - Tepelena - Vlora