Kurz--Übersicht zum Reisebericht autonomen Region Kurdistan und Republik Irak
Rundreise Teil 1: Reisevorbereitung Anreise (..)
Republik Türkei
Rundreise Teil 2: Reisebericht Çorlu (..)
Rundreise Teil 3: Reisebericht Epiphaneia Dülük (Oiniandos, Gaziantep, Şanlıurfa)
Rundreise Teil 4: Reisebericht Göbekli Tepe (Şanlıurfa)
autonomen Region Kurdistan
Rundreise Teil 5: Reisebericht Amediye - Dohuk (..)
Rundreise Teil 6: Reisebericht Lalis - Akrê (..)
Rundreise Teil 7: Reisebericht Soran Erbil (..)
Rundreise Teil 8: Reisebericht Erbil (..)
Rundreise Teil 9: Reisebericht Erbil - Dokan (..)
Rundreise Teil 10: Reisebericht Bestansur - Sulaimaniyya (..)
Rundreise Teil 11: Reisebericht Sulaimaniyya - Khalis (..)
Republik Irak
Rundreise Teil 12: Reisebericht Babil Kerbela (Seleucia, Hilla)
Rundreise Teil 13: Reisebericht Babylon Ukhaidar (..)
Rundreise Teil 14: Reisebericht Dhul-Kifl Nippur Borsippa (..)
Rundreise Teil 15: Reisebericht Uruk (..)
Rundreise Teil 16: Reisebericht Al-Wasit Eridu (..)
Rundreise Teil 17: Reisebericht Ziggurat Ur (..)
Rundreise Teil 18: Reisebericht Basra (..)
Rundreise Teil 19: Reisebericht Basra Bagdad (..)
Rundreise Teil 20: Reisebericht Bagdad Aqarquf (..)
Rundreise Teil 21: Reisebericht Samarra Kirkuk Ashur (..)
autonomen Region Kurdistan
Rundreise Teil 22: Reisebericht Hatra Numrud (..)
Rundreise Teil 23: Reisebericht Mossul-Ninive (Ninive, Zaxo)
Republik Türkei
Rundreise Teil 24:
Rundreise Teil 25:
Rundreise Teil 26:
Koordinatenliste der Rundreise durch Kurdistan und Irak
Diese vorbereitete Seite dient zur Durchführung unserer Reise. Die Texte werden anschließend entsprechend des Reiseverlaufes berichtigt und die Fotos durch eigene ersetzt /
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Aksoy Otel***, Adana
Das Aksoy Hotel war für uns eine ausgezeichnete Wahl für die Übernachtung in Adana zur Weiterfahrt heute nach Şanlıurfa. Zu den kostenlosen Annehmlichkeiten gehören WLAN, Parkplätze und ein tägliches Frühstücksbuffet von 7 bis 10 Uhr. Da wir ein volles Programm heute haten, war das zeitige Frühstück angenehm. Die Unterkunft ist verkehrsgünstig gelegen.
Die Besichtigung von Epiphaneia Antik Kenti / Oiniandos ist mittlerweile Routine in den letzten Jahren gewesen, denn sie lag auf der Strecke nach Antakya und diesmal auf der Reise in den Irak. Wir freuen uns auf den Fortschritt bei den archäologischen Arbeiten zu sehen und vielleicht sogar einige Archäologen wieder zu treffen.
Seit mehreren Jahren (2020, 2021, 2022, 2023 und 2025) begleiteten wir die archäologischen Arbeiten der archäologischen Stätte Epiphaneia Antik Kenti / Oiniandos (Kilikien) und wollten uns auch dieses Jahr über neue Erkenntnisse vor Ort informieren. Da unsere Reiseroute in umittelbarer Nähe vorbei führt, besichtigten wir auch dieses Jahr die archäologische Stätte.
Nach einer Fahrstunde trafen wir gegen 08:30 Uhr an der archäologischen Stätte Epiphaneia Antik Kenti ein. Da keiner der Archäologen vor Ort war, hielten wir uns nicht lange auf und verschafften uns nur einen Überblick aus den Veränderungen von 2025.
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Quelle:
Gegen 9 Uhr setzte wir die Fahrt fort und erreichten kurz nach 11 Uhr die Felsgräber von Dülük. Nun war ers einmal ein Spaziergang erforderlich, um wenigstens einige der Felsengräber besichtigen zu können.
Wie immer bei meiner Durchforstung von Beiträgen auf facebook wurde ich auf einen Artikel von Sezai Kose über die Doliche / Dülük Antik Kenti aufmerksam. Ich fand sie gleich in meiner Liste der noch zu besichtigten archäologischen Stätten und recherchierte den Standort wenige Kilometer südlich von Gaziantep. Da er nur wenige Kilometer von unserer Route abwich, nahmen wir die Doliche mit in unserem Reiseprogramm auf - vielen Dank mein Freund Sezai.
Dülük, auch bekannt als Dolikhe, Doliche oder Tlupa, ist eine antike Stadt im Bezirk Şehitkamil von Gaziantep, genauer gesagt in dem gleichnamigen Viertel. Dülük gilt als die älteste durchgehend bewohnte Siedlung der Türkei. Hier wurden Artefakte aus der Kupferzeit sowie Zeugnisse einiger der frühesten bekannten mathematischen Berechnungen entdeckt.
Doliche liegt strategisch günstig an einem entscheidenden Punkt zwischen dem Taurusgebirge und dem nordsyrischen Hochland, nahe Kilikien und Zeugma am Euphrat. Die Stadt Doliche befindet sich auf Keber Tepe, einer natürlichen Erhebung im fruchtbaren Oberlauf des Nizip-Flusses. Südlich erhebt sich Dülük Baba Tepe mit dem Tempel des Jupiter Dolichenus, einer bedeutenden Kultstätte der Stadt.
Quellen beschreiben Doliche im Allgemeinen als das regionale Zentrum Nordsyriens nach Zeugma, Samosata (heute überflutet), Hierapolis und Kyrrhos (Nordwatsyrien). Ein wesentlicher Faktor für seine Bedeutung über die Region hinaus während der Kaiserzeit war seine große religiöse Bedeutung als Zentrum des Jupiter-Dolichenus-Kultes.
Doliche weist die wesentlichen Merkmale für die Erforschung des kulturellen Umfelds einer hellenistisch-römischen Stadt im antiken Nordsyrien auf. Keine andere Stadt an diesem geografischen Ort konnte ohne Bebauung überleben. Darüber hinaus ist die Ausgrabungsstätte der Stadt Doliche, wie Vorstudien gezeigt haben, ein äußerst geeigneter Ort für archäologische Felduntersuchungen.
Im Laufe der Geschichte wechselte die Stadt mehrmals den Besitzer und wurde nacheinander von den Hethitern, Medern, Assyrern, Persern und Alexander dem Großen regiert. Die Gründung der nahegelegenen Stadt Antiochia ad Taurum (dem heutigen Gaziantep) minderte allmählich die Bedeutung Dülüks und führte zu seiner heutigen Gestalt.
Während der Hethiterzeit war Doliche ein wichtiger Haltepunkt an der Handelsstraße zwischen dem Mittelmeer und Mesopotamien. Es war auch ein religiöses Zentrum. Das Heiligtum des hethitischen Gottes Teshub befand sich nördlich des Dorfes.
In den literarischen Quellen ist die hellenistische Kolonie erst ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. belegt. Man vermutet, dass ein Teil der ursprünglichen Bevölkerung Doliche aus der gleichnamigen thessalischen Stadt stammte. Der Fund rhodischer Amphorenhenkel deutet auf Verbindungen zur Ägäis im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. hin. Die Seleukiden übernahmen die Verehrung des lokalen Wettergottes Zeus Dolichenus, der mit Baal gleichgesetzt wurde. Zu dieser Zeit war Doliche eine kleine Stadt an der Straße von Germanicia nach Zeugma.
Doliche wurde zeitweise der antiken Region Kyrrhestika zugerechnet. Es wurde etwa 35 Jahre lang vom Königreich Kommagene regiert. Nach der Herrschaft von Antiochus Theos wurde die Stadt möglicherweise bereits 31 v. Chr. in die römische Provinz Syria eingegliedert.
Komtagene wurde 72 n. Chr. endgültig an das Römische Reich annektiert. Unter römischer Herrschaft blieb Doliche Teil der Region Kommagene, die wiederum zur römischen Provinz Syria gehörte und später in die Provinzen Koile-Syria und schließlich Syria Euphratensis aufgeteilt war.
Die Verehrung des Jupiter Dolichenus verbreitete sich von der Mitte des 2. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr., insbesondere, aber nicht ausschließlich, im römischen Heer. Zahlreiche religiöse Denkmäler bezeichnen Jupiter Dolichenus als den „Gott der Kommagener“.
Doliche prägte von der Herrschaft des Marcus Aurelius bis zu Caracalla eigene Münzen. Zu den archäologischen Funden in Doliche gehören ein unterirdischer Mithras-Tempel, Felsengräber und Steinbrüche, aus denen riesige Felsblöcke gewonnen wurden.
Der Marcianus (Altgriechisch: Μαρκιανὸς), ein Anhänger des Apollonius von Athen, stammte aus Doliche.
Im Jahr 2014 gab ein Team deutscher Archäologen der Universität Münster die Ausgrabung eines Reliefs bekannt, das eine ihnen bis dahin unbekannte Gottheit der Eisenzeit darstellt. Das Relief befand sich auf einer Stele in den Überresten des mittelalterlichen Klosters Mar Solomon, das 2010 bei Ausgrabungen in Doliche freigelegt worden war. Das Kloster war bisher nur durch Schriften bekannt, die seine Nutzung während der Kreuzzugszeit belegten. Das Kleinasien-Forschungszentrum der Universität Münster führt unter der Leitung von Engelbert Winter und Prof. Dr. Michael Blömer Ausgrabungen im Hauptheiligtum des Jupiter Dolichenus durch. Die Arbeiten werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die internationale Gruppe besteht aus Archäologen, Historikern, Architekten, Restauratoren, Archäozoologen, Geoinformatikern und Ausgrabungsmitarbeitern. Winters Feldarbeit im Heiligtum begann 2001.
Die Stadt, aufgrund ihrer Lage an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen den Städten der Region von strategischer Bedeutung, wurde in den ersten Jahrzehnten der muslimischen Eroberungen von Iyad ibn Ghanm erobert. Sie wurde fortan ein Grenzposten des entstehenden islamischen Kalifats gegen das Byzantinische Reich und war nach der Herrschaft von Harun al-Raschid Teil der befestigten Grenzzone (al-ʿAwasim).
Mitte des 10. Jahrhunderts spielte die Stadt eine Rolle im Konflikt zwischen dem wiedererstarkten Byzanz und dem Hamdaniden-Emirat Sayf al-Dawla und wurde 962 von den Byzantinern zurückerobert. Während der Kreuzzüge wurde die Stadt erneut zum Schlachtfeld, bis sie 1155 endgültig von Atabeg Nur al-Din von Aleppo eingenommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits in Vergessenheit geraten, ihre Festung lag in Trümmern und die einst blühende Stadt war zu einem kleinen Dorf geschrumpft.
Während der Kreuzzüge hieß die Stadt Tulupa und gehörte zur Kreuzfahrergrafschaft Edessa.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Doliche_(Commagene) + https://web.archive.org/web/20221117082910/ + https://www.doliche.de/tk/doliche/
Die folgenden Felsengräber sind nicht mit dem Aut zu erreichen. Durch das Gelände führen gut ausgebaute Wanderwege.
Die zahlreichen Felsengräber auf einem Hügel haben unsere Aufmerksamkeit erregt. Sie unterscheiden sich von römischen Gräbern und sind in den Fels gehauen. Sie gehören zu den vergessenen Orten Gaziantseps.
Quelle: Rezension Google Maps
Der hier bei Google Maps markierte Punkt ist vermutlich falsch.
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Quelle:
Bereits O. Puchstein hatte auf die religiösen Traditionen auf dem ‘Tell Dülük’ hingewiesen und vermutete, dass sich in römischer Zeit an diesem Ort eine Verehrungsstätte des Iupiter Dolichenus befunden habe. Auch F. Cumont suchte das Zentralheiligtum des Iupiter Dolichenus auf dem bis auf 1211 m ansteigenden Dülük Baba Tepesi, erwähnte als erster antike Bauteile ebendort und erkannte frühzeitig die Bedeutung des Ortes für die Religionsgeschichte dieser Region: »Ces lumières qui nous manquent, nous pouvons les attendre surtout de fouilles méthodiques entreprises sur le sommet du Duluk-Baba, où le turbé d’un modeste santon asuccédé au grand sanctuaire païen ... aucun site ne promet d’être plus fécond en découvertes importantes«.
J. Wagner stellte in den Jahren 1975 und 1979 neu bekannt gewordene Denkmäler für die Lokalisierung des Heiligtums zusammen. In den zum Teil aufwendig ausgestalteten Gräbern der ca. 400 m westlich vom Gipfel des Dülük Baba Tepesi gelegenen sogenannten Priesternekropole auf dem Ihely Tepe bezeichnen zudem epigraphische Zeugnisse einen der Bestatteten explizit als Priester des Zeus Dolichaios. Von großer Bedeutung ist ferner die beständig wachsende Zahl der aus Doliche kommenden Siegel, von denen ein Teil in die hellenistische Zeit gehört. P. Weiß hat zu Recht auf die Möglichkeit eines Tempelarchivs im Späthellenismus und in der Kaiserzeit hingewiesen, »wobei die Beurkundungstätigkeit wahrscheinlich sogar noch früher einsetzte«.
Trotz dieser Hinweise lag unser Wissen über den Dülük Baba Tepesi aber weitgehend im Dunklen. Dies galt nicht nur für die zweifelsfreie Lokalisierung des Heiligtums an diesem Ort, sondern auch für die wichtige Frage, ob sich auf der Bergkuppe nicht nur der Tempel des Iupiter Dolichenus, sondern bereits in früherer Zeit eine zentrale Kultstätte befand. 1993 bemerkte F. Millar: »It cannot be proved that there was an actual continuity of cult on the site of Doliche, or of beliefs about the nature of the deity ... Beyond that, we cannot go, just as we know nothing of the shrine itself ... The cultural and religious history of this region remains to be explored«. Historisch-topographische und archäologische Untersuchungen auf dem Dülük Baba Tepesi waren somit von der Forschung seit langem und zu Recht als Desiderat postuliert worden.
Quelle: https://www.academia.edu/39070353/Doliche_das_Heiligtum_des_Iupiter_Dolichenus_und_die_Grabung_auf_dem_D%C3%BCl%C3%BCk_Baba_Tepesi
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Quelle:
Dülük - eine antike Stadt und ersten Siedlung von Gaziantep, besichtigten wir den Mithras-Tempel, auch bekannt als Şarklı-Höhle und waren mehr als begeistert.
Von dieser unterirdischen Höhle und ihrer religiösen Bedeutung wusste ich bisher nichts. Sie ist einer der ältesten Tempel der Welt – natürlich nach dem beeindruckenden Göbeklitepe.
Es gibt Spuren einer sehr maskulin geprägten Religion iranischen Ursprungs. In die Höhle wurden Kammern gehauen. An den Wänden sind Vogel- und Herzreliefs sowie Keilschriftinschriften zu sehen. Die Figur des Mithras, des Gottes, der Stiere opferte, wurde im Laufe der Zeit durch Symbole verschiedener Religionen verfälscht. Mithras herrschte über die verborgene Macht und die Unterwelt.
Sie verehrten Stiere. Sie schlachteten sie, badeten in ihrem Blut und tranken es. So glaubten sie, die Macht auf sich übertragen zu haben. Frauen wurden nicht wertgeschätzt. Tatsächlich opferten sie Frauen den Stieren. In der Höhle, die den Himmel oder das Universum symbolisierte, wurden in einer Zeremonie, die nur Männern vorbehalten war, nackte Kandidaten, die mit dem Blut des geopferten Stieres gewaschen waren, in die Religion aufgenommen.
Diese eher obskure Religion tauchte nur an wenigen Orten der Welt auf und konnte in Anatolien nicht Fuß fassen. Der Mithras-Tempel ist ein beeindruckender und zugleich furchterregender Ort.
Quelle: https://www.armaganportakal.com/duluk-antik-kenti-mithras-tapinagi/
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Quelle:
Die antike Stadt Dülük, 10 Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Gaziantep gelegen, gliedert sich in zwei Bereiche: die eigentliche „Antike Stadt“ und das „Heilige Areal“. Die erste bekannte Siedlung in Dülük datiert auf 600.000 Jahre zurück. Die antike Siedlung befindet sich unterirdisch auf und um den Keber-Hügel nördlich des Dorfes Dülük. Das Heilige Areal liegt etwa 3 Kilometer nördlich von Dülük auf dem Dülük-Baba-Hügel.
Der Mithras-Tempel von Dülük wurde 1997/98 im Zuge gemeinsamer Ausgrabungen des Archäologischen Museums Gaziantep und der Universität Münster freigelegt. Er ist der erste unterirdische Mithras-Tempel in Anatolien. Unter der Koordination der Gemeinde Şehitkamil und des Archäologischen Museums Gaziantep wurde der Tempel restauriert, beleuchtet und mit Wegen versehen. Die gegenüberliegenden Hänge des Keber-Hügels bilden die Nekropole (den Friedhof) der antiken Siedlung. Hier befinden sich zahlreiche Felsenkammergräber. Die Gräber enthalten Sarkophage mit Reliefs, die religiöse und mythologische Motive darstellen.
Wissenschaftliche Ausgrabungen am Keber-Hügel in Dülük brachten Feuersteinwerkzeuge und Werkstätten zutage, in denen diese Werkzeuge hergestellt wurden. Sie stammen aus dem Altpaläolithikum. Die „Şarklı-Höhle“, die in derselben Zeit als Zuflucht diente, datiert auf 600.000 v. Chr. Während der byzantinischen Zeit behielt Dülük durch seinen Erzbistum seinen Status als heilige Stadt – eine Tradition, die bis zu den Hethitern zurückreicht. Nach den islamischen Invasionen erlitt die Stadt erhebliche Schäden und verlor mit der Verlegung des Erzbistums nach Zeugma im 7. Jahrhundert ihre Bedeutung als religiöses Zentrum.
Quelle: https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/gaziantep/gezilecekyer/duluk-antik-kenti
2 Fotos: https://www.aa.com.tr/tr/kultur/duluk-antik-kentinde-baslayan-yeni-sezon-kazilari-donemin-inanc-yapisina-isik-tutacak/2673435
Nach zwei Stunden Besichtigung waren wie abfahrbereit nach Şanlıurfa, denn wir wollten innerhalb der Öffnungszeit die Bodenmosaike und das Museum besichtigen.
Kurz vor Şanlıurfa passierten wir den Hügel Ayanlar. Obwohl er sehr geschichtsträchtig ist, gibt es luftsichtig nicht viel zu sehen und ließen ihn links liegen.
Ayanlar Höyük ist eine der neolithischen Stätten des Projekts Taş Tepeler (Steinkügel) westlich von Şanlıurfa. Ayanlar Höyük ist nach den bereits bekannten Stätten Göbeklitepe und Karahan Tepe der drittgrößte Hügel aus der vorkeramischen Jungsteinzeit in der Region.
Quelle: https://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=56196
Unser erstes Ziel ist Sayburç und hat Priorität vor dem Haleplibahçe Mosaic Museum in Şanlıurfa, denn bei Zeitmangel können wir es bei der Rückreise aus Irak besichtigen.
Sayburç liegt am südlichen Fuße des östlichen Taurusgebirges, an der Grenze zwischen Gebirgslandschaft und weiten Ebenen, auf dem Plateau um die Harran-Ebene. Die Siedlung befindet sich etwa 60 km östlich des Euphrat und 20 km südwestlich der Innenstadt von Şanlıurfa.
Wie andere Siedlungen aus dieser Zeit auf dem Şanlıurfa-Plateau liegt auch Sayburç auf Kalksteinhügeln eozänen Ursprungs (Abb. 1). Die neolithische Siedlung erstreckte sich über zwei Hügel: einen höheren im Norden und einen niedrigeren im Süden (Abb. 2). Ein dritter Hügel im Westen unterscheidet sich von den beiden anderen und weist römische Steinbrüche, Höhlen und Zisternen auf, jedoch keine neolithischen Spuren. Die eigentliche römische Siedlung wurde jedoch auf den neolithischen Ablagerungen im Norden errichtet. Auch auf dem Hügel nordöstlich der Siedlung finden sich römische Elemente.
Sayburç wurde nach der Entdeckung römischer Funde im Jahr 2020 als archäologische Stätte zweiten Grades registriert. Im Mai 2021, während eines Besuchs des Archäologischen Museums Şanlıurfa und Projektmitgliedern, stießen sie auf Pfeiler, die zum Bau einer Gartenmauer verwendet worden waren. Daraufhin begannen sie, die Stätte eingehend zu untersuchen, was zur Entdeckung neolithischer Funde führte. Die archäologischen Forschungen, die mit dieser Entdeckung begannen, werden seit 2021 im Rahmen des Şanlıurfa Neolithic Research Project – Taş Tepeler, einer Kooperation des Archäologischen Museums Şanlıurfa und des Instituts für Vorgeschichte der Universität Istanbul, fortgeführt.
Die archäologischen Ausgrabungen in Sayburç werden in zwei Teilen des Geländes, dem nördlichen und dem südlichen, fortgesetzt. Die bemerkenswerteste Überreste im nördlichen Bereich sind ein runder, in den Fels gehauener Bau mit einem Durchmesser von etwa 14 Metern. Er besitzt eine direkt auf dem Felsgrund errichtete Steinmauer. Der Boden ist ebenfalls aus dem Fels gehauen. Wie bei anderen besonderen Bauwerken in der Region befindet sich entlang der Mauer eine ebenfalls in den Fels gehauene Bank. Die Nordseite der Bank ist mit Reliefs verziert. Flache, in unregelmäßigen Abständen angeordnete Säulenrundungen auf der Bank sowie rechteckige, geglättete Flächen und Vertiefungen deuten darauf hin, dass die Bank durch relativ kleine Säulen unterteilt war. Unmittelbar östlich dieses Bauwerks befindet sich ein weiteres, teilweise erhaltenes Bauwerk mit einem Durchmesser von etwa 4–5 Metern. Das Gebiet weiter südöstlich der Ausgrabungsstätte wurde in der Römerzeit als Steinbruch genutzt.
Die südliche Siedlung wurde direkt auf dem anstehenden Fels errichtet. Im gesamten Ausgrabungsbereich wurden regelmäßig aneinandergrenzende Gebäude gefunden, die vermutlich derselben Bauphase angehören. Die Mauern bestanden vollständig aus Stein, und Elemente wie Streben und Nischen wurden häufig verwendet. Einige Gebäude besaßen T-förmige Säulen, andere Säulen in Form von menschlichen Figuren. Die Fußböden der Gebäude waren ebenfalls in den Fels gehauen, und vor den Mauern befanden sich Bänke.
Quelle: https://tastepeler.org/en/yerlesmeler/sayburc
Kurz vor Weihnachten 2022 las ich in einem Artikel über den Fund von Reliefs im Zentrum der Stadt Sayburç - 16 Kilometer von Şanlıurfa und 1,6 Kilometer nördlich der D400 entfernt. Da wir es zu diesem Zeitpunkt nicht kannten, fuhren wir nur wenige Kilometer an dieser für uns bedeutenden Sehenswürdigkeit vorbei. Wir haben es daher bei der diesjährigen Reise mit aufgenimmen.
Im Südosten der Türkei wurde 2021 ein Wandrelief gefunden, das aus fünf Figuren besteht, die auf einer Bank in einem Gemeinschaftsgebäude aus dem 9. Jahrtausend v. Chr. geschnitzt wurden. Es stellt die früheste bekannte Darstellung einer narrativen "Szene" dar und spiegelt die komplexe Beziehung wider zwischen Menschen, der Natur und der Tierwelt, die sie beim Übergang zu einer sitzenden Lebensweise umgab.
Die archäologischen Aufzeichnungen bieten Einblicke in die prähistorische Technologie und damit in das tägliche Leben prähistorischer Völker und ihrer Gesellschaften. Für bestimmte Perioden sind die Beweise sichtbarer und beinhalten oft eine künstlerische Dimension, die individuelle oder soziale Ideologien vermittelt.
Eine der auffälligsten Perioden in der Vorgeschichte des Nahen Ostens ist die Jungsteinzeit, in der die Menschheit von einer wandernden Existenz zu einem sesshafteren Leben überging. Der Prozess der Neolithisierung brachte wesentliche Veränderungen im Kreislauf des täglichen Lebens, in den Strategien des Lebensunterhalts und in der Technologie mit sich, aber vielleicht am bedeutsamsten in den sozialen Beziehungen, die in einer Neudefinition des Platzes der Menschheit in der Welt gipfelten. Die Entwicklung kollektiver Aktivitäten und Rituale und der Bau von Gemeinschaftsgebäuden mit starken symbolischen Elementen.
Im Nahen Osten sind die wichtigsten Beweise für diese Entwicklungen ausgeprägte monumentale Strukturen wie Säulen, zusammen mit Darstellungen von Menschen und Tieren, spezifischen Bestattungsbräuchen und Ornamenten. Einige davon sind besonders beeindruckend, insbesondere solche von Orten wie Göbeklitepe und Karahantepe im Distrikt Şanlıurfa im Südosten der Türkei. 2021 wurde dieser Korpus um den Standort Sayburç erweitert. Hier wurde in einem Gemeindehaus ein Relief entdeckt, das eine Szene mit Menschen und Tieren zeigt. Diese Szene hat im Gegensatz zu anderen zeitgenössischen Bildern die narrative Integrität sowohl eines Themas als auch einer Geschichte und stellt die detaillierteste Darstellung einer neolithischen "Geschichte" dar, die bis heute im Nahen Osten gefunden wurde, und bringt uns den neolithischen Menschen und ihren Menschen näher Welt.
Der Standort Sayburç umfasst einen neolithischen Hügel, der sich 60 km östlich des Euphrat an der südlichen Peripherie des östlichen Taurusgebirges befindet. Es wurde größtenteils durch den Bau des modernen Dorfes Sayburç im Jahr 1949 bedeckt, nach dem der Ort seinen Namen hat. Die Ausgrabungen der Stätte begannen im Jahr 2021, die zwei getrennte neolithische Besetzungen vor der Töpferei enthüllten. Das erste, das Gemeinschaftsgebäude umfasst, befindet sich im nördlichen Teil des Dorfes, am südöstlichen Rand einer kleinen römischen Siedlung. Die zweite, bestehend aus Wohngebäuden, liegt 70 m weiter südlich. Das Gemeindehaus mit dem Relief wurde im nördlichen Besatzungsgebiet entdeckt. Hier wurden zwei moderne Häuser, eines aus Stein, das andere aus Beton, über den Überresten errichtet. Bisher wurde nur die Hälfte des Gebäudes ausgegraben. Die modernen Häuser werden in zukünftigen Feldsaisonen abgerissen, damit die neolithische Struktur in ihrer Gesamtheit freigelegt werden kann.
Das Gemeinschaftsgebäude misst 11 m im Durchmesser und wurde in den Kalksteingrund gehauen, mit Steinmauern, die auf einer Bank ruhen, die sich aus dem Boden erhebt. Die Bank ist etwa 0,6–0,8 m hoch und 0,6 m breit und weist eine Reihe von etwa 0,4 m breiten Hohlräumen auf, die sich entlang der Wand erstrecken, was darauf hindeutet, dass sie ursprünglich durch Säulen unterteilt war. Die auf der Innenseite der Bank eingravierten Bilder lassen in Kombination mit der Größe und den strukturellen Merkmalen des Gebäudes darauf schließen, dass dies ein Ort für besondere Zusammenkünfte gewesen sein muss.
Quelle: cambridge.org
In einem der Steinhügel von Sayburç wurde im Jahr 2025 eine außergewöhnliche Statue - eine 9.500–10.500 Jahre alte Statue mit Totenritualen entdeckt.
Die Statue, die auf etwa 8500 v. Chr. datiert wird, liefert eindrucksvolle Hinweise auf die Totenrituale früher Siedlungen. Sie gehört zur „Neolithikum B vor der Keramikzeit“ und weist sehr markante Rippen, einen zugenähten Mund und Augenhöhlen auf, die mit weichen Muscheln gefüllt zu sein scheinen. Zudem finden sich auf dem Kopf Spuren von Schädelwaschungen, die vermutlich damals üblich waren. Im vergangenen Jahr wurde in Karahantepe, einer weiteren bedeutenden Siedlung in den Steinhügeln, eine 2,3 Meter hohe Statue mit markanten Rippen und hervorstehenden Wirbelsäulen- und Schulterknochen gefunden, die eine sitzende Figur darstellt. An der Stelle, an der die Statue gefunden wurde, wurden außerdem eine auf der Mauer angebrachte Geierstatue und auf dem Boden liegende Steinplatten ausgegraben.
Das Team unter der Leitung von Doç. Dr. Eylem Özdoğan entdeckte vor dem Fußgänger eine menschliche Gesichtsfigur aus einem Kalkstein.
Zwei kleine Gebäude in der Nähe des Zentrums der Siedlung Sayburç (etwa 8 m Durchmesser) sind aufgrund der Anzahl der Kalkstein im Inneren, ihrer Reihenfolge und architektonischen Merkmale deutlich von den umliegenden menschliche Skelette, die in Nischen vergraben wurden, wurden im Bereich östlich der Gebäude gefunden. Diese Situation deutet darauf hin, dass die Struktur eine andere Funktion oder rituelle Praxis enthält.
Archäologen haben im Westen und im anderen angrenzenden Bauwerk eine wichtige Entdeckung gemacht. Es wurde festgestellt, dass einer der in diesem Bauwerk gefundenen Steinen auf einem Sockel mit einem Guss aus dem Hauptfelsen stieg. Auf der Vorderseite des betreffenden Fußgängers erscheint ein menschliches Gesicht. Pflasterstein befindet sich direkt vor einer großen Nische im Inneren des Bauwerks.
Darüber hinaus bietet die Anwesenheit eines Leoparden und eines Stachelschweinwaisen in den Skeletten, die sich an zwei Seiten derselben Nische befinden, wichtige Hinweise darauf, dass diese kleinen Strukturen symbolische oder zeremonielle Funktionen haben können.
Quelle: instagram
Die Yazılı-Höhle ist eine historische Stätte im Stadtteil Çıralı des Bezirks Karaköprü in Şanlıurfa. Sie ist besonders für ihren historischen und kulturellen Reichtum bekannt. Antike Inschriften und Überreste machen die Gegend zu einem Anziehungspunkt für Archäologiebegeisterte. Die Höhle ist außerdem für ihre Bauwerke aus der Römerzeit bekannt, die als geheimer Kultort dienten.
Laut Besucherbewertungen beeindrucken die historische Atmosphäre und die geheimnisvolle Natur der Yazılı-Höhle. Besucher loben die historische Struktur der Höhle und die sie umgebende Naturschönheit.
Die Region um Şanlıurfa beherbergt auch weitere bedeutende Höhlen mit Inschriften und Reliefs, wie beispielsweise die Pognon-Höhle (Tempel des Sin) in der antiken Stadt Soğmatar (wir haben sie morgen als optionales Ziel enthalten), die syrische Inschriften und religiöse/kulturelle Spuren aus der Antike aufweist. In ganz Şanlıurfa sind Höhlen sowohl als historische Stätten (wie die Höhle des Propheten Abraham und die Kızılkoyun-Höhlen) als auch als natürliche Lebensräume wichtig, die von der lokalen Bevölkerung im Sommer zur Abkühlung genutzt werden.
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Quelle:
Çakmaktepe ist eine der neolithischen Stätten aus der Zeit vor der Keramikzeit, die im Rahmen des Projekts Taş Tepeler ausgegraben werden.
Quelle: https://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=57803
Mendik Tepe ist eine weitere Stätte von Taş Tepeler in der Südosttürkei, wahrscheinlich älter als Göbekli Tepe. (nichts sichtbar)
Quelle: https://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=62696
So erreichten wir gegen 15:30 Uhr Şanlıurfa und das Museum. Das war auch die späteste Zeit, denn es schließt bereits 17 Uhr und es war ein "Muss" auf dieser Reise es sowie das Mosaikmuseum zu sehen. Vorher besichtigten wir das aus dem Weg befindliche Relief Sayburç.
Wir stellten bereits im Jahr 2019 zu unserer Rundreise von Şanlıurfa fest, dass wir für die Besichtigung einen Tag hätten mehr einplanen müssen, denn das Archäologische Museum Şanlıurfa Arkeoloji Müzesi wäre durchaus wichtig gewesen. Am Besuchstag im Jahr 2019 standen aber gerade mit der Besichtigung / Bootsfahrt um Rumkale Unklarheiten im Raum, denn wir kannten nicht die Zeiten, wann Boote fahren. So ließen wir zähneknirschend die Besichtigung des Museums aus und planten es bei dieser Reise ein.
Şanlıurfa besichtigten wir bereits im Jahr 2019 und hatten bereits zahlreiche Sehenswürdigkeiten besichtigt. Da es aber weitere Ausgrabungen in Göbekli Tepe gab, planten wir für dieses Jahr eine weitere Besichtigung ein.
Şanlıurfa Arkeoloji Müzesi + Haleplibahçe Mosaic Museum
Das Sanliurfa Archäologische Museum Şanlıurfa Arkeoloji Müzesi und Archäopark bestehend aus Edessa Mosaik Museum, dem Haleplibahçe Museum Complex, der mit 34.000 Quadratmeter und überdachten Fläche das größte türkische Museum ist.
In der Region, die als fruchtbarer Halbmond galt, war Şanlıurfa, in dem neben Göbekli Tepe, dem wichtigsten Zentrum des Landes, in dem die Zivilisation geboren wurde, Hunderte von Hügeln und alten Städten beheimatet waren, ein neues Museum, das am dringendsten benötigt wurde. Die älteste Statue der Welt "Urfa Man", das Archäologische Museum von Şanlıurfa und der Museumskomplex von Haleplibahçe mit den Mosaiken von Haleplibahçe und Edessa Kingdom, den prächtigsten Mosaiken der letzten Zeit, wurde 2015 für Besucher geöffnet.
Jeder der Hügel wie Göbekli Tepe, Nevali Cori, Akarçay Tepe Höyük, Hassek Höyük, Gre Virike Höyüğü und Lidar Höyük sind die Prüfsteine der Zivilisationsgeschichte. Sanliurfa hat vor allem seit den 1960er Jahren mit den Dammrettungsgrabungen viele wichtige archäologische Artefakte entdeckt. Das neue Archäologische Museum von Sanliurfa, das mit einem zeitgemäßen Museumskonzept eingerichtet wurde, zeigt jeden dieser Hügel in einem speziell gestalteten Raum mit der Unterstützung und dem Beitrag erfahrener Wissenschaftler, die seit vielen Jahren mit ihrer Grabungsgeschichte und ihren Arbeiten in der Region arbeiten.
Die 180 Zentimeter hohe Urfa-Man-Statue ist bekannt als die erste Skulptur eines echten Menschen, die in die Welt tarih geschnitzt wurde und auf 9500 v. Chr. Datiert ist. Das Sanliurfa Museum ist sowohl für die Geschichte der Region als auch für das Verständnis der zeitgenössischen Museologie von großer Bedeutung. Dies ist die erste Station, die Sie besuchen sollten, bevor Sie die archäologischen Stätten in der Umgebung besuchen. Orpheus-Mosaik, eines der wichtigsten Mosaiken des Edessa-Königreichs, in den 1950er Jahren mit illegalen Ausgrabungen geplündert.
Nach der Besichtigug des Arkeoloji Müzesi gingen wir in das benachbarte Haleplibahçe Mosaic Museum.
Das Haleplibahçe-Mosaikmuseum befindet sich direkt neben dem Şanlıurfa-Museum, dem größten Museum der Türkei. Es wurde bei Infrastrukturarbeiten der Stadtverwaltung Şanlıurfa entdeckt. Spätere archäologische Ausgrabungen legten die gesamte Stätte frei. Das Gebiet, in dem die Mosaiken gefunden wurden, war ursprünglich für römische Villen angelegt. Das Museum beherbergt auch das einzige Mosaik, das die in der Mythologie erwähnten Amazonenkriegerinnen darstellt. Die Mosaiken zeigen Jagdszenen mit Amazonen, verschiedenen Tieren und anderen Personen. Die Mosaiken, die Kriegerinnen und Amazonenköniginnen zeigen, zählen zu den weltweit ersten Beispielen. Experten bezeichnen sie aufgrund ihrer Mosaiktechnik, ihrer künstlerischen Qualität und der Tatsache, dass sie aus originalen Steinen aus dem Euphrat gefertigt sind (jeweils 4 Quadratmillimeter groß), als die wertvollsten Mosaiken der Welt.
Quelle: https://kulturenvanteri.com/yer/haleplibahce-mozaik-muzesi/#17.1/37.15102/38.782997
Das Haleplibahçe-Mosaikmuseum ist mit seinen 6.000 Quadratmetern und einem Durchmesser von 82 Metern das größte säulenfreie Bauwerk der Türkei. Das Mosaikmuseum Haleplibahçe zeigt Mosaike, die in Haleplibahçe ausgegraben wurden, an ihrem ursprünglichen Fundort.
Diese Villa wurde aufgrund der bei den Ausgrabungen entdeckten Amazonen-Darstellungen "Amazonenvilla" genannt. Sie besteht aus Räumen, die um eine große rechteckige Halle angeordnet sind, welche zwischen zwei symmetrisch angeordneten Innenhöfen liegt. Der Eingang befindet sich im Osten, und der Grundriss hat die Form eines umgekehrten "T" und ist in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Vom Vorhof der Villa führt ein Korridor mit Apsiden an beiden Seiten zur Haupthalle. Auf dem Boden des gegenüberliegenden rechteckigen Raumes befindet sich das Mosaik der "Jagden Amazonen". Südlich und nördlich der Haupthalle, symmetrisch angeordnet, befinden sich Räume mit Darstellungen von Löwen und Tigern, die durch Innenhöfe mit Licht und frischer Luft versorgt werden, sowie weitere Räume mit Mosaiken der "Ktisis" und des "Schwarzen, der ein Zebra führt".
Das aus Şanlıurfa ins Ausland geschmuggelte Orpheus-Mosaik wurde zunächst ins Archäologische Museum Istanbul und später wieder nach Şanlıurfa gebracht. Das Mosaik zeigt den Dichter Orpheus mit phrygischer Mütze, sitzend nach rechts gewandt, die Leier spielend. Zu seiner Linken sind Raubtiere wie Löwe, Bär, Leopard und Eber zu sehen; zu seiner Rechten Pflanzenfresser wie Steinbock und Pferd. In der oberen linken Ecke lauschen Vögel seiner Leier. Das Mosaik mit syrischen Inschriften auf der rechteckigen Fläche schmückte einst den Boden eines Felsengrabes.
Das Orpheus-Mosaik ist nicht nur das älteste Mosaik der Edessa/Urfa-Mosaike (194 n. Chr.), sondern auch aufgrund der Beteiligung des Künstlers Bar Saged von großer Bedeutung.
Diese Villa wurde aufgrund der bei den Ausgrabungen gefundenen Amazonendarstellungen "Villa der Amazonen" genannt. Sie besteht aus Räumen, die um eine große rechteckige Halle angeordnet sind, welche zwischen zwei symmetrisch angeordneten Innenhöfen liegt. Der Eingang befindet sich im Osten, und der Grundriss hat die Form eines umgekehrten "T" in Ost-West-Richtung. Vom Vorhof der Villa führt ein Korridor mit zwei Apsiden in die Haupthalle. Auf dem Boden des rechteckigen Raumes gegenüber dem Eingang befindet sich das Mosaik "Amazonen auf der Jagd". Südlich und nördlich der Haupthalle liegen symmetrisch angeordnete Räume mit Darstellungen von Löwen und Tigern, die durch die Innenhöfe mit Licht und frischer Luft versorgt werden, sowie weitere Räume mit Mosaiken, die "Ktisis" und "Schwarzer führt Zebra" zeigen.
Das Mosaik zeigt eine Büste von Ktisis, der Gründerin und Schutzgöttin der Villa der Amazonen. Auf ihrem Haupt ist eine mit Perlen und goldähnlichen Steinen verzierte Krone dargestellt. Ihre Ohrringe, in ähnlicher Technik gefertigt, bestehen aus goldgefassten, ovalen Perlen. Um ihren Hals trägt sie eine Halskette mit gelben, grünen und braunen Steinen. Ktissis hält mit den Fingern beider Hände ein graues Messinstrument vor ihrer Brust. Dieses Messinstrument entspricht einem römischen Fuß von etwa 29,7 cm Länge. Sie trägt einen gelben Mantel und eine graue Stola. Zu beiden Seiten von Ktissis sind in Schulterhöhe grün verkleidete Säulen abgebildet.
Das rechteckige Hauptbild, das die Halle der Villa schmückt, zeigt Szenen aus dem Leben des Achilles. Dargestellt sind in chronologischer Reihenfolge: der Säugling Achilles im Arm seiner Amme; die Mutter Thetis, die Achilles’ Ferse hält und ihn in den Styx taucht, um ihn unsterblich zu machen; der Abschied des jungen Achilles von seiner Mutter; die Moiren, die Schicksalsgöttinnen, die Achilles’ Lebensfaden spinnen; Achilles wird vom weisen Zentauren Chiron ausgebildet; Thetis beobachtet ihn mit schmerzlichen Augen, als er in den Trojanischen Krieg zieht. Der Rahmen um das Relief zeigt Lautenspieler, ein Bauernhaus, galoppierende, stehende und grasende Pferde sowie Darstellungen von Schafen und Stieren.
Quelle: https://www.turkishmuseums.com/museum/detail/2226-sanliurfa-haleplibahce-mosaic-museum/2226/4
Ticket: 10€ https://muze.gov.tr/urun-ekle?catalogNo=WEB-SUM01-87-009
Wir hatten aber noch die Felsenhöhlen Rock Tomb Kızılkoyun Nekropolü auf den Zettel.
Felsengräber aus der Römerzeit / Rock Tomb Kızılkoyun Nekropolü - Nekropolis - die Stadt der Toten - eine der wichtigsten Ruinen der antiken griechischen und römischen Kultur in der Innenstadt von Şanlıurfa. Fast 2.000 Jahre alte Felsengräber, die in Höhlen in der südöstlichen Provinz Şanlıurfa ausgegraben wurden, sollen nach Abschluss der Ausgrabungen für Touristen geöffnet werden.
Die historische Stadt Şanlıurfa, Heimat unzähliger Zivilisationen in ihrer jahrtausendealten Geschichte, ist ein führender Ort für Glaubens- und Kulturtourismus in der Türkei.
In den Stadtteilen Kale Eteği und Kızılkoyun, in denen zuvor Shanty-Häuser gebaut worden waren, wurden bei Restaurierungs- und Umweltsanierungsarbeiten alte Höhlen freigelegt. In den freigelegten Höhlen wurden insgesamt 113 Felsengräber gefunden.in den eine Reihe von Figuren und vier Bodenmosaiken entdeckt. wurden.
Das Nekropolis-Umweltsanierungs- und Restaurierungsprojekt in Kızılköyun, konnte nicht eröffnet werden, da das Projekt nicht abgeschlossen werden konnte. Man sagt, dass Kizilkoyun reich an Grabdekorationen und vor allem an Felsengräbern mit Bodenmosaiken ist: 61 Höhlengräber inKızılkoyun, die in der Umgebung wie auch 72 Höhlengräber auf Kale Eteği ausgegraben wurden, enthalten römische Höhlengräber, in Fels gehauene Inschriften, Reliefs und Mosaiken. Schade, dass wir sie nicht von innen besichtigen konnten.
Im Rahmen des von der Stadtverwaltung von Şanlıurfa unter Aufsicht der Direktion des Şanlıurfa-Museums durchgeführten Landschaftsprojekts wurden in den Felsengräbern in der Nekropole von Kızılköyun 2 Gräber und 1 Sarkophag aus Kalkstein gefunden. Nach der Entdeckung von Sarkophagen und Statuen, die für große Aufregung sorgten, wurden vom Şanlıurfa-Museum dringend Rettungsgrabungen eingeleitet und das Felsengrab unter archäologischen Gesichtspunkten ausgewertet. So wurden Soldatenstatuen aus der Römerzeit sichergestellt. Einer ist auf einem monolithischen Sockel abgebildet, orientalisch gekleidet und mit militärischer Ausrüstung ausgestattet. Es versteht sich, dass sie den gleichen Baustil haben und aus Kalkstein bestehen, dem typischen Stein der Region.
Die Archäologen gaben an, dass die Statuen der Soldaten rechts und links vom Hauptgrab möglicherweise zum Schutz des Grabes angefertigt wurden. Nach den wissenschaftlichen Dokumentationsstudien trugen sie die Sarkophage und Statuen zum Sanliurfa-Museum. Archäologen sagen, dass es eine große Chance ist, dass die Stätte nicht von Schatzsuchern zerstört wird; Das von den Experten erstmals eröffnete Grab und die Ausgrabungsarbeiten bieten der archäologischen Weltüberraschung weiterhin neue Funde.
Bisher wurden bis Sommer 1019 61 Felsengräber im Rahmen des Projekts entdeckt, das den Tourismus für die Felsengräber in der Region fördern soll. Die erste Phase des Projekts, die aus zwei Phasen besteht, wurde 2018 abgeschlossen, während die zweite Phase im Frühjahr 2019 begann.
Bürgermeister Nihat Çiftçi sagte, Şanlıurfa sei eine Stadt der Kultur und Heimat vieler Zivilisationen. Jede Ausgrabung in der Stadt enthüllte Artefakte aus verschiedenen überlagerten Perioden, fügte er hinzu: "Bei Restaurierungs- und Umweltarbeiten wurden 72 Höhlen im Bezirk Kale Eteği und 61 im Bezirk Kızılkoyun entdeckt. In den Höhlen befinden sich Felsengräber. Diese Felsengräber stammen aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. aus der Zeit von Edessa King Abgar. Wir haben auch Mosaike auf dem Boden der alten Gräber gefunden, die die Figuren dieser Ära darstellen.
Familien, die in dieser Zeit lebten, wurden in Gräbern in diesen Höhlen begraben “. Er fügte hinzu, sie wollten Şanlıurfa in eine Art "Freilichtmuseum" verwandeln. "Wir werden das Gebiet von Kale Eteği in drei bis vier Monaten für den Tourismus öffnen. Wir sagen immer, dass Şanlıurfa eine Stadt der Höhlen ist. Diese Höhlen waren in der Vergangenheit Siedlungen. Deshalb haben alte Zivilisationen in diesen Höhlen ihre Spuren hinterlassen. Mit ihren Bögen, Toren und Bodenmosaiken zeigen uns die Höhlen den Lebensstil, die Philosophie, den Reichtum, die Architektur und den Glauben dieser Ära. Unsere Archäologen wollen ununterbrochen weiterarbeiten, weil sie manuell arbeiten. Die Arbeiten in Kızılkoyun dauern seit sechs Monaten an. Sie brauchen dort noch ein Jahr Arbeit für eine genauere Untersuchung “.
Die im Stadtteil Yeni Mahalle von Şanlıurfa befindliche Statue, bekannt als „Urfa-Mann“, ist die älteste bekannte lebensgroße menschliche Statue. Sie ist etwa 10.000 Jahre alt. (Foto links)
Yeni Mahalle ist eine neolithische Siedlung aus der Zeit vor der Keramikzeit, die zur Urfa-Kultur gehörte, wurde durch die Ausbreitung der modernen Stadt Şanlıurfa fast vollständig zerstört.
Quelle: https://www.megalithic.co.uk/article.php?sid=15199
Diese Struktur, die die älteste der Gräber in Şanlıurfa ist, ist eigentlich eine Madrasah-Struktur, die im Stil geschlossener seldschukischer Madrasas mit vier Iwans erbaut wurde. Im unteren Raum des östlichen Iwan befindet sich das Grab von Scheich Mesut und seinem Sarkophag im Iwan.
Sheikh Mesut ist einer der Kalifen von Hodja Ahmed Yesevi, der die Islamisierung Anatoliens ermöglichte und die Menschen dazu brachte, die Sekten zu treffen. Sheikh Mes'ud kam aus Anatolien nach Nişabur, um dem Volk den Islam beizubringen. Er ist eine verheiratete Frau, die jahrelang dem Islam in Urfa gedient hat.
In einer arabischen Inschrift auf einem Felsen neben einer Zisterne etwa 100 Meter westlich des Gebäudes geschrieben:
"Diese Zisterne wurde vom Sohn von Nishapur Said Hengels Sohn Masud am 10. Receb 579 (30. Oktober 1183) geschnitzt. Wer immer Allah zur Hilfe ruft, möge Allah ihm und allen Muslimen helfen."
So checkten wir anschließend erst einmal in unserem Übernachtungshotel Şan butik otel ein.
Das Şan butik otel ist ein malerischer Rückzugsort im Herzen von Şanlıurfa und bietet seinen Gästen atemberaubende Ausblicke und ein authentisches Ambiente. Die wunderschön gepflegten Gemeinschaftsbereiche mit ihrem reichen historischen Flair bilden die ideale Kulisse für unvergessliche Fotos. Besonders gelobt wird der bezaubernde, blühende Garten, der eine ruhige Atmosphäre zum Entspannen und Fotografieren bietet.
Die herzliche Gastfreundschaft der Inhaber und Mitarbeiter trägt zum einladenden Charme dieses Boutique-Hotels bei, in dem Komfort und Fürsorge in jedem Winkel spürbar sind. Ob beim Frühstück auf der Terrasse oder bei der Erkundung nahegelegener Sehenswürdigkeiten wie Museen und Basare, die nur wenige Gehminuten entfernt liegen – die Gäste werden mit bezaubernden Eindrücken verwöhnt, die ihren Aufenthalt bereichern. Dank seiner zentralen Lage und seiner einladenden Atmosphäre bietet das Şan Boutique Hotel nicht nur komfortable Unterkünfte, sondern auch eine Vielzahl wunderschöner Motive, die sich perfekt für Fotografie-Begeisterte eignen.
Quelle: https://an-butik-otel.wheree.com/
Unser erster Weg führte uns zu dem Balıklıgöl-See, den wir bereits im Jahr 2019 besichtigten. Auf der Balıklı Göl Cd. gingen wir über der Straße und nutzten den Seiteneingang (37.148095, 38.784075).
Die Moschee liegt am nördlichen Rand von Balıklıgöl und wurde 1736 (nach der Hidschra 1149) von Rıdvan Ahmet Pascha, dem Gouverneur von Raqqa, erbaut. Sie besitzt drei Kuppeln, die parallel zum Mihrab angeordnet sind. Östlich der Moschee erhebt sich ein Minarett mit einem einzigen Balkon. Der Eingang zum Gebetsraum ist zweifarbig gestaltet. Der Gebetsraum ist hell und lichtdurchflutet, da er über Fenster an allen Seiten verfügt. Das dekorativ interessanteste Element des Bauwerks ist die Eingangstür. Die Holztür wurde in Intarsien- und Stecktechnik ohne Nägel gefertigt und ist mit reichhaltigen floralen und geometrischen Mustern verziert. Die Madrasa befindet sich nördlich des Moscheehofs.
Quelle: https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/sanliurfa/gezilecekyer/rizvaniye-camii
Die Rızvaniye-Madrasa umschließt den Innenhof der Rızvaniye-Moschee nordöstlich des Halil-ür-Rahman-Sees (Balıklıgöl). Laut Inschrift wurde sie 1736 von Rızvan Ahmet Pascha, dem Gouverneur von Raqqa im Osmanischen Reich, erbaut. Aufgrund von Ausspracheunterschieden im Osmanisch-Türkischen wird sie in vielen Quellen als „Rıdvaniye-Madrasa“ bezeichnet. Die Madrasa hat einen U-förmigen Grundriss und umschließt den Moscheehof. Vor den Madrasazellen befinden sich Arkaden. Das Baumaterial ist fein behauener Stein. In der Mitte des nördlichen Hofrandes steht eine kuppelgewölbte Klassenzimmermoschee. Die Madrasa wurde zusammen mit der Rızvaniye-Moschee 1992/93 von der Şanlıurfa Kultur-, Bildungs-, Kunst- und Forschungsstiftung (ŞURKAV) restauriert.
Quelle: https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/sanliurfa/gezilecekyer/rizvaniye-medresesi
Die Balıklıgöl-Seen (Ayn-i Zeliha und Halil-Ür Rahman Gölleri) liegen südwestlich des Stadtzentrums von Şanlıurfa. Der Legende nach soll der Prophet Abraham an diesem Ort ins Feuer geworfen worden sein. Die Seen mit ihren Karpfen, die in der islamischen Welt als heilig gelten, und den sie umgebenden historischen Artefakten zählen zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Şanlıurfas.
Historischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge handelt es sich bei den Balıklıgöl-Teichen um antike heidnische Tempel, die der Göttin Atargatis geweiht waren, die halb Frau, halb Fisch war. Ihre Entstehung wird auf die Zeit zwischen 1000 und 300 v. Chr. datiert, das genaue Datum ist jedoch unklar. Auch heute noch gibt es in Israel, im Libanon und in Syrien Fischteiche, die der Göttin Atargatis gewidmet sind. Dort ist es verboten, die Fische zu berühren oder zu essen.
Neben dem Islam sind auf dem Balıklıgöl-Plateau auch jüdische und christliche Glaubensvorstellungen präsent.
Bis in die 1970er-Jahre war das Schwimmen in den Seen weit verbreitet und es wurden Schwimmwettkämpfe veranstaltet. Nach den 1970er-Jahren wurde der See zum heiligen Ort erklärt, und das Schwimmen darin sowie der Verzehr seiner Fische wurden verboten. Heute sind viele islamische Gelehrte der Ansicht, dass der islamische Glaube an Balıklıgöl Aberglaube ist und die Becken zu alten heidnischen Tempeln gehören.
Es herrscht der weitverbreitete Glaube, dass die Fische im See heilig seien und dass diejenigen, die sie essen, krank werden. Im See lebt eine Art Bartkarpfen. Der Rogen dieser Art ist giftig und daher gesundheitsschädlich.
Das heutige Erscheinungsbild des Sees ist das Ergebnis des Restaurierungsprojekts „Umweltgestaltungsprojekt Dergah und Balıklıgöl“, das vom Architekten Merih Karaaslan unter der Beratung des Architekten Behruz Çinici entworfen wurde. Das Projekt begann 1992 und wurde im Jahr 2000 weitgehend abgeschlossen. Teilweise Restaurierungsarbeiten werden bis heute unter demselben Projektnamen durchgeführt.
Şanlıurfa ist eine Stadt mit einigen der ältesten Siedlungen Anatoliens. Mit einer 12.000-jährigen Geschichte wurde das Gebiet um Urfa von verschiedenen Staaten und Reichen beherrscht, darunter die Ebla, Akkad, Sumer, Babylon, Hethiter, Aramäer, Assyrer, Perser, Makedonen, Osroener, Römer, Byzantiner, Umayyaden, Abbasiden, Akkoyunlu und Osmanen.
Auch die Region des Balıklıgöl-Plateaus blickt auf eine 12.000-jährige Geschichte zurück. Das älteste historische Artefakt des Plateaus ist die Statue des Mannes von Urfa, die bei Ausgrabungen in der Umgebung von Balıklıgöl entdeckt wurde. Die Statue wird auf 9000–10000 v. Chr. datiert.
Die ältesten Bauwerke auf dem Plateau stammen aus der Zeit des Osroener-Reiches, das die Region zwischen 132 v. Chr. und 242 n. Chr. regierte. Zu diesen Bauwerken zählen Tempel, Paläste und andere bedeutende Gebäude. Nach dem Osroene-Reich blieb die Region lange Zeit unter römischer und byzantinischer Herrschaft. Während dieser rund 600-jährigen Periode wurden bedeutende Wasserbauwerke errichtet.
Während der römischen und byzantinischen Herrschaft erlebte Şanlıurfa schwere Überschwemmungen. Die Flussbetten, die diese Überschwemmungen verursachten, speisen noch heute den Balıklıgöl-See. Sie bestehen aus eozänem Kalkstein. Im Laufe der Zeit wurden die Gebiete um diese Quellen von antiken Staaten als Opfergaben für heidnische Religionen in Teiche umgewandelt.
Im 6. Jahrhundert n. Chr. vereinigte sich das Wasser starker Regenfälle mit den Flüssen der Region und floss in das Balıklıgöl-Becken. Eine schwere Überschwemmung im Jahr 525 n. Chr. ließ das Balıklıgöl-Becken über die Ufer treten, zerstörte Paläste und andere Bauwerke auf dem Plateau und forderte Tausende von Todesopfern. Im Jahr 527 entsandte Justinian I., der den Thron des Byzantinischen Reiches bestieg, Ingenieure nach Urfa (damals Edessa). Diese errichteten Hochwasserschutzanlagen, die noch heute bestehen. Durch die Umleitung des aus den Flüssen aufgefangenen Wassers wurde das Balıklıgöl-Plateau vor schweren Überschwemmungen bewahrt. Die Einwohner nannten die Stadt Justinianopolis, um Justinians Hilfe zu danken.
Bis in die 1970er-Jahre badeten die Menschen in den Teichen und veranstalteten Schwimmwettbewerbe. Nach den 1970er-Jahren wurden die Teiche zu heiligen Stätten erklärt, und das Baden und der Verzehr der darin enthaltenen Fische wurden verboten. Ein Foto aus den 1950er-Jahren, aufgenommen vom Fenerbahçe-Fußballspieler Lefter während seines Besuchs in Urfa, zeigt Menschen beim Baden in den Teichen.
Quelle: https://tr.wikipedia.org/wiki/Balıklıgöl
Halil-Ür-Rahman-Madrasa – Şanlıurfa
Die Halil-Ür-Rahman-Madrasa liegt am Westufer des Halil-Ür-Rahman-Sees (Balıklıgöl). Sie wurde 1775 erbaut und laut Quellen 1871 unter Sultan Abdulaziz in der osmanischen Zeit von Derviş Ali Pascha restauriert. Die L-förmige Madrasa ist aus regelmäßig behauenen Steinen errichtet. Man vermutet, dass sich die Hauptquelle des Balıklıgöl-Sees unterhalb der Madrasa befindet.
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Quelle: https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/sanliurfa/gezilecekyer/halil-ur-rahman-medresesi
Şazeli Ali Dede war ein Scheich des Şazeli-Zweigs des Qadiri-Ordens und lebte im 17. Jahrhundert in Urfa. Er reiste von Afrika nach Istanbul und ließ sich in Erenköy nieder. Später kam er nach Urfa und ließ sich in der Nähe von Halil ür-Rahman nieder, wo er eine Tekke (Sufi-Loge) eröffnete. Während seines Feldzugs gegen Bagdad im Jahr 1639 besuchte Sultan Murad IV. Şazeli Ali Dede. Laut einem Dekret des Sultans war er ein Nachkomme von Şazeli Hasan Dede, dem Gründer des Şazeli-Ordens, der in Afrika gelebt hatte. Auf Ali Dedes Bitte hin übertrug ihm Sultan Murad IV. das Dorf Karaköprü.
Quelle: https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/sanliurfa/gezilecekyer/sazeli-ali-dede-turbesi
Südlich des Halil-ür-Rahman-Sees, vor der Burg von Urfa, liegt dieser See mit einer Fläche von 150 Quadratmetern. Die Fische in diesem See werden nicht gegessen, da der Ort als heilig gilt.
Der Legende nach bekannte sich Nimrods Tochter Zeliha zu Abrahams Religion, als dieser ins Feuer geworfen werden sollte. Daraufhin warf ihr Vater sie ins Feuer, wo Zeliha in den Flammen umkam. Später entstand an der Stelle, wo Zeliha stürzte, ein See, der den Namen Aynzeliha (Zeliha-See oder -Quelle) erhielt.
Einer anderen Legende zufolge entstand der See aus Zelihas Tränen, daher der Name „Aynzeliha“, was auf Arabisch „Tränen“ bedeutet. Im Volksglauben gelten der See und seine Fische als heilig. Wer die Fische berührt, soll sterben oder Unglück erleiden. Teegärten umgeben den See und laden zum Verweilen, Entspannen und Genießen der historischen Atmosphäre ein. Der See, der besonders in den Frühlings- und Sommermonaten viele Besucher anzieht, verfügt über zwei Boote. Gäste können auf Wunsch eine kurze Bootstour unternehmen.
Quelle: https://www.sanliurfa.bel.tr/icerik/225/30/aynzeliha-golu
Hz. Ibrahim wurde in der Höhle südlich des Innenhofs der Mevlid-i-Halil-Moschee geboren. Der Legende nach hatte der damalige Herrscher Nemrut einen Traum. Er erzählt seinen Astrologen, was er am Morgen gesehen hat. Wenn die Astrologen sagen, dass ein Kind, das in diesem Jahr geboren wird, Ihre Herrschaft beenden wird. In dieser Höhle, die Dame des Palastes Azer, heimlich Hz. Er bringt Abraham zur Welt. Hz. Ibrahim lebte bis zu seinem siebten Lebensjahr in dieser Höhle. Hz. Es wird angenommen, dass das Wasser in der Höhle, in der Abraham geboren wurde, heilt und viele Krankheiten heilt.
Die Moschee Dergah Cami / Mevlid-i Halil Camii befindet sich auf dem Dergah-Plateau in der Nähe von Balikligol. Mawlid bedeutet "alles Gute zum Geburtstag .. Hz. Die Moschee wurde Mevlid-i Halil-Moschee genannt, weil angenommen wird, dass er in der Höhle in der Nähe des Propheten Abraham geboren wurde.
Den verfügbaren Quellen zufolge durchlief die Struktur fünf Hauptphasen. Zunächst wurde in der Seleukidenzeit ein heidnischer Tempel in der Gegend errichtet. Die Existenz einer Synagoge in der gleichen Gegend während der Zeit des Judentums wird erwähnt. In der Frühzeit des Christentums, im Jahre 150 n. Chr., Wurde in der gleichen Gegend eine K irche errichtet, die Christenkirche genannt wurde.
Die Mawlid-i-Khalil-Höhle liegt südlich der Stadt und westlich der Burg von Urfa. Sie wird als „Schrein Abrahams (Dergah)“ verehrt, wo der Prophet Abraham geboren wurde und bis zu seinem siebten Lebensjahr lebte.
König Nimrod von Babylon träumte eines Nachts, sein Thron sei zerstört und seine Herrschaft beendet. Die Wahrsager deuteten diesen Traum als Zeichen für die Geburt eines Kindes, das seine Religion und seinen Thron zerstören würde. Daraufhin befahl Nimrod, alle in diesem Jahr geborenen Kinder zu töten. Nuna, die schwangere Mutter Abrahams, suchte heimlich Zuflucht in dieser Höhle und gebar Abraham.
Die Mawlid-i-Khalil-Moschee, die sich neben der Geburtshöhle Abrahams befindet, wurde 1523 während der osmanischen Herrschaft erbaut.
Quelle: https://www.kaliruturizm.com.tr/rehber/mevlid-i-halil-magarasi/76/
Der Basar Dergah Çarşısı befindet sich unmittelbar vor der Höhle Hadrat İbrahim A.S. Makamı.
Der Eingang zur Höhle, in der Abraham angeblich geboren / aufgewachsen war - ein biblischer Charakter - befindet sich im Innenhof der Moschee. Für Frauen und Männer sind die Eingänge getrennt, innen müssen Schuhe wie in einer Moschee ausgezogen werden.
Wie in einer Moschee gibt es einen Ort zum Waschen und Beten. Die Höhle selbst ist flach und klein. Sein historischer Teil ist durch die Gegenwart vom Glas getrennt. Man kann nur die Wände der Höhle und etwas Ähnliches betrachten, das den Fundamenten von Gebäuden ähnelt.
Die Urfa Hagia Sophia wurde in dieser Gegend in byzantinischer Zeit erbaut. Endlich; Muhammad Salih Pascha baute 1523 in der osmanischen Zeit eine Moschee in der gleichen Gegend. Die Moschee, die einen rechteckigen Grundriss hat, wurde in eine Moschee an der Wand zwischen der Höhle und einem kleinen Minarett umgewandelt. Zwei weitere Minarette wurden an der südöstlichen und nordwestlichen Ecke der Moschee hinzugefügt. Nach den Inschriften; Es wurde von Muhammad Mes'ud (1816) und Mahmuts Sohn Mahmut (1852) repariert; Die Räume wurden von Ahmet Bican Pasha aus Urfa (1855) und Dervis Musa (1887) in den Innenhof der Moschee eingebaut.
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Optional:
Deyr Yakup (Yakup-Kloster), 10 km vom Zentrum entfernt. weg, im süden der berge. Es wird angenommen, dass König Nemrut, der vom Propheten Muhammad bekämpft wurde, vom Volk als Sichtfeld genutzt wurde. Für die Struktur in dieser Region werden die Wörter "Throne of Nemrut" oder "Goblin Mill" unter den Menschen verwendet. Im Nordwesten des Klosters liegt ein Grab. In diesem Grabdenkmal befinden sich zwei Inschriftenreihen unter dem nach Osten gerichteten Fenster.
Die erste Zeile dieser Inschrift ist in Griechisch (Altgriechisch) und die zweite Zeile in Pamyra Syriac geschrieben. Beide Inschriften haben den folgenden Satz: "Şardu Bar Ma'nu Frau Amaşşemeş)" Aus den Inschriften geht hervor, dass dieses Bauwerk für diese Person gebaut wurde. Die Inschrift, wahrscheinlich II. Jahrhundert oder das Ende des III. Jahrhundert gehört zum Anfang. Es wird geschätzt, dass das Kloster an diesen Daten errichtet wurde.
Die Siedlung liegt auf Felsgestein in der Gebirgsregion des Fatik-Gebirges. Dieses wasserarme Gebiet ist reich an Kalksteinen, die durch Erosion entstanden sind. Der erhaltene Teil der Siedlung umfasst eine Fläche von etwa 5000 m². Die städtische Mülldeponie von Şanlıurfa befindet sich an ihrem nördlichen Rand. Die Harran-Ebene, die bedeutendste Ebene der Region, liegt etwa 1 km östlich der Siedlung. Zahlreiche Feuersteinoberflächen finden sich an den südöstlichen Rändern von Hamzan Tepe. Basaltblöcke liegen etwa 400 m westlich der Siedlung.
Aufgrund der bei Oberflächenuntersuchungen gewonnenen Feuersteinfunde wird angenommen, dass Hamzan Tepe im Altpaläolithikum als temporäre Freiluftsiedlung und im präkeramischen Neolithikum als kleine Siedlung genutzt wurde.
Die Nutzung dieses Gebiets in beiden Perioden ist vermutlich auf seine Nähe zur Harran-Ebene und den angrenzenden Feuersteinhügeln zurückzuführen, die sich über eine Fläche von etwa 300 m² erstrecken. Feuersteinfunde sind in der gesamten Gegend reichlich vorhanden, mit etwa 250 Stücken pro Quadratmeter. Somit bot Hamzan Tepe ideale Bedingungen, um den Bedarf an Feuerstein und Basalt zu decken.
Quelle: https://kulturenvanteri.com/yer/hamzan-tepe/#14/37.08278/38.8015
Gürcütepe ist eine bedeutende neolithische Ausgrabungsstätte, die etwa 4 km südöstlich von Şanlıurfa am Ufer des Flusses Sırrın in der Harran-Ebene im Südosten der Türkei liegt. Die Stätte wurde zwischen 1995 und 1999 im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Deutschen Archäologischen Institut Istanbul und dem Archäologischen Museum Şanlıurfa unter der Leitung von Klaus Schmidt entdeckt und ist Teil des Projekts Taş Tepeler (türkisch für „Steinhügel“), das eine Reihe von Siedlungen aus der Zeit vor der Keramikherstellung umfasst. Die Stätte von Gürcütepe ist im Wesentlichen eine jüngere ländliche Siedlung als Göbekli Tepe. Sie weist keine monumentale Architektur auf, sondern besteht aus Stampflehmbauten und Gemeinschaftseinrichtungen. Sie liefert wichtige Belege für den Übergang von einer Jäger- und Sammlerwirtschaft zu sesshafteren Formen der Viehzucht, des Ackerbaus und der häuslichen Sozialstruktur. Sie ergänzt die spektakuläre Stätte Göbekli Tepe und konzentriert sich auf die häuslichen, sozialen und wirtschaftlichen Dynamiken dieser entscheidenden Periode der Menschheitsgeschichte.
Er besteht aus vier sehr flachen Tells (Gürcütepe I bis IV) entlang eines Baches, der von Şanlıurfa aus in die Harran-Ebene fließt. Alle vier Hügel sind heute überbaut und nicht mehr zu erkennen. Ende der 1990er Jahre wurden von einem deutschen Archäologenteam unter Leitung von Klaus Schmidt auf allen vier Hügeln Sondagen und auf dem von Osten aus gesehen zweiten Hügel auch flächige Ausgrabungen vorgenommen. Alle vier Hügel waren während des Präkeramischen Neolithikums B, nur der östlichste Hügel auch im Präkeramischen Neolithikum B besiedelt. Es wurden Stampflehmgebäude mit Raumunterteilung neben größeren Gemeinschaftsbauten gefunden.
Leider sind die meisten Hügel heute von modernen Gebäuden überbaut, sodass die Ausgrabungen derzeit nur im landwirtschaftlichen Bereich von Gürcütepe III stattfinden.
Die Stätte erstreckt sich über eine Fläche von ca. 1.200 × 800 m und umfasst acht Siedlungen: vier Hügel (Tells) und vier ebene Flächen. Erste Untersuchungen konzentrierten sich auf Tell I und II und legten deren Stratigraphie (bis zu 6 m Tiefe) sowie Keramikfragmente frei. Seit 2021 wurden die Ausgrabungen im westlichen Teil von Gürcütepe III intensiviert. Dabei wurden zwei Hauptschichten mit steingefundenen Gebäuden, rechteckigen Häusern, Feuerstellen, Kochgruben und Handwerksbereichen freigelegt. In der ersten Schicht wurden die Steinfundamente mehrerer Gebäude mit großen Räumen gefunden; außerdem wurden offene Flächen mit Feuerstellen, Abfallgruben und Öfen entdeckt. In dieser Schicht wurden außerdem Haushalts- und Handwerksgegenstände gefunden, darunter Kalksteinfiguren (darunter Phalli und Frauenfiguren), Gewichte, Armbänder, Perlen, Schaufeln, Äxte, Mörser, Stößel und Steinwerkzeuge.
In der zweiten Schicht wurden mehrere Steinbauten mit Stampflehmwänden, mehreren Räumen und Feuerstellen entdeckt; auch hier fand man Kalkstein- und Terrakottafiguren, Steingefäße und Perlen.
Ausgrabungen haben gezeigt, dass alle vier Tells zwischen der präkeramischen B- und der präkeramischen C-Periode (ca. 8200–6300 v. Chr.) bewohnt waren. Die Hügel von Gürcütepe wurden gegen Ende der präpolytheischen Phase des Neolithikums B (7500 v. Chr.) besiedelt. Zusammen mit Küçük Hedbe in der Harran-Ebene gelten diese Hügel als die ersten neolithischen Siedlungen, in denen Ackerbau betrieben wurde. Ausgrabungen haben gezeigt, dass in diesen Siedlungen auch Tiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen gehalten wurden.
Quelle: https://it.wikipedia.org/wiki/Gürcütepe
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Fortsetzung im Teil 4: Reisebericht Göbekli Tepe (Şanlıurfa, Zaxo)
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Reisebericht Nordzypern 2014 / Reisebericht Lykien 2020 / Reisebericht Karien/Ionien 2023