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Reisebericht über eine zweiwöchige private Urlaubsreise durch Armenien - Herbst 2018

Kurz-Übersicht der Rundreise Armenien im  Reisebericht Armenien

Rundreise Teil 1: Reisebericht Chor Virap (Chor Virap, Norawank)
Rundreise Teil 2: Reisebericht Chndsoresk (Goris, Chndsoresk)
Rundreise Teil 3: Reisebericht Tatew (Goris, Tatew)
Rundreise Teil 4: Reisebericht Sewanawank (Selim, Noraduz, Sewanawank, Dilidschan)
Rundreise Teil 5: Reisebericht Dilidschan (Dilidschan, Gosh)
Rundreise Teil 6: Reisebericht Kloster Sanahin und Haghpat (Dilidschan, Haghpat / Sanahin Kloster)
Rundreise Teil 7: Reisebericht Gyumri (Spitak, Gyumri, Harich)
Rundreise Teil 8: Reisebericht Amberd (Hrasdan, Bjni, Saghmosavank, Ohanavan, Amberd)
Rundreise Teil 9: Reisebericht Etschmiadsin (Jerewan, Etschmiadsin, Swartnoz)
Rundreise Teil 10: Reisebericht Geghard (Jerewan, Garni, Geghard)
Rundreise Teil 11: Reisebericht Jerewan (Jerewan, Matenadaran Museum, historische Museum)
Rundreise Teil 12: Reisebericht Eriwan (Eriwan, ...)

weitere Sehenswürdigkeiten Armeniens

Koordinatenliste zur Rundreise

Klosteranlage Chor Virap

Teil 1: Khor / Chor Virap, Norawank, Goris

1. Tag - Samstag, xx.10.2018

Flug von Deutschland nach Armenien

  ⇒ Flug vom Internationaler Flughafen Frankfurt / Main (FRA ) mit der Boeing 737-800, Flug-Nr. PS 402 der Ukraine International Airlines von Frankfurt (FRA) nach Kiew - Borispol (KBP)
  ⇒ Abflug: 14:15 Uhr MESZ, Ankunft: 17:50 Uhr Eastern European Time (EET; +1h bei Sommerzeit),

  ⇒ Umsteigen in der Boeing 737-800, Flug-Nr. PS 611 der Ukraine International Airlines nach Jerewan Yerevan zum Internationale Flughafen Swartnoz (EVN)
  ⇒ Abflug: 20:10 Uhr Eastern European Time (EET; +1h bei Sommerzeit), Ankunft / Landung: 23:50 Uhr Armenia Standard Time (AMST)

  ⇒ Ankunft in Jerewan (Zvartnots International Airport)
  ⇒ Übernahme Mietwagen,


2. Tag - Sonntag, xx.10.2018

Fahrt von Jerewan nach Khor / Chor Virap - Norawank - Goris (ca. 261 km - Route)

Wir fuhren ins breite und fruchtbare Tal des Arax, durch Bergdörfer, über Passstraßen und an Weingärten vorbei.

Ruinenstätte Dvin Dvin (Դվին) / Dwin / Duin / Dowin /Duvin (Archaeological Site)

Wir verließen Eriwan ... und setzten die Fahrt auf der E117 bei Ararat fort. Etwa 5 km vor dem Ziel verließen wir diese und folgten der H11, wo wir nach einer knappen Stunde Fahrzeit die Klosteranlage Chor Virap erreichten.

Unterwegs machten wir einen Stopp in Dvin, um die Ruinenstätte zu besichtigen. sie ist in zwei Teile aufgegliedert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dvin

Die Klosteranlage Chor Virap / Khor Virap

Die Klosteranlage Khor Virap ist eine der wichtigen religiösen Stätten und eine Top-Touristenattraktion Armeniens. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den Berg Ararat - leider gehört er zur Türkei.

Khor Virap ist ein Kloster in der Ararat-Ebene im Südosten Armeniens, wo Tiridates III Gregory die Illuminator bei seiner Rückkehr eingesperrt hat.

Nach der Legende war der erste Kopf der armenischen Apostolischen Kirche Gregory der Illuminator, Sohn des Adligen namens Anag, der Armeniens König Khosrov II. Ermordet hat. Gregors Vater wurde für sein Verbrechen hingerichtet, aber Gregory gelang es, nach Kappadokien zu fliehen, wo er von Bischof St. Firmilian erzogen wurde.

Als Erwachsener kehrte Gregory in seine Heimat zurück, in der Hoffnung, den armenischen König - und damit das armenische Volk - zum Christentum zu verwandeln. Als er von Gregors Heimkehr erfuhr, hatte König Tiridates III., Sohn des ermordeten Königs Khosrov II., Gregory eingesperrt. Der König bestand darauf, daß sein Gefangener auf das Christentum verzichtete, aber Gregory weigerte sich. Nach etwa dreizehn Jahren Gefängnis hatte Gregory es geschafft, Tiridates von der Macht des Glaubens zu überzeugen und den König selbst in die Religion umzuwandeln. Und so im Jahr 301 n.Chr. Erklärte Tiridates III. Das Christentum die Staatsreligion Armeniens.

Die Kapelle von Khor Virap wurde erstmals im Jahre 642 über dem Kerker gebaut, um Gregory zu ehren, und eine größere Kapelle und ein Kloster wurden 1662 hinzugefügt. Heute ist Khor Virap einer der meistbesuchten Orte in Armenien. Seine Kapelle ist ein beliebter Ort für Ehen und Taufen. (Kredit: Rodolfo Contreras)

Auch hier greift eine Legende. König Trdat III. (Tiridates - ein heidnischer König) sperrte Gregor den Erleuchter 13 Jahre lang aufgrund seines Bekenntnisses zum christlichen Glauben auf der kleinen Anhöhe inmitten der Ebene des Araxtals in eine Höhle ein, um seinen christlichen Glauben zu brechen. Die Folter konnte ihn nicht beugen. Gregor konnte den König von einer entstellenden Hautkrankheit heilen, die als unheilbar angesehenen war. Das war für den König Trdat III. Grund genug, im Jahre 301 sich mit seiner Familie und den gesamten Hof taufen ließ. In einer Verfügung des Königs erklärte er das Christentum als Staatsreligion für die Armenie, die somit in der Geschichte das erst Volk mit dieser Religion sind.Vor Ort kann das vermutliche Verließ des Heiligen Grigors in einem unterirdischen Raum besichtigen, der über einer 5m langen Metalleiter erreichbar ist.

Die Muttergotteskirche - eine typische Kreuzkuppelkirche aus dem 14. Jahrhundert liegt im Zentrum des Komplexes.

Der Großer Ararat (Büyük Ağrı Dağı, Çiyayê Agirî, Մասիս, Արարատ, ) - Schicksalsberg der Armenier - der in greifbarer Nähe (Luftlinie 32 km) mit einer stolzen Höhe von 5137 m über dem Meeresspiegel liegt, ist ein ruhender Vulkan im Ararathochland von Ostanatolien. Seine letzte Eruption war 1840. Durch seine enorme Höhe wird er uns bis zum Ende dieser Reise begleiten.

Der Kleine Ararat (Küçük Ağrı Dağı) als Nachbarberg, der etwa 12 km südöstlich vom Großen Ararat auf türkischen Gebiet liegt, ist 3896 m hoch.
http://www.burgenwelt.org/armenien/chor_virap/object.php

altes Artashat Tempelanlage;

helenistische Tempelanlage Ancient Artashat / Artaxata / Artogerassa

Schaut man vom Kloster in Richtung des Berges Ararat, sieht man den Grenzfluss Araz / Aras Nehri zwischen der Türkei und Armenien mit ihrer geschlossenen Grenze, die von russischen Soldaten bewacht wird.

Unmittelbar davor befinden sich Reste der antiken armenischen Hauptstadt Artashat. Hier wurde eine helenistische Tempelanlage freigelegt. Leider kann sie nicht besichtigt werden, da sie direkt im abgespetrrten Grenzgebiet sich befindet.

Die neue Stadt Artashat befindet sich 8 km nördlich von dieser Anlage. Weitere Reste der antiken Hauptstadt sind unmittelbar westlich von der Klosteranlage Khor Virap.

Wir fuhren wieder auf der H11 zurück nach Pokr Vediund setzten die Fahrt nicht auf der E117 fort, sondern fuhren auf der H8 3 km bis zum Ort Vosketap, wo wir nach links auf die H10 abbogen. Die E117 führt weiter zur aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan, biegt aber vorher über die Verbindungsstraße M2 unmittelbar von der Grenze Richtung H10 ab - führt aber durch das zu Aserbaidschan gehörende 15 km² große Exklave, das Dorf (Kərki / Տիգրանաշեն, Tigranaschen), das jedoch von Armenien besetzt ist und von der armenischen Provinz Ararat verwaltet wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Artaxata

Das Kloster Surb Karapet / Monastery

Etwa 5 km nach dem Ort Shaghap zwischen der ersten und der zweiten Spitzkehre (39.844481, 44.906108) auf dem Vosketap-Vedi-Urtsadzor-Lanjar Hwy könnte man das Surb Karapet Monastery in etwa 3 km auf der rechten Seite erkennen. Drei Orte weiter - unmittelbar vor Lanjar (39.829614, 44.962924) führt die St. Karapet Monastery Road in westlicher Richtung an der Village Moshaghbyur vorbei zum Kloster Karapet aus dem 12. Jahrhundert (etwa 7km ab der M10).

Areni Wine Factory (optional)

Wir folgten weiter der H10 / E117 teilweise bis 1 km nah an der aserbaidschanischen Grenze bis nach Areni. Kurz hinter dem Ortseingang ist die Areni Wine Factory (tägl. 9 - 21 Uhr). Die kleine, familiengeführte Weingut mit Verkostung stellt zwar nur 250.000 Flaschen pro Jahr in 6 Arten von Obst- und Rotwein her. Die Ladenpreise sind auch angemessen.

Holy Mother of God Church, Areni

Holy Mother of God Church in Areni
https://en.wikipedia.org/wiki/Areni_Church

 

Höhlenkomplex Areni-1 Cave

Knapp einen Kilometer hinter dem Ortsausgang von Areni (alte Kirche), also noch vor dem Abzweig nach Noravank, befindet sich noch vor dem Restaurant Edem unmittelbar hinter dem Flüsschen Arpa Արփա der Höhlenkomplex Areni-1 Cave - eine Ausgrabungsstätte mit sensationellen Funden. Der Höhlenkomplex war überwiegend in der Altsteinzeit bis in die Spätkupferzeit (300.000 bis 1.000 Jahre v. Chr.) - später jedoch nicht durchgehend bewohnt. Die aus 3 Sälen bestehende Höhle wurde erstmals 2007 archäologisch untersucht. Zwei Jahre später wurde das älteste Gehirn entdeckt, ein Jahr darauf, dass die frühesten bekannten Schuhe in der Höhle gefunden wurden und 2011 die erste bekannte Weinkellerei in der Welt gefunden wurde. Im gleichen Jahr wurde ebenfalls ein Rock aus Stroh gefunden, der dem Jahr 3900 vor Chr. zugeordnet werden konnte.
https://en.wikipedia.org/wiki/Areni-1_cave_complex

Vardges's Stone Bar

Das Kloster Norawank / Noravank / Monastery Նորավանք

So bogen wir nun nach rechts auf die Noravank Monastery Rd durch die athemberaubende malerische Schlucht Noravank Gorge zum Kloster Noravankh ab, welches südlich vom Kloster Chor Virap mit seiner Muttergotteskirche liegt. In der engen Schlucht des Amaghu ist nach knapp 8 km bei 400 Höhenmeter Anstieg das Kloster Noravankh, welches zu den schönsten armenischen Klöster gehört. Hier besichtigten wir die Haupt- und Mausoleumskirche. Die rötliche Fassade des Klosters lässt es kaum von seiner felsigen Umgebung bei untergehender Sonne erkennen. Vom 12. - 14. Jahrhundert war es Sitz der Bischöfe von Sjunik.

Das Noravank Monastery besteht aus den Kirchen:

Kloster Noravank Mausoleumskirche Surp Astvatsatsin

Fürst Burtel Orbelian stiftete die zweigeschossige Fassade des Klosters. Erst im Jahr 1339 wurde die Mausoleumskirche (Surb Astvatsatsin) vollendet.

Die derzeitige Täuferkirche (Surb Karapet) aus dem 13. Jahrhundert wurde etwas nördlicher als die bei einem Erdbeben vollständig zerstörten Vorgängerkirche gleichen Namens errichtet. Als ältestes, im Original erhaltene Kirche steht sie im Zentrum des Klosters, die von Fürsten Smbat Orbelian im Jahr 1261 einen Gawit an der Westseite anbauen ließ.
https://en.wikipedia.org/wiki/Noravank

Wir fuhren wieder auf die Noravank Monastery Rd, zurück, bis wir nach knapp 8 km bei Areni auf den Yerevanyan Hwy (E117) kamen. Auf halben Weg bis dahin ist in einer Felsspalte die Vardges's Stone Bar. Unmittelbar vorder E117, unmittelbar hinter dem Café "Garden of Eden" / Edem (wo man gut essen kann) befindet sich der Zugang zur Ausgrabungsstätte zum vorher beschriebenen Höhlenkomplex Areni-1 Cave.

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Ertij Fort

In mitten der Ortschaft Arpi ragt in etwa 200 m Entfernung auf einen Hügel die Festung Ertij Fort aus dem 13. Jahrhundert heraus.

 

Cave shrine of Jrovank

In der Nähe einer Schlucht des Flusses Arpa soll sich die Höhle "Schrein von Jrovank" (cave shrine of Jrovank) befinden, die ich aber nicht lokalisieren konnte. Vermutlich liegt sie etwa 800 m südlich des Fort Ertij - auf der anderen Seite der E 117 und des Flusses Arpa in der Ortschaft Arpi (Արփի)

... weiter .... 

 

Nach etwa 13 km kann man im Ort Yeghegnadzor wie geplant weiter Richtung Goris fahren. Optional kann man auch nach links auf die Mikoyan Street (H47) abbiegen. Nach weiteren 10 km Fahrt erreicht man hinder dem Ort Gladsor / Gladzor das Kloster Tanahati Monastery.

Kloster Tanahati Monastery bei Gladsor / Gladzor

 

Das Kloster Tanahati Karmir Monastery

Das bekannte Tanahati Karmir Monastery aus den 13. Jahrhundert, eines der berühmten Klöster von Sjunik, liegt in einer gebirgigen und malerischen Umgebung. In der Klosteranlage befand sich die im Jahr 1280 gegründete Hochschule, eine von vielen in Armenien. Hier bekamen sie von bekannten Gelehrten geistliche Bildung, beschäftigten sich aber auch mit der Wissenschaft. Viele Manuskripte, die möglicherweise von der zugehörenden Schule der Buchmalerei entstammen, sind von der Universität erhalten geblieben. Anschließend fährt man auf der E117 zurück - also ein Umweg von 11,6 km bei 15 Minuten mehr Fahrzeit, der natürlich von der Reiseleitung nicht erlaubt wurde.

Die heilige Tiridat Kirche Vayk

Jermuk Waterfall

Übernachtung in Dschermuk


Foto: Artashat Tempelanlage: https://ssl.panoramio.com/photo/23310840; Fotogalerie aus araratbrandy.com;


Heute: xxx hochauflösende georeferenzierte Fotos 4288x 2848 bei 300dpi (falls an Fotos von einzelnen Sehenswürdigkeiten Interesse besteht - einfach melden; Die hier veröffentlichen Fotos wurden für das Internet verkleinert und optimiert)


 Optional und durchaus sehenswert:

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Fortsetzung im Teil 2:  Reisebericht Chndsoresk (Goris, Chndsoresk)


  Reisebericht Nordzypern 2014 sowie nach Zypern (westlicher griechischer Teil) 2015 * * Rundreise Lanzarote 2015