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Reisebericht über eine zweiwöchige private Urlaubsreise durch Armenien - Herbst 2018

Kurz-Übersicht der Rundreise Armenien im  Reisebericht Armenien

Rundreise Teil 1: Reisebericht Chor Virap (Chor Virap, Norawank)
Rundreise Teil 2: Reisebericht Chndsoresk (Goris, Chndsoresk)
Rundreise Teil 3: Reisebericht Tatew (Goris, Tatew)
Rundreise Teil 4: Reisebericht Sewanawank (Selim, Noraduz, Sewanawank, Dilidschan)
Rundreise Teil 5: Reisebericht Dilidschan (Dilidschan, Gosh)
Rundreise Teil 6: Reisebericht Kloster Sanahin und Haghpat (Dilidschan, Haghpat / Sanahin Kloster)
Rundreise Teil 7: Reisebericht Gyumri (Spitak, Gyumri, Harich)
Rundreise Teil 8: Reisebericht Amberd (Hrasdan, Bjni, Saghmosavank, Ohanavan, Amberd)
Rundreise Teil 9: Reisebericht Etschmiadsin (Jerewan, Etschmiadsin, Swartnoz)
Rundreise Teil 10: Reisebericht Geghard (Jerewan, Garni, Geghard)
Rundreise Teil 11: Reisebericht Jerewan (Jerewan, Matenadaran Museum, historische Museum)
Rundreise Teil 12: Reisebericht Eriwan (Eriwan, ...)

weitere Sehenswürdigkeiten Armeniens

Koordinatenliste zur Rundreise


M4 in Kotajk mit Blick auf Ararat

Teil 7: Tsaghkadzor, Spitak, Gyumri, Harich, Zaghkadsor

 

8. Tag - Samstag, 06.10.2018

Fahrt von Tsaghkadzor über Gyumri, Spitak und Harich und zurück (ca. 296 km - Route)

Die ursprünglich nicht geplante Übernachtung in Tsaghkadzor zwang uns kurzfristig die heutige Route umzuplanen. So sollte die Route von Dilijan über Spitak Սպիտակ nach Gyumri führen, folgten nun aber die Strecke von Tsaghkadzor nach Spitak und hatten somit Ziele in der Route, die hier gar nicht vorgesehen waren. Da aber planmäßig von Dilijan nach Spitak keine Sehenswürdigkeiten zur Besichtigung vorgesehen waren, entschlossen wir uns, die Fahrt nicht über Dilijan durchzuführen. Das waren zwar 30 km längere Strecke und planmäßig 15 Minuten längere Fahrt - hinderte uns aber nicht, diese Route dennoch zu fahren. Und außerdem kannten wir die Strecke von Zaghkadsor nach Wanadsor Վանաձոր über Dilidschan bereits, so dass nur 20 km neue Strecke unbekannt blieben.

Tankstelle an der H5 in Nor Geghi Նոր Գեղի

In Hrasdan Հրազդան fuhren wir somit auf der H5 und nach 8 km auf den Asian Highway AH83 / M4, den wir 32 km in Richtung Jerewan folgten und bei Arzni Արզնի wieder verließen. Von hier hatten wir mehrfach einen herrlichen Blick auf den Berg Ararat mit seiner weißen Kuppe, der auf türkischer Seite heraus ragt. Das Foto zeigt die Bergspitze in 74 Kilometer - so klar war die sicht heute morgen gegen 9 Uhr. Später verschlechtert sich die Sicht, so dass gute Aufnahmen spätestens bis 10 Uhr möglich sind - danach verschwindet er im Dunst oder in Wolken.

Nun ging die Fahrt auf der H5 weiter. Zwischen Nor Nor Hachn Նոր Հաճն und Nor Geghi Նոր Գեղի (Bild links) zeigt ein Preisschild die aktuellen Kraftstoffpreise. So kostete der Liter Diesel 0,81 € und Benzin 0,79 €.

Etwa 1 km weiter an der Kreuzung mit der H2 bogen wir nach 5 km Fahrt in der Stadt Nor Geghi Նոր Գեղի auf diese nach links ab. Auch hier hatten wir links wieder den Berg Ararat im Blick.

Ashtarak-Highway M1

Kurz hinter der Kreuzung H2 mit der H4 verließen wir Kotajk und setzten die Reise in der Provinz Aragazotn Արագածոտն fort. Der Name Aragazotn bedeutet „am Fuße des Bergs Aragaz“
Nachdem wir Nor Yerznka Նոր Երզնկա passiert hatten, umfuhren wir nordwestlich auf dem Ashtarak Highway / AH81 / E117 / M1 Ashtarak Աշտարակ / Ashtarak / Aštarak - welche die Hauptstadt der nordarmenischen Provinz Aragazotn ist. Wir brauchten uns nicht in Ashtarak aufhalten, denn es ist Ziel am morgigen Tag.

Nun folgten wir bei Mughni Մուղնի nordwärts 12 km den Asian Highway AH81 / E117 / M3 und legten unseren ersten Fotostopp am Monument Armenisches Alphabet ein.

Park Armenian Alphabet Monument + Holy Cross of Aparan and the Holy Trinity Altar of Hope / Aibenaran, Artashavan

 

 

Park Armenian Alphabet Monument / Aibenaran, Artashavan

Das Denkmal "Armenisches Alphabet" befindet sich im Dorf Artashavan, am östlichen Ende des Mt. Aragats. Es wurde 2005 zum 1600. Jubiläum der Entstehung des armenischen Alphabets nach einem Entwurf des berühmten armenischen Architekten Jim Torosyan errichtet.

Neben einem kleinen Wasserbecken und dem hohen Heiligen Kreuz, das im Hintergrund schwebt, steht das Denkmal mit 39 riesigen geschnitzten armenischen Buchstaben aus Stein sowie Statuen berühmter Armenier wie H. Tumanyan, M. Gosh und A. Shirakatsi. Der Park wurde dem Schöpfer der armenischen Sprache, Linguisten und Kirchenführer Saint Mesrop Mashtots, gewidmet, dessen Sprache er vor über 1600 Jahren schuf und noch heute gesprochen wird.

Park Armenian Alphabet Monument, Aibenaran, Artashavan

 

 

Die armenische Sprache wurde im Jahre 405 n. Chr. geschaffen, um die Bibel der neuen christlichen Nation zugänglich zu machen und das Wort des Christentums zu verbreiten. Armenier mussten griechische, persische und syrische Schriften verwenden, um vorher zu kommunizieren, aber jetzt war ihre neue Sprache in der Lage, mit ihren komplexen Lauten des lokalen Dialekts umzugehen. Die Heilige Schrift, auf syrisch geschrieben, war daher für die frommen Anhänger unverständlich, die das ständige Bedürfnis nach Übersetzern benötigten.

Asian Highway 81 / E117 / M3 bei Aibenaran, Artashavan

 

 

Mesrop Mashtots beschloss, diesen Zustand der Dinge durch die Erfindung eines nationalen Alphabets zu beheben. Mit Hilfe von Isaak von Armenien und König Vramshapuh schuf Mesrop sechsunddreißig Briefe. Drei weitere wurden in späteren Jahrhunderten hinzugefügt, um die Gesamtzahl auf neununddreißig zu erhöhen. urz nach der Erfindung des neuen Alphabets gründete Mesrop Schulen in ganz Armenien, wo die Sprache unterrichtet wurde.

Nur 200 m weiter war unmittelbar an der Straße M3 ein Gebäude, wozu ich keine Beschreibung fand (Bild links). Das Kreuz darauf lässt auf ein kirchliches Gebäude schließen.

Nur 700 m weiter ist die Einfahrt zu den nächsten beide zielen - dem Holy Cross of Aparan and the Holy Trinity Altar of Hope.

Holy Cross of Aparan, Aibenaran, Artashavan

Holy Cross of Aparan and the Holy Trinity Altar of Hope

Das Erstaunliche an dem Hohen Kreuz ist, dass es aus über 1.700 rohrförmigen Kreuzen besteht. Es wurde so konzipiert, dass es wie eine Kirchenpfeifenorgel wirkt, damit die Winde heilige Musik spielen können. Die Anzahl der Pfeifen entspricht jedem Jahr Armenien hat das Christentum angenommen und jedes Jahr wird ein neues Pfeifenkreuz im Oktober hinzugefügt. Armenien nahm das Christentum im frühen 4. Jahrhundert an. Nachts ist es auch gut beleuchtet und erzeugt einen dramatischen Effekt. Das Heilige Kreuz wurde vom damaligen Generalstaatsanwalt von Armenien, Herrn Avghan Hovsepyan, dem Vorsitzenden der Patriotischen Union Nig-Aparan, gegründet.

Holy Trinity Altar of Hope / Aibenaran, Artashavann

 

 

 

 

 

 

Der Dreifaltigkeitsaltar der Hoffnung ist ein großer und kunstvoller Schrein, der auch für säkulare Ereignisse und Feierlichkeiten nach religiösen Zeremonien verwendet werden kann. Matagh, eine beliebte armenische Zeremonie, bei der ein Schaf oder ein kleines Tier als Dank für Gott geopfert wird, kann auch hier sowie bei anderen Feierlichkeiten aufgeführt werden.

Asian Highway 81 / E117 / M3 bei Aparan Ապարան

Die Highways waren meist gut ausgebaut und konnte sie zügig befahren. In den Ortschaften befanden sich sehr häufig die aus Deutschland bekannten "Starenkästen" als Radarfalle. Sie wurden aber stets vorher per Hinweistafel angekündigt. Nur einmal überraschte uns eine nicht angekündigte hohe und schlecht sichtbare Bodenwelle, wo wir leicht angehoben wurden. Der Schreck war größer als die tatsächliche Gefahr.

Es wurde in einigen Berichten von aggresiver Fahrweise gewarnt, die wir jedoch nicht feststellten. Hier gibt es genau so wie in Deutschland ältere Herren, die überwiegend mit alten russischen Fahrzeuge, wie Moskwitsch und Ladas auf den Straßen "schleichen".

Asian Highway 81 / E117 / M3 bei Alagyaz Ալագյազ

 

 

 

 Nur gelegentlich sahen wir dermaßen eingebeulte Autos - kleinere Blessuren dagegen häufiger.

Wir folgten weiter den Asian Highway AH81 / E117 / M3 in nördlicher Richtung, wo in etwa 60 Kilometer das nächste Ziel, die Spitak's Chapel auf den Reiseplan stand.

Zehn Kilometer vor dem nächsten Ziel wies ein übergroßes Schild hin, dass wir die Provinz Aragazotn Արագածոտն verließen und uns wieder in der nördlichsten Provinz Armeniens - in Lori Լոռու մարզ befinden.

Spitak Սպիտակ

Am Ortseingang von Spitak Սպիտակ begrüßte uns ein großes Einfahrtstor

Spitak Սպիտակ

Kurz hinter dem Ortseingang der Stadt Spitak Սպիտակ befindet sich auf der rechten Seite die Kapelle.

Bei seiner Gründung im 17. Jahrhundert wurde die Siedlung als Hamamlu bezeichnet, was auf Persisch "Bad" bedeutet, da die Gegend viele historische Bäder hatte. Im Jahr 1949 wurde es in Spitak umbenannt, was in Armenisch Weiß bedeutet, da in der Region weiße Kalksteinfelsen vorhanden waren.

Das Gebiet des heutigen Spitak war wahrscheinlich seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, basierend auf antiken Siedlungen, die auf den umliegenden Hügeln gefunden wurden.

Spitak's Chapel


Auf dem Sardarberg gibt es viele Überreste aus der Bronzezeit. Später wurde die Region im 7. Jahrhundert v. Chr. in den Königsdamm von Urartu aufgenommen. Zwischen dem 4. und 2. Jahrhundert v. Chr. war die Region Teil des armenischen Orontiden, gefolgt von der Artaxiad, die 189 v. Chr. regierten. Die Region wurde in den Tashir ( Armenien : Տաշիր ) -Kanton der historischen Provinz Gugark, der 13. Provinz von Großarmenien, aufgenommen.

Spitak's Chapel

Die Metallkirche, die den Friedhof der Stadt Spitak beherrscht, wurde nach dem gewaltigen Erdbeben, das 1988 die armenische Stadt heimsuchte, hastig errichtet. Es ist eine perfekte Kopie aller anderen armenischen Kirchen. Leider ist die Kirche jedoch geschlossen und deshalb ist es nicht möglich, sie innen zu besichtigen.

St. Harutyun Church, Spitak

Nur einen Kilometer weiter auf der M3 befindet sich auf der rechten Seite die Klosterkirche Harutyun. Wir parkten direkt in einer Parktasche neben der Kirche.

St. Harutyun Church

Die Klosterkirche Surb Harutyun, auch bekannt als Saint Ressurection Church, wurde vom armenischen Katholikos Vazgen I. vorgeschlagen. Das Bauprogramm wurde vom armenischen Katholikos Garegin I abgeschlossen. 2001 wurde die Kirche von Garegin II. Offiziell eröffnet.

St. Harutyun Church, Spitak

 

 

 

 

 

 


Das Besondere am St. Resurection Kloster von Spitak ist, dass es die einzige Kirche der Stadt ist. Deshalb hat es einen besonderen Wert für Einheimische und ausländische Besucher, die gerne Kirchen und Klöster besuchen.


Der Kirchenkomplex umfasst viele Kreuzsteine ​​(oder „Chatschkars“ auf Armenisch) sowie Denkmäler, die den Märtyrern des Artsakh (Berg-Karabach) -Krieges und des Völkermords an den Armeniern gewidmet sind.

Markt von Spitak Սպիտակ


Nach knapp 3 Kilometer auf der M3 durch Spitak Սպիտակ bogen wir nach links auf die M7 ab und folgten sie 10 Kilometer bis in die Ortschaft Shirakamut Շիրակամուտ. Gleich hinter der Bahnunterführung waren die Reste der Kirchenruine von Shirakamut zu sehen.

Kirchenruine von Shirakamut

 

 

 

Kirchenruine von Shirakamut

Trotz intensiver Recherche konnten keine Informationen zur Kirche von Shirakamut gefunden werden.

Wir folgten etwa 30 Kilometer der M3 weiter bis nach Gjumri Գյումրի. Die Besichtigung der Stadt war erst nach der Besichtigung des Klosters Marmaschen vorgesehen und umfuhren die Stadt nordöstlich. Die Ausschilderung zum Kloster war hervorragend und führte uns auch ohne GPS-Gerät zum Ziel.

Stadtteil Gjumri-Sheram

Etwas überrascht waren wir über die viele Bauruinen. Vermutlich stehen sie im Zusammenhang mit dem Erdbeben, was große Teile der Stadt zerstörte. Am 7. Dezember 1988 hörte dieses Gyumri auf zu existieren.

Ein Erdbeben mit einer Stärke von 6,3 traf die Region, wobei Zehntausende Menschen getötet und 130.000 verletzt wurden. Dies alles geschah in weniger als einer Minute. Kurz darauf zerstörte ein Nachbeben der Stärke 5,3 die Stadt noch weiter.

Marmaschen-Monastery-Road

In Gyumri wurden 62% der Gebäude, die höher als 4 Stockwerke standen, zerstört. 25.000 Einwohner waren obdachlos. Um die Menschen zu beherbergen, die ihre Häuser verloren hatten, baute die Regierung schnell eine vorübergehende Unterkunft. Bis heute leben noch 2.500 Familien in diesen provisorischen Häusern, in denen die Grundbedürfnisse wie Wasser, Strom und Gas fehlen.

So folgten wir 12 Kilometer der H32 bis nach Marmashen Մարմաշեն und bogen in Ort zum Kloster ab, was wir nach 2,5 Kilometer erreichten. Dabei überholten wir eine Schulklasse per Fahrrad, die wir später noch im Kloster sehen werden.

Kloster Marmaschen Monastery

Kloster Marmaschen

Marmaschen (armenisch Մարմաշեն), auch Marmashen Vank, ist ein ehemaliges Kloster in der nordwestarmenischen Provinz Schirak in der Nähe der Stadt Gjumri. Überwiegend erhalten blieben drei Kreuzkuppelkirchen aus dem 11. Jahrhundert. Hinzu kommen die Ruinen von zwei weiteren Kirchen aus dieser Zeit und Spuren eines Gawits aus dem 13. Jahrhundert. Die besondere Qualität der Bauplastik verweist auf die Schule der damaligen armenischen Hauptstadt Ani.

Kloster Marmaschen Monastery, Schirak

 

 

 

 

 

 


Das Kloster Marmaschen liegt in einem malerischen Tal des Achurjan (Axurean), eines linken Nebenflusses des Aras wenige Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

Im 9. Jahrhundert nutzten die Bagratiden eine Schwäche des arabischen Kalifats von Bagdad, das bis dahin die Oberherrschaft über Nordarmenien ausgeübt hatte, und krönten Aschot I. zum ersten armenischen König der Bagratidendynastie, die nun von Ani aus regierte. Mit der darauf folgenden wirtschaftlichen Blütezeit entstanden im 10. Jahrhundert einige Klöster, die als befestigte Stützpunkte der armenischen Fürsten fungierten.

Kloster Marmaschen Monastery, Schirak

Die Gebäude der ersten Anlagen gruppierten sich um relativ kleine ummantelte Kreuzkuppelkirchen, deren kreuzförmiger Grundplan in das Rechteck der Außenwände eingeschlossen ist. Ihr Vorbild war die 911 datierte, heute in Ruinen liegende Kirche von Karkop in der Provinz Wajoz Dsor. Um die Mitte des 11. Jahrhunderts entstanden Ensembles von Nebengebäuden um eine größere zentrale Kirche, etwa in den Klöstern Sanahin, Tatew, in Marmaschen, sowie in Chtsgonk und Horomos (die beiden letztgenannten in der heutigen türkischen Provinz Kars), durch seine Lage im fruchtbaren Achurjan-Tal besonders begünstigt war. Die Klöster waren zugleich kulturelle Zentren und Verteidigungsanlagen an den Rändern des Herrschaftsbereichs.

Kloster Marmaschen Monastery, Schirak

 

 

 

 

 

 

Der Ausbau von Marmaschen von einer frühchristlichen Kapelle zu einem Kloster wird auf Gagik I. (904–937) zurückgeführt. Unter seinem späteren Nachfolger Smbat II. (reg. 977–989) wurde die große Kathedrale von Ani fertiggestellt und laut Angabe des Historikers Samuel von Ani in Marmaschen ein einzelnes Gebäude in den Jahren 989 bis 994. Die Kathedrale (Katoghike) von Marmaschen wurde nach einer 1029 datierten Inschrift an der Südfassade in diesem Jahr eingeweiht.

Kloster Marmaschen Monastery, Schirak

 

 

Aus der Inschrift geht hervor, dass Prinz Vahlam Pahlavuni (967–1045), der Führer (Sparapet) der Armee des Königs von Ani, das Kloster erbaute, wobei keine Angaben zu den vorher bereits vorhandenen Gebäuden gemacht werden. Die Pahlavunis wählten Marmaschen als Bestattungsort ihrer Familie. Die Pahlavuni-Dynastie war ein Zweig der Bagratiden, mit denen sie um die Macht im Königreich stritten. 1041 gelang es Vahlam, die Ani angreifenden byzantinischen Truppen abzuwehren, bevor diese 1045 doch die Stadt eroberten.

Gut erhalten sind die Hauptkirche Katoghike im Zentrum der Anlage und die kleinere St.-Petros-Kirche („Südliche Kirche“) einige Meter südlich. Die im Norden an die Hauptkirche angrenzende Muttergotteskirche (Surb Astvatsatsin, „Nördliche Kirche“) ist teilweise zerstört. Von der vierten Kirche, einer Rundkirche im Westen („Westliche Kirche“) blieben lediglich die Grundmauern erhalten. Etwa 150 Meter nördlich dieser Gruppe steht noch ein Mauerrest einer fünften Kirche. In den 1950er Jahren wurden Teile der Festungsmauer freigelegt, die einst das Kloster umgab. Der Name Marmaschen soll von Marmaraschen („aus Marmor gefertigt“) korrumpiert sein, obwohl kein Marmor, sondern ausschließlich rosafarbener vulkanischer Tuff verwendet wurde.

Kloster Marmaschen Monastery, Schirak

1029 vollendete Hauptkirche Katoghike, auch Surb Stepanos (Sankt Stephanus). Eine entsprechende Gliederung besitzen die Tamboure der Katoghike-Kirche von Amberd (Surb Astvatsatsin, datiert 1026) desselben Auftraggebers und die Sergiuskirche des Klosters Chtsgonk.

Dicht an der Nordwand der Hauptkirche steht die nur noch teilweise erhaltene Muttergotteskirche (Surb Astvatsatsin), die in kleinerem Maßstab eine Wiederholung der Stephanuskirche darstellt und vermutlich in derselben Zeit entstand. Der Tambour und große Teile der Nord- und Westfassade sind verschwunden, das verbleibende Mauerwerk ist vor dem weiteren Verfall gesichert.

St.-Petros-Kirche: Es ist die vermutlich älteste Kirche des Ensembles, auf die sich der Historiker Samuel aus Ani beziehen könnte.

Von der Rundkirche im Westen blieben die getreppte Sockelzone und teilweise die untere Steinreihe der Außenwand mit einem dreifach abgestuften Wulstprofil erhalten. Der Grundriss entspricht der Sergiuskirche (Surb Sargis) von Chtsgonk, die nach Angabe des Historikers Samuel von Ani 1029 erbaut wurde. Dieselbe Datierung wird für diese Rundkirche angenommen. Es bestehen Zweifel, ob sie jemals fertiggestellt wurde.

Kapelle zum Kloster Marmaschen Monastery, Schirak

 
Auf dem Hügel weiter nördlich stehen die Reste einer Kapelle mit einem kreuzförmigen, nicht ummantelten Grundriss. Sie entstand wahrscheinlich zeitgleich mit den anderen Kirchen und besaß einen zylindrischen Tambour und eine Kuppel. Von ihr ist ein Teil der Nordwand mit einem Gurtbogen erhalten. Um die Ruine liegen einige Fragmente mittelalterlicher Chatschkare verstreut.

Saint Jacob Church, Gyumri

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fuhren gleiche Strecke zurück und bogen an der wieder nach links ab, um in den Stadtteil Ani der Stadt Gjumri zu kommen. Nach etwas über 12 km Fahrt erreichten wir die Saint Jacob Kirche und konnten direkt vor der Kirche parken.

Saint Jacob Church / Surp Hakob Mtsbinetsi Church

Saint Jacob Church, Gyumri

 

Die Saint Jacob Church Սուրբ Հակոբ Եկեղեցի befindet sich unweit der Shirak State University Շիրակի Մ. Նալբանդյանի անվան պետական համալսարան im Stadtteil Ani-Distrikt Անի. Die Kirche des Heiligen Jakob von Nisibis oder Surp Hakob Mtsbinetsi Church wurde erst nach dem großen Erdbeben 1988 errichtet und im Jahr 2005 eröffnet.

Wir fuhren nun Richtung Zentrum der Stadt und besichtigten noch einige Kirchen, bevor der Stadtrundgang begann.

Gyumri

Gyumri Գյումրի ist eine städtische Stadtgemeinde und die zweitgrößte Stadt Armeniens. Sie dient als Verwaltungszentrum der Provinz Shirak im Nordwesten des Landes. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als die Stadt als Alexandropol bekannt war, war es einer der größten Städte der russisch beherrschte Ostarmenien mit einer Bevölkerung ähnlich den von Eriwan. Die Bevölkerung der Stadt wuchs vor dem Spitak-Erdbeben von 1988 auf über 200.000, als es am Boden zerstört wurde. Bei der Volkszählung von 2011 hatte die Stadt eine Bevölkerung von 122.000.

Das Gebiet des heutigen Gyumri war in der Zeit des Königreichs Urartu als Kumayri bekannt. Es ist wahrscheinlich, dass der Name von den Cimmerians stammt, die die Region eroberten und wahrscheinlich die Siedlung gründeten. Unter der Herrschaft der Turkstämme wurde Kumayri als Gümrü turifiziert. Im Jahr 1837 wurde Kumayri umbenannt Alexandropol nach dem Zaren Nikolaus I. Frau, Prinzessin Alexandra Fjodorowna. Zwischen 1924 und 1990 war die Stadt zu Ehren von Wladimir Lenin als Leninakan bekannt. Nach der Unabhängigkeit wurde der ursprüngliche Name Kumayri bis 1992 verwendet, als Gyumri wurde als Name der Stadt gewählt.

Als Armenien ein unabhängiges Land wurde, wurden die Herausforderungen von Gyumri von den nationalen Problemen Armeniens überschattet, einschließlich des Krieges mit Aserbaidschan um Berg-Karabach (Artsakh). Das Ergebnis war eine massive Auswanderung der Bürger von Gyumri in die Hauptstadt Eriwan, nach Russland und in andere Länder. Einige Zahlen deuten darauf hin, dass sich nur 70.000 Menschen in Gyumri aufhalten und täglich die Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben aufbrechen. Gyumri erfährt in Armenien die höchste Rate an Entvölkerung und Armut.

Gyumri, eine der ältesten Städte der Welt, birgt nach wie vor Geheimnisse und faszinierende unentdeckte Werte. Es gibt viele archäologische Ausgrabungsstätten, an denen Hinweise auf die frühe menschliche Geschichte gefunden werden können. Es gibt Orte, die Daten von Menschen enthalten, die in dieser Gegend zwischen 2700 und 2400 v. Gyumri und seine umliegenden Gebiete sind seit Jahrtausenden besiedelt. Die Siedlung namens Kumayri wird zuerst im Jahr 774 erwähnt und dann erneut im 13. Jahrhundert. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurden keine weiteren Informationen über die Siedlung erfasst. Armenien war das erste Land, das das Christentum als offizielle Religion annahm. Daher gibt es im ganzen Gebiet mehrere hundert Jahre alte Kirchen.

Das historische Viertel von Kumayri ist das älteste Viertel der Stadt, voller Traditionen und Kultur. Menschen aus der ganzen Welt ziehen das historische Viertel wegen seiner einzigartigen Häuser, beeindruckenden Kirchen und einer herrlichen Küche an. Die Stadt ist vor kurzem Teil des World Monuments Fund geworden. Gyumris Architektur ist nur eine der Hauptattribute, die eine lange und reiche Geschichte enthält. Die Häuser in Gyumri bestehen aus einheimischem rotem und schwarzem Tuff, einem für den Bau verwendeten Vulkangestein. Das historische Viertel „Kumayri“, ein Museum unter freiem Himmel, verfügt über mehr als eintausend Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Es ist der einzige Ort in Armenien, an dem die Menschen eine authentische historische armenische Stadt sehen können. Im Stadtgebiet gibt es Überreste von Kirchen aus dem VII. Jahrhundert. In der Umgebung der Stadt befinden sich einige der majestätischsten armenischen Baudenkmäler. Einige von ihnen sind Yereruk, Marmashen Kloster (X-XI Jahrhunderte), Harich Kloster (VII-XIII Jahrhundert), Lmbatavanq Kloster (VII Jahrhundert), Sarnaghbyour Kloster (Anfang XIII Jahrhundert), Artik St. Muttergottes (VI Jahrhundert) , St. Gevorg (VII Jahrhundert) und Pemzashen Kirchen, Basilika Karnut und Lernakert (V-VII Jahrhunderte), Gusannagyugh Festungen und Palast (I-XIV Jahrhundert), 5000 Jahre alte Siedlungen in Horom, Qeti, Shirakavan, Artik, Beniamin, Kaps, Azatan und Jrarat.

Es gibt Gräber, Festungen und Inschriften aus der Zeit der Zyklopen und der Urartianer. Die ersten schriftlichen Beweise über Kumayri-Gyumri sind die urartianischen Inschriften von König Argishti I. aus dem Jahr 774 v. Chr. Laut dem Akademiker Manandyan ist die im griechischen Historiker Xenophon "Anabazis" erwähnte, reiche und überfüllte Stadt "Gyuminas" der heutige Gyumri.

Wohncontainer, Gyumri

In der Antike war Kumayri-Gyumri die Handelskreuzung verschiedener Nationen. Die Straßen zum armenischen Dvin, zur Hauptstadt Ani würden durch Gyumri nach Georgien und Trapizon führen. Kumayri-Gyumri war ein berühmtes Bildungs- und Wissenschaftszentrum. Laut der berühmten Kalendermacherin, Geografin und Mathematikerin Anania Shirakatsi, einer berühmten Kirchenfigur aus dem mittleren Alter und einem gelehrten Meister Barsegh Tchon, lehrte sie in Dprevank.

Nicht nur auf dem Weg in die Innenstadt von Gyumri, sondern auch unterwegs haben wir häufig diese Wohncontainer gesehen, die scheinbar sehr beliebt in Armenien sind. Es ist sicher eine preisgünstige Alternative für Bauarbeiter und Berufspendler.

Weg zur St. Minas Kapelle, Սբ. Մինաս մատուռ, Gyumri

 

 

 

 

 

Wir ahnten nicht, dass die Straße zur Surp Minas Chapel so schlecht ist - befahrbar war sie jedenfalls. Es gab aber auch keinen anderen Weg zu ihr.

St. Minas Kapelle, Սբ. Մինաս մատուռ, Gyumri

 

 

 

 

 

St. Minas Kapelle, Սբ. Մինաս մատուռ

Die Surp Minas Chapel istrelativ neu und wurde erst im Jahr 2013 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

St. Minas Kapelle, Սբ. Մինաս մատուռ, Gyumri

 

 

 

 

Es waren gwaltige Leistungen nach dem Erdbeben von 1988 aufzubringen. An erster Stelle stand die Wohnungen, bevor an die Gotteshäuser gedacht werden konnte.

Die nächste Kirche, die St. Grigor Lusavorich Church / Gyughatsots htten wir nicht in unserem Reiseprogramm - haben sie abe der Vollzähligkeit mit aufgenommen. Außerdem liegt sie auf der Route. Dank Wikimedia konnte ich auch ein Foto einfügen.

St. Grigor Lusavorich Church / Gyughatsots, Gyumri

 

 

 

St. Grigor Lusavorich Church / Gyughatsots (optional)

Die Kirche von St. Grigor der Illuminator / St. Grigor Lusavorich Church Սբ. Գրիգոր Լուսավորիչ եկեղեցի [1] liegt an der Kreuzung der Straßen Rustaveli und Jivani. Die alte Kirche wurde in der Zeit von Aleksadrapol erbaut und hat eine interessante Baugeschichte. Sie wurde 1862 erbaut und hieß Gyughatsots "Kirche der Bauern". Dieser Name war nicht auf die Tatsache zurückzuführen, dass die meisten Leute, die die Kirche besuchten, Bauern waren. Im Gegenteil - die meisten Kosten für den Bau der Kirche wurden von den Bauern gesammelt oder von denen geschenkt wurden. Somit wurde ihre Kirche wurde nach ihrem Geschmack gebaut, wobei die Verhältnismäßigkeit der armenischen Kirchenarchitektur nicht berücksichtigt wurde. Neben der Kirche gab es eine vierjährige Schule.

Straßenbau zur Kirche Surb Nshan /St. Cross, Gyumri

 

Während der Sowjetunion wurde die Kuppel der Kirche zerstört und die Kirche in ein Weizenlager umgewandelt und der Bierfabrik übergeben. Wegen des Erdbebens von Spitak im Jahre 1988 wurde die Kirche sehr stark erschüttert - ist aber nicht zusammengebrochen. Im Jahr 2003 wurde die Kirche selbst zerstört. Nur der Innenhof blieb stehen. Die Kirche wurde anschließend restauriert und iim Jahr 2015 fertig gestellt.

Als nächstes Ziel stand die Kirche Saint Nshan auf unserem Programm. Hier wurden wir kreuz und quer durch die Stadt geschickt, da die für unsere Reiseroute sowie mehrere anliegenden Straßen grundhaft ausgebaut wurden. Wir erreichten sie dennoch von der Rückseite.

Kirche Surb Nshan /St. Cross, Gyumri

 

 

 

 

 

Kirche Saint Nshan

Die Kirche Surb Nshan (St. Cross) Սուրբ Նշան wurde zwischen 1859 und 1864 mit den Geldern von Ghahraman Arghutyants Ruller und Alexandrapol gebaut. Laut den Inschriften über den südlichen und nördlichen Eingängen wurde die Kirche bis 1870 St. Astvatsatsin genannt. Dies ist eine der ältesten apostolischen Kirchen in Gyumri mit zentraler Kuppel und Glockenturm. Zur Zeit der Sowjets funktionierte die Kirche nicht mehr und das Gebäude diente als Lager und dann als Theater. Die Kirche hat während des Erdbebens von 1988 viel gelitten, nämlich die Kuppel und der Glockenturm wurden verwüstet. Es wurde mit den Mitteln von Vardan Ghukasyan, dem ehemaligen Bürgermeister von Gyumri, wieder aufgebaut.

Während der Sowjetzeit wurde beschlossen, die Kirche in ein Observatorium zu verwandeln. Die Kuppel der Kirche wurde entfernt, Observatoriumsausrüstungen wurden auf der Kirche angepasst, teure Teleskope und Gläser wurden gekauft und aus Europa in die Stadt gebracht. An einem Tag vor der Eröffnungszeremonie traf ein verheerender Blitz die Kirche an einem sonnigen Tag aus dem Nichts und zerstörte alle Teleskope. Die Entscheidung, die Kirche in ein Observatorium zu verwandeln, stand außer Frage und wurde als apostolische Kirche wiederhergestellt.

Yot Verk Seven Wounds Church / Sourb Astvatsatsin / St. Asdvatzatzin / St. Virgin Mary Gyumri

Wir fuhren nun zum Vardanants Square Վարդանանց հրապարակ und fanden auch gleich einen Parkplatz. Es wurde aber zunehmend eng, da wir zu dieser Zeit nicht wussten, dass gleich eine Hochzeit in der Surb Astvatsatsin Kirche stattfinden wird. Von hier aus begannen wir unseren Stadtrundgang zu Fuß.

Yot Verk Seven Wounds Church / Surb Astvatsatsin / St. Asdvatzatzin

Yot Verk Church (Die sieben Wunden), die auch als Surb Astvatsatsin (St. Jungfrau Maria) / St. Virgin Mary bekannt ist, befindet sich im Zentrum der Stadt Gyumri. Früher war es eine Kapelle, die von kamsarakanischen Fürsten errichtet wurde, wo die Ikone "Die sieben Leiden der Jungfrau Maria" aufbewahrt wurde. Deshalb wurde die später gebaute Kirche Yot Verk genannt (übersetzt aus Arm. "Sieben Wunden"). Der Bau der Kirche begann 1873 und endete 1884. Sie wurde von Katholikos Gevorg V. geweiht.

Yot Verk Kirche ist ein rechteckiges Außen- und Kreuzkuppelgebäude. Die Seitenkapellen sind zu beiden Seiten des Altars. Eine Wendeltreppe führt in den zweiten Stock. Drei angrenzende Gebetshallen neben den nördlichen und westlichen Mauern. Vor dem westlichen Eingang der Kirche steht ein Glockenturm. Die Kirche ist mit einer Haupt- und zwei zusätzlichen Kuppeln gekrönt. Die beiden haben während des Erdbebens im Jahr 1988 gelitten.

Yot Verk Seven Wounds Church / Sourb Astvatsatsin / St. Asdvatzatzin / St. Virgin Mary Gyumri

Das ursprüngliche Innere der Kirche ist nicht typisch für die armenischen Kirchen. Yot Verk ist die einzige armenische Kirche, deren Altar eine Ikonostase hat. Normalerweise ist der Altar in armenischen Kirchen eher asketisch. Ikonostase ist typisch für orthodoxe Kirchen. Dieses orthodoxe Element wird am wahrscheinlichsten während des Russisch-Türkischen Krieges erscheinen, als Gyumri (Alexandropole zu dieser Zeit) eine russische Stadtfestung war.

Die Vorbereitungen in der Kirche ließen schon erahnen, dass in wenigen Minuten eine Trauung anstehen wird. Diese Gelegenheit, eine armenische Hochzeit kurzzeitig mitzuerleben, ließen wir natürlich nicht aus.

հայկական հարսանիք  Yot Verk Seven Wounds Church Gyumri 2018-10-06

 

 

 

 

 

 

Das Innere der Kirche ist großzügig mit Gemälden geschmückt. An der rechten Wand sieht man eine vielfigurige Komposition mit einem Bild von Jesus Christus und links ein Wandgemälde mit der Auferstehungsszene (XVII). Es gibt ein Bild der Jungfrau Maria mit dem Kind (Autor - berühmter Maler Surenyants) in der Mitte des Altars und vier Wandbilder direkt unter der Kuppel (Höhe - 12m).

Yot Verk Seven Wounds Church / Sourb Astvatsatsin / St. Asdvatzatzin / St. Virgin Mary Gyumri

 

 

 

Yot Verk ist die einzige armenische Kirche, die 5 verschiedene Altäre für verschiedene religiöse Gemeinschaften hat. Der Hauptaltar diente der Armenischen Apostolischen Kirche. Der Altar von Sourb Yot Verk (Holly Sieben Wunden) wurde von den orthodoxen Priestern und der Altar von Holly Trinity von den katholischen Priestern benutzt. Der Altar von St. Sargis diente den Assyrern. Es gibt auch zwei Altäre im zweiten Stock. Wenn die Daten der religiösen Zeremonien übereinstimmten, wurde den Armeniern der Vorzug gegeben.

Yot Verk Seven Wounds Church / Sourb Astvatsatsin / St. Asdvatzatzin / St. Virgin Mary Gyumri

 

 

 

 

Die Kirche wird nach den sieben Leiden der Jungfrau Maria "Sieben Wunden" genannt:
- die Prophezeiung von Simeon
- die Flucht nach Ägypten,
- der Verlust des Kindes Jesus im Tempel,
- das Treffen von Jesus und Maria am Kreuzweg,
- die Kreuzigung,
- das Abnehmen des Leibes Jesu vom Kreuz,
- die Beerdigung Jesu.

City Hall, Rathaus, Gyumri

 

 

 

City Hall, Rathaus

Auf der linken Seite des Vardanants-Platzes ist das Rathaus von Gyumri. Es ist ein modernes Gebäude nach dem Vorbild des Rathauses, das im Baustil der Sowjetunion typisch ist. Es ist die offizielle Residenz des aktuuellen Bürgermeisters von Gyumri. Das Gebäude wurde während des Erdbebens von 1988 schwer beschädigt und gemäß seinem ursprünglichen Aussehen restauriert.

Holy Saviors, Surb Amenaprkitch, Apostolische Kirche, Gyumri

Holy Saviors, Surb Amenaprkitch, Apostolische Kirche

Die Kirche des Heiligen Erlösers - Holy Saviour's Church Սուրբ Ամենափրկիչ Եկեղեցի ist eine Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Sie befindet sich auf der Südseite des Vartanants-Platzes im Zentrum der Stadt. Es wurde zwischen 1858 und 1872 erbaut und 1873 eingeweiht.

In den 1850er Jahren wurden im Zentrum von Alexandropol-Gyumri eine armenisch-katholische Kirche und eine griechisch-orthodoxe Kirche errichtet. Enttäuscht von dieser Tatsache, beschlossen die Anhänger der Armenischen Apostolischen Kirche, die immerhin die Mehrheit der Stadtbevölkerung ausmachte, mitten in den beiden bestehenden Kirchen eine neue Kirche zu bauen, die größer und imposant wirken würde. Der Bau der Kirche wurde 1858 unter der Leitung des Architekten Tadeos Andikyan begonnen, der als Meister der Meister bekannt war. Sie wurde 1872 fertiggestellt und 1873 eingeweiht. Der Bau wurde durch Spenden der Bevölkerung von Alexandropol und der Familie Drampyan realisiert.

Holy Saviors, Surb Amenaprkitch, Apostolische Kirche, Gyumri

 

 

Der Entwurf der Kirche wurde von der Architektur der Kathedrale von Ani abgeleitet. Die Heilig-Erlöser-Kirche ist jedoch viel größer als die Kathedrale von Ani.

Die Kirche hat vom Erdbeben von 1926 überlebt. Anfang der 1930er Jahre wurde es von der Sowjetregierung konfisziert und der Glockenturm wurde 1932 zerstört. Später im Jahr 1964 wurde der Glockenturm wieder hergestellt. Während der sowjetischen Herrschaft wurde das Kirchengebäude jedoch als Museum und später als Konzerthaus für klassische Musik genutzt.

Während des verheerenden Erdbebens von 1988 wurde die Kirche des Heiligen Erlösers schwer beschädigt [2] und seit 2002 einem kompletten Renovierungsprozess unterzogen. Im Jahr 2014 erstrahlte die Kirche wieder im alten Glanz.

Der Bagratunyats Park ist ein großartiges Erholungsgebiet im Zentrum der Stadt. Es befindet sich im Friedenskreis und ist nach einer der berühmtesten königlichen armenischen Dynastien, den Bagratunis, benannt. Es gibt viele Statuen im Park und Bänke zum Entspannen.

Jubiläumsdenkmal Leninakan mit Apostolischer Kirche Surb Amenaprkitch, Gyumri

Jubiläumsdenkmal Leninakan

In den ersten Jahren der sowjetischen Herrschaft wurde Alexandrapol 1924 zu Ehren von Wladimir Iljitsch Lenin, einem russischen Revolutionär und Regierungschef der Russischen Föderativen Sozialistischen Republik , in Leninakan umbenannt .

1984 feierte die Stadt ihr 60 - jähriges Bestehen. Es wurde gebaut, um die würdige Feier zu feiern und wurde im Zentrum der Stadt aufgestellt.

Das Monumen besteht aus einer Kombination von lokalem rotem und schwarzem Tuff. Es wurde im Stil eines Triumphbogens gebaut. Der Triumphbogen war eine Art römisches Architekturdenkmal, das im ganzen Reich errichtet wurde , um militärische Triumphe und andere bedeutende Ereignisse wie den Beitritt eines neuen Kaisers zu erinnern. Da die Gebäude keine praktische Funktion als Gebäude haben, sind sie oft reich mit architektonischen Details, Skulpturen und Erinnerungsinschriften versehen.

Solche architektonischen Details können Sie an den Bögen und an der Spitze des Denkmals erkennen.

Bagratunyats Monument, Gyumri

 

Bagratunyats Monument

Das Bagratunyats Monument [3] ist ein Renaissance-Denkmal, ein neues Denkmal, das die Opfer des Völkermords an den Armeniern von 1915 ehrt.

Die beiden Hände, die das Kreuz halten, sind das Symbol des Christentums und aller Armenier, die den Völkermord überlebt haben. Das Denkmal ist das Symbol der Erlösung im Namen Gottes und Jesu Christi. Das Denkmal besteht aus einem Stein, der Tuf oder Tuff genannt wird.

Das andere sehenswerte Monument neben den kleinen Brunnen ist eine berühmte Meerjungfrau aus Bronze. Es ist an seinem gegenwärtigen Platz seit den siebziger Jahren.

Basar / Markt von Gyumri

 

 

 
 

Wir beendeten den Rundgang mit einem Bummel durch den offener Markt Գյումրու Բաց Շուկա. Er it mitten in einem durch das Erdbeben zerstörten Areal angelegt. Vielleicht war hier sogar eine historische Markthalle.

Hier sollte man die frischen Produkte einschließlich Obst, Gemüse und Gemüse vom Markt direkt von den Produzenten oder Dorfbewohnern beziehen. Hier findet man auch verschiedene armenische und östliche Gewürze sowie die getrocknete Früchte "chir". Man kann auch Bio-Lebensmittel probieren und kaufen und den Geschmack armenischer Früchte genießen.

Mutter Armenien  / Mother Armenia, Monument, Gyumri

 

 

 

Wir gingen wieder zurück zur Surb Astvatsatsin Kirche, ver der wir unseren Mietwagen geparkt hatten und setzten die Fahrt zum Monument "Mother Armenia" fort.

Mutter Armenien / Mother Armenia, Monument

Das Denkmal Mother Armenia / Mutter Armenien ist im westlichen Teil der Stadt. Das Monument wurde 1975 von den Bildhauern Ara Sargsyan und E. Vardanyan erbaut. Der Architekt ist Rafik Yeghoyan, ein renommierter armenischer Architekt aus Gyumri. Es zeigt die Siege der Armenier, nämlich den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Die stolz stehende armenische Frauenstatue symbolisiert den Sieg, indem sie Weizenspitzen in der Hand hält. Das Denkmal besteht aus Bronze und ist das größte Denkmal in Gyumri.

Mutter Armenien  / Mother Armenia, Monument, Gyumri

Wenn man die Statue von der armenischen Seite betrachtet, sieht man eine siegreiche Frau, aber wenn man die Statue von der türkischen oder westlichen Seite betrachten, sieht sie aus wie ein angreifender Drache.

 

 

 

 

Black Fortress / Schwarze Festung, Gyumri

 

 

 

Von hier aus sieht man die nur zweihuntert Meter entfernte Schwarze Festung, was zu einem Foto einlud. Hier konnte ich auch einmal mit abgelichtet werden. Ein Mauerrand und der Selbstauslöser ermöglichte es.

Wir gingen wieder zum geparkten Auto (40.781480, 43.825180) zurück und wollten nun die Festung besichtigen.

Black Fortress / Schwarze Festung, Gyumri

 

 

 

 

 

So standen wir erst einmal vor einem großen verschlossenen Tor. Wir wußten nicht, dass das Gelände in Privatbesitz sich befindet. Gerade eben fuhren mehrere Auto vor, denen Einlass gewährt wurde. So kam ich mit dem Wachpersonal in einem Wächterhäuschen ins Gespräch und bat ihn, ebenfalls das Gelände zu besichtigen.

Black Fortress / Schwarze Festung, Gyumri

 

 

 

 

Ich erklärte denen, dass wir Mitglieder des deutschen Vereins Freunde der Citadelle Petersberg zu Erfurt e.V. sind (wir sind es auch tatsächlich!). Nach einem Telefonat gestattete er nur mir zum Zwecke von Fotos, zu Fuß die Festung zu betreten.

Black Fortress / Schwarze Festung / Black Castle

Als llegaler Besucher hat man sicher die Zeit einen Spaziergang durch die Gärten zu unternehmen. Dieser soll zu einer griechischen Skulptur führen. Vom Plateau aus hat man eine schöne Aussicht auf das Monument "Mother Armenia" und das "Shirak Stadion". Ich gestattete mir einen Blick in den großen Konzertsaal.

Die Struktur aus schwarzem Tuff ist die südliche Festung der alten Festung Alexandrapol. Einheimische nennen es wegen des schwarzen Tuff "Black Fortress".

Black Fortress / Schwarze Festung, Gyumri

Die Festung ist eine einstöckige Burg, deren einziger Eingang rechts und links der Schützengräben ist. Die Gräben waren zum Schutz der Festung mit Wasser gefüllt. Ziel der Festung war es, die russische Grenze vor persischen und türkischen Truppen zu schützen.

Im 21. Jahrhundert war es das Zentrum von Gyumri. Als Ergebnis von Ausgrabungen enthüllte die Burg mehr alte Kulturschichten. Dies bestätigt, dass das Schloss an der Stelle eines älteren Gebäudes errichtet wurde.

Saint Nikolai the Wonderworker, St. Michael Arkhistratig Church, Russian orthodox chapel, Gyumri

 

 

Von der Festung aus setzten wir die Fahrt Richtung erst Stadteinwärts und weiter in Richtung Süden fort. Wir hatten auch nur auf den Plan, die beiden Kirchen auf dem Weg nur vom Auto aus zu fotografieren, ohne einen Stopp zu machen und eine Innenbesichtigung vorzunehmen. Manches Bild ist vielleicht nicht so gelungen, denn die Sonne stand manchmal recht ungünstig.

Saint Nikolai the Wonderworker, Russian orthodox chapel

In Gyumri leben Tausende von Russen. Der russische Militärstützpunkt befindet sich in Gyumri. Viele Vertragsbedienstete mit ihren Familien sind hierher gezogen und leben heute in einem Bezirk namens 8. Militärstadt. Die russisch-orthodoxe Kapelle ist ein Beweis für die Verbindung zwischen Armeniern und Russen.

Die Kirche wurde im südlichen Teil der Stadt gebaut. Hier befindet sich der Friedhof, der Ehrenhof. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Hügel ein christlicher Friedhof, auf dem Zivilpersonen und Militärs begraben wurden. Im Jahr 1853 erhielt der Komplex den Namen "Hill of Honor". Nach den russischen Begräbnisritualen muss der Leichnam des Verstorbenen in die Kirche gebracht werden. Und diese Kirche ist ein anschauliches Beispiel für eine kleine klassische russische Kirche, die aus armenischem schwarzem Tuffstein gebaut wurde und den Namen St. Michael Arkhistratig trägt. Wegen des Zinnmaterials des Daches benutzten die Alexandrapol-Leute Plplan, um die Kuppel der Kirche zu beschreiben. Während der sowjetischen Herrschaft diente die Kirche als Aufbewahrungsort.

Dieser Ort ist einzigartig und für die armenische und russische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert von Bedeutung, als Alexadrapol eine wichtige Stadt für das russische Reich war und in allen möglichen Bereichen echten russischen Einfluss hatte. Von hier aus können Sie die schöne Aussicht auf Gyumri, das Mutter-Armenien-Denkmal und den Black Fort-Komplex genießen.

Es gibt einen Unterschied zwischen der russisch-orthodoxen und der armenisch-apostolischen Kirchen. Obwohl beide Nationen christlich sind, gehören sie zu verschiedenen Zweigen christlicher Kirchen. Die armenisch-apostolische Kirche ist orientalisch-orthodox. Das Schisma, das die Spaltung der orthodoxen Kirchen verursachte, geschah nach dem Konzil von Chalcedon im Jahre 451. Die Russisch-Orthodoxe Kirche dagegen ist eine orthodoxe Ostkirche. Diese blieb bis zum Ost-West-Schisma im 11. Jahrhundert in Gemeinschaft mit den katholischen Kirchen. Die Hauptunterschiede liegen in Kultur, Machtbasis und Zeremonien.

Kathedrale der Heiligen Märtyrer / Cathedral of the Holy Martyrs / Cathedral of the Holy Martyrs (St. Nahatakac) Սուրբ Նահատակաց, Gyumri

Cathedral of the Holy Martyrs

Kathedrale der Heiligen Märtyrer / Cathedral of the Holy Martyrs / Cathedral of the Holy Martyrs (St. Nahatakac) Սուրբ Նահատակաց

Die Kathedrale der Heiligen Märtyrer (St. Nahatakac) befindet sich in der Victory Avenue neben dem Museum für Stadtleben und nationale Architektur. Die Kathedrale ist der Sitz des Ordinariats für Armenien, Georgien, Russland und Osteuropa der armenischen katholischen Kirche. Der Bau begann im Dezember 2010 und wurde 2015 abgeschlossen. Die Kathedrale sollte ursprünglich "Heiliges Kreuz" heißen, wurde jedoch zu Ehren der Opfer des Völkermords an den Armeniern in "Heilige Märtyrer" geändert.

Die Kirche des Heiligen Kreuzes ist eine Pastiche von Formen, die aus der mittelalterlichen armenischen Architektur stammen, insbesondere Zvartnots. Sie hat einen Glockenturm am Eingang. Der Architekt ist Hakob Jivanyan, während der Bauingenieur Hakob Baghdasaryan ist. Die dekorativen Skulpturen werden von Razmik Ayvazyan zusammengestellt.

Wir fuhren auf der M1 weiter, wobei sie nach rechts auf dem Yerevanyan Highway führte. Hier zeigt der Höhenmesser meines Fotoapparat eine Höhe von 1530 m über Normalnull.

Will man die Ruinenstadt Gtaschen zusätzlich besichtigen, muss man am Zoravar Andranik Square (40.780783, 43.844349) nach rechts auf der Tigranyan St den Gharibjanyan Highway H-17 als optionale Route folgen, was ein Umweg von ca. 100 km bei 2,5 Stunden entspricht. Diese Route führt in der Provinz Aragazotn zu folgenden optionalen Sehenswürdigkeiten:

Bistro Karo am Yerevanyan Highway (M-1) in Gyumri

Diesen Umweg hatten wir im Vorfeld bereits ausgeschlossen, da der Zeitrahmen es nicht zuließ. So folgten wir weiter der M-1.

Da wir Hunger hatten, sahen wir auf dem Yerevanyan Highway (M-1 / E-691) ein Grillrestaurant und nutzten die nächste Gelegenheit zum Wenden. So stoppten wir unmittelbar vor dem "Bisto Karo" und ließen uns frisch Gegrilltes einwickeln. Es roch einfach lecker. Gegenüber befand sich auch eine AROIL-Tankstelle - falls da Bedarf besteht.

Stretch-Limousine auf dem Yerevanyan Highway (M-1) in Gyumri

 

 

 

 

 

Als wir wieder weiter fahren wollten, erblickten wir die Stretch-Limousine, die wir bereits vor der Yot Verk Seven Wounds Church sahen und an einer kirchliche Hochzeit teilnahmen.

Artik-Staudamm am Vardakar Reservoir

 

 

Wir folgten der Fahrzeugkolonne einige Kilometer, bis sie nach links in einem Ort abgebogen sind. Schade - wir waren nicht geladene Gäste - sonst hätten wir sie weiter verfolgt.

Nach 14 Kilometer Fahrt ab Bistro auf der M-1 verließen wir sie unmittelbar hinter der Ortschaft Lusakert Լուսակերտ und folgten der H-21 weiter. Nach weiteren fünf Kilometer legten wir in einer Parktasche am Artik-Staudamm eine Rast ein und verzehten die eben erworbenen Fleischspieße. Super lecker! Hier im Vardakar Reservoir wird der Bach Mantash gestaut. Einige Angler besorgten sich hier ihr Abendbrot. Sie schienen auch Erfolg beim Angeln zu haben.

Geht man vom Rastplatz etwa 600 m in südwestlicher Richtung auf den Hügel, findet man noch einige Steine der ehemaligen antiken Stadt Horom. Im Vorfeld erkannte ich selbst im Luftbild nur leichte Strukturen vne ehemaligen Bebauungen, wobei man viel Fantsie benötigt, eine Stadt darinzu erkennen. Für Hobbyarchäologen führe ich sie dennoch auf.

Antike Stadt und Zitadelle Old Horom / Orom / Horrom

Die antike Stadt Horom / Orom / Horrom Հոռոմ, die jetzt nur noch in zertrümmerten Steinresten, aber dennoch viele große Mauern und strukturelle Konturen erhalten geblieben sind. Leider behandeln Einheimische es als Müllkippe. Von der urartischen Zitadelle Horom Citadel ist nicht mehr viel übrig. Die einst große Festungsstadt ist kaum mehr als eine Ansammlung von Steinmauern. Mit ein bisschen Fantasie soll es sehr leicht sein, die antike Stadt zu sehen.Ob die kürzlichen Ausgrabungen archäologisch oder von Hobbysammlern entstanden sind, ist nicht bekannt - es schien jedoch keine laufenden Arbeiten zu geben. Es gibt keine Einrichtungen oder Informationstafeln. Nicht weit von diesem Ort sind in Ghak und Shvaghtapa zwei weitere urartische Zyklopenforts

Gut gesättigt fuhren wir noch acht Kilometer in die Kleinstadt Artik Արթիկ, die etwa 250 m höher als Gyumri liegt.

Artik Արթիկ

Artik ist eine der antiken Siedlungen Armeniens. Laut einer Inschrift aus dem 11. Jahrhundert, die im Kloster Lmbatavank von Artik gefunden wurde, war die Stadt im Mittelalter als Hartk ( Յարդք ) bekannt. Sie wurde später als Ardik ( Արդիկ ), Ardik ( Արդիք ) und Artik ( Արթիկ ) bekannt. Nach Meinung der Einheimischen besteht der Name aus 2 Teilen: Ar abgeleitet von Berg Aragats und Tik Bedeutung stützte sich in Armenisch. Daher bedeutet der Name Artik höchstwahrscheinlich, sich auf Aragats zu stützen.

St.-Gregor-Kirche / Saint Gevorg / Saint George Church, Artik

Die Siedlung Artik wurde im 5. Jahrhundert höchstwahrscheinlich von den Kamsarakans mit der Gründung des Klosterkomplexes der Heiligen Mutter Gottes / Holy Mother of God gegründet. Die Kamsarakans Կամսարական waren eine armenische Adelsfamilie, die aus dem Haus der Karen, auch bekannt als Karen-Pahlav, hervorging. Die Karens waren eines der sieben großen Häuser des Iran und hatten parthischen Ursprung.

In der Stadt gibt es mehrere alte Friedhofsplätze aus der späten Bronzezeit.

St.-Gregor-Kirche / Saint Gevorg / Saint George Church / Sergiuskirche

Die Kamsarakans errichteten in der zweiten Hälfte des siebenden Jahrhundert die St.-Gregor-Kirche / Saint Gregory Church / Saint George / St. Gregorius-Kathedrale / Sergiuskirche / Surb Sargis.  Hierfür sprechen Ähnlichkeiten in der Bauplastik mit der Kathedrale von Talin, die in den 660er Jahren oder später erbaut wurde.

Die Surp Gevork Kirche ist die größere der beiden Kirchen und ist teilweise noch zerstört. Sie diente während der Sowjetzeit als Lagerhaus. Anfang der 90er Jahre wurde sie teilweise restauriert. Im Rahmen einer Spendenaktion zu Gunsten der Surp Gevork Church wurde eine weitere Rekonstruktion angekündigt. Sie soll zum Sitz der Diözese von Artik rekonstruiert werden. Der dahinter stehende Baukran zeugt nicht von Baumaßnahmen, sondern ist ein Überbleibsel der Sowjetzeit.

Saint Marine Church / Surb Astvatsatsin Astvatcatcin Church, Artik

Unmittelbar dahinter befindet sich die Ruine der Saint Marine Kirche.

Saint Marine Church / Surb Astvatsatsin Astvatcatcin Church

Mit der Gründung des Klosterkomplexes der Heiligen Mutter Gottes im 5. Jahrhundert wurde anschließend die Kirche Surp Marine / Surb Astvatsatsin Astvatcatcin Church / Holy Mother of God Church [4] errichtet und ist heute fast vollständig zerstört. Nach unterschiedlichen Datierungen, die aufgrund von Stilmerkmalen erfolgen, könnte die Bauzeit vor der arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert, möglicherweise im 5. oder 6. Jahrhundert gelegen haben. Sie ist die kleinere Kirche der beiden des Klosterkomplexes. Ich hoffe, dass die Zuordnung unter Geoogle Map zeitnah berichtigt wird, denn sie ist die nordöstliche Kirche.

Neue Kirche von Artik

 

 

 

 
 

Mittlerweile wurde unmittelbar davor eine neue Kirche für die Chisten der Stadt Artik errichtet. Sie ist aber bisher noch nicht beschrieben und benannt.

Leider hatte ich zur folgenden St. Stephanos Kirche nicht ausreichend mich vorbereitet und kannte nicht den Stellenwert dieser Kirche. Wegen des schlechten Weges brachen wir die Fahrt zur Kirche etwa 600 m vor dem Zielan einem kleinen steinigen Anstieg ab und strichen sie aus unserer Tagesroute, was wir hätten lieber nicht tun sollen. Vielleicht gab es sogar eine alternative Strecke.

St. Stephanos Kirche von Kloster Lmbatavank, Artik

 

 

St. Stephanos Kirche - Kloster Lmbatavank / Lmbat Monastery

Die kleine Saint Stephanos Kirche des Klosters Lmbat / Lmbatavank [5] steht auf einer Anhöhe genau südwestlich von Artik. Mit der Gründung des Klosterkomplexes der Heiligen Mutter Gottes durch die Kamsarakans errichteten sie im 7. Jahrhundert auch die St.-Stephans-Kirche des Lmbat-Klosters.

Die sehr gut erhaltene St. Stephans-Kirche wurde 1955-56 rekonstruiert. Die kreuzförmige Kirche hat eine zentrale Kuppel. Die Architektur der Kirche ist bescheiden. Im Innern gibt es sehenswerte Fresken. Die Kirche gilt als eine der schönsten ihrer Art. Bei Ausgrabungen im Jahr 1960 wurde unter den Steinen ein Friedhof aus der Bronzezeit entdeckt.

հայկական հարսանիք  Haritschawank Harichavank Monastery 2018-10-06

 

 

 

Kurz nach 15 Uhr erreichten wir bei nur 14°C die Ortschaft Harich Հառիճ und das Kloster Haritschawank in einer Höhe von knapp 2000 m über NN. Unmittelbar vor und in dem Komplex waren ausreichend Parkplätze. Es machte aber den Anschein, als ob zahlreiche Besucher das Kloster besuchten. Wir ahnten ja nicht, dass wir wieder an einer Hochzeit teilnehmen werden.

Kloster Haritschawank, Marich Monastery Complex

Haritschawank (armenisch Հառիճավանք), auch Harichavank, Haritchavank, ist ein bewohntes Kloster der Armenisch-Apostolischen Kirche im Dorf Haritsch östlich der Kleinstadt Artik in der nordwestarmenischen Provinz Schirak. Es wurde vermutlich im 7. Jahrhundert gegründet, die erhaltenen Kirchengebäude – zwei Kreuzkuppelkirchen und ein Gawit – stammen im Wesentlichen aus dem 13. Jahrhundert.

Kloster Haritschawank, Marich Monastery Complex

 

Haritschawank ist eines der größten und am besten erhaltenen Klöster Armeniens. Seine Gründung fällt vermutlich mit dem Bau der ersten Kirche im 7. Jahrhundert zusammen. Der Ausbau der Anlage begann unter der Herrschaft der Zakariden, einer Fürstendynastie, die als Vasallen georgischer Könige zwischen 1201 und 1260 von ihrer Hauptstadt Ani regierten. 1236 wurden sie den Mongolen tributpflichtig. Ende des 12. Jahrhunderts erwarben die Brüder Ivane und Zakare Zakarian das Kloster von der Pahlavuni-Familie. Die mit den Bagratiden verwandten und verfeindeten Pahlavunis hatten bis dahin das Kloster unterstützt. Anfang des 13. Jahrhunderts ließen die Zakariden die beiden heute vorhandenen Kirchen, zwei Gawite, von denen einer erhalten blieb, mehrere Kapellen, Nebengebäude und eine Festungsmauer errichten. Dies geht aus einer Inschrift von 1201 an der Nordwand der Muttergotteskirche hervor, in der sich der Stifterfürst als „Zakare Mandatorta Amirspasalar der Armenier und Georgier, Sohn des großen Sargis“ verewigen ließ.

Kloster Haritschawank, Marich Monastery Complex

 

 

 

Haritschawank war wegen seiner Ausbildungseinrichtung und der hier kopierten Handschriften eines der berühmtesten armenischen Klöster. Einfälle der Mongolen brachten bis zum 14. Jahrhundert das Klosterleben zum Erliegen. Im 18. Jahrhundert wurde der Gebäudekomplex restauriert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts diente das Kloster dem in Etschmiadsin residierenden Katholikos als Sommerresidenz. Hierfür wurde es ein weiteres Mal vollständig renoviert und um mehrere Nebengebäude ergänzt, zu denen eine Küche, Schlafräume für Mönche und Schüler, Lagerräume und Stallungen für Rinder gehörten.

Bei einer Visite sollte man auc am südlichen Rand einen Blick auf die herrliche Schlucht richten.

H-21 bei Geghadzor Գեղաձոր

 

 

Durch die Verzögerung bei der Hochzeit (sie bekamen die Drohne nicht zum Starten) dehnte sich die Visite auf etwas über einer Stunde hin.

Wir folgten der H-21 weiter und erreichten dabei eine Höhe von 2330 m über Normalnull und wechselten von der Provinz Schirak in die Provinz Aragazotn.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher von der Straße H21 in den Ort Tsaghkahovit Ծաղկահովիտ zu den Ausgrabungen an der Festung Tsaghkahovit, die 500m östlich der Hauptkreuzung im Ort befanden.

Die Kleinstadt Tsaghkahovit / Tsakhkaovit /Tsakahovit hieß bis 1946 Haji Khalil, ist eine Kleinstadt und Landgemeinde in der nordarmenischen Provinz Aragazotn. Auf den Hügeln am Ortsrand werden seit 1998 seit der Frühbronzezeit bis in die Zeit nach dem Untergang des Urartäischen Reiches bewohnte Siedlungen ausgegraben

Festung Fortress Tsaghkahovit, Ausgrabungsstätte

Festung Fortress Tsaghkahovit, Ausgrabungsstätte

Reste der Zitadelle befinden sich auf dem hohen Hügel Kalachi Tepe, der das Ortszentrum um rund 80 Meter überragt. Die Flanken des Festungshügels sind an allen Seiten etwa gleich steil. Der Hügel hat eine Fläche von 7,59 Hektar, das gesamte Grabungsgelände umfasst 36,9 Hektar. Es erstreckt sich in einer Senke bis zu einer Anhöhe im Südosten. Die 0,59 Hektar große Zitadelle nimmt die flache Hügelkuppe ein. Vom Zitadellenhügel ist die Hochebene im Norden, die von Aparan heraufführende Straße im Osten und das Ausgrabungsgelände am Hang des Aragaz im Süden zu überblicken.

Eine chronologische Unterteilung der archäologischen Schichten ergibt:
- Frühbronzezeit: T~ Ia: 3200–2900 v. Chr. Kura-Araxes I (Dschemdet-Nasr-Zeit)
- Frühbronzezeit: T~ Ib: 2900–2600 v. Chr. Kura-Araxes II (Frühdynastische Zeit)
- Spätbronzezeit I: Tsaghkahovit IIa: 1500–1400 v. Chr. (Mittani)
- Spätbronzezeit II: Tsaghkahovit IIb: 1400–1300 v. Chr. (Assyrisches Reich)
- Spätbronzezeit III: Tsaghkahovit IIc: 1300–1200 v. Chr.
- Eisenzeit IIIa: Tsaghkahovit IIIa: 650–350 v. Chr. (Achämenidenreich)
- Eisenzeit IIIb: Tsaghkahovit IIIb: 350–200 v. Chr. (Hellenismus).

Die Frühbronzezeit, die Spätbronzezeit und die Eisenzeit III sind auf dem gesamten Hochland am besten vertreten.Die oberste Siedlungsschicht stammt aus dem Mittelalter. 28 Prozent der am Westhang gefundenen Keramik werden in die Frühbronzezeit datiert, 80 Prozent der Keramik insgesamt in die Spätbronze- und Eisenzeit I, weitere fünf Prozent in die Eisenzeit III.

Wie erwartet war hier nicht viel zu sehen. auch das Luftbild unter Google ließ kaum Strukturen erkennen, so dass wir es bei diesem Foto beliesen.

Festung Fortress Gegharot, Ausgrabungsstätte (optional)

Genau acht Kilometer nördlich befindet sich die derzeitige Ausgrabungsstätte - die Festung Fortress Gegharot. Da wir diese jedoch nicht richtig geografisch zuordnen konnten - wußen auch nicht, ob diese zur Besichtigung frei gegeben wurde - so ließen wir diese aus.

Die Festung in Gegharot ist eine von mehreren Hochburgen, die in alten Zeiten in Armenien gebaut wurden. So erwähnen wir es nur und beziehen uns auf die Beschreibung im Internet, die aussagt, dass drei ungefähr 3300 Jahre alte Schreine in einer Festung auf einem Hügel in Gegharot gefunden wurden.

Zoravan H-4 Blick auf den Berg Ararat

Zu dieser Zeit benutzten lokale Herrscher wahrscheinlich diese Schreine für die Vorhersage. Jeder der drei Schreine besteht aus einem Raum mit einem Tonbecken, das mit Asche und Keramikgefäßen gefüllt ist. eine Vielzahl von Artefakten, darunter Keramik Idole mit Hörnern, Stanzpresse, kadilory für das Brennen von Substanzen, und eine große Anzahl von Tierknochen mit Markierungen auf sie verwendet wurden, gefunden. Laut Archäologen, während die Herrscher der Wahrsagerei und Wahrsager, alle diese Dinge verbrennen könnte und den Wein trinken, das sie „geändert“ Bewusstseinszustand zu erleben erlauben würde.

So traten wir von der Stadt Tsaghkahovit die Heimreise nach Tsaghkadzor / Zaghkadso an. Dazu fuhren wir wieder auf die H-21 zurück und bogen nach 6 km wieder nach rechts auf die uns bereits bekannte M3/AH81/E117 ab, die wir wie bei der Hinfahrt bis Ashtarak Աշտարակ folgten, Vor Jeghward Եղվարդ angekommen bogen wir nicht auf die H-6 nach rechts ab, sondern folgten weiter der H-4 - so wie unser Navi es vorschlug. In der Ortschaft Aragyugh Արագյուղ sollten wir nach rechts abbiegen und wollte über die H-5 und H-1 zur Unterkunft führen. Die Straße von Aragyugh nach Karashamb Քարաշամբ war eher ein unbefestigter Weg mit nicht endenden Schlaglöcher, so dass wir uns entschieden umzudrehen und die 10 km nach Jeghward zurück fuhren. Wir nutzten nun die Route, die wir auch heute morgen benutzt hatten. Während der Rückfahrt auf der H-4 hatten wir noch einmal den Berg Ararat über den Wolken im Blick, was uns die 20 km Umweg erleichterte.

Imbissstand in Zaghkadsor

Was wir noch nicht wussten - morgen werden wir das Stück befahren, weswegen wir heute umdrehten.

So erreichten wir erst gegen 19 Uhr die Stadt Zaghkadsor und hielten an einem gemütlich eingerichteten Straßenimbiss am Kreisverkehr der H-28 an, um Abendbrot zu essen. Die Inhaberin war ganz überrascht noch Gäste zu bekommen - fertigte aber bereitete trotzdem zügig ein warmes Essen für uns.

Gegen 20 Uhr erreichten wir nun unsere Unterkunft in Tsaghkadzor / Zaghkadsor Ծաղկաձոր im Holiday Home M&N. Aus den ursprünglich geplanten 296 Tageskilometer wurden durch den nicht geplanten Wechsel der letzten Übernachtung von Dilijan nach Tsaghkadzor 428 Kilometer.


Fortsetzung im Teil 8:  
Reisebericht Amberd (Hrasdan, Bjni, Saghmosavank, Ohanavan, Amberd) 


Weitere optionale und sehenswerte Ziele in der Nähe dieser Tour:

Trchkan Waterfall

Eine der schönsten Naturlandschaften Nordarmeniens befindet sich in der Nähe der Grenze zwischen Shirak und Lori am Chichkan. Leider lwar der Wasserfall als Abstecher von unserer Route nicht erreichbar - die Zufahrt wäre nur über Gyumri - also 2 x 47 km möglich gewesen.
Der Chichkan-Fluss beginnt an den Hängen des Shirak-Gebirges und setzt seine 29 Kilometer lange Wanderung östlich durch die Bazum-Bergkette fort. Hauptsächlich durch Schmelzen von Schnee und Grundwasser versorgt, ist der Überlauf in der Regel im späten Frühjahr bis zum Beginn des Sommers. Der Trchkan Wasserfall ist 23 Meter hoch und ist einer der höchsten in Armenien in dem Sinne, dass er einen der höchsten vertikalen Tropfen im Vergleich zu den anderen Wasserfällen hat (der Shaki Wasserfall hat einen Höhenunterschied von 18 Metern, der Jermuk Wasserfall liegt über 72 Meter das Wasser fällt entlang der Felsen in einem 60 Grad Winkel und Kasakh Wasserfall ist 70 Meter, aber mehrstufig.

Der Wasserfall von Trchkan ist mit einer Höhe von 23 Metern der höchste in der Republik Armenien. Es fließt in einen der Zuflüsse des Pambak River, den Chichkan River. Das Besondere an diesem Wasserfall ist, dass er sich an der Grenze zwischen den Provinzen Lori und Shirak befindet. Es ist auch beliebt für seine leckeren Forellen.

Basilika Yereruyk Surb Karapet Temple, Anipemza / Yereruk Երերույքի (optionale Tagesroute)

Die Basilika Yereruyk Surb Karapet Temple տաճար bei Anipemza / Yereruk Երերույքի befindet sich etwa s über 8km südlich der Königsstadt Ani - jedoch auf armenischer Seite. Die Basilika ist eine armenische Kirche aus dem 5. Jahrhundert, eines der ältesten Monumente armenischer Architektur in der Nähe des Dorfes Anipemza in der Region Shirak und ist eines der ältesten christlichen Gebäude in Armenien. Sie wurde an der Stelle eines heidnischen Altars erbaut. Die Basilika wurde zur Aufnahme in die UNESCO -Liste des Weltkulturerbes vorgeschlagen.

Der Tempel ist 3-Nephonisch, aus dem Ani-Tuff, auf einem 6-stufigen Stylobat, an den Ecken mit 4 hervorstehenden Gängen, die durch Galerien verbunden sind. Bei den gemeinsamen archäologischen Ausgrabungen des geologischen Museums von Shirak und der französischen provenzalischen Universität (2010-2011) wurden in der Nähe des Tempels zahlreiche Bestattungen von Kindern entdeckt. Den Forschern zufolge war der Tempel Johannes dem Täufer gewidmet, der dafür bekannt ist, Jesus zu taufen. Nach den frühmittelalterlichen Traditionen durften die Toten vor der Taufe nur hier begraben werden. Laut Historiker Paul Bene fiel die Bestattungstradition im mittelalterlichen Armenien und in Frankreich völlig zusammen. Die Leichen waren in Leichentücher gehüllt, die Kinder lagen auf dem Rücken, die Köpfe streng nach Westen und die Arme auf der Brust verschränkt.

Antike Armenische Königsstadt - Ani (Westarmenien / Türkei)

Die antike Stadt Ani befindet sich befindet sich auf türkischen Gebiet unmittelbar an der nordwestlichen türkisch-armenischen Grenze westlich von Kharkov der Provinz Kars in Westarmenien / Ostanatolien. Da Armenien und die Türkei keine Grenzübergänge haben, kann man die Königsstadt während dieser Rundreise nicht besichtigen. Wir haben die Königsstadt Ani jedoch in diesem Sommer besichtigt, als wir den nordwestlichen Teil der Türkei (Provinzen Erzurum, Artvin, Ardahan, Ağrı, Iğdır und Kars in Ostanatolien) als Anbindung der Tour entlang der Türkischen Schwarzmeerküste von 2017 besichtigten. Natürlich wäre es interessant gewesen, Ani von der armenischen Seite aus zu sehen. Es wäre ein Abstecher von etwa zusätzlichen 80 Kilometer und knapp 2 Stunden Fahrzeit gewesen mit der Ungewissheit, nicht nah genug heran zu kommen. Eine Straße bis zur Ortschaft Kharkov (Խարկով) direkt an der armenisch-türkischen Grenze ist ausgewiesen - aber ob es weitere zwei Kilometer in westlicher Richtung bis auf Sichtweite von Ani zu befahren geht, konnte ich nirgends nachlesen. Auf Google Map ist ein Weg sichtbar - aber so direkt im Grenzgebiet zu reisen, wäre sicher sehr gewagt gewesen.


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Foto [2] Valen1988 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45759846
Foto [3] Armenak Margarian - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64353969
Foto [4] Bertramz - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29210986
Foto [5] Soghomon Matevosyan - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62127173


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  Reisebericht Nordzypern 2014 sowie nach Zypern (westlicher griechischer Teil) 2015 * * Rundreise Lanzarote 2015