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Reisebericht über eine zweiwöchige private Urlaubsreise durch Armenien - Herbst 2018

Kurz-Übersicht der Rundreise Armenien im  Reisebericht Armenien

Rundreise Teil 1: Reisebericht Chor Virap (Chor Virap, Norawank)
Rundreise Teil 2: Reisebericht Chndsoresk (Goris, Chndsoresk)
Rundreise Teil 3: Reisebericht Tatew (Goris, Tatew)
Rundreise Teil 4: Reisebericht Sewanawank (Selim, Noraduz, Sewanawank, Dilidschan)
Rundreise Teil 5: Reisebericht Dilidschan (Dilidschan, Gosh)
Rundreise Teil 6: Reisebericht Kloster Sanahin und Haghpat (Dilidschan, Haghpat / Sanahin Kloster)
Rundreise Teil 7: Reisebericht Gyumri (Spitak, Gyumri, Harich)
Rundreise Teil 8: Reisebericht Amberd (Hrasdan, Bjni, Saghmosavank, Ohanavan, Amberd)
Rundreise Teil 9: Reisebericht Etschmiadsin (Jerewan, Etschmiadsin, Swartnoz)
Rundreise Teil 10: Reisebericht Geghard (Jerewan, Garni, Geghard)
Rundreise Teil 11: Reisebericht Jerewan (Jerewan, Matenadaran Museum, historische Museum)
Rundreise Teil 12: Reisebericht Eriwan (Eriwan, ...)

weitere Sehenswürdigkeiten Armeniens

Koordinatenliste zur Rundreise


Teil 4: Goris, Selim, Noraduz, Sewanawank, Dilidschan

 

5. Tag - Mittwoch, 03. Oktober 2016

Fahrt von Goris nach Selim, Noraduz, Sewanawank und Dilidschan (geplant: 228 km - Route - real: 411km)

Herzlich war die Verabschiedung von unseren Vermieter Artak Bakunts und wünschten uns gegenseitig, dass diese gute Freundschaft erhalten bleibt. Gegen 8:30 Uhr fuhren wir die uns bereits bekannte Strecke Richtung Jerewan. Wir mussten so frühzeitig los, denn heute stand ein gewaltiges Reiseprogramm auf unseren Plan.

Geisterstadt Boloraberd / Kurtkulag / Kurdkulag

Um einen Blick auf die Geisterstadt Boloraberd zu werfen, biegt man in der Stadt Jeghegnadsor Եղեգնաձոր nach links auf die nach Süden gehende Staatsstraße H40 ab. Nach knapp 7 km geht links ein Weg bergauf zur 6 km entfernten Geisterstadt Kurtkulag. Dabei sind immerhin 600 Höhenmeter zu überwinden. Der Zustand des Weges unmittelbar am Abzweig von der H40 ließ schreckliches ahnen. Er begann schon einmal mit einem abgerutschten Weg (Bild rechts). Ich denke, dass man hier nur mit einen voll geländegängigen Jeep benötigt. Häufig haben wir unterwegs einen russischen UAS gesehen, der für diese Bedingungen optimal zu sein scheint.

Geisterstadt Boloraberd / Kurtkulag / Kurdkulag (optional)

Geisterstadt Boloraberd / Kurtkulag / Kurdkulag

 

 

 

 

 

Über die Geisterstadt Boloraberd / Kurtkulag / Kurdkulag konnte ich keine Informationen erhalten. Man darf sie jedoch nicht mit der Festung Proshaberd verwechseln, die auch Boloraberd genannt wird. Das Luftbild lässt gewisse Strukturen erkennen. auch ein größeres Gebäude muss gestanden haben.

Spitakavor Road Vernaschen

 

 

Wir ließen dieses Ziel aus und wollten das Kloster Spitakavor sowie die Festung Proshaberd als erste Tagesziele besichtigen. So fuhren wir immer nordwärts durch die Stadt Jeghegnadsor Եղեգնաձոր und anschließend durch die Orte Gladzor Գլաձոր und Vernaschen Վերնաշեն.

Spitakavor Road Vernaschen

 

 

 

 

 

 

 

Am Glazdor-Museum der Universität von Gladzor (Nordausgang) von Vernaschen beginnt der neun Kilometer lange Fahrweg und der kürzere Fußweg zu der nördlich in den Bergen gelegenen Klosterkirche Spitakavor und weiter oberhalb zur Festung Proschaberd (Boloraberd) aus dem 13. Jahrhundert.
Ein Wegweiser wies auf den "Feldweg" Spitakavor Road, der das Kloster Spitakavor in 9,4 km erreichen sollte, den wir natürlich folgten. Nach etwa 2 km verschlechterte sich der Weg so sehr, dass wir umdrehten und dieses Ziel ausließen. Da unmittelbar dahinter die Festung Proshaberd erreichbar war, musste sie auch leider gestrichen werden. Unser Auto war dafür ungeeignet. So fuhren wir wieder zurück nach Jeghegnadsor.

Monastery Spitakawor / Spitakavor / Gülvank

 

Klosterkomplex Spitakawor / Spitakavor Monastery

Das kleine und abgelegene Kloster Spitakavor Monastery Սպիտակավոր վանք (Kloster Gülvank) ist ein armenischen Klosterkomplex an den Hängen des Teksar-Berges aus dem 14. Jahrhundert und ist dem Heiligen Astvatsatsin gewidmet.

Das Gelände ist schwierig, aber das Kloster kann zu Fuß oder mit einem Geländewagen erreicht werden. Hinter befestigten Mauern befinden sich ein weiß geglättetes Gebäude (Felsit, einschließlich Kloster, Kirche, Glockenturm und Vorraum). Die Hauptsehenswürdigkeit ist die Spitakavor-Kirche der Heiligen Mutter Gottes (Spitakavor-Kirche von Surp Astvatsatsin) selbst.
Foto: ararattravel.am

Aufgrund der Anzahl der Frühlingsblumen, die das Kloster umgeben, wird es manchmal von den Dorfbewohnern von Vernashen als Tsaghkavank (das Kloster der Blumen) bezeichnet. Ein Bild, das als "bemerkenswertes Beispiel einer armenischen Skulptur aus der Mitte des Jahrhunderts" von Maria (Mutter Jesu) beschrieben wird, ist in den Grabstein des Kircheneingangs eingemeißelt. Andere interessante künstlerische Arbeiten waren eine Skulptur von Jesus mit seinen Jüngern und ein Relief von Eachi und seinem Sohn.

Monastery Spitakawor / Spitakavor / Gülvank

Das Kloster scheint von der ganzen Welt isoliert zu sein und scheint in der göttlichen grünen Umgebung zu liegen, wo die menschliche Hand noch nicht berührt wurde. Es reicht nicht aus, die Harmonie des Klosters und seiner Umgebung zu sagen. „Atemberaubend schön“, so sollte es beschrieben werden.

Das Spitakavor-Kloster aus dem 14. Jahrhundert wurde von zwei Prinzen aus der Proshian-Dynastie während der armenischen Zeit von Zakarid erbaut. Der Bau der Kirche begann von Prinz Eachi (gestorben 1318) und wurde 1321 von seinem Sohn Prinz Amir Hasan II. abgeschlossen. Zwischen 1321 und 1330 wurde der Narthex gebaut, und 1330 fügten Hovhannes Proshian und seine Frau Tadzna der Westwand des Narthex einen dreistöckigen Glockenturm hinzu.

Das Kloster wurde unter der Leitung von Pater Superior und Philologe Vardapet Avagter zu einem "wichtigen kulturellen, pädagogischen und spirituellen Zentrum".

Es gab zwei andere Klöster in der Umgebung, das Kloster Tanade (Kloster Tanahati Vankh / Karavankh / Stephanskloster / Karmir Monastery - 6,3 km in südöstlicher Richtung) und das Kloster St. Khach (7,5 km in südöstlicher Richtung). Die drei verwendeten Feuersignale, um in "alten Zeiten" zu kommunizieren.

Festung Proshaberd Պռոշաբերդ


Das Kloster wurde im 14. Jahrhundert von Lenk Timur angegriffen, dessen Armeen die Mauern und den Narthex zerstörten, der in Armenien als Gawit bekannt ist. Im 14. oder 15. Jahrhundert, nach dem Sturz der Mongolen, griffen Ak-Koyunlu und Kara Koyunlu Stämme an und verwüsteten die Region, darunter die Klosterkirche, Klostermauern und Servicegebäude. Ohne die zerstörten Gebäude und Mauern wieder herzustellen, stand die Kirche des Klosters bis zum Persisch-Osmanischen Krieg, als 1604 tausende von Armeniern zwangsweise unter Shah Abbas umgesiedelt wurden. so blieben die Kirche und die Überreste des Klosters erhalten.

Die Überreste des armenischen Militärführers und politischen Denkers Garegin Nzhdeh wurden am 9. Mai 1987 oder 1983 geheim auf dem Hof ​​des Klosters Spitakavor begraben . Er war 1955 in einem sowjetischen Gefängnis gestorben. Jährlich am 17. Juni Armenier auf der ganzen Welt pilgern auf den Friedhof des Klosters.

Festung Proshaberd Պռոշաբերդ /  Boloraberd

Die Festung Proshaberd Պռոշաբերդ, auch Boloraberd genannt, wurde im 13. Jahrhundert von Prinz Prosh Khaghbakian erbaut. Fast einen Kilometer östlich befindet sich die eben beschriebene Spitakavor-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die dem Heiligen Astvatsatsin gewidmet ist.

Festung Proshaberd Պռոշաբերդ

Prinz Prosh, der vor möglichen Angriffen in der nahen Zukunft fürchtet, soll seine Wertsachen in den Mauern von Proshaberd und in den nahe gelegenen Bergen und Schluchten versteckt haben. Man sagt: "Wenn man die von Prinz Prosh hinterlassenen Symbole verstehen kann, können sie möglicherweise seine verlorenen Schätze lokalisieren." Ein Khachkar, der allein an der Straße sitzt, liest seltsam: "Der Schatz ist im Kopf."

Die örtliche Folklore erzählt, dass die Perser die Festung Proshaberd mit ihren starken Mauern und ihrer eigenen Wasserversorgung, die zum Bauwerk führte, vor langer Zeit belagerten. Aufgrund ihrer undurchdringlichen Wände waren sie nicht erfolgreich, und nach mehreren Versuchen, die Festung niederzureißen, beschlossen sie, die Wasserversorgung zu unterbrechen. Soldaten konnten es nicht finden, deshalb wurde der Anführer von einem seiner Männer aufgefordert, ein Maultier zu behalten. Sieben Tage und Nächte durstig und dann loslassen, denn es wird nach Wasser suchen. Die Empfehlung wurde beachtet, und nach sieben Tagen und Nächten wurde das Maultier freigelassen. Sie suchte weiter nach Wasser und ging genau in das Gebiet, in dem sich die Wasserversorgung befand, die zur Festung führte, und begann zu graben. Die persische Armee konnte dann die Wasserversorgung unterbrechen, was dazu führte, dass sich die Festung ergab.

Fotos und übersetzten Text aus: en.wikipedia.org/wiki/Proshaberd

Schatin - Weg zum Kloster Shativank

Am Ortseingang von Getap bogen wir auf den Highway M10 Richtung Norden ab. Hier hatten wir etwa 1000 Höhenmeter. Nun ging es kontinuierlich zum Vardenyats Pass bergauf. Im nächsten Ort Shatin sieht man in etwa 3 km Entfernung rechts die Reste vom Kloster Shativank (10. -17 Jh.), die wir zu erreichen versuchten. Wie unser GPS-Gerät vorgab, bogen wir in der Ortschaft Schatin Շատին / Shatin (bis 1935 Hasankend / Hasankand) nach rechts auf einen Weg durch den Ort ab. Die Staubwolken des vorausfahrenden Fahrzeuges ließ schon wieder schreckliches ahnen - ließen uns nicht irritieren und folgten ihn.

Schatin - Weg zum Kloster Shativank

 

 

 

 

 

 

 

Nach mehreren hundert Metern Fahrt wies ein Schild uns zum Kloster - nur der Weg dorthin war für uns mehr als unbefahrbar. Selbst zu Fuß wäre eine Zumutung gewesen.

Kloster Schatiwank / Shativank / Shatinvank / Schatin Vank / Šatinvank’ / Šatin vank’

Zum ehemaligen Kloster Shativank führt also nur ein mit Allrad befahrbarer Weg am Hang, der zunächst nach Süden bis zum Friedhof führt, der dann in Serpentinen den Hügel erklimmt und endet nach sechs Kilometern an der vom Dorf in nordöstlicher Richtung gelegenen Ruinenstätte. Ein Fußpfad ab dem nördlichen Ortsende, der zunächst einem Wasserlauf in einem Tal folgt, halbiert etwa diese Strecke. Ein YouTube-Video zeigt den Weg zum Kloster - einfach beeindruckend! Hier zeigt sich, dass ein 4x4 Allrad erforderlich ist und keine Höhenangst hat. Es ist ein ziemlich steiler Weg. Dieses Video zeigt, dass unsere Entscheidung richtig gewesen ist, die Fahrt dorthin abzubrechen.

Kloster Shativank

Das ehemalige Kloster Schatiwank / Shativank / Shatinvank / Schatin Vank / Šatinvank’ / Šatin vank’ ist ein Kloster der Armenisch-Apostolischen Kirche. Es liegt auf einer Höhe von 1.651m über dem Meeresspiegel. Es ist eines der wichtigsten spirituellen Zentren Armeniens. Das Kloster wurde im Auftrag von Smbat, den Sahak-Fürsten von Syunik und der Dame Sophia im Jahr 929 erbaut. Das Kloster Shativank steht kurz vor dem Zusammenbruch und liegt teilweise bereits in Trümmern. Das Dach ist bereits herunter gefallen. Separate Teile sind gefährlich und nur unter Vorsicht begehbar.

Kloster Schatiwank / Shativank / Shatinvank / Schatin Vank / Šatinvank’ / Šatin vank’


In einer massiven Befestigungsmauer besteht Shativank aus der wieder aufgebauten Surb Sion Church / Zionskirche als Hauptgebäude der neuen Epoche. Sie ist eine aufrechte Basilikakirche aus den Jahren 1654-56. Bis 1665 wurden die westliche Sakristei und die südliche Eingangshalle hinzugefügt. Die Wände des älteren Altars tragen das Fresko. Die folgenden Worte sind in schwarzen armenischen Buchstaben eingraviert: „Fußwaschung“, „Vernatoun“ (erhöhte Plattform in der Kirche), „Steinwerfen“. Der Name der Kirche stammt vom Namen des Shatik Menakyats, der der Prälat der Verin Noravank war. Die Initiatoren waren reiche Kaufleute aus Jugha.

Die meisten Monumente des Ensembles stammen aus der Antike. Dies sind der Speisesaal, die großen und kleinen Wohnräume, die Schuppen, die Quelle, die Wassermühle, die Weizenställe usw. Viele Khachkars / Kreuzsteine ​​und Manuskripte sind auch aus der antiken Epoche der Kirche erhalten. Mit Hilfe von Tonpfeifen wurde aus einer Entfernung von 3 km Trinkwasser in die Kirche gebracht.

Bild und Text aus: mshakuyt.com

Shatin-Yeghegis-Road

 
 

So drehten wir auch hier unverrichteter Dinge um und fuhren zu unseren nächsten Zielen in Richtung Yeghegis. Unmittelbar hinter dem Abzweig nach Artabuynk Արտաբույնք hofften wir ein Foto vom Kloster aus 1300 m Entfernung zu erhalten - es lag aber für uns unsichtbar unmittelbar hinter dem Bergkamm.

Unter den wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben in der Gemeinde Yeghegis die Zorats Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die St. Astvatsatsin Basilika (nach der Wiederherstellung von 1703), die St. Karapet gewölbte Kirche aus dem 13. Jahrhundert, verschiedenartige khachkars aus dem 14. Jahrhundert sowie die Familienbeerdigungsgruft des Orbelyan Fürsten aus dem 13. Jahrhundert die Jahrhunderte überstanden.

Surb Astvatsatsin Church, Yeghegis Սուրբ Աստվածածին եկեղեցի

 

 

 

 

Das nächste Ziel wurde das Erste, was wir heute besichtigen konnten - die Surb Astvatsatsin Kirche in Yeghegis.

Surb Astvatsatsin Church, Yeghegis Սուրբ Աստվածածին եկեղեցի

Ein kurviger Weg führt nördlich der Straße nach 100 Metern zur Muttergotteskirche (Surb Astvatsatsin), einer dreischiffigen Basilika mit Tonnengewölbe, die 1703 aus den Steinen eines Vorgängerbaus neu errichtet wurde. Zwei massive Pfeiler in jeder Reihe, die untereinander durch Rundbögen verbunden sind, gliedern den Raum in ein breites hohes Mittelschiff und zwei schmälere, niedrigere Seitenschiffe, die von einem einzigen Satteldach überdeckt werden. Das Gebäude ist typisch für die im 17. Jahrhundert wieder aufgenommene künstlerischer Bautätigkeit.

Surb Astvatsatsin Church, Yeghegis Սուրբ Աստվածածին եկեղեցի

Im Süden Armeniens und besonders im Gebiet Sangesur wurden im frühchristlichen Stil archaisch wirkende Pfeilerbasiliken aus dem in der Umgebung verfügbaren Basalt gebaut. Man verzichtete wegen der Erdbebengefahr aus statischen Gründen darauf, Kuppelkirchen aus diesem schweren Gestein zu errichten. Zum langgezogenen Typus mit zwei Pfeilerpaaren gehören außer der Muttergotteskirche von Jeghegis unter anderem in der Provinz Wajoz Dsor die Klosterkirche von Shativank und in der Provinz Sjunik die Klöster Mec Anapat (1662 neu gegründet), Haranc Anapat (1613 gegründet und 1658 durch ein Erdbeben zerstört), die erhaltene Hripsime-Kirche im Tal von Chndsoresk (1665 erbaut) und die Kirche im Dorf Tandzaver (1705 erbaut).[

Surb Karapet Kirche / Surb Nshan Church, Yeghegis

 

 

 

 

 

 

Fährt man nur knapp 100 m weiter, biegt ein Weg nach rechts ab und erreicht nach 300 weiteren Meter die Surb Karapet Kirche / Surb Nshan Church.

Surb Karapet Kirche / Surb Nshan Church, Yeghegis

Weiter östlich blieb zwischen hohen Walnussbäumen die Täufer-Kirche (Surb Karapet), auch Heilig-Kreuz-Kirche (Surb Nshan Church Սուրբ Նշան եկեղեցի, „Heiliges Zeichen“), aus dem 13. Jahrhundert vollständig erhalten. Bei der kleinen ummantelten Kreuzkuppelkirche liegt der kreuzförmige Grundplan innerhalb rechteckiger Außenwände, die Nebenräume in den vier Ecken mit einschließen. Sie ähnelt der Surb Karapet von Tsaghats Kar mit einer halbrunden Apsis im Osten und rechteckigen Wänden an den drei übrigen Seitenarmen. Der innen und außen kreisrunde Tambour ruht auf Gurtbögen, die von den vier Innenwandecken getragen werden. Die Kuppel wird von einem Kegeldach überragt. Der einzige, von einem Rundbogen umfasste Eingang befindet sich im Westen. Inschriften nennen einen Nerses Nahatak als Bauherrn. Um das Gebäude stehen viele und teilweise alte Chatschkare. Einige tragen Jahreszahlen des armenischen Kalenders: Die Zahl 750 auf einem Chatschkar am Zugang zur Lichtung entspricht 1301 n. Chr., die Zahl 98 ergibt umgerechnet 699 n. Chr. Um diese Zeit waren Chatschkare jedoch noch nicht entwickelt.

 

Zorats Surb Astvatsatsin Church, Zorats Yekeghetsi, Surb Stepanos, Զորաց Սուրբ Աստվածածին եկեղեցի, Yeghegis

Folgt man den Weg etwa 230 m weiter in östlicher Richtung, erreicht man die allein stehende Zorats Surb Astvatsatsin Kirche.

Zorats Surb Astvatsatsin Church, Zorats Yekeghetsi, Surb Stepanos, Զորաց Սուրբ Աստվածածին եկեղեցի, Yeghegis

Zorats Kirche in Yeghegis, eine Stadt im südlichen Armenien Vayots Dzor Provinz, wurde im 14. Jahrhundert gebaut, als das Land unter der mongolischen Kontrolle war und im Krieg mit den syrischen Mamluken. Die Kirche besteht nur aus einem erhöhten Altar und zwei Seitenteilen. Wegen der Höhe des Altars glauben die Historiker, dass die Kirche verwendet wurde, um armenische Soldaten zu segnen, die auf ihren Pferden montiert waren, bevor sie zum Kampf gingen.

Die „Soldaten-Kirche“ (Zorats Yekeghetsi) steht frei auf einer Anhöhe über dem Fluss am östlichen Ortsrand. Ihren eigentlichen Namen „Stephanus-Kirche“ (Surb Stepanos) verdankt sie der Widmung an Bischof Stepanos Tarsayich im Jahr 1303. Stepanos war ein Enkel des Fürsten Sjunik Tarsayich Orbelian, dessen Hauptsitz sich im 13. Jahrhundert in Areni befand. Von der Mitte des 13. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts waren die regionalen Fürsten den Mongolen tributpflichtig. Bevor armenische Soldaten, die zwangsrekrutiert wurden, um gegen turkmenische Stämme und syrische Mamluken zu kämpfen, in die Schlacht zogen, empfingen sie vor der Kirche den christlichen Segen. Weil die Truppen zusammen mit den Pferden gesegnet wurden – damals eine gängige Praxis, fand der Gottesdienst im Freien vor der Kirche statt. Die Zorats-Kirche ist die einzige Kirche in Armenien, die ausschließlich für diesen Zweck errichtet wurde und eine entsprechend einzigartige Form besitzt.

Jüdischer Friedhof aus dem 13. und 14. Jahrhundert, Yeghegis

Ursprünglich stand als nächstes Ziel der jüdische Friedhof von Yeghegis auf unserer Reiseplanung - hatten diese übersehen und leider nicht selbst gesehen. Dazu fährt man wieder zurück auf die Straße nach Hermon Հերմոն. Nach 400 m biegt ein Weg rechts ab, der nach 300 m zum jüdischen Friedhof Medieval Jewish Cemetery führt.

Foto: Samvel Martirosyan, Armenien

Jüdischer Friedhof / Medieval Jewish Cemetery, Yeghegis

Der jüdische Friedhof befindet sich am Südufer des Baches und ist über einen Steg zu erreichen. Er wurde 1996 wiederentdeckt und zwischen 2000 und 2003 von einem armenisch-israelischen Team freigelegt. Über 60 Grabsteine aus dem 13. und 14. Jahrhundert wurden identifiziert, 40 davon auf dem heute von einer Mauer umgebenen Friedhofsgelände und die übrigen in der Umgebung. Einige Grabsteine waren als Fundament für die Fußgängerbrücke und als Bodenbelag in einer Mühle weiterverwendet worden. Die Grabsteine sind zylinderförmig und liegen mit einer flachen Längsseite am Boden. Zehn Grabsteine tragen Inschriften meist in hebräischer und seltener in aramäischer Sprache. Sie enthalten Eigennamen und Bibelzitate in einem sehr alten, für Grabsteine üblichen Sprachstil und geben Einblick in die damalige religiöse Praxis.

Kloster Arates (Arites, Aratinets) Monastery

Die Jahreszahlen gehören zu einem von orientalischen Juden verwendeten Kalender, dessen Zeitrechnung im Jahr 331 v. Chr. beginnt. Demnach ergibt sich für die älteste datierte Grabinschrift das Jahr 1266 n. Chr. und für die jüngste 1346 n. Chr. Manche Ornamente, etwa Spiralformen innerhalb eines Kreises, wurden auch auf zeitgenössischen Grabsteinen der armenischen Christen gefunden. Eine historische Quelle für eine jüdische Gemeinde im mittelalterlichen Jeghegis gibt es nicht.

Fährt man der Straße weiter, erreicht man die Gemeinde Hermon Հերմոն und biegt nach 6 km nach links zur Straße nach Vardahovit Վարդահովիտ ab. Nach weiteren 600 m biegt links die Straße zum 3 km entfernten Ort Arates Արատես mit seinem Kloster Arates ab.

Kloster Arates (Arites, Aratinets) Monastery

Die Ruinen des Kloster Arates aus dem 7. bis 13 Jahrhundert soll nach einer populäre Legende der Name dieses einzigartigen Klosters aus der Kombination von "ari" (kommen) und "tes" (sehen) gebildet worden sein.
Foto und Text: Wikipedia

Kloster Arates (Arites, Aratinets) Monastery

 

Das Kloster besteht im Wesentlichen aus drei teilweise zerstörten kleinen Kirchen und einer Gavit (geschlossenen Raum), die in einer Achse von Nord nach Süd angeordnet sind:
- Surb Zion Kirche (Heilige Zion) - 7. Jahrhundert,
- der Begräbniskapelle Surb Karapet (Holy Vorläufer oder Johannes der Täufer) mit einer Inschrift aus dem Jahr 1251 und
- Surb Astvatsatsin (Mutter Gottes) - Kreuzkuppelkirche mit einer Inschrift aus dem Jahr 1073 an einer Innenwand.

Das genaue Errichtungsdatum der beiden letzt genannten Kirchen ist nicht bekannt.
Der interessanteste Teil des Komplexes ist die Gavit-Kapelle. Kloster-Rektor Hairapet ließ die Gawit (quadratische Vorhalle in der mittelalterlichen armenischen Architektur) im Jahr 1270 von den Architekten Siranes und Grigoris unter der Schirmherrschaft des Prinzen Smbat Orbelian bauen.

Herzlichen Dank an den Schweizer Weltreisenden Emil & Liliana Schmid für den Tipp. Leider mussten wir unser Tagesprogramm aus Zeitgründen straffen und dieses Ziel leider streichen.

Fortress Festung Smbataberd

Auch das folgende Ziel, die Festung Smbataberd war nicht mit unserem Auto erreichbar. Nach der Ortschaft Artabuynk Արտաբույնք und unmittelbar vor Horbategh Հորբատեղ führt ein Feldweg von der Shatin-Artabuynk-Horbategh Road nach rechts ab, der erst östlich und nach einer Spitzkehre südwestlich nach 3,4 km über den Bergkamm zur Festung Smbataberd führt.

Diese Festung ist auch zu Fuß von der Ortschaft Yeghegis erreichbar. Ein mittelschwerer Wanderweg führt vom Dorf nach etwa 2,5 km zur Festung. Die Aussichten sind wunderschön und atemberaubend und sind zu empfehlen, sie zu besuchen.

Yeghegis ist eine der ältesten Ansiedlungen in der Provinz Vayots Dzor. In verschiedenen Epochen war es ein Dorf, eine Stadt, eine Landstadt, eine Festungsstadt, und sogar eine Hauptstadt. Vielleicht war Yeghegis eine gewöhnliche Landstadt vor dem 9. Jahrhundert. Die Hauptansiedelung von Yeghegis liegt im Tal des rechten Nebenfluss des Arpa.

Festung Smbataberd - Burg des Smbat

Die Zitadelle Smbataberd Սմբատաբերդ wurde im Nordwesten von der Hauptansiedelung auf dem Hochberg zwischen zwei tiefen Felsschluchten in 1929 m über NN errichtet.

Fortress Festung Smbataberd

In der Regierungszeit der beiden Syunik Fürsten und ihre Nachfolger Orbelyans, wurden in Yeghegis großartige Gebäude errichtet, die die Ruinen der Festung überlebt haben. Die Ruinen von Smbataberd sind grandios - besonders die gut erhaltenen Mauern.

Die Hauptfestung auf dem Gipfel des Hügels war eine der unüberwindlichen Hochburgen in Syunik. Während seiner Existenz wurde die Festung mehrmals belagert, aber es blieb immer uneinnehmbar. Sie hatte 3 Eingänge. Die inneren Gebäude der Festung sind nicht gut erhaltet. Diese Gebäude wurden als Palasträume, Kasernen, Waffenlager, und andere schützende Konstruktionen verwendet. Die Festung besaß auch ein eigenes Wasserversorgungssystem.

Möglicherweise gab es bereits vor dem 5. Jahrhundert eine Festung an dieser Stelle. Der antike griechische Geschichtsschreiber Strabon erwähnt um die Zeitenwende den Namen Symbace für einen Ort oder ein Gebiet unter armenischer Herrschaft, der in der Nachbarschaft zu der von den Römern eingenommenen Region Atropacene (armenisch Atrapatakan) lag. Die Festung wird im Zusammenhang mit der Schlacht von Avarayr von 451 genannt, bei der armenische Aufständische gegen die Sassaniden für die freie Ausübung ihrer christlichen Religion kämpften. Neben Avarayr fanden auch in der Region Wajoz Dsor Gefechte statt, eines davon nahe Smbataberd.

Fortress Festung Smbataberd

 

In der unmittelbaren Umgebung befindet sich keine Quelle. Nach einer Legende bezwangen die Seldschuken im 11. Jahrhundert die als uneinnehmbar geltende Festung, indem sie ein durstiges Pferd herbeiführten, um die geheime Wasserversorgung aufzuspüren. So entdeckten sie die unterirdische Wasserleitung, die über die Entfernung von zwei Kilometern vom Kloster Tsaghats Kar nach Smbataberd führte. Laut anderen Berichten konnten die Armenier die Festung bis ins 13. Jahrhundert halten, als sie von den Mongolen erstürmt wurde.

Nach der Massendeportation der armenischen Bevölkerung 1604 nach Isfahan durch den persischen Schah Abbas I. und nachfolgend mehreren Kriegen zwischen Osmanen und persischen Safawiden waren viele Dörfer in der Region verlassen. Die Festung verfiel und wurde ebenfalls aufgegeben.

Text und Fotos: de.wikipedia.org/wiki/Smbataberd

Fortress Festung Smbataberd

Wer sich die Fahrt über die Shatin-Artabuynk-Horbategh Road zur eben beschriebenen Zitadelle Smbataberd Սմբատաբերդ gewagt hat, kann bei der Rückfahrt noch das Monastery Tsakhats Kar besichtigen. An der ersten Spitzkehre nach 1600 m fährt man gerade aus weiter und erreicht nach 1400 m das Kloster. Da wir uns diesen Weg nicht mit unserem Auto zugetraut haben - aber es dennoch empfehlen, haben wir es mit beschrieben. Wir haben sehr bedauert, dass wir keinen geländegängigen Jeep für unsere Rundreise gebucht hatten - so hätten wir noch mehr wenig besuchte Sehenswürdigkeiten selbst in Augenschein nehmen können.

Kloster Tsakhats Kar

Innerhalb des Klosterkomplexes Monastery Tsakhats Kar Ցախաց քար Վանք befindet sich die Surb Hovhannes Kirche aus dem Jahr 989, die Surb Karapet Kirche aus dem 10. Jahrhundert und viele andere Strukturen, die jedoch bereits Ruinen sind. Saint Karapet ist eine Kuppelhalle mit einer Sakristei in jeder der vier Ecken. Zahlreiche Khachkars können auch rund um das Kloster gesehen werden.

Auf dem Foto sieht man gut den Weg zur Festung und die Festung Smbataberd selbst. Vielen Dank, Samvel Martirosyan, für das schöne Foto.

Um all diese Sehenswürdigkeiten besichtigen zu können - ob per Auto oder zu Fuß wäre es sinnvoll gewesen, einen zusätzlichen Tag einzuplanen. Leider waren wir durch die Schulferien unserer Kinder zeitlich begrenzt.

Deutsche Tanksäule in Getap

Kloster von Khotakerits oder Karagop (Wajoz Dsor ?), Monastery

Ein schweres Erdbeben im Jahr 735-736 und zahlreiche Nachbeben in der Provinz Vayots Dzor südlich des Sees Sevan beschädigte das Kloster von Khotakents (oder / und ?) Karagop und führte zur Abwanderung der Bevölkerung. Die Rekonstruktion des Klosters und der Kirche wurde im Jahr 911 abgeschlossen. Quellen beschreiben, dass mit dem Tod des Prinzen Ashot Bagratuni im Jahr 906 ist es völlig zusammengebrochen sei und wurde im Jahre 911 wieder aufgebaut. Hingegen beschreiben andere Quellen dass König Ashot I. Bagratuni von Armenien 890 starb und sein Sohn, Smbat I. Bagratuni der Märtyrer (850–912) war König von 890 bis 912. Der Sohn wurde aber auch als Smbat IX der Märtyrer, König Smbat I von Armenien von 890 bis 914) beschrieben (??).

Wer kann helfen - kennt das Kloster und kann die exakte Lage benennen - ich werde es hier nachtragen.

Nun ging es wieder zurück nach Schatin Շատին und wollten wieder auf den Highway M10 Richtung Norden abbiegen. Kurz vorher zeigte das Auto an, dass es auf die Kraftstoffreserve zugreifen muss. Die markierte Tankstelle "MS Petrol" an der M10 (Մ 10 ճանապարհ) in Schatin haben wir keine Benzin-Tanksäule gesehen. Wir stellten per GPS-Gerät wie auch per Handy auf Google-Map fest, dass es auf dieser Bergstrecke bis zum Ort Geghhovit unmittelbar vor dem See Sevan keine Tankstelle gab.

M10-Shatin-Martuni

Da es eng werden konnte und auch schon kurz nach 12 Uhr war, entschieden wir uns, zurück nach Getap zu fahren und dort das Fahrzeug voll aufzutanken. An der Tankstelle staunten wir nicht schlecht, an einer original deutschen Diesel-Zapfsäule zu sehen. Die Bezeichnung "Euro" muss man dabei ignorieren - angezeigt wird der Preis in Landeswährung DRAM. Auch die angezeigte Videoüberwachung gab es nicht.

M10-Shatin-Martuni

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun ging endlich die Fahrt von der Tankstelle (1080m ü. NN) zum 32 km entfernten Vardenyats Pass  / Selim Mountain Pass bei 2410m ü. NN weiter - also einen Höhenunterschied von über 1300 Höhenmeter. Es war eine sehenswerte Strecke und hielten gelegentlich an, um die Landschaft zu genießen und zusätzlich im Bild festzuhalten. Vorher war ein Stopp an der Orbelian Caravanserai / Selim Caravanserai vorgesehen, die wir kurz vor 13 Uhr erreichten.

Orbelian Caravanserai / Selim Caravanserai

Orbelian Karawanserei / Selim Caravanserai

An der Karawanserei Caravanserai / Selim Caravanserai kurz vor dem höchsten Punkt der Strecke legten wir einen Stopp ein. Wir besichtigten die Karawanserei aus dem 14. Jahrhundert. Sie wurde im Jahre 1332 vom Fürst Chesar Orbelian gebaut.

Orbelian Caravanserai / Selim Caravanserai

 

 

Der Vardenyats Pass war früher als Selim Mountain Pass wie auch die Orbelian Caravanserai als Selim Caravanserai bekannt, wurde aber vor kurzem geändert, weil "Selim" der Name einer Person, und nicht als ein Ort ist. Selim waren ausländischen Barbaren und nur für seine bösen Taten und Zerstörung berühmt und bekannt.

Orbelian Caravanserai / Selim Caravanserai

 

 

 

 

 

 

 

Orbelian Caravanserai / Selim Caravanserai

 

 

Vardenyats Pass / Selim Mountain Pass

Wir überquerten den höchsten Punkt des Vardenyats Pass / Selim Mountain Pass in 2410 m Höhe, welcher nur 1,3 km hinter der Karawanserei befand. Von hier aus konnte man den 13 km entfernten Berg Armaghan und darauf links sogar die neu errichtete Basaltkirche sehen.

Kratersee am Berg Armaghan

Berg Armaghan, Kirche und Kratersee (optional)

Von der M10 kann man nach 14 km Fahrt ab den Vardenyats Pass einen Abstecher auf den Vulkanberg planen, wenn das Fahrzeug auch den steilen Anstieg schaffen wird. Im Ort Madina Մադինա biegt man dazu links ab. Bei den knapp 10 km bis zum Vulkansee und der Kirche gilt es ein Höhenunterschied von 550 m zu überwinden. Die Einwohner von Lernakert und Madina haben dafür noch die alten sowjetischen Autos "Vilis" und "Niva". Sie sagen, dass kein anderes Auto eine solche Route passieren kann.

Kratersee am Berg Armaghan

 

 

 

 

 

 

Der Gipfel des Berges Armaghan befindet in einer Höhe von 2829 m. Er ist einer der schönsten Gipfel von Armenien. Der vulkanische Krater des Gipfels ist teilweise mit Wasser gefüllt. Der Kratersee auf dem Gipfel des Berges hat einen Durchmesser von 50 m und eine Tiefe von 15 m. Der Berg ist ein Teil des Geghamgebirges (Geghama-Gebirge; Գեղամա լեռնաշղթա). Dieser kleine See ist von alpiner Vegetation umgeben.

Church Armaghan

Im Jahr 2009 wurde anstelle der alten, baufälligen und teils zusammenge­bro­che­nen Kapelle eine neue Basaltkirche gebaut. Einer Legende nach kommen manchmal himmlische Feen hierher, um Wasser aus dem Kari-See zu trinken. In diesem Augenblick ist der Gipfel des Berges bedeckt, um ihn für Menschen unsichtbar zu machen.

Der Berg Armaghan ist nicht einfach zu besteigen. Sobald man den Gipfel erreicht hat, sieht man die unglaubliche Schönheit der wunderbaren Natur als Lohn für die Bemühungen. Natürlich sieht man den Berg Ararat nur unter optimalen Sichtbedingungen.

Vielen Dank an den Photographen Aram Kirakosyan für die Genehmigung, diese herrliche Aufnahme von Ihnen verwenden zu dürfen.

Kotavank, Nerkin Getashen

Wegen der anziehenden Kraft und der schönen Umgebung vergeht wird die Zeit wie im Flug vergehen. Man sollte den Abstieg jedoch 2 Stunden vor Sonnenuntergang beginnen.

Wie den Text zu entnehmen ist, hatten auch wir dieses Ziel ausgelassen und fuhren weiter über Geghhovit Գեղհովիտ nach Martuni Մարտունի und bogen im Ort nach links ab. Wir fuhren nach Nerkin Getashen Ներքին Գետաշեն und erreichten die Klosterkirche Kotavank nach reichlich 3 Kilometer gegen 13:30 Uhr. Vermutlich habe ich in der Routenplanung vorher den Berg Armaghan eingeplant, denn logisch wäre gewesen, dieses Ziel als letzes Reiseziel am unteren Ende des Sewansees besichtigt hätten - macht aber nichts. Man kann aber auch die historische Siedlung Aloyi Khrbek Ալոյի խրբեք vor der Kirche Kotavank in Nerkin Getashen besichtigen, denn auch hier ist ein geländegängiges Auto erforderlich.

Historische Siedlung Aloyi Khrbek (optional)

Die historische Siedlung Aloyi Khrbek Ալոյի խրբեք wurde bisher nicht archäologisch untersucht. Es liegen keine Berichte und Fotos vor. Wie bereits beschrieben fuhren wir direkt zur Kirche Kotavank.

 

Kloster Kotavank, Nerkin Getashen

Im Ort Nerkin Getashen (Ներքին Գետաշեն, Nerk'in Getashen, Nerkin Getachen, Nerqin Getashen, Lower Getashen, vor 1945: Nerkin Adyaman, Nizhniy Adyaman, Lower Adyaman ) befindet sich das Kloster des 9. Jahrhunderts und die Kirche von Kotavank mit Blick auf das Dorf und den Fluss Argitchi mit einem großen Friedhof nebenan. Türkische Runeninschriften befinden sich in der Nähe.

Kotavank, Nerkin Getashen

Innerhalb des Dorfes befindet sich eine zerstörte "Jam" - oder Begräbniskapelle mit in die Mauern eingebauten Khachkars, und nicht weit entfernt befindet sich ein kleiner Schrein. Eine alte Mühle liegt am Fluss Argitchi. Es gibt auch zwei große Steinfestungen aus dem Mittelalter, die 2 km östlich und 3 km westlich des Dorfes liegen.

Im frühen Mittelalter diente der Ort des heutigen Nerkin Getashen als Hauptstadt der alten Syunyats-Region, die damals als Kot bekannt war. Die Siedlung befand sich entlang der Dvin-Partav historischen Handelsroute, die es erlaubte, ein wichtiges Handelszentrum des 9.-10. Jahrhunderts zu werden. Es diente auch als eine Fischerei für das mittelalterliche Bagratuni Königreich von Armenien wegen der großen Menge der Forellen, die einmal reichlich im Argitchi Fluss waren. Die schriftliche Aufzeichnung von Prinz Grigor Supan stellt fest, dass Kot als die Hauptstadt seines Fürstentums diente. Abgesehen davon gibt es keine weitere Erwähnung von Kot in seinen Schriften gefunden.

Das Kloster und die Kirche von Kotavank wurden auch von Prinz Grigor Supan während seiner Herrschaft errichtet. Sowohl Kotavank als auch Kot wurden teilweise durch Invasionen im 10.-11. Jahrhundert und später durch ein Erdbeben zerstört. Nach der Erfassung durch türkische Eindringlinge wurde Kot in Adyaman umbenannt.

Sewansee Սևանա լիճ Sewana litsch

Wir fuhren gleiche Strecke nach Martuni Մարտունի zurück. Nun wäre als nächstes Ziel die Surb Hovhannes Church gewesen, die wir aber als optionales Ziel nicht besichtigten.

Surb Hovhannes Church (optional)

Es waren auch keine Informationen oder Bilder zu finden. Gern fügen wir hier Informationen über diese Kirche ein. Die Kirche liegt 16 km südöstlich von der M10 aus in Martuni Մարտունի und benötigt für diese schwierige Strecke 45 Minuten mit einem geländegängigen Jeep. Anschließend ist ein Fußweg von 1 km bei einem Höhenunterschied von 800 m zu überwinden.

Da die Kirche Surb Hovhannes Church etwas sehr abseits von unserer Route liegt und nur zu Fuß erreichbar ist, ließen wir sie aus und fuhren weiter in Richtung Artsvanist Արծվանիստ. Mitten in Martuni in Höhe Rathaus hatten wir eine Baustelle, wo die Straße nicht als Sackgasse gekennzeichnet war. Nun quälten sich viele Fahrzeuge, in dieser Enge zu wenden und den nachfahrenden Fahrzeugen klar zu machen, dass sie alle rückwärtsfahren müssen, dass auch wir heraus kommen. Das gestaltete sich schwierig, bis sie endlich begriffen hatten, dass es so nicht weiter ging. Per Navigatonsgerät ließ es sich einfach umfahren und erreichten den Sewansee Սևանա լիճ, dessen Ringstraße M11 wir nun bis nach Tsovinar Ծովինար folgten.

Friedhof mit einem Mahnmal bei Tsovinar an der M11

Zu den archäologischen Stätten wie auch den umliegenden Kirchen hatte ich leider zu wenig recherchiert und erreichten blauäugig das Ziel. Wir kreisten durch Tsovinar Ծովինար und Artsvanist Արծվանիստ. Es war kein Ziel zu finden - sicher - weil wir eine vorhandene Festung erwarteten. Dass diese nur noch aus einzelnen Steinen und Steinwalle handelt, erkannten wir nicht. So blieb uns die Felsinschrift von Zowinar, das Odzaberd Fortress, die historische Stadt Tsovinar, die Akropolis von Odzaberd und der Arpa-Sevan-Tunnel als nicht gefunden und besichtigt auf unserer Reiseliste - habe sie dennoch in Aufarbeitung der Reise recherchiert und dank vieler Archäologen und Fotografen beschreiben und geografisch zuordnen können.
Herzlichen Dank an ...

Unmittelbar vor Tsovinar war links bereits aus der Ferne auf einen kleinen Hügel der Friedhof mit einem Mahnmal zu sehen. Etwa 400 in westlicher Richtung soll sich die urartische Stadt Teyseba befunden haben. Ein Weg führt von der M11 (40.162195, 45.461333) nach 700m zur historischen Ruinenstadt Teyseba.

>urartische Stadt Teyseba / Odzaberd

urartische Stadt Teyseba / Odzaberd (optional)

Die urartische Stadt Teysheba / Teyseba Թեյշեբա - später Odzaberd wurde vermutlich um 713 v. Chr. auf der Seeseite der Straße M11, nördlich der heutigen Stadt Tsovinar Ծովինար gegründet. Hier lassen einzelne verbliebene Steine deren Lage erkennen. Eine archäologische Erschließung erfolgte hier in ersten Untersuchungen. Vom Mahnmal des Friedhofes (40.166483, 45.473559) befindet sich 200m in nordwestlicher Richtung eine Ausgrabungsstelle. Hier soll auch irgendwo die Felsinschrift von Zowinar sich befinden - ich fand sie leider nicht.
Vielen Dank, Karen Antashyan, für das schöne Foto.

Felsinschrift von Zowinar / Cuneiform inscription of Urartian King Rusa I.

 

 

 

Felsinschrift von Zowinar / Cuneiform inscription of Urartian King Rusa I.

Die urartäische Felsinschrift von Zowinar [1] befindet sich im Dorf Zowinar Ծովինար, was früher Kelagran hieß. Sie befindet sich an einem Felsabsturz der Festung Odzaberd (Schlangenfestung), des alten Teyseba / Teišebai URU. Sie ist in urartäischer Sprache in Keilschrift verfasst und stammt von König von Urartu Rusa I. (735-713 v. Chr.), Sohn des König Sarduri II.

In der Inschrift heißt es: „Mit der Macht Gottes Haldis sagt Rusa, Sohn von Sarduri,: Ich habe Velikuhi wieder mit (meinem) Königreich vereint. Ich habe hier neue Gats von Haldi errichtet, eine starke Burg gebaut und nach Haldi zu Ehren von Biainili (Van) benannt. “

Für die Felsinschrift von Zowinar / Cuneiform inscription of Urartian King Rusa I. vermute ich die GPS-Koordinaten 40.153921, 45.493663. Ich kann es nicht klären - aber vielleicht einer der Nachreisenden oder die Archäologen von American Schools of Oriental Research, die einen wissenschaftlichen Artikel zu Teyseba schrieben.

Nach weiteren knapp 3 km auf der M11 erreicht man Artsvanist Արծվանիստ und biegt unmittelbar hinter der kleinen Brücke nach rechts ab und folgt den Weg 650m. In südwestlicher Richtung erhebt sich auf dem Hügel die Reste der Festung von Zovinar.

Festung von Zovinar (Odzaberd Fortress), Tsovinar (optional)

Die Festung Fortress von Zovinar (Odzaberd Fortress), Tsovinar Ծովինար / Kelagran am Ufer des Sevan-Sees aus dem 10. und 6. Jahrhundert v. Chr. besteht eigentlich nur nochwenige aus wenigen Reststeine zu sehen sind Hier ist auch eine gut erhaltene urartäische Felsinschrift zu sehen. Sie ist bisher nur vorläufig untersucht. Man vermutet, dass die Festung, ähnlich wie Aramus und Horom (Dovri) in einem sogenannten "Grenzstil" erbaut wurden, der Elemente der einheimischen eisenzeitlichen Baupraxis aufnimmt. In dieser Schlangenfestung hat Urartu-König Rusa die erste Petroglyphe aufbewahrt.

"Ich habe diese Festung zu Ehren des Gottes des Donners gebaut", heißt es in der Inschrift, die der urartianische König Rusa I in der Festung Odzaberd östlich des Tsovinar-Dorfes am Ostufer des Sevan- Sees hinterlassen hat. Die Festung Odzaberd ist ein bedeutendes archäologisches Denkmal, da es eines der am besten erhaltenen Gebäude ist, die zu Zeiten des Königreichs Van (Urartu) errichtet wurden. Die einzigartige Festung wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Archäologen entdeckt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Festung von berühmten Archäologen und Ethnographen Yervand Lalayan untersucht. Boris Piotrovsky arbeitete 1934 am Standort. Seitdem wurden in der Festung Odzaberd bis vor kurzem keine einzigen Untersuchungen durchgeführt.

In einer anderen Quelle steht: "Tsovinar ist auf einem Hügel, der an der alten (und sehr rauen) Straße zwischen Tsovinar und Artsvanist liegt, ist die von Rusa I (ca. 735 gegründete) urartische Stadt Teyseba (modern Odzaberd) -713 v. Chr.), die am besten erhaltene urartianische Festung im Sevan-Becken. Die Stätte ist am besten vom Ausläufer zum Artsvanist zu erreichen, indem Sie rechts (W) auf einer unbefestigten Straße in Richtung Tsovinar abbiegen. In eine tiefe Klippe unterhalb der Straße am Sevan-See gehauen ist eine abgenutzte Inschrift von Rusa I, die über seine Eroberung von 23 Ländern berichtet. Mit gleicher Arroganz wählten die modernen Ingenieure des Arpa-Sevan-Tunnels den Hügel von Teyseba als den Punkt, an dem der Tunnel auf dem See mündet. Auf dem Hügel S der Straße befinden sich verschiedene Felswände, die besonders auf der Südseite der Hügelfestung erhalten sind."

Nun - so richtig schlau bin ich nicht aus der Literatur, wie auch aus den Zuordnungen in Google Map gekommen. Die eben beschriebenen Texte konnte ich aus Recherchen nach der Reise ermitteln, dessen Richtigkeit noch bestätigt werden muss. Entsprechende Anfragen an Archäologen sind unterwegs, au deren Antwort ich noch warte.

Gesehen haben wir leider nichts - auch für die Felsinschrift hatte ich vermutlich falsche Koordinaten. So ist vermutlich bei Google-Map als Teyseba Թեյշեբա unter den Koordinaten 40.168008, 45.459585 die historische Stadt markiert und die Festung Odzaberd sollte unter den Koordinaten 40.152705, 45.494821 zu finden sein (".. östlich des Tsovinar-Dorfes .."). Außerdem liegt sie hier hoch genug über den damaligen Wasserstand des Sewansees, der mittlerweile 20 m tiefer liegt. Insgesamt soll es drei Ausgrabungsorte geben - die Festung und die Siedlung und westlich die Akropolis von Odzaberd, die ich nicht zuordnen konnte.

Der historische Ort Odzaberd könnte somit zu einem wichtigen Anziehungspunkt für Touristen in Armenien werden.

Saint Sarkis / Surp Sarkis Church of Tsovinar, Artsvanist

Man fährt den Weg etwa 1,2km weiter in östlicher Richtung und biegt nach rechts in südlicher Richtung ab. Nach weiteren 1,2km biegt man in einer weiten Linkskurve nach rechts ab und erreicht nach einen Kilometer die Saint Sarkis Kirche von Tsovinar.

Surp Sarkis / Saint Sarkis Church of Tsovinar /
Surb Astvatsatsin Church, Artsvanist

Die kleine Surb Astvatsatsin Church / Kirche Saint Sarkis Սուրբ Սարգիս wurde zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert erbaut und liegt südlich des Dorfes Tsovinar auf einem Vorgebirge mit Blick auf eine kleine Schlucht . Sie hat keine Kuppel und ein fast flaches Dach, das mit lebendigem Gras bedeckt ist. Die Kirche wurde angeblich im 20. Jahrhundert "wieder aufgebaut", aber es ist wahrscheinlicher, dass das Dach und ein Teil des Mauerwerks gerade repariert wurden. Hier ist auch ein kleiner mittelalterlicher Friedhof mit Gräber.

Nonnenkloster Vanevan Monastery, Artsvanis

Man fährt die letzten ein Kilometer zurück und biegt anschließend nach rechts ab. Man hält sich weiter immer rechts und erreicht nach 500m den großen Vorplatz zum Nonnenkloster Vanevan Monastery in Artsvanist Արծվանիստ.

Nonnenkloster Vanevan Monastery, Artsvanis

Das Nonnenkloster Vanevan Monastery Վանեվան in Artsvanist ist ein Kloster, das entlang einer Schlucht südlich des Dorfes Artsvanist liegt. Die Hauptkirche von Saint Grigor wurde im Jahre 903 von Prinz Shapuh Bagratuni und seiner Schwester Mariam, Geschwistern von König Smbat I, erbaut. Die am südlichen Ende gelegene Kirche könnte etwa zur gleichen Zeit gebaut worden sein, während der Gawit zwischen den beiden zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt wurde. Saint Grigor wurde von König Gagik I. von Bagratid renoviert und restauriert - eine Dynastie im späten 10. Jahrhundert. Während dieser Restaurierung wurde eine umgebende Mauer errichtet. Der König Smbat I. von Armenien wurde 914 im Kloster Vanevan bestattet.

Nonnenkloster Vanevan Monastery, Artsvanis

 

 

 

Hinter dem Kloster befinden sich eine Quelle und eine Höhle, die zur Spitze der Schlucht führt. Es wird gesagt, dass es einst als Fluchtweg vor türkischen Eindringlingen genutzt wurde. Auf der östlichen Seite der Schlucht hinter dem Kloster, nicht weit entfernt, befindet sich ein großes, aber jetzt zerbrochenes Khachkar- Denkmal. 750 m südlich vom Kloster befindet sich ein früher Friedhof die eben besichtigte Kirche Saint Sarkis.

In der Beschreibung zum Kloster steht, dass etwa 3 Kilometer südlich davon befindet sich die Kolataki Saint Astvatsatsin-Kirche aus dem späten 9. - frühen 10. Jahrhundert und Hnevank aus dem 10. Jahrhundert. In der Nähe liegt auch die Festung Bruti Berd mit einem Zyklopenmauerwerk. Das konnte ich leider nicht nachvollziehen. Vermutlich ist hier die folgend beschriebene Ruinenstadt Verin Ktanots mit der Surb Hripsime Church gemeint, die sich in 2,5 km südlich des Nonnenklosters befinden.

Ruinenstätte Verin Ktanots, Artsvanist (optional)

Surb Hripsime Church, Artsvanist

Um dies zu erreichen, fährt man die letzten 500m zurück und biegt nach rechts ab und folgt den Weg 2,2km. Dann hält man sich rechts und erreicht nach weiteren 1,6km die Ruinenstätte Verin Ktanots mit der Surb Hripsime Church.

Die Ruinenstätte Verin Ktanots in Artsvanist wurde bisher nicht archäologisch untersucht. Es liegen keine Berichte und Fotos vor. Wie bereits beschrieben fuhren wir direkt zur Kirche Kotavank. So sind selbst im Luftbild nur Strukturen einer früheren Besiedlung zu erkennen.

Surb Hripsime Church, Artsvanist (optional)

Die Ruinen derSurb Hripsime Church von Artsvanist stehen im Zentrum der Ruinenstadt Verin Ktanots. Eine Quelle beschreibt, dass die Kirche des dreizehnten Jahrhunderts neben eine Reihe zahlreiche Ruinen überlebt haben soll.

Makenis Monastery Մաքենյաց Վանք

 
Das folgende Ziel - das Kloster Makenis mussten wir aus Zeitgründen leider auslassen. Es wäre ein Abstecher von etwa 2x 1h inklusive Besichtigung gewesen, was unseren engen Zeitrahmen gesprengt hätte. So fuhren wir wieder die knapp 6km zur M11 und bogen nach links ab. Wer das Kloster Makenis Monastery Մաքենյաց Վանք besichtigen möchte, folgt der M11 weitere 11km und biegt dann in der Ortschaft Tsovak Ծովակ ab. Nach weiteren neun Kilometern erreicht man über die Ortschaft Lchavan Լճավան das Kloster in der Ortschaft Makenis Մաքենիս.

Makenis Monastery Մաքենյաց Վանք (optional)

Das Kloster Makenjaz / Makenis Monastery Մաքենյաց վանք / Makenozaz Wank der Armenischen Apostolischen Kirche wurde im Jahre 851 mit dem Bau der zentralen Kirche von S. Astvatsatsin von Prinz Grigor Supan II , dem Sohn von Prinzessin Mariam, gegründet, der auch der Gründer der heute besichtigten Kirche Kotavank in Nerkin Getashen war. Auf einem Steil aufsteigenden Felsen über einer Schlucht am Ufer eines Flusses sind die Klostergebäude teilweise zerstört. Makenyats Vank diente der mittelalterlichen Provinz Gegharkunik als bedeutendes Kultur- und Bildungszentrum.

Sewansee bei Noratus

An den Mauern der Kirche sowie an den Außenmauern, die das Kloster umgeben, wurden zahlreiche Khachkars aufgestellt. Ein Friedhof umgibt die Kirche, vor allem am westlichen Ende, mit mittelalterlichen und zeitgenössischen Gräbern. An der Außenwand entlang der Schlucht bis zur Südwestecke befindet sich eine mittelalterliche Sanitäranlage.

Wie bereits beschrieben, ließen wir dieses Kloster aus. Wir folgten in Artsvanist Արծվանիստ der M11 in westlicher Richtung und umrundeten somit den Sewansee in südlicher und westlicher Richtung. Die Straße ist gut befahrbar und zu unserer Reisezeit wenig befahren. Heute war es auch nicht ganz so warm, wie in den letzten Tagen. Das Thermometer erreichte hier knapp 20°C.

Wir fuhren am knapp 50 km langen und über 50 km breiten Sewansee vorbei, dem größten Süßwassersee Armeniens. Mit seinen etwa 1900 Höhenmetern zählt er zu den größten Hochgebirgsseen der Welt.

Fischhändler am Sewansee bei Noratus

Wenige Kilometer nach dem Abzweig der Straße H39 - 10km vor Noratus Նորատուս hielten wir am Straßenrand an einen der zahlreichen Fischhändler an und kauften uns einige frisch geräucherte Fische als Zugabe zu unserem Abendbrot. In wieweit die Preise der Händler tolerieren, können wir nicht sagen - sicher zahlten wir Touristenpreise, aber das war uns egal.

Wer noch eine Pause 6km vor Noratus braucht, kann die kleine Surb Gevorg und die angrenzende Ruinenstätte besichtigen.

Surb Gevorg Church,Kanagegh

 

 

Ruinenstätte Kanagegh (optional)

Die historische Siedlung Kanagegh wurde bisher nicht archäologisch untersucht. Es liegen keine Berichte und Fotos vor. So sind selbst im Luftbild nur Strukturen einer früheren Besiedlung zu erkennen.

Surb Gevorg Church (optional)

Auch von der Surb Gevorg Church liegen keine Berichte und Fotos vor. So fuhren wir direkt zum Kloster Daputs Monastery nach Noradus.

Daputs Monastery, Noradus

 

 

Kirche S. Grigor Lusavorich / Daputs Monastery, Noradus

Die Kirche S. Grigor Lusavorich des Klosters Daputs Monastery in Noradus aus dem 9. bis 10. Jahrhundert wurde vom Architekten Khachatur aus dem 11. Jahrhundert zur jetzigen Form umgebaut.

Khachkars am Kloster Daputs in Noradus

 

 

 

 

 

 

Anschließend fuhren wir zu den alten Friedhof von Noradus / Noraduz, den Noratus Cemetery Նորատուսի գերեզմանատուն, der 1,2 km entfernt war. Man sollte ihn von Norden her anfahren, denn die Anfahrt von Südwesten aus befindet sich der Neue Friedhof mit ebenfalls interessanten Grabstätten und Khachkars (Bild rechts).

Khachkars / Chatschkars auf dem Friedhof von Noradus / Noraduz

Khachkars / Chatschkars auf dem Friedhof von Noradus / Noraduz

Hier befinden sich mehr als 1000 Grab- und Kreuzsteine aus dem Mittelalter (12.Jahrhundert bis heute). Der Friedhof hat die größte Ansammlung von Chatschkars in der Republik Armenien. Nach der Zerstörung der Khachkars in Old Julfa in Nachitschewan durch die Regierung Aserbaidschans ist es derzeit der größte erhaltene Friedhof mit Khachkars.

Khachkars / Chatschkars auf dem Friedhof von Noradus / Noraduz

 

 

 

 

 

Khachkars / Chatschkars oder Steine, die mit Kreuzen und floralen Motiven geschnitzt wurden, wurden vor allem als Symbol der Erlösung der Seele gesehen, entweder lebend oder verstorben und entstanden um das 9. Jahrhundert. Khachkars wurden oft in konvertierten heidnischen Tempeln als Symbole eines neuen Glaubens errichtet. Heute sind diese Steine Teil der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.

Der Friedhof Noratus in der Provinz Gegharkunik hat die größte bestehende Gruppe von Khachkars im Land: mehr als 800 Steine, jeweils mit einem einzigartigen Design. Die khachkars in Noratus sind einige der frühesten vorhandenen Beispiele der Kunst, mit einigen von ihnen aus dem 10. Jahrhundert.

So steuerten wir unser nächstes Ziel, das Hayravank Monastery an. Man kann auch nach etwa 450m nach rechts zum etwa 200 m entfernte Ruine der Holy Mother of God Church fahren. (22°C)

Holy Mother of God Church / Surb Astvatsatsin yekeghetsi

Die Ruinen der Holy Mother of God Church / Surb Astvatsatsin yekeghetsi, einer Basilika, die Prinz Sahak Ende des 9. Jahrhunderts auf früheren Fundamenten errichtete. Vor der Tür befinden sich faszinierende Grabdenkmäler.

Chatschkaren-Werkstatt

In vielen geführten Reisen wird die Besichtigung einer Chatschkaren-Werkstatt angeboten. Ich habe keinen Hinweis gefunden, wo sich eine Werkstatt befindet. Vielleicht kann jemand eine öffentlich zugängliche Werkstatt mit exakter Lage benennen, die ich dann hier beschreiben werde.

Hayravank Monastery

In einer Beshreibung fand ich den Hinweis, dass
- zwei Kilometer östlich von Noratus auf einem Hügel die Heghi Dar-Festung mit einem großen Grab und zwei großen bewohnten Höhlen liegen soll
- ein paar Kilometer südlich von Noradus, in der Nähe des ehemaligen Dorfes Artsvakar (ehemals Ghshlakh, heute ein Vorort von Gavar) die zyklopischen Festungen von Ghslakh (nahe dem See), Zhami Dar (nur W von Artsvakar) und Mrtbi Dzor (S von Zhami Dar) befinden soll. Ich konnte keinen Hinweis dazu finden - somit bleiben auch diese Informationen offen.

So bogen wir nach knapp 2km auf die H10 nach rechts Richtung Norden ab und erreichten nach 10km das weithin sichtbare Kloster Hayravank.

Hayravank Monastery

 

 

 

Hayravank Monastery

Das Kloster Hayravank Monastery Հայրավանք ist ein 9. bis 12. Jahrhundert armenischen Kloster nordöstlich des Dorfes gelegen Hayravank. Der Klosterkomplex besteht aus einer Kirche, einer Kapelle und einem Pavillon.

Das Kloster ist von zahlreichen Khachkars und Grabsteinen umgeben, die Teil eines kleinen Friedhofs sind. Im Nordwesten, in geringer Entfernung von der Stätte, befinden sich die Überreste der Bronzezeit durch mittelalterliche Befestigungsmauern und Fundamente einer Siedlung. Bei den archäologischen Ausgrabungen in der Umgebung wurde ein poliertes schwarzes Schiff der frühen Bronzezeit entdeckt. In der Nähe wurden auch Waffen aus Metall und Stein, Werkzeuge, Tonidole, zahlreiche Gefäße, Kamine und zwei Gräber aus der Eisenzeit entdeckt.

Hayravank Monastery

 

Die Kirche in Hayravank wurde Ende des 9. Jahrhunderts erbaut. Im 10. Jahrhundert wurde eine kleine Kapelle hinzugefügt, die von der südöstlichen Ecke der Kirche aus zugänglich war. Ein einziges Portal führt aus dem Pavillon in die Kirche, es wird vermutet, dass dieser Eintrag zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert hinzugefügt wurde. Es gibt einen zweiten Eingang durch die Außenseite der Kirche auf der Südseite. Die derzeitige umgebaute Form stammt von einer Restaurierung, die zwischen 1977 und 1989 durchgeführt wurde.

Das Gavit befindet sich westlich und angrenzend an die Kirche und wurde im 12. Jahrhundert hinzugefügt. Ein Hauptportal führt von der Westwand in das Gebäude hinein und hat ein gewölbtes Tympanon mit einer abgenutzten Inschrift über dem Sturz. Ein weiteres Portal führt von der Südmauer in das Gavit.

Um zum zwei Kilometer entfernten Berdunk Urartian Fortress zu kommen, folgten wir der GPS-Navigation. Leider war das nicht zielführend, da wir vor einem Zaun landeten. Das Dorf war einst ein Durchgangspunkt an der alten Straße zwischen Dvin und Partev. In der Nähe gibt es zyklopische Festungen mit megalithischen Gräbern, wie hier im Osten des Ortes das Berdkunk Urartian Fortress.

Berdkunk Urartian Fortress / Aghkala Befestigungsanlage Ishkhanats Amrots

Berdkunk Urartian Fortress /
Aghkala Befestigungsanlage Ishkhanats Amrots

Ein Zugang zur Festung war von hier nicht vorgesehen, was mich aber nicht hindern konnte, den maroden Zaun an einer geeigneten Stelle zu überwinden.

Berdkunk Urartian Fortress / Aghkala Befestigungsanlage Ishkhanats Amrots

 

 

 

 

 

 

Die 3000 Jahre alte Festung Berdkunk Urartian Fortress, Berdkunk / Berdkunq Բերդկունք / (früher Akhkala / Aghkala) Befestigungsanlage Ishkhanats Amrots und wurde im II. oder I. Jahrtausend v. Chr. errichtet.

Berdkunk Urartian Fortress / Aghkala Befestigungsanlage Ishkhanats Amrots

 

Die Zitadelle nimmt eine kleine Halbinsel ein und wird von einer anderen Befestigungsmauer aus dem Rest des Landes umzäunt. Auf der Seite des Wassers ist es durch unzugängliche Felsen geschützt, unter denen es eine kleine, aber bequeme Bucht gibt.

Wir fuhren wieder zur M10 zurück und bogen den Weg 220m südlich ein bis zu einer großen Vorfläche (40.444090, 45.111139). Von dort gingen wir in nördlicher Richtung zu dem Gehöft. Ein älterer Mann trat heraus und bat ihn, über sein Grundstück die Festung zu besichtigen, was er gestattete.

Fast nichts blieb von den Gebäuden in der Festung erhalten. Es gibt aber Wege, die zur Festung führen. Ein Teil erstreckt sich auf dem Lande - ein anderer geht unter das Wasser. Der Unterwasser-Dungeon besteht aus Bruchstücken von Säulen und Wänden mit Ornamenten. Es soll wohl auch einen angeblichen geheimen Ausgang zu Wasser geben, der aber als der Bogen zusammengebrochen ist, verschüttet worden sein soll.

Berdkunk Urartian Fortress / Aghkala Befestigungsanlage Ishkhanats Amrots

Die Flora und Fauna fühlt sich hier am Sevansee sehr wohl. In der Festungsbucht gibt es Steinanker. An den Wänden von Berdkunk konnten viele Fragmente von Keramik und Knochen von Haustieren gefunden werden, die mit einer dicken Schicht Kalzium bedeckt worden sind, die ihr ehrwürdiges Alter ermitteln ließ. Ihre große Zahl spricht für die Tätigkeit der alten Bewohner und die wichtige Rolle dieser Siedlung im Handel. [3]

Als wir das Grundstück des älteren Herren kurz vor 16 Uhr verlassen wollten, brachte er uns eine große Menge frisch gepflückter Äpfel, wofür wir uns herzlich bedankten. 

Gebäude bei Tsovazard Ծովազարդ am Sewansee

 

 

 

Wir steuerten nun unser letztes Tagesziel an - das etwa 29 km entfernte Kloster Sewanawank. Dazu fuhren wir wieder auf der M10 und sahen auf Seeseite dieses interessante, festungsartige Gebäude.

Ltschaschen / Lchashen Լճաշեն

Im Ortsgebiet von Ltschaschen liegen ein bronzezeitlicher Friedhof, eine urartäische Festung sowie die Ruinen der Kirchen Saint Hripsime Church aus dem 13. Jahrhundert un der Gandzavank Church Գանձավանք neben der Festungsruine Old Lchashen. Bekannt ist das alte Dorf Ltschaschen für seine Ausgrabungsstätte am östlichen Dorfrand, die als eine der wichtigsten archäologischen Fundstätten Armeniens gilt. Der Ort wurde schon in der vorurartäischen Zeit bewohnt. Archäologische Ausgrabungen haben Mausoleen, prähistorische Bauwerke, Festungsanlagen und unzählige andere Bautrümmer aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. zu Tage gefördert.

In Lchashen wurden in den fünfziger Jahren wurden hier Königsgräber ausgegraben, nachdem der Wasserstand im See um 20 Meter zurückgegangen war. Man kann auch die bronzezeitliche Festung und die Keilschrift auf dem Stein des Urartu-Königs Menua und seinem Sohn Argishti I. besichtigen, die von ihren Feldzügen und Siegen erzählen. Alle Funde bestätigen, dass diese Gegend einen bemerkenswerten Aufschwung in Landwirtschaft, Viehzucht, Töpferhandwerk, Holzverarbeitung, Weinanbau, Goldschmiedekunst und Steinmetzarbeit gekannt hatte. Zwei hier ausgegrabene Streitwagen und andere Funde sind heute im Historischen Museum in Jerewan zu sehen.

Wenn noch ausreichend Zeit für den Tag zur Verfügung steht (wir hatten sie nicht mehr), kann noch vor der Besichtigung des Klosters Sewanawank einen Abstecher zur und zur Saint Sargis Church in TsaghkunkSaint Gevorg Church in Sewan durchführen, was ein Umweg von etwa 20km bei etwa 45 Minuten Fahrzeit entspricht.

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

Kurz vor der Stadt Sewan fuhren wir auf der M4 (Asian Highway 83) weiter bis zur Halbinsel Sewan und besichtigten das Sewanawank / Sevanavank Kloster. Auf dem großen Parkplatz zu Fuße des Klosters wurden wir wie üblich eingewiesen und für diese "Einweisung" die Standardgebühr von 200 AMD zahlten. Da es scheinbar nicht Touristensaison war, hätten wir auch durchaus diese Lücke ohne Einweiser gefunden.
Als wir die zahlreichen Busse sahen hatten wir Zweifel, ob wir in aller Touristenruhe dieses Kloster hätten besichtigen können.

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

 

 

 

 

 

 

 

 

Dazu stiegen wir auf der Klosterhalbinsel hinauf zu der Muttergotteskirche mit dem Kreuzstein "Christus in der Vorhölle".

Die Treppen hinauf zum Kloster waren reichlich mit Souvenirstände belegt. Wir hatten aber nicht das Gefühl, belästigt zu werden, um irgendein Souvenir kaufen zu müssen - sehr positiv. Eine in traditionelle armenische Kleidung herablaufende Frau hatte nicht einmal für uns für ein Foto Zeit, da vermutlich die nächste Touristengruppe wartete.

Kloster Sewanawank / Sevanavank / Sevankloster Սևանավանք mit den Kirchen Surp Arakelots und Surp Astvatsatsin

Eine Inschrift von Prinzessin Mariam in der kleineren der beiden Kirchen verweist auf das Gründungsjahr 874. Sie war die Frau des Regionalfürsten Vasak-Gabor von Sjunik und Tochter des späteren Königs Ashot I. An der Stelle hatten einige Mönche bereits um das Jahr 800 eine Kapelle und einige Zellen erbaut.

Sevanavank Սեւանավանք, was "Sewan - Kloster" bedeutet, ist ein Klosterkomplex auf der Halbinsel am nordwestlichen Ufer des Sewan-See, unweit der Stadt Sevan. Ursprünglich wurde das Kloster am Südufer einer kleinen Insel errichtet. Nach der künstlichen Entwässerung des Sevan-Sees, die zu Zeiten Joseph Stalins begann, fiel der Wasserspiegel um 20 Meter und die Insel wurde zu einer Halbinsel. An der Südküste dieser neu geschaffenen Halbinsel wurde ein Gästehaus des armenischen Schriftstellerverbandes errichtet. Das östliche Ufer wird von der Sommerresidenz des armenischen Präsidenten besetzt, während das noch aktive Seminar des Klosters in neu errichtete Gebäude am nördlichen Ufer der Halbinsel umgezogen ist.

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

Aufgrund der guten Erreichbarkeit, guten Autobahn- und Eisenbahnverbindungen mit der armenischen Hauptstadt Jerewan, einem gut entwickelten Tourismus der in der nahe gelegenen Stadt Sevan und seiner malerischen Lage (obwohl weniger malerisch als vor dem See), ist das Kloster eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Armenien.

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Inschrift in einer der Kirchen wurde das Kloster Sevanavank 874 von Prinzessin Mariam, der Tochter von Ashot I. (die ein Jahrzehnt später König wurde) gegründet. Zu dieser Zeit hatte Armenien immer noch Schwierigkeiten, sich von der arabischen Herrschaft zu befreien.

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

 

Das Kloster war streng, da es hauptsächlich für die Mönche aus Etchmiadzin gedacht war, die gesündigt hatten. Jean-Marie Chopin, ein französischer Kaukasusforscher, besuchte dort 1830 und schrieb über ein Regime, das Fleisch, Wein, Jugendliche oder Frauen zurückhielt. Ein anderer Forscher besuchte das Kloster im Jahr 1850 und schrieb darüber, wie Manuskripte noch manuell kopiert wurden.

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

 

 

 

 

 

 

 

 

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

 

 

 

 

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

Die beiden Kirchen des Komplexes, Surp Arakelots, was die "Heiligen Apostel" bedeutet, und Surp Astvatsatsin, was die "Heilige Mutter Gottes" bedeuten, sind beide kreuzförmige Planstrukturen mit achteckigem Tambours. Beide sind im Aussehen recht ähnlich. Angrenzend befinden sich die Ruinen eines Pavits, dessen Dach ursprünglich von sechs Holzsäulen gestützt wurde. Einige der Überreste des Pavits und seiner Säulen sind im Historischen Museum von Eriwan zu sehen.

Das Kloster war ein Ort der Wallfahrt und bestand als solches bis 1930, als die letzten Mönche während der Stalinzeit den Ort verlassen mussten. Heute wird die Anlage von der Armenischen Apostolischen Kirche unterhalten, die am nördlichen Ende der Halbinsel ein Priesterseminar betreibt. Sevans spirituelle Schule - eine pädagogische spirituelle Institution - wurde 1990 auf Initiative von Erzbischof Garegin Nersisyan, Vikar der Diözese des Ararat, durch den Segen des Katholikos aller Armenier Vazgen A. Palchyan gegründet. In Erinnerung an den Patriarchen wurde die spirituelle Schule 1994 "Vazgenyan" genannt. Hier steht auch die Surb Hakob Chapel.

 

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

 

 

 

 

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

 

 

 

St. Jakob Church, Surb Hakob Chapel, Sewan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den Rückweg vom Kloster bogen wir nach rechts zum Priesterseminar mit der St. Jakob Church, Surb Hakob Chapel ab.

St. Jakob Church, Surb Hakob Chapel

Die Anlage wird von der Armenischen Apostolischen Kirche unterhalten. Die Kirche Surb Hakob Chapel war leider verschlossen und beendeten hiermit den Rundgang auf der Halbinsel.

Kloster Sewanawank / Sevanavank-Monastery Սևանավանք

An einen Backwarenstand holten wir uns einen Imbiss und schlängelten uns durch die Verkaufsstände zum Parkplatz. Wir wechselten noch einige freundliche Worte mit dem Parkplatzeinweiser, bevor wir die Fahrt fort setzten. Wir fuhren wieder auf der M4 (Europastraße E117 /Asian Highway AH83) und folgten sie in Richtung Georgien.

M4 Sewan Dilidschan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrt nach Dilidschan zur Unterkunft
 

M4 Sewan Dilidschan

 

Kaum haben wir das Gebiet der "blaue Perle Armeniens" - des Sevansees verlassen durchfahren wir die "Armenische Schweiz", die ihren Namen wegen Ihrer Schönheit und der Waldvegetation erhalten hat. Kurz hinter Semyonovka Սեմյոնովկա verließen wir die Region Gegharkunik und fuhren in die Region Tawusch. Ab dem Ort Pereval Sevanskiy führte die Fernstraße M4 serpentinreich von 2200 Höhenmetern hinab bis zu unserem Unterkunftsort Dilijan, welches in einer Höhe von 1200 - 1500 m über NN liegt.

Der knapp 2,3 km lange Sevan-Dilijan-Tunnel der M4 entlastete seit 2003 deutlich die alte serpentinreiche Strecke von 6,5 km über die H52. Somit wurde die kürzeste und sicherste Verbindung zwischen den südlichen und nördlichen Regionen Armeniens geschaffen. Der Bau des Tunnels, der unterhalb des Dilijan-Passes verläuft, wurde noch in den 70er Jahren begonnen, 1992 jedoch wegen Geldmangels gestoppt. Er bewahrt den Autofahrer vor dem Befahren der gefährlichen Bergstraße H52.

Dilijan ist einer der beliebtesten früheren und heutigen Kurorte. Viele bekannte Persönlichkeiten, dichter und Komponisten, wie Dmitri Schostakowitsch oder Benjamin Britten haben in an den Hängen von Dilijan ihre Sommerhäuser errichtet.

Übernachtung in Dilidschan

Eigentlich wollten wir unsere Unterkunft in Besitz nehmen und im Restaurant zu Abend essen und eine angenehme Nacht verbringen - es kam aber ganz anders:

Guter Hoffnung reisten wir in Dilijan an und warteten vor unser gebuchten Wohnung im Stadtzentrum.

78 Myasnikyan Street дом 12 4/2, квартира 12, 3901 Dilijan, Republik Armenien, Telefon +374 91 767561 Lado Apartments on Myasnikyan 78
40.743001, 44.872621 - GPS-Koordinaten; Preis des Apartments bei 1 Nacht: Դ 15.000

Unzumutbare Ersatzwohnung in Dilijan anstelle des Lado Apartments on Myasnikyan 78

Wir meldeten uns telefonisch beim Vermieter an, der auch zeitnah erschien - uns aber ganz wo anders hinführte - ein Schock - die Absage des Vermieters am Anreisetag, wo wir drei Übernachtungen gebucht hatten. Am Anreisetag (!) teilte uns der Vermieter trotz umfangreichen Schriftverkehr mit, dass die gebuchte Wohnung belegt ist und bot uns eine nicht zumutbare unverhältnismäßig kleinere, sehr schmutzige Wohnung an (40.741050, 44.872415). Wir lehnten sie ab. So mussten wir uns selbst um eine neue Unterkunft am späten Abend suchen.

Die von uns über booking. com verbindlich gebuchte und bestätigte Unterkunft war bereits bei unserer Anreise abends weiter vermietet. Somit war es für uns nicht möglich, diese in der von uns gebuchten Zeit in Besitz zu nehmen. Der Vermieter führte uns zu einem anderen sehr kleinen Apartment, wo ein einziges Doppelbett für vier Personen vorbereitet war. Unsere mitreisenden Kinder (13+14 Jahre) sollten auf einem Schlafsofa zu unseren Füßen zu zweit schlafen. Die Betten / das Sofa für die Kinder waren nicht vorbereitet - es war kein Bettzeug (Kissen und Decke) und keine Bettwäsche für das 3. und 4. Bett vorhanden. Für alle waren keine Handtücher - nicht einmal Toilettenpapier und Pflegeprodukte, lediglich benutzte Seife war vorhanden. Im Bad waren noch die Damen-Hygieneartikel im Mülleimer - das Bad wurde nicht gereinigt. Die Ablageflächen enthielten Utensilien der letzten Mieter, Zahnpasta-Reste und dicke Schmutzschichten und lange dunkle Haare im Waschbecken. Das Doppelbett ließ anhand der Bettwäsche vermuten, dass diese bereits in Nutzung waren. Frische Laken liegen faltenfrei.

Ersatzwohnung in Dilijan

Eine zugesicherte Waschmaschine war nicht vorhanden. Die Küchenutensilien lagen überwiegend im Spülkorb gestürzt. Das Vorhandensein von Kochplatte, Wasserkocher und Garderobe kann bestätigt werden. Nach Auszug der Doppelliege konnte kaum noch um das Doppelbett und die Liege getreten werden, obwohl zwei Schlafräume gebucht wurden. Der rustikale Frühstücksplatz im Hof nebenan (um nicht zu sagen herunter gekommene Essplatz) war eine Zumutung. Die Gesamtnutzfläche schätzen wir auf ca. 20 m². Der Berg- bzw. Stadtblick war ein Hofblick.

Wir haben diese Ersatzlösung des Vermieters abgelehnt, da sie nicht einmal im Ansatz vergleichbar war und man nicht auf vier Schlafgäste vorbereitet war.

In Eigenregie und aus der zeitlichen Not heraus haben wir eine andere, der Buchung der Größe nach vergleichbarer Unterkunft gesucht und auch noch bei Dunkelheit gefunden. Dazu sprachen wir ein junges Paar an, ob sie uns helfen können, unser Problem zu lösen. Und sie hatten sofort eine schnelle und unkomplizierte Lösung zur Hand. Ein Anruf genügte, dass nach wenigen Minuten der Vermieter uns zu seinem Haus brachte und das Apartment uns übergab. Trotz dass es auch für ihn unvorbereitet kam, standen uns zwei Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche zur Verfügung - auch wenn man ins Bad eine Etage tiefer gehen mussten - eine für uns ausreichende Unterbringung - herzlichen Dank dafür.

Da dieser nur uns zwei Nächte unterbringen konnte, ermöglichte die folgende Vermieterin uns, bereits eine Nacht früher anzureisen - Vielen Dank.


Foto: eigen; Text: Wikipedia
[1] Bild: Cuneiform inscription of Urartian King Rusa I. http://asorblog.org/wp-content/uploads/2015/12/INSCRIPTION-1024x768.jpg
[2] Bild Makenis monastery by Gurgenb - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12150921
[3] Text aus: http://vstrokax.net/armeniya/v-poiskah-taynogo-podvodnogo-vhoda-v-drevnyuyu-tsitadel/


Heute: 440 hochauflösende georeferenzierte Fotos 3216x 2136 bei 300dpi (falls an Fotos von einzelnen Sehenswürdigkeiten Interesse besteht - einfach melden; Die hier veröffentlichen Fotos wurden für das Internet verkleinert und optimiert)


Optional und durchaus sehenswert:
  ⇒ Ruinenstätte Khachkrner
  ⇒ Ruinenstätte Old Khachaghbyur
  ⇒ Ruinenstätte Old Vardenik

Ziele in Ltschaschen
  ⇒ Gandzavank Church Գանձավանք, Ruine
  ⇒ Festung Old Lchashen Ruins
  ⇒ Saint Hripsime Church, Ruine
  ⇒ Lchashen Cemetery

  ⇒ Holy Mother of God Church, Vardenik
  ⇒ Martuni Church, Saint Mary, Martuni
  ⇒ Saint Astvatsatsin Church, Vardenis
  ⇒ Holy Mother of God Church
  ⇒ Saint Mother of God Church Սուրբ Աստվածածին Եկեղեցի
  ⇒ Church Parav Kloster oder Ilyikavank


Fortsetzung im Teil 5:  Reisebericht Dilidschan (Dilidschan, Gosh)


  Reisebericht Nordzypern 2014 sowie nach Zypern (westlicher griechischer Teil) 2015 * * Rundreise Lanzarote 2015