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Reisebericht über eine dreiwöchige Urlaubsreise entlang der syrischen Grenze in Ostanatolien, Südostanatolien sowie der Mittelmeerregion der Türkei - Sommer 2019

Flagge der Türkei

Kurz-Übersicht - Reisebericht Schwarzmeerregion Karadeniz Bölgesi - Türkei 2017 Teil 1 bis Teil 13
Koordinatenliste der Rundreise an der türkischen Schwarzmeerregion

Kurz-ÜbersichtReisebericht Ostanatolien - Türkei 2018 Teil 14 bis Teil 26
Koordinatenliste der Rundreise durch Ostanatolien 2018 

Fortsetzung der Rundreise im Jahr 2019 - Südostanatolien und Mittelmeerregion

Woche 1 - Zentral- und Ostanatolien
Rundreise Teil 27: Reisebericht Ankara / Erzincan
Rundreise Teil 28: Reisebericht Tunceli
Rundreise Teil 29: Reisebericht Elâzığ / Mazgirt
Rundreise Teil 30: Reisebericht Elâzığ / Palu
Rundreise Teil 31: Reisebericht Bingöl
Rundreise Teil 32: Reisebericht Mus / Bitlis / Batman

Woche 2 - Ost- und Südostanatolien
Rundreise Teil 33: Reisebericht Batman / Mardin
Rundreise Teil 34: Reisebericht Mardin / Diyarbakır
Rundreise Teil 35: Reisebericht Malatya / Melid
Rundreise Teil 36: Reisebericht Adıyaman Nemrut
Rundreise Teil 37: Reisebericht Şanlıurfa
Rundreise Teil 38: Reisebericht Gaziantep

Woche 3 - Mittelmeerregion
Rundreise Teil 39: Reisebericht Antakya / Hatay
Rundreise Teil 40: Reisebericht Iskenderun / Hatay
Rundreise Teil 41: Reisebericht Dörtyol / Hatay
Rundreise Teil 42: Reisebericht Osmaniye
Rundreise Teil 43: Reisebericht Adana
Rundreise Teil 44: Reisebericht Mersin / Tarsus
Rundreise Teil 45: Reisebericht Niğde
Rundreise Teil 46: Reisebericht Aksaray Güzelyurt
Rundreise Teil 47: Reisebericht Ankara Kırıkkale

Koordinatenliste der Rundreise durch Anatolien 2019 


Rundreise Teil 42 Reisebericht Osmaniye (..., ...)

17. Tag - Dienstag, 23.07.2019

Besichtigung der Burgen der Provinz Osmaniye (ca. 160 km 3,5h - Route)
Frühstück im Butik Otel, Osmaniye

Da wir bereits gestern einige Ziele für heute besichtigten, konnten wir uns mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten lassen. Das hinderte uns jedoch nicht, früh genug aufzustehen, zu frühstücken und schnellstmöglich dieses sehr negative Hotel zu verlassen. Der Gedanke an diesen Zimmern allein reichte aus, um einen Juckreiz auszulösen. Wenn Larven an den Wänden hängen möchten wir gar nicht wissen, ob die Betten milbenbelastet waren.

Hotel in Osmaniye

Eigentlich ist es besser, dieses Hotel nicht zu erwähnen. Bevor aber andere Reisende das Gruseln bekommen, sollten sie unsere Erlebnisse mit dem Butik Otel Osmaniye (bitte hier Bewertung lesen - nicht zu empfehlen!!!) hier durchlesen.

Das Frühstück war soweit in Ordnung - es wurde ein vorgefertigter Teller gereicht. Zusätzlich wurden Rühreier angeboten. Als Getränke wurde nur Tee angeboten, was als europäische Familie nicht allein zufriedenstellend war. Es gab kein Kaffee, keine Säfte oder alternative Getränke. Diese waren jedoch käuflich erwerbbar und nicht im Übernachtungspreis entzhaltenen Frühstück enthalten. So tranken unsere Kinder gar nichts zum Frühstück und bedienten sich anschließend aus den mittlerweilen warmen Kaufgetränken, denn Kühlschränke gab es nicht in den Zimmern.

 

FReifenpanne, Osmaniye

So begannen wir unsere Tagestour, fuhren wieder in Richtung D400. Unmittelbar vorher zeigte der Luftdrucksensor an, dass ein Rad vermutlich nicht genug Luftdruck hat. So fuhren wir erst einmal in Richtung Sazlık und ließen an einer Shell-Tankstelle die Ursache finden. Der Fehler war schnell gefunden - eine Schraube drückte sich in den Reifen. Die dazugehörende Werkstatt konnte den Schaden schnell beheben. Mit Montiereisen allein - also ohne maschinelle Unterstützung wurde der Reifen von der Felge montiert, mit einem Flicken repariert, wieder montiert und waren wieder fahrbereit. Der Monteur wollte nur 30 TL für diese Montage erhalten, was für uns deutlich unangemessen war. Unsere mehr als großzügige Entlohnung wollte er erst gar nicht annehmen - überzeugten ihn aber, dass es wert war. Nach diesen kurzen Zwischenstopp konnten wir die Fahrt fortsetzen.

Toprakkale Kalesi Toprakkale Castle

Toprakkale Kalesi Toprakkale Castle http://www.castles.nl/toprakkale-castle

Verlässt man Osmaniye westlich in Richtung Adana, erreicht man nach kurzer Zeit die sogenannte syrische Pforte. Durch Bergausläufer wird hier ein ca. 2 km breites Tal gebildet. Die Armenier errichteten im 12. Jahrhundert die Burganlage von Toprakkale, um diese besser überwachen zukönnen. Die begehrte strategische Lage dieser Burg führte aber zu einem ständigen Besitzerwechsel. Zu nennen wären außer den Armeniern noch die Byzantiner, Kreuzritter, Mamelucken und zuletzt die Osmanen. Hier sind noch unterirdische Gänge, Saalbauten und Verteidigungstürme zu entdecken. Zu Nutzungszeiten waren diese Burg, Bodrumkale und Yilan Kalesi vermutlich über Signalfeuer ständig in Kontakt.

Das Toprakkale-Schloss, lokal bekannt als Toprakkale Kalesi, liegt auf einem Hügel in der Nähe eines gleichnamigen Dorfes in der Provinz Osmaniye in der Türkei.

Toprakkale liegt auf einem großen, 65 Meter hohen, etwas symmetrischen Hügel, der aus einem Aufschluss von dunklem Basalt und den angesammelten Trümmern vieler Perioden menschlicher Besiedlung besteht und wahrscheinlich bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. Stammt. Der Hügel neben dem Kara Suyu Strom, gibt einen befehlenden Blick in die Kreuzung von fünf Hauptstraßen; die Straßen nach Osmaniye, Iskendrun und Kadirli und 2 Straßen nach Adana. Von diesem Ort aus hat die Burg eine klare Sicht auf die Burgen Tumlu , Anavarza , Amuda , Bodrum und Çardak .

Wann genau die Burg Toprakkale gebaut wurde, ist nicht bekannt. Die erste große Bauzeit, höchstwahrscheinlich auf den Überresten einer früheren Festung, die der Burg ihre rechteckige Form verlieh, kann den Arabern, Byzantinern oder Franken gehören.

Die Burg wurde zum ersten Mal während des Ersten Kreuzzugs Ende des 11. Jahrhunderts als "T'il" erwähnt. 1137 wurde es vom byzantinischen Kaiser Johannes II. Komnenos während eines Feldzugs durch Kilikien eingenommen. Der armenische Baron Thoros II. Eroberte und besetzte die Burg 1151. Im Mai 1154 lud der byzantinische Kaiser Masud I., den Sultan von Konya, ein, Toprakkale anzugreifen, doch der Sultan schaffte es nicht, die von fränkischen Rittern unterstützte armenische Besatzung zu vertreiben. Es wurde von byzantinischen Truppen unter dem byzantinischen Kaiser Manuel I. Komnenos vier Jahre später zurückerobert.

Kurz vor 1170 kam es erneut unter armenische Kontrolle. 1185 wurde die Burg Toprakkale als Lösegeld für die Rückkehr des Barons Ruben an das Fürstentum Antiochia abgetreten. Bohemund III., Prinz von Antiochien, wurde der neue Herr der Burg. Innerhalb von neun Jahren war es wieder in armenischen Händen. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts war die Burg als "Thila" bekannt und galt als beeindruckender befestigter Komplex, der auch als Royal Black Castle bekannt ist.

1266 belagerten die Mamluken erfolgreich die Burg Toprakkale und lösten die armenischen Truppen ab. In der Folgezeit wurde es mehrmals von den Armeniern besetzt, bis es 1337 endgültiger Besitz der Mamluken wurde. Den Mamluken wird die zweite große Bauzeit zugeschrieben, die dem Schloss sein heutiges Aussehen verleiht. Die Ägypter hielten es bis 1491, als die Osmanen die Kontrolle über Kilikien sicherten. Danach wurde es als Kaserne genutzt und aufgegeben.

Die Burg Toprakkale ist frei zugänglich. Sie werden Ihren Besuch durch alle Hallen und Gassen genießen, empfohlen.

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Amuda Castle

Amuda Castle, lokal bekannt als Hemite Kalesi, liegt auf einem 80 Meter hohen Kalksteinhügel über dem Dorf Gökçedam am Nordufer des Flusses Ceyhan in der Provinz Osmaniye in der Türkei.

Die Burg von Amuda bewachte den Fluss und befehligte die strategische Nord-Süd-Straße vom Amanus-Pass nach Kadirli und Sis. Es hat auch Sichtbarkeit mit den Burgen von Anavarza , Tumlu und Toprakkale .

Das Schloss Amuda wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals erwähnt, als es von Thoros II., Dem Fürsten des armenischen Königreichs Kilikien, erobert wurde, nachdem er aus der Gefangenschaft in Byzanz geflohen war.

1212 besuchte der Großmeister der Deutschen Ritter, Hermann von Salza, Leo I., den König von Armenien in Kilikien. Leo schenkte daraufhin Amuda Castle den Deutschen Rittern für Verdienste um sein Königreich.

Im Jahre 1226 wurde Bohemund IV. Von Antiochien, der Herrscher des Fürstentums Antiochien, von Baron Konstantin von Barbaron dazu verleitet, auf der Suche nach seinem Sohn Philip, von dem er glaubte, er sei dort inhaftiert, nach Amuda zu reisen. Bohemond begann seinen Marsch nach Kilikien, ohne zu wissen, dass sein Sohn, der kurzzeitig König von armenischem Kilikien geworden war, in Sis vergiftet worden war.

Eine Armee von Baibars, der Mamluk Sultan von Ägypten, angeführt von Emir Al Mansur Qalawun, belagerte 1266 die Burg von Amuda. Es heißt, dass etwa 2200 Flüchtlinge in der Burg Schutz gesucht hatten. Nachdem sich die Verteidiger der Burg ergeben hatten, wurden alle Männer getötet und die Frauen und Kinder als Sklaven nach Ägypten gebracht. Danach ist nicht bekannt, ob eine christliche Garnison die Burg wieder besetzte; in den letzten Jahren des 13. Jahrhunderts wurde es von den Mamluken stillschweigend zurückerobert. Das Datum, an dem die Deutschen Ritter das Fort verließen, ist unbekannt.

Die Burg von Amuda ist frei zugänglich, nur einen kurzen Anstieg von der Straße hinauf. Eine schöne kleine Burgruine.

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Kastabala Kalesi, Bodrum Castle, Festung Bodrumkale

Kastabala Kalesi, Bodrum Castle, Festung Bodrumkale

Bodrum Castle, vor Ort bekannt als Bodrum Kalesi oder Festung Bodrumkale, liegt auf einem Hügel nördlich des Dorfes Kesmeburun in der Provinz Osmaniye in der Türkei. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Schloss St. Peter in der Stadt Bodrum an der ägäischen Küste.

Die Burg von Bodrum mit Blick auf die weite Ebene des Westufers des Ceyhan-Flusses (die antike Pyramos) ist mit der Burg von Toprakkale im Süden zu sehen.

Die erste Befestigung an dieser Stelle wäre wahrscheinlich eine Akropolis der antiken Stadt Castabala gewesen. Diese Stadt wurde erstmals 333 v. Chr. Erwähnt, als Alexander der Große sie besuchte. Während der Regierungszeit von Antiochos IV. Epiphanes, König des Seleukidenreiches, einem griechisch-mazedonischen Staat, wurde die Stadt wieder aufgebaut und erhielt den Namen Hierapolis. Während der Römerzeit galt die Stadt als wahrer Verbündeter Roms. Es hatte seine Blütezeit in den ersten Jahrhunderten nach Christus. Irgendwann verschwand die Stadt.

Der mittelalterliche Name der Burg von Bodrum ist unbekannt und daher ist nichts über ihre Geschichte bekannt. Die architektonischen Details des Schlosses belegen, dass es von den Armeniern erbaut wurde, wahrscheinlich auf den Überresten eines byzantinischen Vorgängers, jedoch nicht vor 1200.

Als armenische Grenzfestung wurde sie wahrscheinlich aufgegeben, nachdem die Mamluken im 14. Jahrhundert das Gebiet erobert hatten.

Derzeit ist die Burg von Bodrum frei zugänglich. Ein sehr schönes kleines Schloss. Wenn Sie dort sind, besuchen Sie auch die Überreste der antiken Stadt auf den Feldern am Fuße des Burghügels.

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Prachtallee - Hierapolis Kastabala Antik Kenti

Hierapolis Kastabala Antik Kenti mit Festung Bodrumkale

Hierapolis Kastabala Antik Kenti mit Festung Bodrumkale

Diese etwa 15 km nördlich des Stadtzentrums gelegene Ruinenstätte bietet hier zwei Ruinen in einer. Einmal findet sich hier das antike Hierapolis Kastabala. Diese antike Stadt, die im 175 v. Chr. zum ersten Mal erwähnt wurde, war eine heilige Stadt, in der man den Tempel der Perasia verehrte. Später ging man hier auch mehr zum christlichen Glauben über, welches sich heute noch an den Kirchenruinen feststellen lässt.

Prachtallee - Hierapolis Kastabala Antik Kenti

 

 

 

 

 

 

Zwischen 524 n. Chr. und 561 n. Chr. wurde der Stadt bei zahlreichen Erdbeben so stark zugesetzt, dass sie verlassen wurde. In der weitläufigen Stadtruine sollen seit längerer Zeit Ausgrabungsarbeiten starten. Erste Schätzungen gehen von einem Zeitraum von 60 bis 70 Jahren aus, bis das bis jetzt bekannte freigelegt ist.

Prachtallee - Hierapolis Kastabala Antik Kenti

 

 

 

Als Vorhut sitzt hier ein Sicherheitsbeamter in einer Holzhütte. In einem Bericht lasen wir, dass er 3 TL Eintritt nimmt. Das konnten wir nicht bestätigen, obwohl es durchaus gerechtfertigt wäre. Der Zutritt ist frei und bei uns jedenfalls kostenlos.

Theater - Hierapolis Kastabala Antik Kenti

 

 

 

 

 

 

Zu sehen gibt es unter anderem die ehemalige säulenreiche Prachtstraße, zwei Kirchen, ein römisches Bad und ein Theater. In letzterem kann man die Zugänge der Raubtiere ebenso gut erkennen wie die etwas größer ausgeprägten Sitzstufen für die VIP-Gäste.

Wer ausreichend Zeit hat, kann die Besichtigung der Festung, die über der ganzen Anlage auf einem Felsen thront, einplanen. Diese als Bodrumkale von Kreuzrittern im 13. Jhdt. n. Chr. gebaute Festung wurde im 14. Jhdt. n. Chr. aufgegeben. Doch ziehen dunkle Wolken auf, da dieses Gelände an eine Firma verkauft worden ist, die nun plant ein Zementwerk hier zu errichten.

Zu erreichen ist das Gelände leider nicht mit dem Dolmuş. Selbstfahrer sollten ab Osmaniye in Richtung Karatepe fahren, was gut ausgeschildert ist. Kurz vor der archäologischen Stätte ist auch Hierapolis gut ausgeschildert und von weitem zu sehen.

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Babaoglan Castle

Babaoglan Castle

Das Schloss Babaoglan, vor Ort bekannt als Babaoglan oder Babaoglu Kalesi und manchmal auch als Simanaklay Kalesi, liegt in den bewaldeten Hügeln in der Nähe des Dorfes Babaoğlu in der Provinz Osmaniye in der Türkei.

Die Burg Babaoglan wurde von den Byzantinern in einer Zeit erbaut, in der sich die zilizische Ebene an der Grenze des byzantinischen Reiches befand, aber genau wann ist unbekannt. Es wurde als Teil eines Netzwerks kleinerer Befestigungen errichtet, die Gebirgspässe und Flüsse vor wiederholten Angriffen der Seldschuken schützten.

Während der armenischen Herrschaft wurde die Burg sicherlich von den Armeniern genutzt, aber sie hinterließen keine Spuren ihrer Besetzung.

Später wurde die Burg Babaoglan von den Mamluken besetzt.

In den Felsen unter der Burg befindet sich ein hethitisches Felsrelief, das einen Mann und ein Pferd darstellt. Aber da ich das bei meinem Besuch nicht wusste, habe ich es nicht gesehen.

Babaoglan ist frei zugänglich, obwohl die nächste Straße eine unbefestigte Straße am Fuße des Hügels ist. Der Burgberg und die Burgruine sind überwachsen und es gibt keinen erkennbaren Weg zur Burgruine. Eine schöne abgelegene kleine Ruine.

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Karatepe-Aslantaş Açik Hava Müzesi

Karatepe-Aslantaş Açik Hava Müzesi

Karatepe Aslantaş (Parken 37.295556,36.253611)

Folgt man weiter den Wegweisern kommt man am Stausee von Ceyhan in dicht bewaldetes Gebiet. Hier handelt es sich um den Karatepe Nationalpark. Neben einer malerischen Umgebung mit vielen seltenen Tieren (u.a. Schakale, Landkrabben, wilde Schildkröten aber auch seltenen Schlangen) gibt es hier eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten, wie Wassersport, Wandern oder Besichtigung der hethitischen Stadt Karatepe Aslantaş.

Im Eingangsbereich der Anlage gibt es ein Picknickareal. Dieses ist mit Spielplatz, Kiosk und Picknickbänken und Tischen ausgestattet. Die Benutzung dieser Anlage ist kostenpflichtig, die schöne Aussicht aber nicht. Verlegt man sein Picknick auf eine der Steinmauern, ist es kostenlos. Ebenso kostenlos ist der dahinter liegende Parkplatz. Hier finden sich neben überdachten Parkplätzen ein Souvenirladen und eine Schautafel, die einen kurzen Überblick über die Anlage sowie eine englische Übersetzung der gefundenen hethitischen Inschriften liefert. Im Souvenirladen erhält man neben handgefertigten Souvenirs auch eine Infobroschüre. Ein leicht ansteigender Weg führt zur Festungsanlage. Hier erhält man für 3 TL Eintritt und wird durch die Anlage begleitet oder geführt. Leider spricht der Führer kein Englisch oder Deutsch, daher bleibt es häufig bei einer Begleitung. Sollte man aber die türkische Sprache beherrschen ist die Führung außerordentlich kompetent. Gezeigt werden neben den archäologischen Highlights unter anderem auch seltene Tiere und Pflanzen. Aber nur die archäologischen Highlights sind einen Besuch wert.

Karatepe-Arslantaş, (Karatepe türkisch „schwarzer Hügel“, Arslantaş türkisch „Löwenstein“, auch Aslantaş) Azatiwataya, ist eine neo-hethitische Ruinenstätte im Landkreis Kadirli der Provinz Osmaniye. Azatiwada, der Ende des 8. bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. über ein spätluwisches Kleinreich herrschte, gründete die Hügelfestung mit seinem Palast an einer damals bedeutenden Fernhandelsroute. Sie lag am Fluss Ceyhan, dem antiken Pyramos, im Süden des Taurusgebirges. Da keine Bauwerke nachfolgender Herrscher ausgegraben wurden, dürfte der Ort bald nach Azatiwadas Tod aufgegeben worden sein.

Die Festung ist von einer etwa einen Kilometer langen Mauer umgeben, die zum Teil im Wasser des Arslantaş-Stausees verschwunden ist. Von der Festung sind die Grundmauern einiger Gebäude erhalten, darunter eines vom Bît-Hilâni-Typ. Der Ort ist vor allem wegen der dort gefundenen zwei monumentalen Toranlagen mit bemerkenswerten Reliefs bekannt, die Helmuth Theodor Bossert 1946 entdeckte und die bis heute (2012) unter der Leitung von Halet Çambel (1916–2014) erforscht und restauriert werden. Sie zeigen sowohl Szenen aus dem höfischen Leben als auch mythologische und kultische Bilder. Sie sind zu großen Teilen mit zweisprachigen Texten in Luwischen Hieroglyphen und in phönizischer Schrift versehen, die Bossert als Bilingue erkannte, was maßgeblich zur Entzifferung der damals Hieroglyphen-Hethitisch genannten Schrift beitrug. Eine phönizische Version der Inschrift bedeckt zum Teil auch die überlebensgroße Statue des Wettergottes.
https://de.wikipedia.org/wiki/Karatepe-Arslanta%C5%9F
Foto: Klaus-Peter Simon - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17086772

Karatepe-Aslantaş Açik Hava Müzesi

Es liegt nördlich von Karatepe auf einer Höhe von 638 m innerhalb der Grenzen des Dorfes Kızyusuflu im Distrikt Kadirli.

Karatepe wurde von Asativatas, dem Herrscher der Adana-Ebene in der Späthethiter-Zeit (8. Jahrhundert v. Chr.), Als Grenzfestung zum Schutz seines Königreichs gegen die wilden Stämme im Norden erbaut. Dieser Ort wurde wegen seines Gründers Asativadaya genannt. In 725-720 regierte der König von Assyrien 5 Salamonsor oder BC. Es wurde 680 von Asarhaddon beschlagnahmt und zerstört.

Die Stärke der Befestigungsmauern des abgerissenen Schlosses beträgt 2 bis 4 m und die Innen- und Außenmauern des Schlosses sind 4 bis 6 m hoch. Die Lücke zwischen den trockenen, mörtelfreien Doppelwänden war mit Stein, Schutt und Erde gefüllt. Der Ost-West-Durchmesser der Festung beträgt 196 m und der Nord-Süd-Durchmesser 376 m. Die Festung wurde mit 34 rechteckigen Buchsen befestigt, von denen 28 in Abständen von 18 bis 20 m befestigt und 6 nicht befestigt werden konnten.

Auf der Spitze des Hügels befinden sich zwei abgebrannte Gebäudereste und Getreidebrunnen, die als Paläste dienen sollen. Das Schloss hat zwei Tore, eines im Südwesten und eines im Nordosten.

Es gibt zwei Löwenstatuen, die durch Bruchstücke am südwestlichen Eingang befestigt sind. In der rechten und linken Seitenkammer befinden sich verschiedene Reliefs von Figuren (Steinreliefs), die den Glauben und das Leben des Tages auf braunen und hellgelben, hartkörnigen Basaltsteinblöcken zeigen, und der gleiche Text, gegenseitige phönizische (Nagel) und hethitische Hieroglyphenschriften. Im Inneren des Tores befindet sich eine Statue des Sturmgottes, die ungefähr drei Meter hoch ist.

Am Nordosttor befinden sich zwei Sphinxen mit menschlichem Kopf, Löwenkörper und Gegenseitigkeit. In der rechten und linken Kammer befinden sich Inschriften des Sonnengott-Reliefs und verschiedener anderer Reliefs, derselbe Text, Finike (Nagel) und hethitische Hieroglypheninschriften. Karatepe war bis 1946 ein Ort der Wissenschaft. Schafe weiden von Saimbeyli und der Lehrer Ekrem KUŞCU wurde dem Direktor des Adana-Museums, Naci KUM, vom Lehrer Ekrem KUŞCU benachrichtigt.

Im Frühjahr 1946 wurden unter der Leitung des deutschen Archäologen Bossert Ausgrabungen eingeleitet. Derzeit werden diese Studien von Halet ÇAMBEL durchgeführt. Ein Beispiel für die zerstörten Burgmauern wurde in Ost-West-Richtung wieder aufgebaut.

Dank der Finike-Schriften (Keilschrift) konnte ein Schlüssel gefunden werden, mit dem die zuvor nicht vollständig aufgelösten hethitischen Hieroglyphen gelesen werden konnten. Hier wurden zum ersten Mal hethitische Schriften über die Welt gelesen. Mit der Auflösung dieser Schriften in Anatolien v. Alle Hieroglyphenschriften aus dem Jahr 2000 wurden gelesen.

Die Werke in Karatepe-Aslantaş wurden nicht abgebaut und in ein geschlossenes Museum verlegt, weil sie Teil eines architektonischen Ganzen waren. "Open Air Museum" wurde gegründet und die Werke wurden hier ausgestellt.

Die Lage des Freilichtmuseums Karatepe-Aslantaş unterscheidet sich stark von den anderen historischen Stätten in Anatolien. Es liegt auf einem Hügel mit Blick auf den See und die Andırın-Ebene. Das Museum befindet sich auf einem halbinselförmigen Kap und ist von Wäldern umgeben.

Karatepe liegt an der historischen Karawanenstraße "Akyol" (Ağyol-Kocayol), die Çukurova über Andırın-Göksun mit Zentralanatolien verbindet. Auf diese Weise; Es wurde vor den Hethitern, während der Hethiterzeit und während der Kreuzzüge verwendet. Bis vor kurzem war die nomadische Migrationsroute auch.

Die Einheimischen nennen es "Aslantaş" wegen der Löwenstatuen. Aber es gibt viele andere Aslantaş in anderen Teilen unseres Landes. Um es von den anderen zu unterscheiden, wurde es für angemessener gehalten, es Karatepe-Aslantaş zu nennen, da der nächste topografische Punkt Karatepe ist.

Domuztepe an der Ostküste des Ceyhan ist ein Siedlungsgebiet der späthethitischen Zeit. Die Sandburg, zwei Kilometer nördlich des Museums, wurde von den Kreuzfahrern erbaut. Heute ist die Burg vom Stausee überflutet.

Karatepe-Aslantaş Açik Hava Müzesi

Hier ist ein kurzes Beispiel:
"Ich bin Asitivadas, der König von Adanava. Ich habe die Heimatstadt Adanava östlich und westlich der großen Liebe von Avarikos, dem Diener des Sturmgottes, dem Mann der Sonnengottheit, erweitert. An diesen Orten, an denen bewaffnete Männer nicht gehen können, habe ich dafür gesorgt, dass junge und hübsche Frauen in Frieden und Sicherheit umherwandern, indem sie ihre Köpfe allein drehen. Wer auch immer dieses Schloss und die Tür von dem, was ich getan habe, wäscht, Gott segne mich. und wie der Mond ".
https://www.osmaniyetso.org.tr/karatepe-aslantas-acik-hava-muzesi.html

Zu sehen gibt es:

Stadtmauer
Die über einen Kilometer lange Stadtmauer ist im Fundament restauriert.

Südtor
Hier gibt es das erste Highlight. Flankiert von zum Teil nur bruchstückhaft erhaltenen Löwenstatuen zeigt dieses Tor viele gut erhaltene Reliefs, auf denen Götter und Szenen aus dem Alltag der Hethiter dargestellt sind. Im hinteren Teil des Tores gibt es einen mit Reliefen umrahmten Empfangsbereich.

Wettergott
Diese wieder aufgerichtete über 3 Meter hohe Statue steht auf zwei Stieren und enthält zahlreiche Inschriften.

Königspalast
Der auf einer Hügelkuppe liegende Komplex ist nur noch in den Fundamenten enthalten und zeigt Palast, Kaserne und Speicher. Der Palast enthält ein komplexes Entwässerungssystem und einen gepflasteren Weg mit Kanalisation.

Nordtor
Hier gibt es die am besten erhaltenen Reliefe und Statuen zu sehen. Flankiert von sehr gut erhaltenen Sphingen und Löwenstatuen, die teilweise noch die originalen Augen tragen, finden sich hier wie im Nordtor viele Tafeln mit Darstellungen von Göttern, Inschriften und des täglichen Lebens der Hethiter. Besonders hervorzuheben sind u.a. die Darstellung des dicklichen Fürsten , der von seinen Untertanen gefüttert und unterhalten wird, während ein kleines Äffchen unter den Tisch sitzt und eine amüsiert anmutende Haltung zeigt, die des Fruchtbarkeitgottes mit Affen auf seinen Schultern oder die Darstellung einer Seeschlacht, die ein zentrales Element in der Troja-Theorie von Hr.Schrott bildet.

Museum
Hier werden weitere Fundstücke dieser Anlage gezeigt: Fotos von der im Stausee untergegangenen Kreuzritterburg Kumkale, Übersicht und Fundstücke aus der auch im Karatepe Nationalpark liegenden Hethiter-Stadt Domuztepe und Wissenwertes über Ausgrabung und Entzifferung der luwischen Hieroglyphenschrift.
https://de.wikivoyage.org/wiki/Osmaniye

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Filaviopolis Kadirli, Ala Camii

Filaviopolis Kadirli, Ala Camii

Filaviopolis Kadirli, Ala Camii

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Harun Resit Kalesi, Haruniye Castle

Harun Resit Kalesi, Haruniye Castle

Das Schloss Haruniye, vor Ort bekannt als Harun Resit Kalesi oder Haruniye Kalesi, liegt in den Hügeln über dem Dorf Düziçi in der Provinz Osmaniye in der Türkei.

Haruniye Castle wurde um 785 n. Chr. Von Harun al-Rashid, einem abbasidischen Kalifen, erbaut, um einen Teil einer strategischen Straße zu sichern, die die Stadt Kahramanmaras mit der zilizischen Ebene verband. Es bewacht nicht die unmittelbaren Annäherungen an den Amanus-Pass, hat aber Sichtkontakt zur Burg von Çardak .

Die Byzantiner unter Kaiser Nikephoros II. Phokas nahmen die 1500 muslimischen Bewohner der Burg Haruniye und der angrenzenden ummauerten Stadt während ihres Feldzugs gegen die Araber Syriens im Jahr 959 gefangen. Wahrscheinlich haben sie der Burg seit Sayf ad-Dawlah, dem Statthalter von, erheblichen Schaden zugefügt Aleppo finanzierte den Wiederaufbau zusammen mit der Nachbarstadt im Jahr 967.

Um 1198 (und wahrscheinlich viel früher) befindet sich das Schloss Haruniye in armenischem Besitz, da sein Baron Levon an der Krönung des armenischen Königs Leo I. mitwirkte. Godfrey folgte Levon als Herrscher von Haruniye.

Am 22. Januar 1236 schenkte Hethum I., König des armenischen Königreichs Kilikien, den Deutschen Rittern das Dorf und die Burg von Haruniye als Belohnung für Verdienste um das armenische Königreich.

Ende des 13. Jahrhunderts war die Burg Haruniye in die Hände der Mamluken gefallen. Mitte des 14. Jahrhunderts machten die Ägypter Haruniye zum Verwaltungssitz von Ost-Kilikien.

Derzeit kann die Burg Haruniye besichtigt werden. Es ist frei zugänglich. Als ich jedoch besuchte, fanden einige hässliche Restaurierungsarbeiten statt und es wurden auch einige Nebengebäude gebaut, die aussahen, als hätten sie einen touristischen Zweck. Vielleicht sogar ein Ticketschalter.

Das Schloss Haruniye ist eine schöne Ruine, obwohl es durch die hässlichen Restaurierungen seines historischen Charakters beraubt wird.

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Çardak Castle

Çardak Castle

Die Burg Çardak, vor Ort als Çardak Kalesi oder Gavur Kalesi bekannt, liegt auf einem 740 m hohen Gipfel in den mit Kiefern bewachsenen Hügeln östlich des gleichnamigen Dorfes in der türkischen Provinz Osmaniye.

Die Burg Çardak bietet nicht nur einen herrlichen Blick nach Norden auf die Straße, die zum Amanus-Pass führt (bewacht von der Burg Savranda), sondern bewacht auch die Kreuzung von vier verschiedenen Wegen durch das Anti-Taurus-Gebirge. Es hat auch klare Sichtbarkeit mit Haruniye Castle im Nordosten und  Toprakkale Castle im Westen.

Wann die Burg Çardak gebaut wurde und wie ihr mittelalterlicher Name lautete, ist nicht bekannt. Es ist möglich, dass die Burg Çardak die Burg namens Hamus war, die in mittelalterlichen Texten erwähnt wurde. Die Hamusburg wurde von den Byzantinern erbaut. Später wurde es von den Armeniern beschlagnahmt.

Es wird gesagt, dass Stephen, der Bruder von Thoros II, Prinz des armenischen Königreichs von Cilicia, am Hamus Schloss ermordet wurde.

Um 1268 wurde die Burg Hamus von einem Erdbeben heimgesucht, das großen Schaden anrichtete. 1298 wurde die Burg von einer Mamluk-Armee unter dem Kommando von Bektasch und al-Muzaffar belagert und eingenommen.

Die Burg Çardak wurde als Garnisonsfestung genutzt und hat einen rechteckigen Grundriss. Es ist eindeutig eine byzantinische Struktur und der einzige Überrest der armenischen Besatzung ist eine Kapellenruine.

Den Einheimischen zufolge wurde die Ruine der Burg Çardak im 20. Jahrhundert häufig von Schmugglern aus Syrien als Lager genutzt.

Derzeit ist die Burg Çardak frei zugänglich. Es ist jedoch nicht ausgeschildert, die nächste Straße ist eine unbefestigte Straße und es gibt keinen erkennbaren Weg von dieser Straße zum Schloss. Sie müssen sich nur durch den Kiefernwald und das Unterholz zurechtfinden. Aber das alles trägt zu dem Erlebnis bei und macht es zu einer Entdeckung.

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Butik Otel Osmaniye

Hotel in Osmaniye

Eigentlich ist es besser, dieses Hotel nicht zu erwähnen. Bevor aber andere Reisende das Gruseln bekommen, sollten sie unsere Erlebnisse mit dem Butik Otel Osmaniye (bitte hier Bewertung lesen - nicht zu empfehlen!!!) hier durchlesen.

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Fortsetzung im Teil 43: Reisebericht Adana


©: Texte (und einige Bilder) mit freundlicher Genehmigung von Wikipedia - GNU-Lizenz für freie Dokumentation; eigene Fotos


Heute: XXX hochauflösende georeferenzierte Fotos 3216x 2136 bei 300dpi (falls an Fotos von einzelnen Sehenswürdigkeiten Interesse besteht - einfach melden; Die hier veröffentlichen Fotos wurden für das Internet verkleinert und optimiert.


sehenswerte Ziele in der Region, die nicht bereist wurden

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  Reisebericht Nordzypern 2014 sowie nach Zypern (westlicher griechischer Teil) 2015 * * Rundreise Lanzarote 2015