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Reisebericht über eine zweiwöchige private Urlaubsreise durch Armenien - Herbst 2018

Kurz-Übersicht der Rundreise Armenien im  Reisebericht Armenien

Rundreise Teil 1: Reisebericht Chor Virap (Chor Virap, Norawank)
Rundreise Teil 2: Reisebericht Chndsoresk (Goris, Chndsoresk)
Rundreise Teil 3: Reisebericht Tatew (Goris, Tatew)
Rundreise Teil 4: Reisebericht Sewanawank (Selim, Noraduz, Sewanawank, Dilidschan)
Rundreise Teil 5: Reisebericht Dilidschan (Dilidschan, Gosh)
Rundreise Teil 6: Reisebericht Kloster Sanahin und Haghpat (Dilidschan, Haghpat / Sanahin Kloster)
Rundreise Teil 7: Reisebericht Gyumri (Spitak, Gyumri, Harich)
Rundreise Teil 8: Reisebericht Amberd (Hrasdan, Bjni, Saghmosavank, Ohanavan, Amberd)
Rundreise Teil 9: Reisebericht Etschmiadsin (Jerewan, Etschmiadsin, Swartnoz)
Rundreise Teil 10: Reisebericht Geghard (Jerewan, Garni, Geghard)
Rundreise Teil 11: Reisebericht Jerewan (Jerewan, Matenadaran Museum, historische Museum)
Rundreise Teil 12: Reisebericht Eriwan (Eriwan, ...)

weitere Sehenswürdigkeiten Armeniens

Koordinatenliste zur Rundreise


Teil 2: Goris Chndsoresk

3. Tag - Montag, 01. Oktober 2018

Pferde stoppen die Fahrt auf der Staatsstraße H42
Fahrt von Dschermuk nach Goris und Chndsoresk (ca. .. km - Route)

Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, packten wir unsere Sachen und reinigten grob die Wohnung. Pünktlich zur vereinbarten Zeit erschien der Beauftragte des Vermieters, den wir die Wohnung wieder zurück gaben. Wir bedankten uns für die Gastfreunschaft und begannen die Fahrt mit dem nachzuholenden Tagesziel von gestern - dem Kloster Gndevank. Wenn es zeitlich machbar ist, sollte es man am Vortag lassen - den Wasserfall kann man auch dafür heute mit einbinden, denn den sollte manschon bei Licht genießen dürfen.

Noch in Jermuk ließen freilaufende Pferde unsere Fahrt verlangsamen. Kühe und Schafe sind langsam - wie Pferde reagieren, wollten wir nicht erst testen und passierten sie in vorsichtiger und aufmerksamer Vorbeifahrt.

Vorotan Pass als Grenze der Regionen Wajoz Dsor mit Sjunik

So folgten wir anschließend die Europastraße E117 in Richtung Goris, denn das optionale Ziel Ughtasar Petroglyphen stand nicht auf unserem Besuchsprogramm. Den hätten wir mit eingebunden, wenn uns ein Reisetag mehr zur Verfügung gestanden hätte, den wir durchaus für weitere Ziele in der Region Sjunik (wie Halidzor Fortress und das Vahanavank Monastery / Վահանավանք in Kapan sowie die Ruinen der Festung Baghaberd Բաղաբերդ / David Bek's Castle) hätten gebrauchen können.

Mit der Fahrt verließen wir unübersehbar die Region Wajoz Dsor am Vorotan Pass mit einer Höhe von 2344 m über Normalnull und kamen in die Region Sjunik.

Vorotan Pass

Vorotan Pass / Vorotani Lerrnants / Որոտանի լեռնանցք

Spandarian Reservoir

Spandarian Reservoir

Der Spandaryan-Stausee (Spandarian Reservoir Սպանդարյանի ջրամբար) wurde um 1980 im Arpa-Flussbecken erbaut und soll durch einen 9 Meilen langen Tunnel mit ihm verbunden sein. Halten Sie einfach das Auto hier an, um tolle Fotos zu machen. Es ist auch sinnvoll, näher am See zu sein, die Natur zu genießen und hier sogar ein kleines Picknick zu machen

Kuhherde auf der E117

 

 

Der Vierte Stopp erfolgte auf der E117, als eine Kuhherde gemächlich die Europastraße querte.

Schafherde auf der E117

 

 

 

Nur zwei Minuten später wurde eine Schafherde auf der Straße entlang getrieben. Sie bevorzugten aber nicht den Straßenrand, sondern nutzten die komplette Fahrbahn. Häufig blieb uns nur der unbefestigte Randstreifen, um den Willen der Tiere nicht zu widersprechen.

schönes Haus an der E117

 

 

 

 

Dass es in Armenine auch mit dem privaten Bürger aufwärts geht, zeigt das recht gemütliche Haus, was wir unterwegs vor die Linse bekamen.

Sjunik-Landschaft an der E117

 

 

 

 

 

 

 

 

Ughtasar Petroglyphs Route

 

 

 

 

Ughtasar Petroglyphen (optional)

Bevor man am Abzweig von der E117 nach rechts zum Gräberfeld Karahunj fährt, kann man auch einen Abstecher zum knapp 20 km entfernten See und Berg Ughtasar machen. In der Syunik-Bergkette können die Petroglyphen nur durch einen Aufstieg in einer sowjetischen geländegängigen UAZ erreicht werden - also leider nichts für unseren Mietwagen. Die Ughtasar Petroglyphs Route ist kein befestigter Weg, sondern eine Spur durch Wiesen und Anstiege, denen man folgen kann.

Ughtasar Petroglyphen

Der Berg Mount Ughtasar ist ein Hochgebirgspass in einer Höhe von 3.296m über dem Meeresspiegel. Der Ort ist nur mit Allradantrieb bei gutem Wetter zu erreichen (die beste Zeit zum Besuch ist zwischen Mitte Juli und Ende August). Der Weg zum Gipfel ist extrem. Es ist Kies und zugänglich nur von Mitte Juli bis Ende August wegen Schnee und es kann bitterkalt auf der hohen Seite auch im Sommer sein. Die Strecke ist 17 km lang und klettert 1.400 m von der nächsten Siedlung und benötigt 4x4. Es dauert etwa 90 Minuten, um von Sisian auf den Bergsee zu fahren, obwohl die letzten 500m nur zu Fuß erreicht werden können, da das Fahrzeug den steilen Aufstieg nicht schafft.

Ughtasar Petroglyphen ( armenisch : Ուղտասարի ժայռապատկերներ ) sind Petroglyphen, die auf den Ughtasar Berg gefunden worden sind. Es gibt Dutzende von Felszeichnungen, bekannt als "Itsagir", gefunden im Gebiet von Armenien. Reproduktionen der Petroglyphen oder Felsgravuren von Ughtasar finden sich überall in Jerewan; Sie sind auf Silberschmuck beschriftet, auf Kaffeetassen gemalt, in handgemachte Töpferei zurückverfolgt, und sie schmücken die Wände von Cafes. Doch das Erreichen der eigentlichen Petroglyphen von Ughtasar ("Mist" bedeutet Kamel und "sar" bedeutet Berg, wegen der Ähnlichkeit seiner Gipfel zu den Buckeln eines Kamels) kann eine Herausforderung sein, wie bei den meisten von Armeniens bemerkenswerten Aufstellungsorten.

Über 2.000 dekorierte Felsbrocken reichen bis zum Fuß des Berges. Die Petroglyphen, von denen man glaubte, dass sie sich bis zur Paläolithischen Ära (12.000 v.Chr.) Befassen, sind auf dunkelbraun-vulkanische Steine ​​geschnitzt, die von einem erloschenen Vulkan zurückgelassen wurden. Obwohl die Anlage im frühen 20. Jahrhundert entdeckt wurde, wurde sie erst in den 1920er Jahren und erst Ende der 1960er Jahre studiert; Es ist heute noch nicht ganz verstanden.

Die Schnitzereien auf den Felsenfragmenten zeigen Jagdszenen, eine breite Palette von Tieren, Spiralen, Kreisen und geometrischen Formen und sogar Tierkreiszeichen. Die Forschung deutet darauf hin, dass das Gebiet als vorübergehende Wohnung für nomadische Viehzuchtstämme diente und Studien über die Felszeichnungen bedeuten, dass sie für Hunderte von Jahren in Gebrauch waren, mit Völkern der späteren Ära, die ihre Auftauchungen zu den Steinen addierten. Nach der Erforschung von Hamlet Martirosyan repräsentieren die Piktogramme von Ughtasar ein Schriftsystem namens "Ziegenschreiben".

Zorakarer Զորաց Քարեր „Steinarmee“ Քարահունջ, Karahundsch, Karahunj

Viele Gelehrte glauben, dass dies auf die große Anzahl von Ziegen zurückgezogen auf den Steinen, aber nach Martirosyan ist es, weil in der alten armenischen Sprache die Worte "Ziege" und "Schreiben" waren Homonyme. Sie würden diese Homonyme benutzen, um Begriffe durch Bilder auszudrücken, also das abstrakte Konzept des "Schreibens" (das im alten Armenier mit Worten wie "shar" ausgedrückt werden kann - arrangieren, "sarel" - kompilieren, "tsir" - eine Linie) gefunden Seine Reflexion in der Darstellung einer Ziege ("Zar"), weil die Worte für "Schreiben" und "Ziege" das gleiche klang. Ziegen sind ein vorherrschendes Thema auf den Steinen, möglicherweise weil das Wort "graben" im alten Armenier Ziegen bedeutete und nahe genug war, um das Wort für Götter zu haben. Durch die Kombination von abstrakten Zeichen mit den Bildern von Tieren und Menschen in horizontalen oder vertikalen Reihen konnten prähistorische Graveure bestimmte Botschaften vermitteln.

So bogen wir von der Europastraße E117 nicht nach links, sondern nach rechts ab, um das Gräberfeld Karahunj zu besichtigen. Bereits von Weiten sieht man links der Straße die übergroßen senkrecht aufgestellten Steine.

Nach etwa einen Kilometer bogen wir nach rechts ab, wo nach 200 m ein ausgeschideter Parkplatz war - das Gräberfeld aber noch weitere 260 m entfernt war. also folgten wir den Feldweg weiter und parkten vor einen Souvenirladen. Wir waren die einzigen Besucher vor Ort.

Stonehenge, Zorakarer Զորաց Քարեր „Steinarmee“ Քարահունջ, Karahundsch, Karahunj

Gräberfeld Karahunj / Karahundj bei Sissian /
Zorakarer / Zorats Karer, Steinarmee

Das bronzezeitliches Gräberfeld Stelenfeld mit antiker Siedlung Zorakhar / Zorakarer / Zorats Karer (Զորաց Քարեր) - auch „Steinarmee“ oder "Steinkreis" ("Stein-Sammlung", Քարահունջ, Karahundsch, Karahunj, Karahunge), "Gräberfelds von Zorar Karer" oder "Observatoriums von Karahunj" genannt. Das Stonehenge ist somit die älteste Sternwarte in der Welt und zählt zu den Must-See-Orten in Armenien.

Das Megalith-Denkmal ist ein Komplex von Hunderten von vertikalen stehenden Steinen, die auf einer Fläche von mehr als drei Hektar liegen. Es liegt über dem Meeresspiegel von 1770 m.

Zorakarer Զորաց Քարեր „Steinarmee“ Քարահունջ, Karahundsch, Karahunj

Zoroastrische Steine ​​sind einer der wenigen Orte auf der Welt, die aus der Mitte des 3. Jahrhunderts stammen, als sie als Stadt der "Toten Stadt" der Stadt Nercopolis benutzt wurde. Bis heute sind Häuser mit rohem Kieselquarz, Stammesgräbern und anderen Kultstätten erhalten geblieben. Quadratische riesige Quadrate in der Mitte. Die Steine ​​sind Basalt. Einige von ihnen haben Trichterlöcher, die mit Absicht hergestellt werden. Einige der Denkmäler sind bis zu 2,5 Meter hoch. In den wissenschaftlichen Kreisen konzentriert sich der Pluralismus auf diese Struktur auf zwei Hauptpunkte:

Erstens sind die Steine ​​Affen, religiöse Denkmäler, die der Erinnerung an die Ahnen gewidmet sind, die zentrale ovale Struktur, der Kromlech und die Löcher in den Steinen haben eine technische Bedeutung.

Zweitens sind die Zorats-Steine ​​ein uraltes Observatorium, um die Bewegungen der Himmelskörper zu beobachten, die Zeit zu messen und die Löcher in den Steinen zu öffnen, um den Bewegungen der Himmelslichter aus verschiedenen Höhen und Punkten zu folgen.

Stonehenge, Zorakarer Զորաց Քարեր „Steinarmee“ Քարահունջ, Karahundsch, Karahunj

 

 

Es glauben einige Gelehrte, dass es das Sun-Anbetungszentrum und Observatorium war. Basierend auf den Erkenntnissen der Archäologie glauben Wissenschaftler, dass die Zorats Stones von M. gebaut wurden. c. a. 3-2 Tausend. An der Grenze von der frühen Bronze zur mittleren Bronze während der Übergangszeit und bestand als solche. c. a. 1. c. die Hälfte von ihnen. Einige Astronomen glauben aufgrund astronomischer Berechnungen, dass das Denkmal 6000 oder 8000 Jahre alt ist.

Es sollte nicht ausgeschlossen werden, dass Menschen mit den Beobachtungen der Löcher in Zorats Steinen ihren Kalender in der Zeit der Jahreszeiten, Monate und Tage erstellt haben, sowie die Sonnen- und Mondfinsternisse vorhersagen. Der große Wissenschaftler Nikoghayos Adonts, der über diese Art von Struktur sprach, schrieb: "Der Zweck dieser Strukturen ist unbekannt. Es scheint, dass einige von ihnen Festungen waren, andere wahrscheinlich die Heiligtümer. Die oben genannten Strukturen sind mysteriös, die Wände, die von der Außenmauer ausgehen und bis ins Tal reichen. " Zorats Stones Siedlung ist sehr klein.

unbekannter Turm

 

Hier wurden Steinblöcke, Brocken und Dolmen, also prähistorische Menhire (einen länglichen unbearbeiteten Einzelstein, der aufrecht gestellt wurde) kreisförmig angeordnet. Über deren Bedeutung und Zeitabschnitt der Aufstellung sind sich die Wissenschaftler und Historiker uneinig.

Historiker glauben, dass Karahunj als prähistorische Begräbnisstätte diente, da es üblich war, dass die Toten in den Kisten begraben und in der Bronzezeit mit Steinplatten bedeckt waren. Der Ring der Megalithen hat einen Durchmesser von bis zu 45m, mit Felsen so groß wie 2,8m mit einem Gewicht von bis zu 10 Tonnen. Etwa ein Drittel der 223 Steine auf der Baustelle haben kleine, kreisförmige Löcher, die durch den Fels schneiden, den manche Wissenschaftler für eine astronomische Beobachtung scheinen lassen, die wahrscheinlich Karahunj zum ältesten Observatorium der Welt machen würde.

So fuhren wir nach Sissian. Unmittelbar vor Orteingang sahen wir einen Turm (39.528007, 46.021512 / Google: G2HC+6J Sissian, Armenien), den wir auch nachträglich nicht zuordnen konnten. Falls jemand etwas dazu sagen kann, würde ich es gern hier einarbeiten.

Shaki Waterfall, Sissian

 

Shaki Waterfall (optional)

Der Shaki Wasserfall Շաքիի ջրվեժ liegt 6 km von der Stadt Sisian entfernt Die letzten 350 m zum Wasserfall sind über einen langen steilen und steinigen Pfad nur zu Fuß erreichbar. Wir ließen diese Sehenswürdigkeit aus, ist aber durchaus sehenswert.

Auf der linken Seite der Vorotan-Schlucht haben sich die Basalt-Lavaströme zu einer 18 Meter hohen Felskante verfestigt, aus der der Wasserfall herabstürzt. Der zweitgrößte Wasserfall in Armenien. Etwa 250 m vor den Wasserfall wurde der Fluss Shaki gestaut und ein Wasserkraftwerk gebaut. So ist der Wasserfall nur von 11 bis 17 Uhr aktiv. Die restliche Zeit wird Wasser zu den Turbinen geleitet.

Shakis Wasserfall gilt zu Recht als eines der "sieben Wunder" der syunischen Natur. Die Legende sagt, wenn die Fackel sich gegen Syunik wendet, wird sie von der Schönheit der Mädchen des Hochlands gefangen genommen und befiehlt ihren Soldaten, den Harem zu schmücken und die schönsten von ihnen zu finden. Sie gehen von Dorf zu Dorf, von Haus zu Haus. Schließlich finden sie sie Shak genannt und sagt Temur Befehl. Auf das Angebot hörend schüttelt Shakes Herz einen Stein, die Welt scheint auf den Kopf zu fallen.

Surb Hovhannes Monastery / Sisavank Saint John Church / Սուրբ Հովհաննես եկեղեցի

Und während die Soldaten auf die Antwort warteten, ging das Mädchen zum Baum und rannte zur Vorotan-Schlucht. Die Soldaten verfolgen ihn. Die Klippe war unten. Sie sollten entweder einen Haufen haben oder in die Schlucht gehen. Bevorzugt den zweiten. Und seitdem trägt es den Namen des schönen Mädchens in dem Wasserfall 18 Meter hoch Krachen in die Canyon Schlucht.

So besichtigten wir nach der Steinarmee die Sisavank Saint John Church, wo gleich daneben sich das Monument for the Armenian genocide victims befindet.

Sisavank Saint John Church

Man kann dann gleich weiter in den Ort Sissian Սիսիան (Sangesur, Sisian, Sisavan, Sisawan; Qarakilsə) fahren und das Surb Hovhannes Monastery / Sisavank Saint John Church / Սուրբ Հովհաննես եկեղեցի besichtigen. Die Kirche St. John (Surb Hovhannes) - einst Sankt Gregor der Erleuchter (Surb Grigor Lusavorich) wurde im Jahre 691 nach Christus errichtet. Die basaltashen Struktur saß auf dem Hügel im nördlichen Teil von Sisian. Die Kirche wurde von Syunyats Koghazard dem Prinzen gebaut, und Syunik war eines der prominentesten Zentren der Spiritualität. Neben den in der Kirche erhaltenen Pergamenten ist Edvard-Der Ghazaryan, ein in Sisis geborener Künstler, in der Welt bekannt.

Denkmal für die armenischen Völkermordopfer

Denkmal für die armenischen Völkermordopfer

Auf dem Rückweg von der Kirche gingen wir über das Areals des Denkmals Monument for the Armenian genocide victims und setzten unsere Fahrt ins 8 km entfernte Aghitu fort.

Portakar - der Wunderstein gegen Unfruchtbarkeit

Immer wieder las ich Informationen über diesen Wunerstein - konnte jedoch keine Quelle finden, wo er sich tatsächlich befindet. Er soll sich auf der linken Seite der Sisian-Goris Autobahn am Fuße von Ishkhanasar befinden - andere Quellen schreiben 12 km südöstlich von Sissian - da war aber nichts zu finden..

Portakar - der Wunderstein gegen Unfruchtbarkeit

 

 

 

 

 

Es ist ein riesiger Quarz im Boden vergraben, der in der Mitte eine konische Höhe hat. Der Tradition zufolge kamen barbarische Frauen hierher und machten einige Rituale, und dann berührten sie den Stein und streichelten sie. Hier wurden Frauen psychologisch geheilt, indem sie zum Bund kamen. Laut Sero Khanzadyan "Portakar" Geschichte wurden auch andere Behandlungen durchgeführt.

Straße von Sissian nach Aghitu

 

 

 

Am Fuße des Mount Mets Ishkhanasar befindet sich der Basaltfelsen, der allgemein als Portakar (Phallus) bekannt ist. In seiner Mitte hat der Boulder eine konische Konvexität. In der Vergangenheit fanden hier sehr interessante Zeremonien statt, und bis heute sind einige Legenden erhalten geblieben. Nach einer Meinung war dies ein Pilgerziel für unfruchtbare Frauen. Diese Frauen würden dorthin gehen, Zeremonien abhalten und sich mit dem Bauch nach unten auf die konische Konvexität legen und für einige Zeit auf dem Felsbrocken umdrehen. Nachdem alle Zeremonien abgeschlossen waren, wurden sie sowohl psychisch als auch physisch geheilt.

Dank fortschrittlicher Wissenschaft und Technologie werden diese Krankheiten heute mit anderen Mitteln geheilt; jedoch gibt es Frauen und Mädchen, die den Traditionen ihrer Vorfahren treu bleiben und die Portakar (Phallus) Zeremonien durchführen, wobei sie den Glauben bewahren, dass sie heilen und ihre eigenen Wunder haben.

Straße von Sissian nach Aghitu

 

An dieser Stelle parkte ich kurz, um zum Aghitu Memorial zu gehen, als ein Lada neben mir stand und erklärte, dass er hier wenden möchte. Es war ein gestandener Mann und ich fragte mich schon, ob das ernst gemeint war. Natürlich folgte ich seiner Bitte - hätte aber hinter mir oder selbst gut vor mir vorbei fahren können, wie im Foto unmissverständlich zu sehen ist.

Aghitu Memorial

 

 

 

 

 

Aghitu Memorial

Etwas vor Sissian im Ort Aghitu befindet sich das Aghitu Memorial - ein ungewöhnlicher Bau eines Grabes, welches vermutlich zwischen dem sechsten und siebenden Jahrhundert. Zu dieser Zeit war die Chatschkare als bedeutsame christlich-armenische Kultur zur Erinnerung an die Toden entwickelt worden.

Aghitu Memorial

 

 

 

 

Straße von Aghitu nach Worotan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kuh auf der Straße von Aghitu nach Worotan

 

 

 

Manche Kühe müssen unbedingt ihren Kopf durchsetzen. Nach etwa einer halben Minute gab sie auf und ging über die Straße.

Wir fuhren diese Straße weiter. Schon von Weitem war das Kloster Vorotnawankh zu sehen.

Kloster Vorotnawankh /  Vorotnavank Monastery

 

 

 

 

 

 

Das Kloster Vorotnawankh /  Vorotnavank Monastery

Kloster Vorotnawankh /  Vorotnavank Monastery

 

 

Kloster Vorotnavank Monastery aus dem 10. Jahrhundert. Man biegt dabei nach Noravan und Vaghatin ab. ..das Dorf Vaghatin .
https://de.wikipedia.org/wiki/Vorotnavank

Das Kloster liegt 4 Kilometer östlich der Stadt Sisian, am Rande der Schlucht des Vorotan. Die Straße liegt durch malerische Bergschluchten. Wegen der Knappheit der Vegetation und der harten Erscheinung scheint es, dass das Kloster seit vielen Jahren nicht besucht wurde.

Das Kloster Vorotnavank ist mehr als 1000 Jahre alt. Die Razzien und Angriffe, natürlich er erlebte viel - von den Mongol-Tataren bis zu den Türken und anderen Nomaden. Es ist gut, dass die Verteidigungsmauer erhalten geblieben ist.

Vorotan-Tal - Blick vom Kloster Vorotnawankh /  Vorotnavank Monastery

 

 

 

Auf dieser Seite war ein christlicher Schrein, gebaut von Grigory der Illuminator (252 - 326). Der Schrein wurde in Form eines rechteckigen Platzes gebaut, und sein Entwurf wurde mit Gesimsen mit ornamentalen Motiven der Vegetation und der Tiere verziert. Heutzutage ist diese Kirche zerstört, und die gebrochenen Basaltmauern von kleinen runden oder rechteckigen Häusern umgeben das ganze Territorium der Festung.

Im 10. Jahrhundert baute die Frau des Syunik-Königs Smbat-Zarin Shaandukht die gewölbte Kirche St. Stepanos, nicht weit von den Ruinen der Kirche St. Gregory. Sieben Jahre später baute ihr Sohn eine nahe gelegene Hochkirche von St. Karapet.

Daraus wurde der Komplex umfangreicher, bestehend aus zwei Kirchen, Terrassen und Nebengebäuden. Seine hohen Steinmauern verteidigten einmal diesen majestätischen Komplex von ausländischen Invasoren und umfassten Werkstätten, Lagerhallen, Seminar, Friedhof und Almosen.

Kloster Vorotnawankh /  Vorotnavank Monastery

Die Säule im Hof ​​symbolisierte, dass hier Priester geweiht wurden, Könige und Fürsten gekrönt wurden. Obwohl das Vorotnavank-Kloster derzeit in Trümmern ist, kann jeder auf den Straßen der Geschichte spazieren gehen und sich wie ein Mönch oder ein König fühlen.

Das Kloster war ein Bildungszentrum und zugleich ein berühmter Wallfahrtsort mit der wundersamen Kraft der Heilung von Schlangenbissen. In Vorotnavank führte Oganes Vorotnetsi, ein großer armenischer Philosoph des Mittelalters und Gründer des Klosters Tatev, seine Tätigkeiten aus.

Es ist durch seinen Namen, dass dieser Ort benannt ist. 1931 wurde Vorotnavank durch das Erdbeben schwer beschädigt. Und vor kurzem stand das Kloster in einer verfallenen Form und stellte ein lebendiges Beispiel für das Genie der armenischen Architekten dar.

Nicht weit vom Kloster gibt es eine alte Brücke, die fast 200 Jahre alt ist.

Es befindet sich unter den Ruinen der einst mächtigen Festung Vorotnaberd. Die Festung wurde wiederholt von den Seljuks angegriffen, später von Tamerlane, bis David Beck sie verließ.

Kloster Vorotnawankh /  Vorotnavank Monastery

 

Und in der Tat ist es erstaunlich, wie Vorotnavank bis jetzt unversehrt geblieben ist. Es ist bekannt, dass neben dem Kirchenkomplex selbst eine Galerie gebaut wurde, die einst als Familiengruft für die örtliche Fürstenfamilie diente, die noch im Haus untergebracht ist.

Wem sie gehörten, weiß niemand, aber wir wissen eins: Der alte Klosterkomplex von Vorotnavank ist von einer Mauer umgeben, von der aus ein herrlicher Blick auf das Vorotan-Tal eröffnet wird. Es schlägt mit seiner Antike, Architektur und atemberaubenden Aussichten. Also, wenn Sie sich plötzlich auf dem Weg nach Sisian finden, vergessen Sie nicht, diesen einzigartigen Ort zu besuchen.

Text: Lilit Mkrtchyan; Übersetzung aus: http://barev.today/news/vorotavank bzw. http://vstrokax.net/armeniya/voshititelnyiy-monastyir-vorotnavank-i-ego-tselitelnaya-sila/
http://www.tacentral.com/siunik/siunik-draft2.pdf

Mauerreste der Festung von Vorotnaberd / Worotnaberd

Mauerreste der Festung von Vorotnaberd / Worotnaberd

Da es nur Mauerreste der Festung von Vorotnaberd / Worotnaberd zu sehen gab, ersparten wir uns die Mühe, diese zu besteigen und machten nur einige Fotos von der Straße aus.

Sie ist eine der ältesten Festungen und wird vom armenischen Geschichtsschreiber Yeghishe Vardapet (410 - 480) erwähnt. Die Festung wird oft alsDavidfestung bezeichnet, da ihre Truppen auch gegen türkische Eindringlinge kämpfen.

Die Ursprünge der Festungsruine Vorotnaberd / Worotnaberd Որոտանաբերդ reichen möglicherweise bis in vorchristliche Zeit zurück. Die größte Bedeutung für die armenische Geschichte erlangte sie während der im 13. und 14. Jahrhundert unabhängig herrschenden Orbelian-Dynastie und als Stützpunkt des armenischen Militärführers Davit Bek, der 1724 die Festung im Kampf gegen die persischen Safawiden eroberte.

Berd liegt in der Nähe des Dorfes Vorotan, direkt über der Melik-Tangi-Brücke. 

Melik Tangi Bridge

 

Melik-Tangi-Brücke

Die Brücke wurde 1855 am Vorotan-Fluss in der Nähe des alten Vorotan-Dorfes am Syunik Melik Tang erbaut. Nach der Melik Tangi Bridge fuhren wir vielleicht 500 m weiter und drehten um, in der Hoffnung, ein gutes Foto von der Festung zu erhalten - konnten aber noch ein schönes Foto vom Vorotnavank Monastery aus südöstlicher Richtung erhalten. Mittlerweile war es 12:45 Uhr und hatten noch ein umfangreiches Programm vor.

Eine alternative Route führte uns nicht zur E117 zurück bis kurz vor Aghitu Աղիտու, wo eine "Straße" über Noravan Նորավան zur Europastraße führte. Über die längere und deutlich bessere Straße über Sissian wären es 12 Kilometer mehr gewesen - so entschieden wir uns doch über die Holperstecke von 4,3 km.

Kotrats Caravansaray

 

 

 

Nach genau 30 km ab den letzten Ziel verließen wir die E115 und bogen nach rechts Richtung Harzhis Հարժիս ab. Nach weiteren 3km bogen wir in einer Linkskurve nach rechts auf einen Feldweg ab, wo wir nach 750 m unser Ziel, die substantiellen Überreste der Kotrats Karavanseray erreichten.

Kotrats Karavanseray

Die "Kotrats Caravansaray" aus dem Jahr 1319 wurde von Prinz Chesar Orbelian als Raststation auf der Seidenstraße errichtet. um müde Reisende und ihre Tiere aufzunehmen, wenn sie von oder in die bergige Region Vayots Dzor kamen.

Kotrats Caravansaray

 

 

 

Die armenische Inschrift über der Tür ist stark verwittert, über ihr ist jedoch eine persische Inschrift erhalten. In der Nähe gibt es auch Gräber auf einen Friedhofs aus der frühen Eisenzeit. Eine aramäische Inschrift wurde in der Nähe gefunden.

Das Innere ist stark renovierungsbedürftig. Da sie abgeschieden liegt, wird so bald auch eine Renovierung nicht für große Besucherströme sorgen.

Im ersten Moment sieht man nur ein mit Gras zugewachsenes Dach. Erst bei einem Rundgang belommt man das tatsächliche Ausmaß zu sehen.

Wir fuhren wieder zurück auf die E117 fort und erreichten gegen 13:30 Uhr die Stadt Goris.

Goris Entry Monument / Environs of Goris, Bells of Goris

 

 

Goris Entry Monument / Environs of Goris, Bells of Goris

Bereits von Weiten gab uns das Goris Entry Monument zu verstehen, dass wir die Stadt Goris erreicht hatten.

Goris Entry Monument / Environs of Goris, Bells of Goris

 

In unserer Planung lag dies eigentlich am folgenden Tag unter den Namen Environs of Goris, Bells of Goris, welches wir aus anderer Richtung kommend ergebnislos abbrachen, als wir dieses über einen nicht befahrbaren Feldweg 2 km südlich (Friedhofsberg) ansteuern sollten. Wir wußen aber, dass es uns noch mehrfach begegnen sollte und erkannten auch später erst das "Glöckchen" in deren Mitte, was ihn den Namen Bells of Goris gab.

Tierherden auf der E117 / Yerevanyan Hwy bei Goris

 

 

 

 

 

 

Die Einfahrt in Goris erforderte auch diesmal etwas Geduld, da mehrere Herden über den Yerevanyan Hwy getrieben wurden.

Tierherden auf der E117 / Yerevanyan Hwy bei Goris

 

Tuffsteinfelsen an der E117 / Yerevanyan Hwy bei Goris

 

 

 

 

 

In Goris verließen wir die Europastraße E117 und folgten nun den Goris-Berdzor-Stepanakert-Highway M12 in Richtung Chndsoresk. Noch in Goris fuhren wir unmittelbar an unserer gemieteten Wohnung vorbei - da aber wir mit den Vermieter die Übernhme vereinbart hatten, nahmen wir uns die weiteren Reiseziele vor.

Bereits am Ortsausgang von Goris waren Tuffstein-Pyramiden zu sehen, die an unsere Reise nach Kappadokien erinnern.

Tuffstein-Restaurant an der E117 / Yerevanyan Hwy bei Goris

 

 

Eine gelungene Einstimmung auf diese Naturschönheiten steht am Straßenrand mit dieser Nachbidung von Tuffstein als Restaurant.

Wir fuhren weiter bis zu Ortschaft Chndzoresk, welche wir nach 10 km erreichten.

Chndsoresk

Chndsoresk / Խնձորեսկ / Khndzoresk / Chndzoresk ist durch seine Höhlen in einer Tuffsteinformation bekannt geworden und ist ein senswertes Reiseziel. Ein malerisches Tal unterhalb des Dorfes ist wegen seiner bizarren Felsformationen und zahlreichen Höhlen, von denen einige bis Mitte des 20. Jahrhunderts bewohnt waren, ein touristisches Ausflugsziel. Neben Gebäuderuinen aus dem 19. Jahrhundert blieben im Tal die Hripsime-Kirche, eine dreischiffige Basilika aus dem 17. Jahrhundert, sowie eine einschiffige Kirche und die Ruinen einer Einsiedelei erhalten.

Das Dorf Kndzoresk ist ein riesiger Komplex mit interessanten Sehenswürdigkeiten, die vor allem in den letzten Jahren viele Touristen besucht haben. New Khndzoresk wurde in den 1950er Jahren gebaut. Das alte Khndzoresk war das größte Dorf Ostarmeniens. Am Ende des 19. Jahrhunderts zählte es 4200 Einwohner, zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es 8300. Im Jahr 1913 hatte das Dorf 27 Geschäfte, 3 Färbereien, Lederwerkstätten und 7 Schulen.

Wegweiser zum Höhlendorf im Alten Chndzoresk (Խնձորեսկ) / Felshöhlen von Khndzoresk

Mit Erreichen der Gemeinde Chndzoresk war etwa 200 m hinter den Ortseingang der Weg zur Hängebrücke ausgeschildert. Einen alternativen Weg gibt es leider nicht. Nun beginnt ein etwa 3 km langer Weg, den man leider nutzen muss, um die Felsformation zu sehen. Inwie weit er nach längeren Regen befahrbar ist, kann ich nicht beantworten. Es wird dnn sicherlich sehr rutschig sein.

Wegweiser zum Höhlendorf im Alten Chndzoresk (Խնձորեսկ) / Felshöhlen von Khndzoresk

 

 

 

 

 

Hier wären zwei Optionen für die Gemeinde Chndzoresk möglich:

1. grundhafter Ausbau des Weges, dass Reisebusse auch ihr Ziel in angemessener Art erreichen können ode
2. shuttlemäßiger Service durch Spezialfahrzeuge, wie Quad oder vergleichbar, wobei die Zufahrt für den öffentlichen Verkehr gesperrt wird. Damit könnten zahlreiche Bürger an den Tourismus eine Einnahmequelle erschließen.

Höhlendorf im Alten Chndzoresk (Խնձորեսկ) / Felshöhlen von Khndzoresk

 

 

 

Nun begegnete uns auf der linken Seite eine Landschaft, die nur begeistern kann. Nicht endende Felshöhlen begleiten uns talabwärts bis zum Parkplatz, den wir gegen 15:30 Uhr erreichten.

Die Schlucht von Kndzoresk erstaunt einfach und scheint der menschlichen Phantasie einen Streich zu spielen, denn wenn man sich die riesigen Steine ​​ansieht, denkt man im Grunde, dass es einst wirklich Giganten gab.

Höhlendorf im Alten Chndzoresk (Խնձորեսկ) / Felshöhlen von Khndzoresk

 

 

 

 

 

Die Menschen lebten bis in die 1950er Jahre in den Höhlen von Kndzoresk. In der Frühzeit lebten Menschen in den Pyramiden des Dorfes, die künstliche Wohnungen gegraben hatten.

Höhlendorf im Alten Chndzoresk (Խնձորեսկ) / Felshöhlen von Khndzoresk

 

 

 

 

 

Kurz vor unseren Ziel war ein weiterer Parkplatz, der zu einem Picknickplatz führt und besonders bei hohen Besucherzahlen zu nutzen sinnvoll ist, denn der untere Parkplatz ist stellplatzmäßig begrenzt. Wir fuhren weiter zum 150 m Luftlinie unteren Parkplatz, wo ausreichend Stellflächen vorhanden waren. Er ist auch durch den Picknickplatz zu erreichen. Nun ging es zu Fuß weiter.

Das Höhlendorf im Alten Chndzoresk (Խնձորեսկ) / Felshöhlen von Khndzoresk

Treppe zur Hängebrücke in Khndzoresk

Unmittelbar am Souvenirladen führte eine gut begehbare 390-stufige Holztreppe einige huntert Meter Wegstrecke bei 70 Höhenmetern hinab zu Hängebrücke. Zwischendurch sind Aussichtspunkte mit Sitzgelegenheiten.

Museum an der Hängebrücke in Khndzoresk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Museum an der Hängebrücke in Khndzoresk

 

Wenige Meter vor der Hängebrücke stand ein Taxi, der auf Gäste wartete, die den steilen Aufstieg nicht über sich ergehen lassen wollten. Auch wenn der Weg recht steil war - sein Taxi war das sicherlich gewohnt.

Auch ein Reiseführer stand hier bereit, der uns bereitwillig einige Fragen beantwortete. Er war auch der Inhaber eines kleinen Museums, was liebevoll die Wohnsituation zeigte, wie die Höhlen bis zuletzt ausgestattet waren. Eine Wandtafel mit Originalfotos dokumentierten dies bestens.

Natürlich nutzten wir diese Gelegenheit, dies kennen zu lernen. Die Räume waren ausreichend groß und hoch, wenn auch die Ausstattung mehr als bescheiden war.

Urinierhilfen im Museum an der Hängebrücke in Khndzoresk

 

 

 

 

Da es hier keine Toiletten gab, ließ man sich etwas dazu einfallen. Für das Urinieren nutzten beide Geschlechter ein Hilfsgerät, um den Urin zielsicher in einen Behälter "Kleckerfrei" zu bekommen, der anschließend entsort werden konnte.

Museum an der Hängebrücke in Khndzoresk

 

 

 

Auch eine Schnapsdestillerie war damals ein ubliches Hausutensil. Wir konnten eine Kostprobe nehmen - nun ja - mein Geschmacksnerv traf es nicht unbedingt. Da es scheinbar nur als offiziell genannte Museen Eintritt verlangt wird, gaben wir den Reiseführer einen angemessenen Beitrag für seine Museumsführung.

Museum an der Hängebrücke in Khndzoresk

 

 

 

 

 

 

 

Hängebrücke in Khndzoresk

 

 

 

 

 

Zhoora’s Bridge - Hängebrücke von Chndzoresk

Nun testeten wir die 160 Meter lange Hängebrücke. Der Museuminhaber machte noch ein Erinnerungsfoto, wo auch ich einmal mit zu sehen bin. Sie erhebt sich 63 Meter hoch über dem Boden und wiegt 14 Tonnen. Man braucht aber durchaus keine Bedenken zu haben - sie ist mehrfach seitlich abgespannt, um ein Schwingen zu vermeiden.

St. Hripsime-Kirche von der Hängebrücke in Khndzoresk

 

 

 

Die feierliche Eröffnung dieser Brücke fand 2012 statt. Sie wurde vom Geschäftsmann Zhora Aleksanyan aus Khndzoresk in Erinnerung an seine Eltern gebaut.

Wenn man nicht im "Gleichschritt" die Brücke überschreitet, merkt man nur ein leichtes Federn bei jedem Schritt. Bedenkenlos kann man sich am Geländer festhalten und in die Tiefe und Ferne blicken.

So nutzten wir die Gelegenheit, ein Foto von der St. Hripsime Kirche auf der linken Seite zu machen.

Hängebrücke in Khndzoresk

 

 

 

Die Aussicht auf die Schlucht von der Brücke aus ist großartig und es ist besser, sie einmal zu sehen, als tausendmal davon zu hören. Die Brücke hat noch keine offizielle Benennung, aber die Leute von Kndzoresk haben sie "Zhooras Brücke" genannt.

Die Brücke verbindet die beiden Ufer des alten Khndzoresk, wo man die 4 Kirchen in dieser Region und den berühmten "neun Kinder" Brunnen bei einer kurze Wanderung sahen.

Das mittelalterliche und frühneuzeitliche Dorf Khndzoresk wurde wie in Kappadokien in weichen Fels, den Tuffstein gehauen. Viele künstlichen Höhlen werden heute als Pferdestall benutzt.

Pfad zur St. Hripsime-Kirche in Old Chndzoresk

 

 

In Old Khndzoresk die Kirchen:
  ⇒ heilige Hripsimeh-Kirche, Church of S. Hripsime
  ⇒ Kirche Anapat (17. Jh.) mit Grab von Mchitar Sparapet (1729)
  ⇒ Kirche St. Tadeos,
  ⇒ Alte Kirche

Saint Hripsime Church / Sankt Hripsime Kirche in Old Khndzoresk

Wir besichtigten als Ertes die Sankt Hripsime Kirche. Dazu gingen wir etwa 250 Meter in nordwestlicher Richtung von der Hängebrücke aus entlang auf einem Pfad.

St. Hripsime-Kirche in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

Die Kirche mit dem Namen der heiligen Hripsime, einer Märtyrerin des 4. Jahrhunderts, war an ihrer Laterne auf dem Dach zwischen den Büschen zu erkennen. Die dreischiffige Basilika wurde 1665 möglicherweise über älteren Vorläufern errichtet.

St. Hripsime-Kirche in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Hripsime-Kirche in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

Zwei massive T-förmige Pfeiler in jeder Reihe sind durch Rundbögen in Längsrichtung miteinander verbunden. Sie gliedern den Raum in ein breites hohes Mittelschiff und zwei schmälere, niedrigere Seitenschiffe. Die drei Gewölbe werden von einem Satteldach überdeckt, dessen Steinplatten mit Gras überwachsen sind.

St. Hripsime-Kirche in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

 

Die datierte Bauinschrift befindet sich im halbkreisförmigen Tympanon über dem heute zugemauerten Westeingang.

Sankt-Thaddäus-Höhlenkirche / Sant Surb Tadevos in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

 

 

Sankt-Thaddäus-Höhlenkirche / Sant Surb Tadevos

Es folgte die 17. Jh. Höhlenkirche von Sant Tadevos, die in dicht mit Büschen und Bäumen bewachsenen Talsohle liegt. Die Sankt-Thaddäus-Höhlenkirche (Surb Tadevos) aus dem 17. Jahrhundert oder früher liegt gut versteckt im Berghang, von der wir nur ein Foto machten.

Brunnen in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

Nach der Sankt-Thaddäus-Höhlenkirche gingen wir den Pfad weiter in nördlicher Richtung - vorbei an einem neuen Brunnenhaus. Hier wartete wieder ein Souvenirstand, wo es auch Getränke gab. Das Betreiberpaar erklärte, dass im darüber liegenden Haus ein Museum eingerichtet ist. Da wir aber eben erst eins gesehen hatten, lehnten wir dankend ab.

Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

 

 

 

 

Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

Hier drehten wir um, da nach Aussage der Souvenierbetreiber der Weg (39.504305, 46.430869)nicht weiter geht.

Brunnen in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

 

 

 

 

Brunnen in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

Auf den Rückweg hielten wir an beiden Brunnen, der am Knickpunkt des Pfades lag. Er enthielt ebenfalls eine Inschrift.

Brunnen in Old Chndzoresk / Khndzoresk

 

 

 

 

 

 

 

 

Brunnen in Old Chndzoresk / Khndzoresk

Wir kannten bereits die Pyramidenfelswohnungen von Kappadokien und verzichteten auf deren Besichtigung. Für Interessierte geht am Brückenende ein Weg nach oben, wo man das Innere der Höhlenwohnungen besichtigen kann.

Man kann noch auf der rechten Seite der Schlucht die Kirche Anapat (Wüste, Einsiedelei) aus dem 17. Jh. mit dem Grab von Mkhitar Sparapet besichtigen. Wir konnten es nicht geografisch zuordnen und ließen es aus.

Wer die restlichen Kirchen finden möchte, sollte sich mit den eingangs beschriebenen Museumsinhaber in Verbindung ztreten - er kann sie zu jeder der Kirchen begleiten. Gern arbeiten wir diese Informationen einschließlich Fotos und exakte Lagebeschreibung dazu ein.

BMuseum an der Hängebrücke in Khndzoresk

 

 

 

 

 

So gingen wir über die Hängebrücke zurüch und verabschiedeten uns bei dem Museuminhaber und Taxifahrer mit einem Gruppenbild.

Wir fuhren durch den Ort Chndsoresk - konnten aber nichts Sehenswertes feststellen, so dass wir zurück nach Goris gefahren sind.

  ⇒ Besichtigung des Museums des armenischen Schriftstellers Aksel Bakunz; Di-So 10-18 Uhr
  ⇒ St Hripsime Church, Goris, Kirche
  ⇒ Tuffstein wie Kappadokien

  ⇒ Fahrt zur Unterkunft

 


Heute: 595 hochauflösende georeferenzierte Fotos 3216x 2136 bei 300dpi (falls an Fotos von einzelnen Sehenswürdigkeiten Interesse besteht - einfach melden; Die hier veröffentlichen Fotos wurden für das Internet verkleinert und optimiert Anstelle der fremden Bilder habe ich Interesse an vergleichbaren Bildern, die auf Nennung des komplizierten Urheberrechts ihrer Fotos verzichten.)


Foto: eigen, Wikipedia


Optional und durchaus sehenswert:


Fortsetzung im Teil 3:  Reisebericht Tatew (Goris, Tatew)


  Reisebericht Nordzypern 2014 sowie nach Zypern (westlicher griechischer Teil) 2015 * * Rundreise Lanzarote 2015