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Dieser Reisebericht dient zur Vorbereitung unserer Rundreise und wurde noch nicht durchgeführt - auch wenn es den Anschein aus den Formulierungen hat. Falls Ergänzungen und Hinweise zur Reie gegeben werden, wären wir dankbar. Die Flüge sind bereit gebucht und freuen uns auf tolle Erlebnisse.

Reisebericht über eine zweiwöchige private Urlaubsreise durch Armenien - Herbst 2018

Kurz-Übersicht der Rundreise Armenien im  Reisebericht Armenien

Rundreise Teil 1: Reisebericht Chor Virap (Chor Virap, Norawank)
Rundreise Teil 2: Reisebericht Chndsoresk (Goris, Chndsoresk)
Rundreise Teil 3: Reisebericht Tatew (Goris, Tatew)
Rundreise Teil 4: Reisebericht Sewanawank (Selim, Noraduz, Sewanawank, Dilidschan)
Rundreise Teil 5: Reisebericht Dilidschan (Dilidschan, Gosh)
Rundreise Teil 6: Reisebericht Kloster Sanahin und Haghpat (Dilidschan, Haghpat / Sanahin Kloster)
Rundreise Teil 7: Reisebericht Gyumri (Spitak, Gyumri, Harich)
Rundreise Teil 8: Reisebericht Amberd (Hrasdan, Bjni, Saghmosavank, Ohanavan, Amberd)
Rundreise Teil 9: Reisebericht Etschmiadsin (Jerewan, Etschmiadsin, Swartnoz)
Rundreise Teil 10: Reisebericht Geghard (Jerewan, Garni, Geghard)
Rundreise Teil 11: Reisebericht Jerewan (Jerewan, Matenadaran Museum, historische Museum)
Rundreise Teil 12: Reisebericht Eriwan (Eriwan, ...)

weitere Sehenswürdigkeiten Armeniens

Koordinatenliste zur Rundreise

Klosteranlage Chor Virap

Teil 1: Khor / Chor Virap, Norawank

1. Tag - Samstag, xx.10.2018

Flug von Deutschland nach Armenien

  ⇒ Flug vom Internationaler Flughafen Frankfurt / Main (FRA ) mit der Boeing 737-800, Flug-Nr. PS 402 der Ukraine International Airlines von Frankfurt (FRA) nach Kiew - Borispol (KBP)
  ⇒ Abflug: 14:15 Uhr MESZ, Ankunft: 17:50 Uhr Eastern European Time (EET; +1h bei Sommerzeit),

  ⇒ Umsteigen in der Boeing 737-800, Flug-Nr. PS 611 der Ukraine International Airlines nach Jerewan Yerevan zum Internationale Flughafen Swartnoz (EVN)
  ⇒ Abflug: 20:10 Uhr Eastern European Time (EET; +1h bei Sommerzeit), Ankunft / Landung: 23:50 Uhr Armenia Standard Time (AMST)

  ⇒ Ankunft in Jerewan (Zvartnots International Airport)


2. Tag - Sonntag, xx.10.2018

Übernahme Mietwagen vom Anbieter Alamo Rent a Car am Airport in Yerevan

Unmittelbar nachdem die Einreiseformalitäten erledigt waren, gingen wir in den Ankunftsbereich des Flughafens Swartnoz. Hier wartete bereits ein Mitarbeiter des Mietwagenanbieters Alamo mit einem Namenschild auf uns. Nur wenige Meter aus dem Flughafengebäude stand unser Renault Duster zur Übernahme auf einem Parkplatz bereit. Die Übernahme war unkompliziert - machten einige Fotos von sichtbaren Schäden, prüften das Vorhandensein vom Warndreieck, Verbandskasten und Feuerlöscher (!!).

Wir gingen noch einmal zurück zum Wartebereich des Flughafens und deckten uns erst einmal mit Armenischer Dram (AMD) ein, um für die nächsten Tage genug Bares für die notwendigen Ausgaben zu haben. Außerdem kauften wir am Kiosk eine Prepaid-Karte von VivaCell-MTS - den führenden Mobilfunkbetreiber in Armenien mit der größten Abdeckung. Die Aktivierung einer Prepaid Karte “VIVA 5500” mit 5000 MB für 5500 AMD – also gerade mal 10 Euro und man ist in gesamt Armenien Online. Man ist dabei 5500 On-Net-Minuten (auch für MTS Russia und Vodafone Ukraine), 200 Minuten zu anderen RA, 374 97 und 374 47 Netzwerken in Russland, den Vereinigten Staaten und Kanada sowie 250 SMS an RA-Mobilfunknetze. Es gibt natürlich auch andere Datenpakete zu mehr oder weniger Datenvolumen. Da wir ein Smartphone mit Dual-SIM hatten, war es kein Problem mit zwei Netzen online zu sein. Vor allem ist man wieder in den sozialen Netzwerken, WhatsApp und Viper erreichbar, ohne dass Extrakosten entstehen. Anschließend machten wir uns wie geplant auf den Weg.

Im Vorfeld erkundigten wir uns auf die Besonderheiten im Straßenverkehr. Die Geschwindigkeiten auf den Straßen sind geringer als in Deutschland, deren Einhaltung vielfach elektronisch überwacht wird und anschließend zur Kasse gebeten wird. Man muss erwähnen, dass es schwierig ist, auf den Straßen des Landes zu schnell zu fahren - eher zu langsam, wozu der teils sehr schlechte Zustand einen zwingt. Der Fahrer hat kaum Möglichkeit, die wunderbare Natur zu genießen - er muss seinen Blick auf der Straße haben - rechtzeitig bremsen oder den Schlaglöchern ausweichen. Raucher sollten am Steuer das Rauchen unterlassen - es könnte wie mit Handy telefonieren oder Alkohol am Steuer teuer werden.

Fahrt von Zvartnots - Jerewan nach Dschermuk über Khor Virap und Norawank (ca. 230 km - Route)

Nachdem wir den Mietwagen übernommen hatten, konnten wir uns entscheiden, ob wir gleich zum ersten Ziel fahren und dort den Rest der Nacht verbringen oder im Flughafengebäude noch ein wenig zu warten. denn Ende September / Anfang Oktober schwanken die Temperaturen zwischen maximal 22 ° und mindestens 9 ° bei etwa 4 Regentage. Laut Prognose sollten es sogar nachts 14°C und tags darauf bis 30°C werden. Wir entschieden uns jedoch, ein Hotel in Flughafennähe zu mieten und dann ausgeruht die erste Tagestour in Angriff zu nehmen.

Wir verließen gegen 1 Uhr den Flughafen von Eriwan und fuhren Richtung Yerevan zum etwa 5 km entfernten Argavand Hotel & Restaurant Complex, wo wir übernachteten.

Nach dem Frühstück setzten wir die Fahrt auf der E117 bei Ararat fort. Wir fuhren ins breite und fruchtbare Tal des Arax, durch Bergdörfer, über Passstraßen und an Weingärten vorbei. Bei der reisevorbereitenden Routenplanung entdeckten wir die Ruinenstätte Dvin, die wir als zusätzliches Tagesziel aufnahmen. So bogen wir nach 33 km in der Ortschaft Dalar Դալար nach Hnaberd Հնաբերդ ab und erreichten nach etwa 7 km und einer knappen Stunde Fahrzeit die Archaeological Site Dvin. Hier machten wir eine Schlafpause, bis uns kurz vor 7 Uhr die Sonne weckte, so dass wir unser erstes Ziel besichtigen konnten.

Ruinenstätte Dvin (Դվին) / Dwin / Duin / Dowin /Duvin (Archaeological Site)

Ruinenstätte Dvin - antike Hauptstadt von Armenien / Modell

Foto / Grafik rechts: Ashot Ghazaryan, Yerevan, Architect und FreeLancer

Ein kleiner Absecher führte uns vorher noch nach Dvin - der antiken Hauptstadt von Armenien.

Mehrere Jahrhunderte war Dvin der primäre Sitz der armenischen Könige der Arshakuny-Dynastie und des Heiligen Sees der armenischen Kirche. Die Bevölkerung der Stadt wuchs rasch auf über 100.000 Einwohnernan und wurde zu einer der wohlhabendsten Städte östlich von Konstantinopel.
Dvin verwandelte sich schnell in ein regionales und wirtschaftliches Zentrum aus Ost und West. Sechs Handelsrouten begannen von Dvin, die Städte in Iran, Irak, Assyrien, dem Byzantinischen Reich und den Ländern des Mittelmeerraums verband. Es war einer der wichtigsten Handelsrouten seiner Zeit, besonders als Seidenstraße.

Dvin (armenisch Դվին), andere Umschriften Dwin, Duin, bis ins 19. Jahrhundert Dowin (Duvin), ist eine Ruinenstätte in der zentralarmenischen Provinz Ararat mit den Resten einer Anfang des 4. Jahrhunderts gegründeten und bis ins 13. Jahrhundert existierenden Stadt, die bis zum 9. Jahrhundert die Hauptstadt und das religiöse Zentrum Armeniens war. Der an der Stelle einer seit der Frühbronzezeit (um 3000 v. Chr.) bestehenden Siedlung gegründete Ort war zunächst der Gouverneurssitz des zum Sassanidenreich gehörenden Persarmenien und blieb ab 640 unter arabischer Vorherrschaft die Hauptstadt der Provinz Arminiya. 961 wurde das weiter westlich gelegene Ani zur Hauptstadt des armenischen Königreichs erklärt.

Von etwa 480 bis 893 war Dvin Sitz des Katholikos der Armenisch-Apostolischen Kirche. Im 6. Jahrhundert fanden in Dvin zwei für die Armenische Kirche richtungsweisende Konzile statt. Bei einem schweren Erdbeben Ende 893 wurden die Kathedrale, der Palast des Katholikos und des Fürsten sowie praktisch die gesamte Wohnstadt zerstört. Der Katholikos Georg (877–897) verlagerte daraufhin seinen Amtssitz nach Swartnoz. Dvin erholte sich vom Erdbeben und blieb auch im 10. Jahrhundert ein bedeutendes wirtschaftliches Zentrum, das günstig an internationalen Handelsrouten gelegen war. Nach der mongolischen Invasion von 1236 wurde die Stadt aufgegeben.

Die zwischen 450 und 485 erbaute und 572 zerstörte erste Kathedrale des heiligen Gregor (Surb Grigor) war die größte Kirche des mittelalterlichen Armenien. Der Anfang des 7. Jahrhunderts vollendete Nachfolgebau wurde als Kuppelbasilika mit drei halbrunden Konchen errichtet. Zur 400 Hektar großen Siedlungsfläche gehörte ein vom religiösen Bereich um die Kathedrale getrennter, befestigter Zitadellenhügel mit der politischen Verwaltung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dvin

Man kann auf den beiden Hügeln nur deren Ausmaße sehen, ohne eine richtige historische Struktur zu erkennen. Leider ist sehr wenig von der damals bedeutenden historischen Stadt erhalten geblieben. Es wäre gut gewesen, wenn ein kleines Museum oder zumindestens symbolisch einige der Außenmauern man hätte besichtigen können. Wir hatten Glüch und konnten auf einen Spazierweg auf den Hügel gehen. Gefundene archäologiche Stücke sind derzeit im Historisches Museum von Armenien und im State Ethnographic Museum bei Sardarapat zu besichtigen.

Wir fuhren wieder zur E117 zurück und folgten ihr Richtung Süden. Nach 18 km - also etwa 5 km vor dem zweiten Tagesziel verließen wir diese und folgten der H11, wo wir nach einer knappen halben Stunde Fahrzeit die Klosteranlage Chor Virap erreichten.

Die Klosteranlage Chor Virap / Khor Virap

Die Klosteranlage Khor Virap ist eine der wichtigen religiösen Stätten und eine Top-Touristenattraktion Armeniens. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den Berg Ararat - leider gehört er zur Türkei.

Khor Virap ist ein Kloster in der Ararat-Ebene im Südosten Armeniens, wo Tiridates III Gregory die Illuminator bei seiner Rückkehr eingesperrt hat.

Nach der Legende war der erste Kopf der armenischen Apostolischen Kirche Gregory der Illuminator, Sohn des Adligen namens Anag, der Armeniens König Khosrov II. Ermordet hat. Gregors Vater wurde für sein Verbrechen hingerichtet, aber Gregory gelang es, nach Kappadokien zu fliehen, wo er von Bischof St. Firmilian erzogen wurde.

Als Erwachsener kehrte Gregory in seine Heimat zurück, in der Hoffnung, den armenischen König - und damit das armenische Volk - zum Christentum zu verwandeln. Als er von Gregors Heimkehr erfuhr, hatte König Tiridates III., Sohn des ermordeten Königs Khosrov II., Gregory eingesperrt. Der König bestand darauf, daß sein Gefangener auf das Christentum verzichtete, aber Gregory weigerte sich. Nach etwa dreizehn Jahren Gefängnis hatte Gregory es geschafft, Tiridates von der Macht des Glaubens zu überzeugen und den König selbst in die Religion umzuwandeln. Und so im Jahr 301 n.Chr. Erklärte Tiridates III. Das Christentum die Staatsreligion Armeniens.

Die Kapelle von Khor Virap wurde erstmals im Jahre 642 über dem Kerker gebaut, um Gregory zu ehren, und eine größere Kapelle und ein Kloster wurden 1662 hinzugefügt. Heute ist Khor Virap einer der meistbesuchten Orte in Armenien. Seine Kapelle ist ein beliebter Ort für Ehen und Taufen. (Kredit: Rodolfo Contreras)

Auch hier greift eine Legende. König Trdat III. (Tiridates - ein heidnischer König) sperrte Gregor den Erleuchter 13 Jahre lang aufgrund seines Bekenntnisses zum christlichen Glauben auf der kleinen Anhöhe inmitten der Ebene des Araxtals in eine Höhle ein, um seinen christlichen Glauben zu brechen. Die Folter konnte ihn nicht beugen. Gregor konnte den König von einer entstellenden Hautkrankheit heilen, die als unheilbar angesehenen war. Das war für den König Trdat III. Grund genug, im Jahre 301 sich mit seiner Familie und den gesamten Hof taufen ließ. In einer Verfügung des Königs erklärte er das Christentum als Staatsreligion für die Armenie, die somit in der Geschichte das erst Volk mit dieser Religion sind.Vor Ort kann das vermutliche Verließ des Heiligen Grigors in einem unterirdischen Raum besichtigen, der über einer 5m langen Metalleiter erreichbar ist.

Die Muttergotteskirche - eine typische Kreuzkuppelkirche aus dem 14. Jahrhundert liegt im Zentrum des Komplexes.

Der Großer Ararat (Büyük Ağrı Dağı, Çiyayê Agirî, Մասիս, Արարատ, ) - Schicksalsberg der Armenier - der in greifbarer Nähe (Luftlinie 32 km) mit einer stolzen Höhe von 5137 m über dem Meeresspiegel liegt, ist ein ruhender Vulkan im Ararathochland von Ostanatolien. Seine letzte Eruption war 1840. Durch seine enorme Höhe wird er uns bis zum Ende dieser Reise begleiten.

Der Kleine Ararat (Küçük Ağrı Dağı) als Nachbarberg, der etwa 12 km südöstlich vom Großen Ararat auf türkischen Gebiet liegt, ist 3896 m hoch.
http://www.burgenwelt.org/armenien/chor_virap/object.php

altes Artashat Tempelanlage;

helenistische Tempelanlage Ancient Artashat / Artaxata / Artogerassa

Schaut man vom Kloster in Richtung des Berges Ararat, sieht man den Grenzfluss Araz / Aras Nehri zwischen der Türkei und Armenien mit ihrer geschlossenen Grenze, die von russischen Soldaten bewacht wird.

Unmittelbar davor befinden sich Reste der antiken armenischen Hauptstadt Artashat. Hier wurde eine helenistische Tempelanlage freigelegt. Leider kann sie nicht besichtigt werden, da sie direkt im abgespetrrten Grenzgebiet sich befindet.

Die neue Stadt Artashat befindet sich 8 km nördlich von dieser Anlage. Weitere Reste der antiken Hauptstadt sind unmittelbar westlich von der Klosteranlage Khor Virap.

Wir fuhren wieder auf der H11 zurück nach Pokr Vediund setzten die Fahrt nicht auf der E117 fort, sondern fuhren auf der H8 3 km bis zum Ort Vosketap, wo wir nach links auf die H10 abbogen. Die E117 führt weiter zur aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan, biegt aber vorher über die Verbindungsstraße M2 unmittelbar von der Grenze Richtung H10 ab - führt aber durch das zu Aserbaidschan gehörende 15 km² große Exklave, das Dorf (Kərki / Տիգրանաշեն, Tigranaschen), das jedoch von Armenien besetzt ist und von der armenischen Provinz Ararat verwaltet wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Artaxata

Das Kloster Surb Karapet / Monastery

Etwa 5 km nach dem Ort Shaghap zwischen der ersten und der zweiten Spitzkehre (39.844481, 44.906108) auf dem Vosketap-Vedi-Urtsadzor-Lanjar Hwy könnte man das Surb Karapet Monastery in etwa 3 km auf der rechten Seite erkennen. Drei Orte weiter - unmittelbar vor Lanjar (39.829614, 44.962924) führt die St. Karapet Monastery Road in westlicher Richtung an der Village Moshaghbyur vorbei zum Kloster Karapet aus dem 12. Jahrhundert (etwa 7km ab der M10).

Areni Wine Factory (optional)

Wir folgten weiter der H10 / E117 teilweise bis 1 km nah an der aserbaidschanischen Grenze bis nach Areni. Kurz hinter dem Ortseingang ist die Areni Wine Factory (tägl. 9 - 21 Uhr). Die kleine, familiengeführte Weingut mit Verkostung stellt zwar nur 250.000 Flaschen pro Jahr in 6 Arten von Obst- und Rotwein her. Die Ladenpreise sind auch angemessen.

Holy Mother of God Church, Areni

Holy Mother of God Church in Areni
https://en.wikipedia.org/wiki/Areni_Church

 

Höhlenkomplex Areni-1 Cave

Knapp einen Kilometer hinter dem Ortsausgang von Areni (alte Kirche), also noch vor dem Abzweig nach Noravank, befindet sich noch vor dem Restaurant Edem unmittelbar hinter dem Flüsschen Arpa Արփա der Höhlenkomplex Areni-1 Cave - eine Ausgrabungsstätte mit sensationellen Funden. Der Höhlenkomplex war überwiegend in der Altsteinzeit bis in die Spätkupferzeit (300.000 bis 1.000 Jahre v. Chr.) - später jedoch nicht durchgehend bewohnt. Die aus 3 Sälen bestehende Höhle wurde erstmals 2007 archäologisch untersucht. Zwei Jahre später wurde das älteste Gehirn entdeckt, ein Jahr darauf, dass die frühesten bekannten Schuhe in der Höhle gefunden wurden und 2011 die erste bekannte Weinkellerei in der Welt gefunden wurde. Im gleichen Jahr wurde ebenfalls ein Rock aus Stroh gefunden, der dem Jahr 3900 vor Chr. zugeordnet werden konnte.

Das Weingut Areni-1 ist ein 6100 Jahre altes Weingut, das 2007 in der Areni-1-Höhle im Dorf Areni in der Provinz Wajoz Dzor in der Republik Armenien entdeckt wurde Team von armenischen und irischen Archäologen.

Video: https://www.facebook.com/ChuboboiTravels/videos/335228550247643/
https://en.wikipedia.org/wiki/Areni-1_cave_complex

Vardges's Stone Bar

Das Kloster Norawank / Noravank / Monastery Նորավանք

So bogen wir nun nach rechts auf die Noravank Monastery Rd durch die athemberaubende malerische Schlucht Noravank Gorge zum Kloster Noravankh ab, welches südlich vom Kloster Chor Virap mit seiner Muttergotteskirche liegt. In der engen Schlucht des Amaghu ist nach knapp 8 km bei 400 Höhenmeter Anstieg das Kloster Noravankh, welches zu den schönsten armenischen Klöster gehört. Hier besichtigten wir die Haupt- und Mausoleumskirche. Die rötliche Fassade des Klosters lässt es kaum von seiner felsigen Umgebung bei untergehender Sonne erkennen. Vom 12. - 14. Jahrhundert war es Sitz der Bischöfe von Sjunik.

Das Noravank Monastery besteht aus den Kirchen:

Kloster Noravank Mausoleumskirche Surp Astvatsatsin

Fürst Burtel Orbelian stiftete die zweigeschossige Fassade des Klosters. Erst im Jahr 1339 wurde die Mausoleumskirche (Surb Astvatsatsin) vollendet.

Die derzeitige Täuferkirche (Surb Karapet) aus dem 13. Jahrhundert wurde etwas nördlicher als die bei einem Erdbeben vollständig zerstörten Vorgängerkirche gleichen Namens errichtet. Als ältestes, im Original erhaltene Kirche steht sie im Zentrum des Klosters, die von Fürsten Smbat Orbelian im Jahr 1261 einen Gawit an der Westseite anbauen ließ.
https://en.wikipedia.org/wiki/Noravank

Wir fuhren wieder auf die Noravank Monastery Rd, zurück, bis wir nach knapp 8 km bei Areni auf den Yerevanyan Hwy (E117) kamen. Auf halben Weg bis dahin ist in einer Felsspalte die Vardges's Stone Bar. Unmittelbar vorder E117, unmittelbar hinter dem Café "Garden of Eden" / Edem (wo man gut essen kann) befindet sich der Zugang zur Ausgrabungsstätte zum vorher beschriebenen Höhlenkomplex Areni-1 Cave.

Kurz vor Arpi kann man einen Abstecher zur knapp 8 km entfernten Mozrov Cave durchführen. Da ein Gitter den Zugang zur Höhle verschließt, verzichteten wir darauf.

Mozrov Cave, Arpi

 

Mozrov Cave

Ein Aufstieg soll zur etwa 30 Meter tiefen und leider verschlossenen Höhle führen. Im Inneren der Höhle gibt es eine große Vielfalt von natürlichen geologischen Formationen ist, die so einzigartig sind. Die Höhle soll aufgrund der Stalaktiten, Stalagmiten, Exzentriques, Säulen, sehr sehenswert sein.

Reisefoto eingereicht von Luciana M ( (Mai 2016))

 

Ertij Fort

In mitten der Ortschaft Arpi ragt in etwa 200 m Entfernung auf einen Hügel die Reste der Festung Ertij Fort aus dem 13. Jahrhundert heraus.

 

Cave shrine of Jrovank

In der Nähe einer Schlucht des Flusses Arpa soll sich die Höhle "Schrein von Jrovank" (cave shrine of Jrovank) befinden, die ich aber nicht lokalisieren konnte. Vermutlich liegt sie etwa 800 m südlich des Fort Ertij - auf der anderen Seite der E 117 und des Flusses Arpa in der Ortschaft Arpi (Արփի). In der Schlucht, die vom Arpa-Fluss gehauen wurde, befindet sich der Höhlenschrein von Jrovank.

... weiter .... 

 

Ertij Fort

Ertij ist eine Festung, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Es liegt auf einem Hügel neben dem Dorf Arpi in der Provinz Vayots Dzor in Armenien. Es besteht jedoch nur noch aus Ruinenresten - also nicht sonderlich sehenswert.

 

So fuhren wir auf dem Yerevanyan Highway (E117) weiter in Richtung Goris. Im Ort Yeghegnadzor verließen wir sie und bogen nach links auf die Mikoyan Street (H47) ab. Nach weiteren 10 km Fahrt erreichten wir den Ort Gladsor / Gladzor und somit das Kloster Tanahati Monastery.

Kloster Tanahati Monastery bei Gladsor / Gladzor

 

Das Kloster Tanahati Karmir Monastery

Das bekannte Tanahati Karmir Monastery aus den 13. Jahrhundert, eines der berühmten Klöster von Sjunik, liegt in einer gebirgigen und malerischen Umgebung. In der Klosteranlage befand sich die im Jahr 1280 gegründete Hochschule, eine von vielen in Armenien. Hier bekamen sie von bekannten Gelehrten geistliche Bildung, beschäftigten sich aber auch mit der Wissenschaft. Viele Manuskripte, die möglicherweise von der zugehörenden Schule der Buchmalerei entstammen, sind von der Universität erhalten geblieben. Die einbindung dieses Klosters war nur ein Umweg von 11,6 km bei 15 Minuten mehr Fahrzeit.

Anschließend fuhren wir wieder zum Jermuk Highway (E117) zurück und folgten ihn bis zur Ortschaft Vayk (ehemals Azizbekov). Unmittelbar vorher war auf der rechten Seite die heilige Tiridat Kirche / Surb Trdat G Mets Church - keine zwanzig Meter von der E117 entfernt.

Die heilige Tiridat Kirche / Surb Trdat G Mets Church, Vayk

Wir fuhren wieder auf dem Yerevanyan Highway (E117) weiter ostwärts. Nach zehn Kilometer führten zwei Straßen nach Dschermuk. Da wir zeitlich noch das Kloster Gndevank einbinden konnten, folgten wir der H42, die nur 500 m vor der H43 nach Links abbog.

 

Kloster Gndevank

Wir folgten weiter ... in den Ort Areni mit dem im 10. Jahrhundert gegründeten Gndevank Kloster der Armenisch-Apostolischen Kirche. Die restaurierte Stefanskirche (Surb Stephanus) - eine Kreuzkuppelkirche aus dem Jahr 936 enhielt großflächige Wandmalereien, die leider nicht mehr vorhanden sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gndevank

Das Kechut Reservior umfuhren wir westlich des Stausees, was uns nun direkt nach Dschermuk zur Unterkunft führte. Karen, die Vermieterin erwartete uns zur vereinbarten Zeit und übergab uns die Wohnung für diese Nacht. Nachdem wir uns soweit eingerichtet hatten und der Sonnenuntergang erst für 18:45 Uhr eintrat, gingen wir noch zum knapp 200 m entfernten Wasserfall und machten von ihn einige Fotos.

 

Jermuk Waterfall

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Ursprünglich buchten wir eine andere Wohnung in Dschermuk. Über das Portal booking.com hatten wir für das Apartment Квартира Джермук (1 Übernachtung) bereits eine bestätigte Buchung, bis der Vermieter diese uns unbegründet stornierte. Da für ihm die eine Nacht zu wenig war, forderte er uns auf, die Buchung zu stornieren. Wir waren sprachlos und meldeten die Verfahrensweise dem Buchungsportal. Aus meiner Sicht empfehle ich nicht die Unterkunft Квартира Джермук zu buchen.
Myasnikyan 24 Дом 8, 3702 Jermuk, Republik Armenien, (39.836959, 45.666608 - GPS), Telefon +374 94 155838 (WhatsApp).

Wir kannten zum Glück bereits weitere Wohnungen in Dschermuk und setzten uns per WhatsApp mit der Vermieterin des Karen Nikolai des Jermuk Apartment in the Center in Verbindung, die uns unkompliziert für diese Nacht die Wohnung zur Verfügung stellte - herzlichen Dank, liebe Karen. Es geht eben auch anders und das ist gut so.


Foto: Artashat Tempelanlage: https://ssl.panoramio.com/photo/23310840; Fotogalerie aus araratbrandy.com;


Heute: xxx hochauflösende georeferenzierte Fotos 4288x 2848 bei 300dpi (falls an Fotos von einzelnen Sehenswürdigkeiten Interesse besteht - einfach melden; Die hier veröffentlichen Fotos wurden für das Internet verkleinert und optimiert)


 Optional und durchaus sehenswert:

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Fortsetzung im Teil 2:  Reisebericht Chndsoresk (Goris, Chndsoresk)


  Reisebericht Nordzypern 2014 sowie nach Zypern (westlicher griechischer Teil) 2015 * * Rundreise Lanzarote 2015